{"id":10412,"date":"2026-02-18T16:19:09","date_gmt":"2026-02-18T16:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/10412\/"},"modified":"2026-02-18T16:19:09","modified_gmt":"2026-02-18T16:19:09","slug":"g-skill-muss-ram-kennzeichnung-nach-sammelklage-anpassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/10412\/","title":{"rendered":"G.Skill muss RAM-Kennzeichnung nach Sammelklage anpassen"},"content":{"rendered":"<p>              G.Skill muss RAM-Kennzeichnung nach Sammelklage anpassen<\/p>\n<p>G.Skill einigt sich au\u00dfergerichtlich mit den Initiatoren einer US-Sammelklage. Sie warfen dem Hersteller vor, Speicherriegel f\u00fcr Desktop-PCs irref\u00fchrend zu bewerben: G.Skill \u2013 wie auch manche andere Hersteller \u2013 geben auf der eigenen Webseite nur die maximale Taktfrequenz an und drucken diese auf die Verpackung, zum Beispiel DDR4-3200 oder DDR5-6000.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich allerdings um \u00dcbertakter-RAM (Overclocked, OC), das \u00fcber die Basisspezifikationen der verantwortlichen JEDEC hinausgeht. Wer schnellere Taktfrequenzen als DDR4-2133 oder DDR5-4800 haben m\u00f6chte, muss im BIOS entweder ein \u00dcbertakterprofil laden (Intel XMP, AMD EXPO) oder die Werte manuell \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Nicht alle Prozessoren und Mainboards machen die maximale Taktfrequenz und bestm\u00f6glichen Latenzen eines Speicherkits mit. Die Kl\u00e4ger werfen G.Skill vor, dass das nicht allen K\u00e4ufern klar sei.<\/p>\n<p>2,4 Millionen US-Dollar<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.classaction.org\/media\/hurd-et-al-v-gskill-international-notice.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">G.Skill und die Kl\u00e4ger einigen sich<\/a> auf einen Vergleich von 2,4 Millionen Dollar. Das entspricht aktuell gut 2 Millionen Euro. Wie \u00fcblich k\u00f6nnen sich nur US-Amerikaner einige Kr\u00fcmmel vom Kuchen sichern: Berechtigt an einer Beteiligung sind alle, die G.Skill-Desktop-Speicher vom Typ DDR4 oder DDR5 zwischen dem 31. Januar 2018 und 7. Januar 2026 gekauft haben. Ein Haushalt kann ohne Kaufnachweis Schadensersatz f\u00fcr f\u00fcnf Kits beantragen.<\/p>\n<p>Das mit Abstand gr\u00f6\u00dfte St\u00fcck vom Kuchen geht wie bei allen US-Sammelklagen an die federf\u00fchrende Kanzlei, hier Dovel &amp; Luner. Sie bekommen laut Einigung ein Drittel der Vergleichssumme, also 800.000 US-Dollar. Einige US-Medien <a href=\"https:\/\/www.claimdepot.com\/settlements\/gskill-dram-settlement\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">wie Claim Depot<\/a> berichten \u00fcber zus\u00e4tzliche 295.000 US-Dollar Verwaltungskosten. Die Summe weiterer Anwaltsausgaben soll noch offen sein. F\u00fcr Teilnehmer der Sammelklage bleiben somit keine 1,3 Millionen US-Dollar \u00fcbrig. Melden sich mehr als 130.000 Leute, ergibt das jeweils unter 10 US-Dollar.<\/p>\n<p>OC-Hinweise<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>G.Skill verpflichtet sich derweil, seine Produktseiten und Verpackungen anzupassen. Vor den Taktfrequenzen steht k\u00fcnftig ein \u201ebis zu\u201c, au\u00dferdem kommt ein Zusatz: \u201eErfordert \u00dcbertaktung\/BIOS-Anpassungen. Die maximale Geschwindigkeit und Leistung h\u00e4ngen von den Systemkomponenten ab, einschlie\u00dflich Mainboard und CPU.\u201c<\/p>\n<p>Wie h\u00e4ufig bei au\u00dfergerichtlichen Einigungen betont G.Skill, dass sie kein Schuldeingest\u00e4ndnis darstelle. \u201eDie Parteien haben sich auf den Vergleich geeinigt, um die mit der Fortsetzung des Verfahrens verbundenen Unsicherheiten, Belastungen und Kosten zu vermeiden\u201c, hei\u00dft es in der Einigung. Ein kalifornisches Gericht muss die Konditionen noch abnicken, voraussichtlich am 5. Juni 2026.<\/p>\n<p>Corsair \u00e4ndert ebenfalls Angabe<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist ein Blick auf Corsair. Der Hersteller hat k\u00fcrzlich die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/RAM-Plastik-statt-Pappverpackung-soll-vor-Betrug-schuetzen-11176443.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verpackung einiger Speicherkits angepasst<\/a>. Auf den neuen Varianten steht anders als fr\u00fcher jetzt auch ein \u201ebis zu\u201c (\u201eup to\u201c) vor den Taktfrequenzen. Weitere Hersteller ohne solche Zus\u00e4tze k\u00f6nnten bald nachziehen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mma@heise.de\" title=\"Mark Mantel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mma<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"G.Skill muss RAM-Kennzeichnung nach Sammelklage anpassen G.Skill einigt sich au\u00dfergerichtlich mit den Initiatoren einer US-Sammelklage. 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