{"id":103117,"date":"2026-04-29T11:32:13","date_gmt":"2026-04-29T11:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/103117\/"},"modified":"2026-04-29T11:32:13","modified_gmt":"2026-04-29T11:32:13","slug":"neues-theater-kollektiv-self-for-sale-wenn-der-muell-dieser-welt-in-bern-verhoekert-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/103117\/","title":{"rendered":"Neues Theater-Kollektiv &#8211; \u00abSelf for Sale\u00bb \u2013 wenn der M\u00fcll dieser Welt in Bern verh\u00f6kert wird"},"content":{"rendered":"<p>Neues Theater-Kollektiv  | 29. April 2026<\/p>\n<p>Was bleibt, wenn der Hyperkapitalismus den Planeten leergepresst hat und die Elite auf dem Mars Champagner schl\u00fcrft? Jonathan Loosli und Vanessa B\u00e4rtsch lancieren mit Regisseurin Loreta Laha mit dem neuen Kollektiv ATASNA KARACHONIC ein spannendes Experiment im Berner Sous Soul. Ein Gespr\u00e4ch mit den beiden Schauspielern im \u00abAdrianos\u00bb \u00fcber die Droge B\u00fchne, den Wert von Schweiss und Tr\u00e4nen und warum Bern trotz seiner Provinzialit\u00e4t \u00abtheatralisch\u00bb spannend bleibt. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7ln\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10wO02c001d5808080b300001201n7ln.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00PG0bb807d08080800000001201n7ln.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Machen aus M\u00fcll ein Kulturgut: Der Berner Schauspieler Jonathan Loosli und die Schauspielerin Vanessa B\u00e4rtsch aus Mels in St. Gallen geh\u00f6ren zum Dreier-Theaterkollektiv ATASNA KARACHONIC (kurz ATKA), das im Sous Soul unter der Regie von Loreta Laha ihr Deb\u00fctst\u00fcck \u00abSelf for Sale\u00bb pr\u00e4sentiert.\"\/><\/p>\n<p>Machen aus M\u00fcll ein Kulturgut: Der Berner Schauspieler Jonathan Loosli und die Schauspielerin Vanessa B\u00e4rtsch aus Mels in St. Gallen geh\u00f6ren zum Dreier-Theaterkollektiv ATASNA KARACHONIC (kurz ATKA), das im Sous Soul unter der Regie von Loreta Laha ihr Deb\u00fctst\u00fcck \u00abSelf for Sale\u00bb pr\u00e4sentiert.Fotos: Peter W\u00e4ch<\/p>\n<p class=\"pg\">Draussen pfeift die Bise durch die Gassen der Berner Altstadt, ein eiskalter Gruss aus dem Nordosten, der die Passanten in ihre M\u00e4ntel fl\u00fcchten l\u00e4sst. Drinnen im \u00abAdrianos\u00bb hingegen herrscht die gewohnte Berner Betriebsamkeit, ein Summen aus Espressomaschinen, klapperendem Geschirr und angeregten Gespr\u00e4chen. Jonathan \u00abJon\u00bb Loosli, eine Instanz im Berner Kulturbetrieb, bestellt an der Bar \u2013 nat\u00fcrlich Kaffee. Es ist sein Lebenselixier, sein Treibstoff f\u00fcr die unz\u00e4hligen Projekte, die er jongliert. Ihm gegen\u00fcber sitzt Vanessa B\u00e4rtsch. Sie erz\u00e4hlt von ihrer Heimat Mels, wo die Winde zwar auch stark wehen, aber das ganze Jahr \u00fcber eine wohlige W\u00e4rme mit sich tragen. Ein krasser Kontrast zum heutigen Bern, aber ein passendes Bild f\u00fcr das Duo: Hier trifft Urgewalt auf feinsinnige Reflexion.<\/p>\n<p>Ein Deb\u00fctst\u00fcck<\/p>\n<p class=\"pg\">Loosli hat Jahrgang 1979 und kommt aus Bern, B\u00e4rtsch ist 17 Jahre j\u00fcnger und kommt aus Mels im Kanton St. Gallen. Er studierte Schauspiel in Berlin, sie in Frankfurt am Main. Die beiden kommen direkt von den Proben aus dem Sous Soul, bei denen auch Loreta, die Dritte im Bunde, zugegen war. Im dritten Untergeschoss des ehemaligen Theater am K\u00e4figturm feilen sie am \u00abUrknall\u00bb ihres neu gegr\u00fcndeten Kollektivs ATASNA KARACHONIC (kurz: ATKA). Ihr Deb\u00fctst\u00fcck \u00abSELF FOR SALE \u2013 Das A(u)ktionshaus\u00bb feiert in einer Woche Premiere. Und wer die drei kennt, weiss: Das wird kein gem\u00fctlicher Theaterabend mit C\u00fcpli-Garantie. Es wird ein rasanter Ritt durch die Tr\u00fcmmer unserer Zivilisation. Oder wie es B\u00e4rtsch ausdr\u00fcckt: \u00abEs ist wohl am ehesten eine Tragikom\u00f6die\u00bb.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7ll\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10yz015a0207808080b300001201n7ll.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00yO053507d08080800000001201n7ll.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"Genug Grund zur Freude beim neuen Berner Theater-Kollektiv ATKA \u2026\"\/><\/p>\n<p>Genug Grund zur Freude beim neuen Berner Theater-Kollektiv ATKA \u2026<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7lm\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10yy015a0207808080b300001201n7lm.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00yP053507d08080800000001201n7lm.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"\u2026 zu dem Loreta Laha (links), Vanessa B\u00e4rtsch und Jonathan Loosli geh\u00f6ren.\"\/><\/p>\n<p>\u2026 zu dem Loreta Laha (links), Vanessa B\u00e4rtsch und Jonathan Loosli geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Auktion als Endzeit-Spektakel<\/p>\n<p class=\"pg\">Wir schreiben das Jahr 2075. Die Erde ist eine einzige M\u00fcllhalde, die Menschheit ist gefl\u00fcchtet. Zur\u00fcckgeblieben sind nur zwei \u00abEinheiten\u00bb, A und B, die in einem zerfallenen Prachtbau hausen. Warum? Vielleicht wurden sie vergessen, vielleicht sind sie das letzte Zahnr\u00e4dchen, das noch funktioniert. Inmitten von gl\u00e4nzendem Schrott er\u00f6ffnen sie ein Auktionshaus. \u00abDie Auktion ist im Kunstbereich der interessanteste Mechanismus\u00bb, erkl\u00e4rt Loosli, w\u00e4hrend er seinen Kaffee trinkt. \u00abIn dem Moment, wo der Hammer f\u00e4llt, wird Kunst zum absoluten kapitalistischen Spekulationsobjekt. Wir als B\u00fchnenk\u00fcnstler sind auf der B\u00fchne ja selbst das Kunstwerk \u2013 wir vermarkten uns, unsere Performance, unser Fleisch.\u00bb<\/p>\n<p class=\"zitat\">Es wird von uns heute eine maschinen\u00e4hnliche Effizienz verlangt, wir sollen leisten ohne Energieverlust, ohne M\u00e4ngel<\/p>\n<p>Jonathan Loosli Schauspieler<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Inspiration f\u00fcr dieses Endzeitszenario kam unter anderem vom Pixar-Animationsfilm \u00abWall-E\u00bb, dem kleinen Roboter, der unerm\u00fcdlich M\u00fcll presst, w\u00e4hrend die Menschen im Weltraum verfetten. Doch Loosli und B\u00e4rtsch gehen weiter. Sie hinterfragen den Leistungsdruck unserer Gegenwart. \u00abEs wird von uns heute eine maschinen\u00e4hnliche Effizienz verlangt\u00bb, so Loosli, \u00abwir sollen leisten ohne Energieverlust, ohne M\u00e4ngel. Das ist der Hyperkapitalismus, den wir im St\u00fcck ad absurdum f\u00fchren.\u00bb Es geht um die Zum\u00fcllung der Welt \u2013 \u00f6kologisch wie mental. \u00abIn Bali ersticken die Ferieninseln im Plastik\u00bb, weiss Loosli und erg\u00e4nzt, \u00abund wir ersticken im Zwang, uns st\u00e4ndig selbst optimieren zu m\u00fcssen.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7ls\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10wL02c001d5808080b300001201n7ls.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00PT0bb807d08080800000001201n7ls.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Sein und Nichtsein, fast schon so wie bei \u00abSchr\u00f6dingers Katze\u00bb: Die beiden Schauspieler Jonathan Loosli und Vanessa B\u00e4rtsch vor einem Portr\u00e4t des verstorbenen deutschen alt Kanzlers Helmut Schmidt im Souterrain vom Sous Soul.\"\/><\/p>\n<p>Sein und Nichtsein, fast schon so wie bei \u00abSchr\u00f6dingers Katze\u00bb: Die beiden Schauspieler Jonathan Loosli und Vanessa B\u00e4rtsch vor einem Portr\u00e4t des verstorbenen deutschen alt Kanzlers Helmut Schmidt im Souterrain vom Sous Soul.<\/p>\n<p>Dramatherapie und die Quantenphysik des Spiels<\/p>\n<p class=\"pg\">Vanessa B\u00e4rtsch bringt eine faszinierende Tiefe in das Kollektiv. Die ehemalige Judoka und Schauspielerin absolviert derzeit eine Ausbildung zur Dramatherapeutin. \u00abRollen bedeuten to be and not to be\u00bb, sagt sie und verweist auf Shakespeare, der das Zitat \u00abTob e OR not to e\u00bb hinterliess. Der erste Gedanke erinnert an Schr\u00f6dingers Katze und die Quantenphysik: Man ist die Rolle, und gleichzeitig ist man sie nicht. Den Ansatz in der Dramatherapie umschreibt sie so: \u00abEr ist so erfrischend, weil es sich so ganzheitlich anf\u00fchlt und die Therapieform die Selbstbestimmung und Kreativit\u00e4t der Klienten und Klientinnen hochh\u00e4lt, ohne sie auf irgendeine Art formen oder festlegen zu wollen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"zitat\">In der Leistungsgesellschaft wird man oft zum R\u00e4dchen degradiert. Wenn dieses R\u00e4dchen krank wird, hat es das Gef\u00fchl, die Welt bricht zusammen<\/p>\n<p>Vanessa B\u00e4rtsch Schauspielerin<\/p>\n<p class=\"pg\">F\u00fcr B\u00e4rtsch ist das Theater ein Ort der Selbsterm\u00e4chtigung. \u00abIn der Leistungsgesellschaft wird man oft zum R\u00e4dchen degradiert. Wenn dieses R\u00e4dchen krank wird, hat es das Gef\u00fchl, die Welt bricht zusammen \u2013 dabei dreht sich das System einfach ohne dich weiter.\u00bb<\/p>\n<p>Ein dadaistisches Manifest<\/p>\n<p class=\"pg\">Dieses Spannungsfeld zwischen dem \u00abM\u00fcssen\u00bb und dem \u00abSein\u00bb verhandelt sie auf der B\u00fchne. Ihr Kollektivname ATASNA KARACHONIC klingt wie ein dadaistisches Manifest, und tats\u00e4chlich spielt der Dadaismus eine grosse Rolle. Sie bauen Skulpturen aus M\u00fcll, die nach der Vorstellung ersteigert werden k\u00f6nnen. Es ist eine Kreislaufwirtschaft der Kunst: Aus dem Schrott der Vergangenheit wird die Hoffnung der Zukunft gepresst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7lp\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10y1015a0207808080b300001201n7lp.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00yK053507d08080800000001201n7lp.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"Jonathan Loosli ist noch im Ensemble von B\u00fchnen Bern \u2026\"\/><\/p>\n<p>Jonathan Loosli ist noch im Ensemble von B\u00fchnen Bern \u2026<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7lq\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10y0015a0207808080b300001201n7lq.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00yL053507d08080800000001201n7lq.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"\u2026 Vanessa B\u00e4rtsch ist wieder fix in der Freien Szene.\"\/><\/p>\n<p>\u2026 Vanessa B\u00e4rtsch ist wieder fix in der Freien Szene.<\/p>\n<p>Bern: Zwischen Biederkeit und Weltklasse<\/p>\n<p class=\"pg\">Loosli ist dem Berner Publikum bestens bekannt, er ist immer noch bei den B\u00fchnen Bern engagiert, hat sich aber f\u00fcr dieses Projekt Urlaub genommen. \u00abIch brauche diesen Wechsel zwischen den grossen Institutionen und dem kreativen Sumpf der Freien Szene\u00bb, gesteht er. Bern bezeichnet er als einen \u00abguten Kompromiss\u00bb. Er liebe die Stadt, doch manchmal sei sie ihm zu provinziell, fast schon \u00abbieder\u00bb. \u00abDas treibt mich manchmal zur Weissglut, diese fehlende Konkurrenz, dieses Sich-Begn\u00fcgen.\u00bb Dabei setzt er sein breitestes Grinsen auf. <\/p>\n<p class=\"pg\">Doch gleichzeitig sieht der Vater von zwei Kindern das enorme Potenzial. \u00abBern hat eine hohe Lebensqualit\u00e4t und fantastische Leute. Ich sage immer: Bleibt hier! Wir m\u00fcssen daf\u00fcr k\u00e4mpfen, dass die Jungen nicht nach Berlin oder Z\u00fcrich abhauen.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7lr\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10wK02c001d5808080b300001201n7lr.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00PS0bb807d08080800000001201n7lr.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Im Untergrund an der Spitalgasse 4 beginnt f\u00fcr Jonathan Loosli und Vanessa B\u00e4rtsch das Abenteuer ATKA.\"\/><\/p>\n<p>Im Untergrund an der Spitalgasse 4 beginnt f\u00fcr Jonathan Loosli und Vanessa B\u00e4rtsch das Abenteuer ATKA.<\/p>\n<p>Glauben an die Sache <\/p>\n<p class=\"pg\">Das Kollektiv selbst ist unterfinanziert, wird aber von einigen Stiftungen finanziell supportet. Dazu B\u00e4rtsch: \u00abWir k\u00f6nnten unser Projekt sonst gar nicht realisieren. Ohne die Unterst\u00fctzung w\u00fcrden keine Plakate h\u00e4ngen und es g\u00e4be keine Flyer\u00bb. Dass die Kulturf\u00f6rderung mittlerweile einer Lotterie gleicht, macht die Sache nicht einfacher. \u00abWir haben bis heute kein Gespr\u00e4ch mit den Beh\u00f6rden bekommen\u00bb, sagt Loosli trocken. Das Kollektiv finanziert sich durch Crowdfunding, Eigenleistung und den unersch\u00fctterlichen Glauben an die Sache. \u00abWenn wir nicht st\u00e4ndig &#8218;Hallo!&#8216; rufen, geht die Kultur automatisch zur\u00fcck, besonders in Zeiten, wo das Geld lieber in die R\u00fcstung fliesst.\u00bb Hier vergeht auch Jon das Lachen f\u00fcr einen Moment. <\/p>\n<p class=\"zitat\">Theater ist meine Droge. In einer Welt, die sich im virtuellen Raum verliert, im Handy, im Fernsehen, bietet das Theater das einzige Gegengift<\/p>\n<p>Jonathan Loosli Schauspieler<\/p>\n<p class=\"zitat\">Wenn ich h\u00f6re, dass Disney seine Zeichnerinnen entl\u00e4sst und dort k\u00fcnftig KI zum Einsatz kommen soll, wird es mir mulmig ums Herz<\/p>\n<p>Vanessa B\u00e4rtsch Schauspielerin<\/p>\n<p class=\"pg\">Warum tun sie sich das an? Warum nicht einfach eine ruhige Kugel am Stadttheater oder in einem anderen Engagement schieben? \u00abTheater ist meine Droge\u00bb, sagt Loosli schlicht. In einer Welt, die sich im virtuellen Raum verliert, im Handy, im Fernsehen, bietet das Theater das einzige Gegengift: Unmittelbarkeit. \u00abDie Leute sch\u00e4tzen es wieder, wenn sie den Schweiss und den &#8218;Speuzer&#8216; von der B\u00fchne bis in die erste Reihe sp\u00fcren. Das ist authentisch. Das kann Netflix nicht.\u00bb Vanessa nickt zustimmend und meint, \u00abwenn ich h\u00f6re, dass Disney seine Zeichnerinnen entl\u00e4sst und dort k\u00fcnftig KI zum Einsatz kommen soll, wird es mir mulmig ums Herz.\u00bb <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7lj\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10yB015a0207808080b300001201n7lj.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00yQ053507d08080800000001201n7lj.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"Garbage for sale: Jon und Vanessa kreieren aus M\u00fcll Kunst \u2026\"\/><\/p>\n<p>Garbage for sale: Jon und Vanessa kreieren aus M\u00fcll Kunst \u2026<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7lk\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10yA015a0207808080b300001201n7lk.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00yR053507d08080800000001201n7lk.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"\u2026 und bieten diese dann tats\u00e4chlich bei einer Auktion zum Verkauf an.\"\/><\/p>\n<p>\u2026 und bieten diese dann tats\u00e4chlich bei einer Auktion zum Verkauf an.<\/p>\n<p class=\"pg\">Nach 45 Minuten intensivem Austausch brechen wir auf. Wir steigen hinunter ins Sous Soul, in das k\u00fchle Treppenhaus des dritten Untergeschosses. Hier, zwischen nacktem Beton und dem Echo der eigenen Schritte, schiessen wir ein paar witzige Fotos. Die Stimmung ist elektrisierend, das Gespr\u00e4ch hallt nach, das bevorstehende Lampenfieber f\u00fcr die Premiere sp\u00fcrbar: Hier wird nicht nur Theater gespielt, hier wird das Leben in seine Elementarteilchen zerlegt. <\/p>\n<p class=\"pg\">Wenn ab n\u00e4chster Woche der Auktionshammer f\u00e4llt, wird im Sous Soul nicht nur Schrott versteigert, sondern eine Vision davon, was es bedeutet, in einer kollabierenden Welt Mensch zu bleiben. Bern mag bieder wirken, aber in seinem Untergrund brodelt es offenbar ganz gewaltig.<\/p>\n<p>Peters Kultur-Tipp<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gosimg00KU02580208808080b30000120198iw.png\" width=\"100%\" alt=\"thema\/peterskulturtipp\"\/><\/p>\n<p class=\"pg\">\u00abSELF FOR SALE \u2013 Das A(u)ktionshaus\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">ATASNA KARACHONIC<\/p>\n<p class=\"pg\">Sous Soul<\/p>\n<p class=\"pg\">Spitalgasse 4, 3011 Bern <\/p>\n<p class=\"pg\">Premiere: Donnerstag, 30. April, 20.00 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7li\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10BT02a401c3808080b300001201n7li.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00PJ0bb807d08080800000001201n7li.jpg\" style=\"width:676px;height:451px;\" alt=\"Eine A(u)ktion der besonderen Art: Loosli und B\u00e4rtsch im ersten ATKA-St\u00fcck \u00abSelf for Sale\u00bb.\"\/><\/p>\n<p>Eine A(u)ktion der besonderen Art: Loosli und B\u00e4rtsch im ersten ATKA-St\u00fcck \u00abSelf for Sale\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neues Theater-Kollektiv | 29. 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