{"id":10668,"date":"2026-02-18T20:15:06","date_gmt":"2026-02-18T20:15:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/10668\/"},"modified":"2026-02-18T20:15:06","modified_gmt":"2026-02-18T20:15:06","slug":"abu-dhabi-staatsfonds-stocken-blackrock-bitcoin-etf-auf-ueber-1-milliarde-dollar-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/10668\/","title":{"rendered":"Abu Dhabi Staatsfonds stocken BlackRock-Bitcoin-ETF auf \u00fcber 1 Milliarde Dollar auf"},"content":{"rendered":"<p>Die Mubadala Investment Company aus Abu Dhabi hat ihre Position im BlackRock IBIT Bitcoin ETF im vierten Quartal 2025 um 46 Prozent erh\u00f6ht. Der Staatsfonds hielt per Jahresende rund 12.7 Millionen IBIT-Aktien im Wert von \u00fcber 630 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>Zusammen mit der Schwestergesellschaft Al Warda Investments \u00fcberschritt die kombinierte Position erstmals die Marke von 1 Milliarde Dollar. Die Zahlen stammen aus den quartalsweisen 13F-Filings bei der US-B\u00f6rsenaufsicht SEC. Mubadala kaufte in eine Phase fallender Kurse hinein, denn Bitcoin verlor im vierten Quartal rund 23 Prozent. Al Warda ist eine Tochtergesellschaft des Abu Dhabi Investment Council innerhalb der Mubadala-Gruppe. Per Stichtag hielt sie 8.2 Millionen IBIT-Anteile im Wert von rund 408 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>Kaufen im Kursr\u00fcckgang: Die Strategie hinter den Aufstockungen<\/p>\n<p>Mubadala begann Ende 2024 mit dem Aufbau einer IBIT-Position. Anfang 2025 <a href=\"https:\/\/cvj.ch\/aktuell\/news\/abu-dhabi-staatsfonds-mubadala-legt-bitcoin-investition-offen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">meldete der Fonds Best\u00e4nde von rund 437 Millionen Dollar<\/a>. Im dritten Quartal lag die Position bei 8.7 Millionen Anteilen, bevor Mubadala im vierten Quartal knapp 4 Millionen Anteile nachkaufte. Bitcoin schloss das Jahr 2025 bei 87&#8217;502 Dollar &#8211; deutlich unter dem Allzeithoch von rund 124&#8217;000 Dollar.<\/p>\n<p>Al Warda stockte ebenfalls auf, allerdings in kleinerem Umfang. Der Zuwachs betrug rund 255&#8217;000 Anteile gegen\u00fcber dem Vorquartal. Traditionell konzentriert sich die Gesellschaft auf Private-Market-Investments wie Buyouts, Infrastruktur und Immobilien. Der Bitcoin-ETF markiert entsprechend eine Erweiterung des Anlageuniversums in Richtung digitaler Assets.<\/p>\n<p>Der Zeitpunkt f\u00e4llt auf. Beide Fonds kauften, w\u00e4hrend andere institutionelle Anleger ihre Positionen reduzierten. <a href=\"https:\/\/cvj.ch\/aktuell\/news\/goldman-sachs-reduziert-bitcoin-und-ethereum-etfs-und-steigt-in-xrp-und-solana-ein\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Goldman Sachs baute seine Bitcoin-ETF-Exposition ab<\/a>. Harvard Management Company <a href=\"https:\/\/cvj.ch\/aktuell\/news\/harvard-reduziert-bitcoin-etf-position-um-21-prozent-und-kauft-erstmals-ethereum\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verkaufte hingegen 1.46 Millionen IBIT-Anteile<\/a> im Wert von rund 56 Millionen Dollar. Gleichzeitig investierte sie 86 Millionen Dollar in BlackRocks Ethereum-ETF ETHA.<\/p>\n<p>Institutionelle Nachfrage nach Bitcoin-ETFs w\u00e4chst sprunghaft<\/p>\n<p>Die Abu-Dhabi-Positionen stehen im Kontext eines breiteren institutionellen Trends. Laut den Q4-13F-Filings stieg die Zahl institutioneller Bitcoin-ETF-Halter von 1&#8217;332 auf 1&#8217;694. Das entspricht einem Zuwachs von 27 Prozent in einem einzigen Quartal. Bitcoin-ETFs erreichen damit in unter einem Jahr fast 70 Prozent der Halteranzahl des SPDR Gold Shares ETF. Dieser ist seit \u00fcber 20 Jahren am Markt.<\/p>\n<p>Die verwalteten Verm\u00f6gen wuchsen je nach Investorentyp unterschiedlich stark. Banken steigerten ihre Best\u00e4nde um 104 Prozent, Pensionsfonds um 103 Prozent. Hedge Funds legten um 62 Prozent auf 13.8 Milliarden Dollar zu. Zu den gr\u00f6ssten Haltern z\u00e4hlt Brevan Howard mit 1.4 Milliarden Dollar in Bitcoin-ETFs. Der <a href=\"https:\/\/cvj.ch\/aktuell\/news\/wisconsin-investment-board-erwirbt-als-erste-staatliche-pensionskasse-bitcoin-etfs\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pensionsfonds des US-Bundesstaats Wisconsin<\/a> verdoppelte seine Position auf \u00fcber 335 Millionen Dollar. Barclays meldete derweil 131 Millionen Dollar in IBIT-Anteilen.<\/p>\n<p>BlackRocks IBIT dominiert insgesamt den Markt. Der Fonds verwaltet aktuell rund 52 Milliarden Dollar und ist der gr\u00f6sste Spot-Bitcoin-ETF weltweit. Im ersten Jahr nach dem Launch im Januar 2024 zog IBIT 37 Milliarden Dollar an Zufl\u00fcssen an. So schnell wuchs kein ETF in der Finanzgeschichte zuvor.<\/p>\n<p>Abu Dhabi als strategischer Krypto-Hub<\/p>\n<p>Die Investitionen passen in eine umfassendere Strategie Abu Dhabis. Im Oktober 2025 befreiten die Vereinigten Arabischen Emirate virtuelle Assets und Investment-Fondsmanagement von der Mehrwertsteuer. BlackRock erhielt bereits im November 2024 eine Handelslizenz im Emirat. Der Abu Dhabi Global Market hat sich als regulierter Krypto-Hub in der Region positioniert.<\/p>\n<p>Mubadala selbst verwaltet 330 Milliarden Dollar und gilt als weltweit aktivster Staatsfonds. Im Jahr 2024 investierte der Fonds 29.2 Milliarden Dollar in 52 Transaktionen &#8211; ein Plus von 67 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Rund 57 Prozent der Mittel flossen in den US-Markt. Die Schwerpunkte liegen auf Technologie, KI, Halbleitern und Finanzdienstleistungen. Bitcoin-ETFs f\u00fcgen sich somit in ein Portfolio ein, das gezielt auf US-Finanzprodukte setzt.<\/p>\n<p>Die VAE weisen die h\u00f6chste Krypto-Adoptionsrate im MENA-Raum auf. Prognosen f\u00fcr 2026 gehen von rund 33 Prozent aktiver Nutzer digitaler Assets in der Bev\u00f6lkerung aus. Konkret zeigen staatliche Investitionen \u00fcber regulierte US-ETFs eine institutionelle Herangehensweise. Abu Dhabi sucht den Zugang zu Bitcoin \u00fcber etablierte Finanzinfrastruktur statt \u00fcber direkte Krypto-B\u00f6rsen.<\/p>\n<p>Kursr\u00fcckgang dr\u00fcckt Portfoliowert auf 800 Millionen Dollar<\/p>\n<p>Die konsequente Aufstockung hat allerdings einen Haken. Seit Jahresende 2025 verlor Bitcoin rund 23 Prozent. Der aktuelle Wert der kombinierten Abu-Dhabi-Position liegt daher bei knapp \u00fcber 800 Millionen Dollar. Die Fonds haben ihre Best\u00e4nde dennoch nicht reduziert. Am 6. Februar 2026 erreichte das IBIT-Handelsvolumen mit \u00fcber 10 Milliarden Dollar einen Rekord. An diesem Tag fiel der Kurs um 13 Prozent.<\/p>\n<p>F\u00fcr Mubadala und Al Warda ist der Buchverlust relativ zu den verwalteten Gesamtverm\u00f6gen \u00fcberschaubar. Bei 330 Milliarden Dollar AuM macht die Bitcoin-Position weniger als 0.3 Prozent des Portfolios aus. Die Signalwirkung bleibt trotzdem erheblich. Ein Staatsfonds dieser Gr\u00f6ssenordnung kauft Bitcoin nicht beil\u00e4ufig. Die 13F-Daten zeigen einen systematischen Positionsaufbau \u00fcber vier Quartale hinweg, der auch in Korrekturphasen fortgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mubadala Investment Company aus Abu Dhabi hat ihre Position im BlackRock IBIT Bitcoin ETF im vierten Quartal&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10669,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[1707,2071,715,57,46,52,51,716,53,56,45,44,55,54],"class_list":{"0":"post-10668","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-abu-dhabi","9":"tag-bitcoin","10":"tag-btc","11":"tag-business","12":"tag-ch","13":"tag-companies","14":"tag-companies-markets","15":"tag-etf","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-schweiz","19":"tag-switzerland","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10668"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10668\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10669"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}