Die Lage in der regionalen Solarbranche bleibt angespannt. In den vergangenen Monaten mussten mehrere Anbieter aufgeben, was bei Kunden für wachsende Unsicherheit sorgt. Nun rückt die Ökovolt AG in Au in den Fokus.

Die Webseite des Unternehmens ist derzeit nicht erreichbar, telefonisch ist lediglich eine Bandansage geschaltet. Im Tal kursieren derzeit unbestätigte Gerüchte, deren Inhalt sich aktuell nicht unabhängig überprüfen lässt. Auch Rheintal24 liegen Hinweise vor, die derzeit nicht unabhängig bestätigt werden können und deshalb nicht weiter ausgeführt werden. Ökovolt hat auf eine Anfrage vom Freitag nicht reagiert.

Aufhorchen lässt zudem eine Personalmutation: Hermann Schwarz, der im vergangenen Sommer als Nachfolger des vormaligen CEO eingesetzt worden war, ist gemäss Handelsregistereintrag vom 23. April aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Die Entwicklung reiht sich in eine Serie von Firmenzusammenbrüchen ein, welche die Solarbranche im Rheintal zuletzt geprägt hat. Beobachter sprechen von zunehmendem Druck im Markt mit steigenden Kosten, wachsender Konkurrenz und Marktsättigung.

«2025 gehen wir von einem Rückgang der Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr von 10 bis 15 Prozent aus (genaue Zahlen werden im Juli veröffentlicht). Das hat insbesondere Firmen mit wenig Erfahrung und ohne zusätzliches Standbein in Schwierigkeiten gebracht, obschon klar war, dass nach dem Wachstum eine Konsolidierung kommen würde,» sagte David Stickelberger, Senior Advisor beim Branchenverband Swissolar, Ende Januar gegenüber unserem Portal.