Falklandinsel-Frage der USA
Großbritannien: Lassen uns nicht unter Druck setzen
25.04.2026Lesedauer: 2 Min.
Keir Starmer (Archivbild): Sein Sprecher erklärte, die Frage der Souveränität der Falklandinseln liege beim Vereinten Königreich. (Quelle: IMAGO/Tayfun Salci/imago)
Ein Pentagon-Dokument soll Berichten zufolge Maßnahmen gegen unliebsame Nato-Partner vorschlagen. Großbritannien hält dagegen.
Vor dem Hintergrund eines Medienberichts über mögliche US-Pläne, die bisher pro-britische Haltung der USA zum Anspruch Argentiniens auf die Falklands im Südatlantik zu überdenken, hat sich nun die britische Regierung geäußert. Ein britischer Regierungssprecher erklärte, die Souveränität liege beim Vereinigten Königreich, und das Selbstbestimmungsrecht sei von größter Bedeutung. Der britische Sprecher verwies darauf, dass sich die Falklandinseln «mit überwältigender Mehrheit» dafür ausgesprochen hätten, ein Überseegebiet zu bleiben. Das Vereinigte Königreich lasse sich zudem nicht unter Druck setzen.
Einem unbestätigten Medienbericht von Reuters zufolge soll im Pentagon eine Mitteilung kursieren, in der Maßnahmen gegen «schwierige» Nato-Mitglieder vorgeschlagen werden, die das US-Militär im Krieg gegen den Iran nicht unterstützt hätten. Im Falle Großbritanniens sollen die britischen Gebietsansprüche überdacht werden.
London hatte zunächst die Nutzung von Militärbasen im Land für Angriffe auf den Iran untersagt, dann aber erlaubt. Trump hatte den britischen Premierminister Keir Starmer mehrfach dafür kritisiert.
Die Falklandinseln sind ein britisches Überseegebiet im südwestlichen Atlantik und Gegenstand eines Souveränitätsstreits zwischen Großbritannien und Argentinien. Der Sprecher des Premierministers erklärte laut BBC, «Wir haben diese Position gegenüber den aufeinanderfolgenden US-Regierungen bereits klar und konsequent zum Ausdruck gebracht, und daran wird sich nichts ändern.»
Die Regierung der Inseln erklärte in einer Stellungnahme: «Die Falklandinseln haben vollstes Vertrauen in die Zusage der britischen Regierung, unser Recht auf Selbstbestimmung zu wahren und zu verteidigen.» Weiter machten sie darauf aufmerksam, dass 99,8 Prozent der Wähler auf der Insel für den Verbleib als britisches Überseegebiet gestimmt hätten.
Lord West, der ehemalige britische Staatsminister für Sicherheit, bezeichnete das Papier in der BBC als Ausdruck eines «Mangels an Verständnis». US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte er demnach «dumm» und warf ihm vor, keinerlei Verständnis für die Nato zu haben. Lord West war während des Falklandkriegs 1982 als Offizier im Einsatz.
