{"id":106359,"date":"2026-05-01T17:47:10","date_gmt":"2026-05-01T17:47:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/106359\/"},"modified":"2026-05-01T17:47:10","modified_gmt":"2026-05-01T17:47:10","slug":"chefredaktor-gujer-wirft-deutschland-vor-vor-dem-ukrainischen-staatsterrorismus-zu-kuschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/106359\/","title":{"rendered":"Chefredaktor Gujer wirft Deutschland vor, vor dem \u00abukrainischen Staatsterrorismus\u00bb zu kuschen"},"content":{"rendered":"<p>Kritik an der Ukraine sei in Berlin \u00abweitgehend tabu\u00bb, schreibt NZZ-Chefredaktor Eric Gujer. Die Bundesregierung verurteile \u00abselbst die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines nicht\u00bb. Die Aussenpolitik von Kanzler Friedrich Merz (CDU) werde immer r\u00e4tselhafter.<\/p>\n<p>Verwundert stellt Gujer fest, die Emp\u00f6rung in Deutschland sei ausgeblieben, nachdem klar geworden sei, dass Kiew hinter dem Attentat auf die f\u00fcr Deutschland so wichtige Energieinfrastruktur stehe. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sei \u00abnicht zum Staatsfeind Nummer eins erkl\u00e4rt\u00bb worden. \u00abIm Gegenteil, er wird in Berlin weiter hofiert.\u00bb<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Gujer_SelenskiMerz_Gut-scaled-5-1024x683.jpg\" alt=\"\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Neue T\u00f6ne bei der Neuen Z\u00fcrcher: Chefredaktor Gujer wirft Deutschland vor, vor dem \u00abukrainischen Staatsterrorismus\u00bb zu kuschen<\/p>\n<p>Niemand respektiere ein Land, das sich selbst so wenig respektiere, dass es sich \u00abnicht einmal gegen eine flagrante Verletzung seiner nationalen Interessen wehrt\u00bb. Die Bundesregierung und die deutschen Medien aber schwiegen.<\/p>\n<p>Gujer diagnostiziert hier eine Neigung zu \u00abstellvertretendem Hurrapatriotismus\u00bb. Nirgends werde der ukrainische Heroismus so verkl\u00e4rt wie in der Bundesrepublik.<\/p>\n<p>Generell sieht der NZZ-Chef in Deutschland einen mangelnden Realismus in der Aussenpolitik. Hinzu komme eine deutsche Eigenheit: das Unverm\u00f6gen, seinen Standpunkt offen und ehrlich auszusprechen. Merz fahre darum einen \u00abatemberaubenden Zickzackkurs\u00bb in aussenpolitischen Belangen. Insofern sei die Funkstille beim ukrainischen Staatsterrorismus nur konsequent. \u00abWer so rumeiert, schweigt am besten.\u00bb<\/p>\n<p>Das sind v\u00f6llig neue T\u00f6ne von der Neuen Z\u00fcrcher. Jahrelang klang Gujers Blatt wie ein Unterst\u00fctzungsorchester f\u00fcr die Ukraine, \u00e4hnlich, wie es auch in deutschen Medien der Fall ist \u2013 und weit weg von der traditionellen N\u00fcchternheit und erst recht von der Unabh\u00e4ngigkeit und Neutralit\u00e4t eines Schweizer Standpunktes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kritik an der Ukraine sei in Berlin \u00abweitgehend tabu\u00bb, schreibt NZZ-Chefredaktor Eric Gujer. 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