{"id":10722,"date":"2026-02-18T20:52:06","date_gmt":"2026-02-18T20:52:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/10722\/"},"modified":"2026-02-18T20:52:06","modified_gmt":"2026-02-18T20:52:06","slug":"iran-zugeschuettete-eingaenge-neue-daecher-geheime-vorbereitungen-auf-einen-us-angriff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/10722\/","title":{"rendered":"Iran: Zugesch\u00fcttete Eing\u00e4nge, neue D\u00e4cher \u2013 geheime Vorbereitungen auf einen US-Angriff"},"content":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben beide Seiten Milit\u00e4r in der Region verlegt. Teheran hat au\u00dferdem mittlerweile zerst\u00f6rte Milit\u00e4ranlagen wiederaufgebaut. Satellitenbilder zeigen, dass sich das Mullah-Regime auf ein konkretes Szenario vorbereitet hat.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wenn am Dienstag Diplomaten der USA und des Iran am Genfer See zusammenkommen, um \u00fcber das iranische Atomprogramm zu verhandeln, haben beide Seiten in der Region bereits Fakten geschaffen. US-Pr\u00e4sident Donald Trump schickte einen zweiten Flugzeugtr\u00e4ger in die Region, um die dort bereits zusammengezogene \u201eArmada\u201c der US-Armee zu verst\u00e4rken. <\/p>\n<p>Sie soll als Drohkulisse dienen und Teheran verdeutlichen, dass Washington zu einem erneuten Milit\u00e4rschlag bereit w\u00e4re, sollte die Forderung nach Aufgabe des Atomprogramms nicht erf\u00fcllt werden. Laut einem <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-military-preparing-potentially-weeks-long-iran-operations-2026-02-13\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.reuters.com\/world\/middle-east\/us-military-preparing-potentially-weeks-long-iran-operations-2026-02-13\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Bericht der Nachrichtenagentur Reuters<\/a> unter Berufung auf zwei amerikanische Beamte bereitet sich das Pentagon f\u00fcr diesen Fall auf eine \u201ewochenlange\u201c Operation vor.<\/p>\n<p>Seit Montag f\u00fchren die iranischen Revolutionsgarden, die von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wurden, zudem ein Man\u00f6ver in der Stra\u00dfe von Hormus durch. Sie wollen dem Wei\u00dfen Haus signalisieren, dass Teheran bereit w\u00e4re, die f\u00fcr die Weltwirtschaft so wichtige Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman zu blockieren. Sie gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten f\u00fcr den weltweiten \u00d6lexport.<\/p>\n<p>Das iranische Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen mobiler Raketenwerfer auf dem Land, die Ziele in der Stra\u00dfe von Hormus an der S\u00fcdk\u00fcste trafen. Bei der Milit\u00e4r\u00fcbung seien auch Schnellboote mit Raketenwerfern im Einsatz, hie\u00df es in einer Mitteilung der Revolutionsgarden. \u201eDie Raketen trafen ihre Ziele in der Stra\u00dfe von Hormus aus dem Landesinneren, von den K\u00fcsten und von den iranischen Inseln im Persischen Golf.\u201c Die Marine der Revolutionsgarden hatte das Man\u00f6ver am Montag angek\u00fcndigt. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem hat Teheran im Verborgenen aufger\u00fcstet. Satellitenbilder zeigen, dass das Land seit dem 12-Tage-Krieg gegen Israel, der mit einem massiven Luftangriff der USA gegen die Atomanlagen seinen H\u00f6hepunkt erreichte, die zerst\u00f6rten Raketen- und Atomanlagen gr\u00f6\u00dftenteils wieder aufgebaut hat.<\/p>\n<p>Vor den Verhandlungen in Genf bem\u00fcht sich Washington, die Erwartungen zu d\u00e4mpfen. \u201eWir sind optimistisch\u201c, hatte US-Au\u00dfenminister Marco Rubio am Montag am Rande seines Besuchs in Ungarn gesagt. Man k\u00f6nne einen Deal erreichen, aber \u201ees wird hart\u201c, f\u00fcgte er hinzu. Am Wochenende berichtete der israelische Journalist Barak Ravid, der \u00fcber den Nahostkurs der US-Regierung immer bestens informiert ist, dass Trumps Verhandlungsduo aus dem Sondergesandten Steve Witkoff und Schwiegersohn Jared Kushner ihm berichtet h\u00e4tten, dass ein Deal mit Teheran \u201eschwierig bis unm\u00f6glich\u201c sei.<\/p>\n<p>Schnee schmilzt auf D\u00e4chern iranischer Raketenstationen<\/p>\n<p>Zu dieser Einsch\u00e4tzung d\u00fcrften sie nicht nur durch die erste ergebnislose Verhandlungsrunde gekommen sein, sondern auch durch den Status quo vor Ort. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/02\/06\/world\/middleeast\/iran-missile-nuclear-repairs.html?smid=nytcore-ios-share\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/02\/06\/world\/middleeast\/iran-missile-nuclear-repairs.html?smid=nytcore-ios-share&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Eine Untersuchung der \u201eNew York Times\u201c<\/a> von Satellitenbildern zerst\u00f6rter Milit\u00e4r- und Atomanlagen ergab, dass der Iran seit Juni vergangenen Jahres sich mit Hochdruck dem Wiederaufbau gewidmet hat. Dem Bericht zur Folge lag der Fokus dabei auf den Raketenbasen der Armee. Von den rund zwei Dutzend zerst\u00f6rten Einrichtungen hat der Iran bis Januar \u00fcber die H\u00e4lfte wiederhergestellt.<\/p>\n<p>Priorit\u00e4t lag f\u00fcr Teheran dabei offenbar auf der Raketentest-Station in Schahrud. Satellitenbilder zeigen, dass die zerst\u00f6rten Geb\u00e4ude wieder aufgebaut wurden. Die Analysten beobachteten au\u00dferdem beim Vergleichen der Aufnahmen an verschiedenen Tagen im Januar, dass die Zufahrtsstra\u00dfen nach Schneefall umgehend ger\u00e4umt wurden und der Schnee auf den D\u00e4chern schneller schmolz als auf dem Boden, was auf einen Betrieb der Anlage hindeutet.<\/p>\n<p>F\u00fcr die USA sind diese Erkenntnisse relevant. Sie deuten n\u00e4mlich darauf hin, dass der Iran sich darauf vorbereitet hat, einen angedrohten neuerlichen US-Angriff mit ballistischen Raketen zu vergelten. Damit k\u00f6nnte Teheran vor allem Israel aber auch amerikanische Basen im Nahen und Mittleren Osten ins Visier nehmen. F\u00fcr den israelischen Raketenabwehrschirm Iron Dome d\u00fcrfte das zur Herausforderung werden, denn bereits w\u00e4hrend des 12-Tage-Kriegs war das System angesichts der Vielzahl ballistischer Raketen teilweise \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>Auch bei den Atomanlagen hat der Iran mit dem Wiederaufbau begonnen, jedoch bei Weitem nicht im selben Tempo wie bei den Raketenbasen. So sind laut dem Institute for Science and International Security (ISIS) die drei wichtigsten Urananreicherungsanlagen in Fordo, Isfahan und Natanz weiterhin au\u00dfer Betrieb. Die meiste auf Grundlage von Satellitenbildern feststellbare Zerst\u00f6rung ist weiterhin vorhanden. In den vergangenen Monaten verzeichneten die Experten jedoch verst\u00e4rkte Wiederaufbauma\u00dfnahmen bei zwei der drei Anlagen. <\/p>\n<p>So wurden in Natanz und Isfahan D\u00e4cher auf Geb\u00e4uden wieder errichtet. Laut dem ISIS hat der Iran in Isfahan auch <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/isis-online.org\/isis-reports\/imagery-update-all-entrances-to-esfahan-tunnel-complex-are-now-completely-buried\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/isis-online.org\/isis-reports\/imagery-update-all-entrances-to-esfahan-tunnel-complex-are-now-completely-buried&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">die Eing\u00e4nge zu unterirdischen Anlagen mit Erde zugesch\u00fcttet<\/a>. Dies wurde wahrscheinlich \u201ein Erwartung eines Angriffs\u201c getan, sagte der Pr\u00e4sident des Instituts, David Albright. Das deute darauf hin, dass sich dort etwas Wertvolles befinde. Bis heute ist unklar, wo sich die 400 Kilogramm angereichertes Uran befinden, die der Iran kurz vor den US-Angriffen auf die Nuklearanlage Fordo im Juni laut Experten mit hoher Wahrscheinlichkeit in Sicherheit bringen konnte.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/gregor-schwung\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/gregor-schwung\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Gregor Schwung<\/a> berichtet als au\u00dfenpolitischer Korrespondent \u00fcber transatlantische Beziehungen, internationale Entwicklungen und geopolitische Umbr\u00fcche mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Ukraine und die USA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Vorfeld der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben beide Seiten Milit\u00e4r in der Region verlegt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10723,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[4714,3831,537,541,4716,4715,42,40,4713,77,49,4712,48,47],"class_list":{"0":"post-10722","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-atomprogramm-im-iran","9":"tag-atomwaffen","10":"tag-iran","11":"tag-israel","12":"tag-jared","13":"tag-kushner","14":"tag-nachrichten","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-steven","17":"tag-usa","18":"tag-welt","19":"tag-witkoff","20":"tag-world","21":"tag-world-news"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10722"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10722\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10723"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}