{"id":102585,"date":"2026-04-29T03:29:13","date_gmt":"2026-04-29T03:29:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/102585\/"},"modified":"2026-04-29T03:29:13","modified_gmt":"2026-04-29T03:29:13","slug":"wie-die-ernaehrung-das-herzinfarkt-risiko-beeinflusst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/102585\/","title":{"rendered":"Wie die Ern\u00e4hrung das Herzinfarkt-Risiko beeinflusst"},"content":{"rendered":"<p>Aktuelle Studien belegen: Eine s\u00e4urereiche Kost mit viel Fleisch verdoppelt das Risiko f\u00fcr schwere Herzerkrankungen und Todesf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Das belegen mehrere aktuelle Studien aus dem Jahr 2025 und 2026.<\/p>\n<p>Der untersch\u00e4tzte Risikofaktor: S\u00e4urelast aus der Nahrung<\/p>\n<p>Die moderne Ern\u00e4hrung ist reich an tierischen Proteinen, K\u00e4se und verarbeiteten Getreideprodukten. Die Folge: Der K\u00f6rper produziert mehr S\u00e4ure, als er neutralisieren kann. Eine chronische, leichte \u00dcbers\u00e4uerung \u2013 medizinisch als metabolische Azidose bezeichnet \u2013 steht im Verdacht, Entz\u00fcndungsprozesse in den Blutgef\u00e4\u00dfen anzutreiben.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Warum f\u00fchlen Sie sich st\u00e4ndig m\u00fcde und haben Schmerzen? Stille Entz\u00fcndungen k\u00f6nnten der Grund sein. Ein kostenloser Selbsttest verr\u00e4t, ob Ihr K\u00f6rper heimlich unter Entz\u00fcndungen leidet \u2013 und was Sie dagegen tun k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-869678\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Entz\u00fcndungs-Killer-Ratgeber kostenlos anfordern<\/a><\/p>\n<p>Forscher der Guilan University of Medical Sciences haben diesen Zusammenhang nun quantifiziert. Ihre Studie, ver\u00f6ffentlicht am 15. Mai 2025 im International Journal of Cardiology Cardiovascular Risk and Prevention, analysierte Daten von 895 Patienten, die sich einer Herzkatheteruntersuchung unterzogen. Das Ergebnis: Probanden mit der h\u00f6chsten S\u00e4urebelastung (gemessen als PRAL-Wert) hatten ein 1,62-fach erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine schwere koronare Herzkrankheit im Vergleich zur Gruppe mit der niedrigsten S\u00e4urelast. Beim NEAP-Wert, einem weiteren Ma\u00df f\u00fcr die S\u00e4ureproduktion, lag das Risiko sogar 1,67-fach h\u00f6her.<\/p>\n<p>\u201eDie Dosis-Wirkungs-Beziehung ist linear&#187;, erkl\u00e4ren die Studienautoren. Das bedeutet: Je s\u00e4urehaltiger die Nahrung, desto st\u00e4rker schreitet die Arteriosklerose voran \u2013 die Verh\u00e4rtung und Verengung der Arterien, die oft zu Herzinfarkten f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Langzeitstudien best\u00e4tigen: Moderate \u00dcbers\u00e4uerung verdoppelt Sterberisiko<\/p>\n<p>Doch nicht nur die Schwere der Erkrankung, auch die Sterblichkeit h\u00e4ngt mit der Ern\u00e4hrung zusammen. Eine gro\u00dfe Kohortenstudie aus dem Iran, ver\u00f6ffentlicht am 27. November 2025, beobachtete 6.482 Erwachsene \u00fcber zehn Jahre hinweg. Die Daten der MASHAD-Studie zeigen einen \u00fcberraschenden Verlauf: Das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Todesf\u00e4lle war in den mittleren S\u00e4urebereichen am h\u00f6chsten.<\/p>\n<p>Konkert: In der zweiten und dritten S\u00e4urestufe (Quartile) lag die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr einen t\u00f6dlichen Herzinfarkt 1,97- bzw. 2,32-mal h\u00f6her als in der niedrigsten Stufe. Schon eine moderate Verschiebung hin zu einer s\u00e4urereichen Kost kann das Risiko also mehr als verdoppeln.<\/p>\n<p>Best\u00e4tigt wird dies durch die Fasa PERSIAN-Kohortenstudie vom 18. November 2024. Bei 2.158 Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden 59 Todesf\u00e4lle innerhalb von drei Jahren dokumentiert. Auch hier war die S\u00e4urebelastung ein unabh\u00e4ngiger Risikofaktor \u2013 unabh\u00e4ngig von anderen Ern\u00e4hrungsfaktoren wie der entz\u00fcndungshemmenden DASH-Di\u00e4t.<\/p>\n<p>Was im K\u00f6rper passiert: Drei Mechanismen der \u00dcbers\u00e4uerung<\/p>\n<p>Die biologische Erkl\u00e4rung liegt in der Aufrechterhaltung des engen pH-Bereichs im Blut. Wenn die Nahrung viele s\u00e4urebildende Stoffe enth\u00e4lt, steigt die Konzentration von Wasserstoffionen. Zwar gleichen Nieren und Lungen dies normalerweise aus, doch eine dauerhafte Belastung f\u00fchrt zur chronischen, leichten Azidose. Experten f\u00fcr klinische Ern\u00e4hrung und Kardiologie nennen drei Hauptfolgen:<\/p>\n<p>Bluthochdruck: Ein saures Milieu sch\u00e4digt die Innenhaut der Blutgef\u00e4\u00dfe (Endothel). Die Produktion von Stickstoffmonoxid sinkt, die Arterien werden steifer.<br \/>\nInsulinresistenz: Die \u00dcbers\u00e4uerung st\u00f6rt die Insulin-Signalwege \u2013 ein Haupttreiber von Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom.<br \/>\nMineralstoffverlust: Um die S\u00e4ure zu neutralisieren, entzieht der K\u00f6rper Knochen und Gewebe basische Mineralien wie Calcium und Magnesium. Ein Mangel an Magnesium und Kalium wiederum beg\u00fcnstigt Herzrhythmusst\u00f6rungen und Bluthochdruck.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Eine \u00dcbers\u00e4uerung und die daraus resultierenden Entz\u00fcndungsprozesse k\u00f6nnen Herz und Blutdruck stark belasten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen die 12 st\u00e4rksten nat\u00fcrlichen Entz\u00fcndungs-Killer aus dem Supermarkt. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-869678\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gratis-Ratgeber: Antientz\u00fcndliche Ern\u00e4hrung jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Die American Heart Association hat diese Zusammenh\u00e4nge in einer wissenschaftlichen Stellungnahme vom 13. M\u00e4rz 2026 best\u00e4tigt. Kaliumreiche Ern\u00e4hrung \u2013 vor allem durch Obst und Gem\u00fcse \u2013 wirke als nat\u00fcrlicher Alkalisierer, senke den Blutdruck und bremse den altersbedingten Anstieg des systolischen Drucks.<\/p>\n<p>Praktische Konsequenzen: Was bedeutet das f\u00fcr Patienten?<\/p>\n<p>Die Erkenntnisse der Jahre 2024 bis 2026 ver\u00e4ndern die Art, wie \u00c4rzte das Ern\u00e4hrungsrisiko bewerten. Statt allgemeiner \u201egesunder Ern\u00e4hrung&#187; erm\u00f6glichen die PRAL- und NEAP-Werte eine pr\u00e4zise metabolische Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Praxis bedeutet das: Eine herzgesunde Ern\u00e4hrung ist mehr als nur weniger rotes Fleisch. Sie erfordert einen strategischen Anstieg von Lebensmitteln mit negativem PRAL-Wert \u2013 also solchen, die basisch wirken. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<p>Spinat und Gr\u00fcnkohl<br \/>\nBananen und Kartoffeln<br \/>\nH\u00fclsenfr\u00fcchte wie Linsen und Bohnen<\/p>\n<p>Diese Lebensmittel liefern Bikarbonat-Vorl\u00e4ufer, die die k\u00f6rpereigene S\u00e4ure neutralisieren. Besonders wirksam sind diese Anpassungen bei \u00e4lteren Menschen und Patienten mit beginnender Nierenschw\u00e4che, deren Nieren S\u00e4ure nur noch eingeschr\u00e4nkt ausscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ausblick: Wird die pH-Messung zum Routine-Check?<\/p>\n<p>Die Medizin bewegt sich auf das Jahr 2027 zu. Weitere Studien sollen kl\u00e4ren, ob gezielte \u201ealkalisierende Interventionen&#187; \u2013 etwa Bikarbonat-Tabletten oder streng kontrollierte PRAL-Di\u00e4ten \u2013 als Prim\u00e4rtherapie bei Herzinsuffizienz und schwerer koronarer Herzkrankheit dienen k\u00f6nnen. Die aktuellen Leitlinien, darunter die Blutdruck-Empfehlungen der American Heart Association und des American College of Cardiology von 2025, legen zunehmend Wert auf den \u201eFood-as-Medicine&#187;-Ansatz.<\/p>\n<p>F\u00fcr Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen k\u00f6nnte die \u00dcberwachung des Serum-Bikarbonat-Spiegels und des Urin-pH-Werts bald so selbstverst\u00e4ndlich sein wie die Kontrolle von Cholesterin oder Blutzucker. Indem \u00c4rzte die metabolische \u201eUnterstr\u00f6mung&#187; der \u00dcbers\u00e4uerung erkennen und korrigieren, hoffen sie, die L\u00fccke zwischen Lebensstil-Intervention und langfristigem \u00dcberleben zu schlie\u00dfen \u2013 eine kosteneffektive Strategie zur Bek\u00e4mpfung der globalen Herzinfarkt-Epidemie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aktuelle Studien belegen: Eine s\u00e4urereiche Kost mit viel Fleisch verdoppelt das Risiko f\u00fcr schwere Herzerkrankungen und Todesf\u00e4lle. 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