
AUDIO: Mediathektipps: «Howards End», Strangers» und «Gustav Klimt – Ein Kunstkrimi» (4 Min)
Stand: 12.04.2026 18:08 Uhr
Unsere Tipps: Die Verfilmung des Literaturklassikers «Wiedersehen in Howards End» als Serie, eine Doku über die Wiederentdeckung eines verschollenen Gemäldes von Gustav Klimt und eine Thriller-Serie, die einen englischen Professor nach Hongkong führt.
Die beiden Schwestern Margaret und Helen Schlegel führen mit ihrem jüngeren Bruder Tibby ein unabhängiges Leben – ungewöhnlich im England in der Zeit um 1900. Ihre Tante Juley war stets dagegen, dass die Älteste, Margaret, ihre Geschwister nach dem Tod der Eltern selbst aufzieht. Nun ist das unkonventionelle Leben der Geschwister gefüllt mit Kunst, Literatur und Musik.
Schließlich treffen die intellektuellen Schlegel-Schwestern auf die Familie des konservativen Geschäftsmanns Mr. Wilcox, der sich weniger für Kunst als für Börsennachrichten interessiert und der von Gleichberechtigung nichts hält. Margaret und Helen sind befremdet und zugleich fasziniert von der nüchternen Weltsicht der Wilcox-Familie.
In dem Literaturklassiker «Wiedersehen in Howards End» von Edward Morgan Forster prallen die sozialen Gegensätze und Lebenseinstellung in hitzigen Wortgefechten aufeinander. Vor gut 20 Jahren wurde die Romanvorlage mit Emma Thompson und Anthony Hopkins schon einmal verfilmt. Die vierteilige britische Miniserie «Howards End» kommt jetzt mit viel frischer Energie und temperamentvollem Spiel daher und wirkt sehr gegenwärtig – und steht noch bis zum 6. Mai in der ARD Mediathek.

Jonah Mulray (John Simm, m.) kommt in Hongkong dem Doppelleben seiner verstorbenen Frau auf die Spur.
Wie so oft ist Megan Mulray geschäftlich in Hongkong. Ihr Mann, ein Professor aus London, begleitet sie nie auf ihren Reisen, zu groß ist seine Flugangst. Er gibt gerade ein Seminar, als ihn Polizisten aus dem Hörsaal rufen. Ihre Nachricht: Seine Frau hatte einen Unfall – und ist gestorben.
In tiefer Trauer fliegt Professor Mulray notgedrungen nach Hongkong, um seine Frau heimzuholen. Erst jetzt hört er ihre letzte Handy-Nachricht ab.
Ich bin da in etwas hineingeraten. So wie es aussieht, weiß ich nicht, ob wir uns wiedersehen werden. Ich wünschte, die Dinge wären anders gelaufen. Dass wir mehr Zeit gehabt hätten …
aus «Strangers»
Am Telefon wird Mulray Zeuge ihres Unfalls. Danach ist er sich sicher: Megan wurde ermordet. Nach und nach kommt er dem Doppelleben seiner Frau auf die Spur und gerät dabei in ein Netz dunkler Machenschaften. Die vierteilige britische Miniserie «Strangers» lebt nicht zuletzt von der Atmosphäre im schillernden Lichtermeer der Metropole Hongkong. Sie steht noch bis zum 9. Mai in der ARD Mediathek.
20 Jahre war der Kunsthistoriker Alfred Weidinger bereits einem verschollen geglaubten Gemälde von Gustav Klimt auf der Spur, als es 2023 einem Kunsthändler angeboten wurde. Das beeindruckend schöne Gemälde, dessen Auftauchen weltweit für Aufsehen sorgte, zeigt einen afrikanischen Prinzen im Halbprofil. Der Maler porträtierte sein Gegenüber auf Augenhöhe, zu einer Zeit, als in Deutschland Afrikaner in Völkerschauen als fremdartige Wesen zur Schau gestellt wurden.
Wer gab das Gemälde in Auftrag, wer genau ist dargestellt? Wo war das Bild über all die Jahre und wer waren die Besitzer? Die spannende Dokumentation «Gustav Klimt – Ein Kunstkrimi» geht diesen Fragen nach, taucht ein in Familien- und Kolonialgeschichte und führt das Filmteam bis nach Ghana. Zu sehen ist die Doku noch bis zum 6. Juni in der Arte Mediathek.

Neben zwei Thriller-Serien steht eine sehenswerte Doku-Serie über eine spektakuläre Flucht in den Mediatheken von ARD, ZDF und Arte.

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