{"id":106319,"date":"2026-05-01T17:13:11","date_gmt":"2026-05-01T17:13:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/106319\/"},"modified":"2026-05-01T17:13:11","modified_gmt":"2026-05-01T17:13:11","slug":"kundgebungen-im-kanton-bern-kaempferische-toene-und-mahnende-worte-an-den-berner-1-mai-feiern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/106319\/","title":{"rendered":"Kundgebungen im Kanton Bern &#8211; K\u00e4mpferische T\u00f6ne und mahnende Worte an den Berner 1.-Mai-Feiern"},"content":{"rendered":"<p>Kundgebungen im Kanton Bern | 1. Mai 2026<\/p>\n<p> \u00abJobs und L\u00f6hne verteidigen \u2013 Nein zur Abschottung\u00bb: Unter diesem Motto haben Linke und Gewerkschaften am Freitag auch im Kanton Bern den Tag der Arbeit begangen. In Bern und Biel gingen insgesamt etwa 1500 Menschen auf die Strasse.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n881\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10Qy02c001d5808080b300001201n881.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00XS12c00c808080800000001201n881.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"An der ersten Demo laufen die Teilnehmenden durch die Marktgasse in der Stadt Bern: Im ganzen Kanton gibt es Kundgebungen und Reden \u2013 unter anderem auch in Unterseen oder Langenthal.\"\/><\/p>\n<p>An der ersten Demo laufen die Teilnehmenden durch die Marktgasse in der Stadt Bern: Im ganzen Kanton gibt es Kundgebungen und Reden \u2013 unter anderem auch in Unterseen oder Langenthal.Foto: Jan Christen<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00dcber die Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb wird am 14. Juni abgestimmt. Sie war vielerorts ein Thema, so auch in Unterseen. SP-Co-Pr\u00e4sidentin Mattea Meyer bezeichnete das Begehren gem\u00e4ss Redetext als \u00abHochrisiko-Experiment in unsicheren Zeiten\u00bb.<\/p>\n<p class=\"pg\">Meyer sprach auch \u00fcber ihre Auszeit, die sie wegen Ersch\u00f6pfung genommen hatte. Die Unterst\u00fctzung aus ihrem Umfeld habe ihr geholfen, wieder zu Kr\u00e4ften zu kommen. Viele Menschen seien von \u00e4hnlichen Belastungen betroffen, etwa durch Druck im Berufs- und Familienleben. F\u00fcrsorge sei deshalb auch politisch zentral.<\/p>\n<p>Wasserfallen f\u00fcr Lohnschutz<\/p>\n<p class=\"pg\">In der Stadt Bern beteiligten sich rund tausend Menschen am Umzug von der Altstadt auf den Bundesplatz. Unter blauem Himmel gab es Risotto und Bratwurst, Bier und Ansprachen.<\/p>\n<p class=\"pg\">SP-St\u00e4nder\u00e4tin Flavia Wasserfallen erinnerte an das Landesmotto der Schweiz unter der Bundeshauskuppel: \u00abEiner f\u00fcr alle, alle f\u00fcr einen\u00bb. Angesichts steigender Krankenkassenpr\u00e4mien, immer h\u00f6herer Mieten und sinkender Kaufkraft brauche es solidarische L\u00f6sungen und konsequenten Lohnschutz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n885\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10QC02c001d5808080b300001201n885.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00XO12c00c808080800000001201n885.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Demo in der Stadt Bern: Der Umzug ging am Freitagnachmittag bis vors Bundeshaus.\"\/><\/p>\n<p>Demo in der Stadt Bern: Der Umzug ging am Freitagnachmittag bis vors Bundeshaus.Foto: Jan Christen<\/p>\n<p class=\"pg\">Wasserfallen attackierte zudem die Banken und Wirtschaftsverb\u00e4nde, die bei der Bankenregulierung Augenmass und Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit forderten. \u00abDas ist mit Verlaub eine Frechheit. Banken mit Steuergeldern retten ist normal, aber verhindern, dass eine dritte Megabanken-Rettung passiert, ist extrem?\u00bb<\/p>\n<p>Unbewilligte Kundgebung in der Stadt Bern<\/p>\n<p class=\"pg\">Rund tausend Menschen sind am Freitagabend in der Stadt Bern \u00abzum revolution\u00e4ren 1. Mai\u00bb auf die Strasse gegangen. Sie folgten einem Aufruf von Linksaussen-Gruppierungen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Der unbewilligten Kundgebung schlossen sich vor allem junge Menschen an, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Polizei hielt sich bei der Besammlung der Demonstrierenden im Rosengarten im Hintergrund. Geplant war ein Umzug durch die Stadt.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Kundgebung stand unter dem Motto \u00abKlassenkampf statt Vaterland \u2013 Kein Krieg auf dem R\u00fccken unserer Arbeit\u00bb. H\u00f6here Ausgaben f\u00fcr die Armee und Forderungen nach Aufr\u00fcstung dienten dazu, die Bev\u00f6lkerung auf eine nationalistische Linie zu bringen, hiess es in einem Aufruf.<\/p>\n<p class=\"pg\">Kritisiert wurden auch Sparmassnahmen des Bundes und eine m\u00f6gliche Erh\u00f6hung der Mehrwertsteuer. Diese treffe besonders armutsbetroffene Menschen, w\u00e4hrend R\u00fcstungskonzerne von der Aufr\u00fcstung profitierten. Was es brauche, sei internationale Solidarit\u00e4t und Widerstand gegen den Kapitalismus.<\/p>\n<p>M\u00fcller will Chancengleichheit<\/p>\n<p class=\"pg\">In Burgdorf ergriff der frisch gew\u00e4hlte SP-Regierungsrat Reto M\u00fcller das Wort. Der k\u00fcnftige bernische Bildungsdirektor bezeichnete Chancengleichheit als zentrales Ziel. Bildung d\u00fcrfe kein Privileg der Herkunft sein. Kinder aus bildungsfernen Familien h\u00e4tten weiterhin geringere Chancen im Schweizer Bildungssystem, weshalb fr\u00fche F\u00f6rderung und zus\u00e4tzliche Mittel n\u00f6tig seien.<\/p>\n<p class=\"pg\">Zudem verlangte M\u00fcller mehr Anerkennung f\u00fcr die Berufsbildung sowie st\u00e4rkere Unterst\u00fctzung f\u00fcr lebenslanges Lernen. Angesichts von Automatisierung und k\u00fcnstlicher Intelligenz sei Weiterbildung eine gesellschaftliche Aufgabe und nicht nur Privatsache.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n87d\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10XT02c001d5808080b300001201n87d.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00Qz12c00c808080800000001201n87d.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Beat Jans, Vorsteher des Eidgen\u00f6ssischen Justiz- und Polizeidepartements, warnt vor den Folgen der Zuwanderungsinitiative und sieht Risiken f\u00fcr Arbeitsmarkt, L\u00f6hne und die Beziehungen zur EU.\"\/><\/p>\n<p>Beat Jans, Vorsteher des Eidgen\u00f6ssischen Justiz- und Polizeidepartements, warnt vor den Folgen der Zuwanderungsinitiative und sieht Risiken f\u00fcr Arbeitsmarkt, L\u00f6hne und die Beziehungen zur EU.Fotos: Keystone<\/p>\n<p>Bundesrat Jans in Biel<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00abGeld f\u00fcr L\u00f6hne, nicht f\u00fcr den Krieg\u00bb war eine der Forderungen, welche die rund 400 Teilnehmenden am Umzug in Biel erhoben. An der offiziellen 1.-Mai-Feier warnte SP-Bundesrat Beat Jans danach vor den Folgen der SVP-Zuwanderungsinitiative. Diese schade der Schweiz unmittelbar und versch\u00e4rfe den Fachkr\u00e4ftemangel.<\/p>\n<p class=\"pg\">Auch f\u00fcr die L\u00f6hne sieht Jans Risiken. Zwar sei die Bev\u00f6lkerung gewachsen, gleichzeitig seien die Reall\u00f6hne seit 2002 um fast zw\u00f6lf Prozent gestiegen. Die Zuwanderung habe wesentlich zum wirtschaftlichen Wachstum beigetragen.<\/p>\n<p>Martini kritisiert Migrationspolitik<\/p>\n<p class=\"pg\">In Langenthal \u00fcbte SP-Grossr\u00e4tin Samira Martini scharfe Kritik an der aktuellen Migrationspolitik. Als Kind habe sie immer von \u00abechten Gefl\u00fcchteten\u00bb und von \u00abWirtschaftsschmarotzern\u00bb geh\u00f6rt. Inzwischen habe sich die Logik offenbar ins Gegenteil gewendet. \u00abJetzt wollen sie nur noch &#8217;n\u00fctzliche&#8216; ausl\u00e4ndische Menschen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Auch Martini warnte vor der SVP-Initiative, die zentrale Sozialwerke wie die Altersvorsorge schw\u00e4chen w\u00fcrde. \u00abIch bin h\u00e4ssig dar\u00fcber, dass wir glauben, wir k\u00f6nnten die Schweiz enger, k\u00e4lter und kleiner machen, w\u00e4hrend wir gleichzeitig unsere Gesellschaft destabilisieren.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kundgebungen im Kanton Bern | 1. 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