{"id":109861,"date":"2026-05-04T13:51:09","date_gmt":"2026-05-04T13:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/109861\/"},"modified":"2026-05-04T13:51:09","modified_gmt":"2026-05-04T13:51:09","slug":"cholesterin-der-lebensstil-ist-die-basis-und-dann-kommen-die-medikamente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/109861\/","title":{"rendered":"Cholesterin: \u201eDer Lebensstil ist die Basis, und dann kommen die Medikamente\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Zu viele Eier sind sch\u00e4dlich, Hafer ist ein Wundermittel, Statine l\u00f6sen das Problem \u2013 das Thema Cholesterin verunsichert. Fest steht: Unentdeckt drohen ernste Folgen f\u00fcr Gef\u00e4\u00dfe und Herz. Welche Faktoren wirklich entscheidend sind, das pers\u00f6nliche Risiko effektiv zu reduzieren.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Cholesterin ist ein f\u00fcr den K\u00f6rper lebenswichtiger, fett\u00e4hnlicher Stoff. Er dient als Baustein f\u00fcr Zellw\u00e4nde, Hormone (z. B. \u00d6strogen, Testosteron), Vitamin D und Gallens\u00e4ure. Cholesterin ist damit ein unverzichtbarer Grundstoff f\u00fcr den K\u00f6rper. Doch seine Menge und Verteilung sind entscheidend f\u00fcr die menschliche Gesundheit. <\/p>\n<p>Ist die Konzentration im Blut erh\u00f6ht, kann aus dem wichtigen Baustein schnell ein Gesundheitsrisiko werden. Die meisten Menschen verbinden Cholesterin wohl mit der Ern\u00e4hrung. Jahrzehntelang galten Eier, Wurst, Butter und Sahne als wahre Treiber der Cholesterinwerte. \u00c4rzte warnten deshalb eindringlich vor einem \u00dcberma\u00df an fetten, tierischen Lebensmitteln. Wer zu viel Cholesterin isst, wird krank, so die Vermutung. Deshalb ist die Verunsicherung bei vielen Menschen gro\u00df.<\/p>\n<p>Doch wann ist zu viel Cholesterin im Blut? Welche gesundheitlichen Folgen kann das haben? Wann ist die Einnahme sogenannter Cholesterin-Senker sinnvoll? Und wie beeinflusst die Ern\u00e4hrung den Cholesterinspiegel wirklich? Weltweit forschen Wissenschaftler zu diesen Fragen.<\/p>\n<p>Forscher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn fanden k\u00fcrzlich heraus, dass Haferflocken gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel im Blut wirken. Die Studie wurde in dem Fachmagazin <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-026-68303-9\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-026-68303-9&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eNature Communications\u201c<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Untersuchung umfasste insgesamt 68 Teilnehmer und bestand aus mehreren Interventionsphasen. An zwei Tagen bestand jede der drei Mahlzeiten ausschlie\u00dflich aus Hafer. Insgesamt a\u00dfen die Probanden 300 Gramm Haferflocken, gekocht in hei\u00dfem Wasser, garniert mit ein wenig Obst. Die Mahlzeiten waren kalorienarm \u2013 die Teilnehmer nahmen nur halb so viele Kalorien zu sich wie sonst. Eine Kontrollgruppe ern\u00e4hrte sich ebenfalls durch eine kalorienreduzierte Di\u00e4t. Allerdings ohne Haferflocken.<\/p>\n<p>Alle Teilnehmer lebten mit dem metabolischen Syndrom, auch bekannt als \u201et\u00f6dliches Quartett\u201c. Betroffene leiden an \u00dcbergewicht, Bluthochdruck sowie erh\u00f6hten Blutzucker- und Cholesterinwerten. Die Auswertung der Blut- und Stuhlproben \u00fcberraschte die Forscher: Der sch\u00e4dliche Cholesterinwert war um zehn Prozent gesunken. Die Probanden verloren zudem im Schnitt zwei Kilo und auch ihr Blutdruck sank leicht. <\/p>\n<p>Das Forscherteam erkl\u00e4rt den niedrigeren Cholesterinwert im Blut so: Gelangen die Haferflocken in den Darm, verstoffwechseln die darin lebenden Bakterien das Getreide und produzieren dabei phenolische Verbindungen. Diese sogenannten sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe wirken im menschlichen K\u00f6rper antioxidativ, entz\u00fcndungshemmend und zellsch\u00fctzend. Die entz\u00fcndungshemmenden Verbindungen beeinflussen den Cholesterinstoffwechsel positiv, zeigten bereits <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/drks.de\/search\/de\/trial\/DRKS00015503\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/drks.de\/search\/de\/trial\/DRKS00015503&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Tierstudien<\/a>.<\/p>\n<p>Welchen Einfluss hat die Ern\u00e4hrung auf das Cholesterin?<\/p>\n<p>\u201eErn\u00e4hrung hat nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel\u201c, sagt Jean-Fran\u00e7ois Chenot im Gespr\u00e4ch mit WELT. Der geb\u00fcrtige Belgier ist Professor und Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin an der Universit\u00e4t Greifswald.<\/p>\n<p>\u201eWenn Sie eine ganz strenge Di\u00e4t verfolgen, k\u00f6nnen Sie Ihren Cholesterinspiegel von beispielsweise 200 auf 190 senken.\u201c Cholesterinwerte werden im Blut in Milligramm pro Deziliter oder Millimol pro Liter gemessen. Die fett\u00e4hnliche Substanz wird gr\u00f6\u00dftenteils von der Leber produziert und nur zu einem geringeren Teil mit der Nahrung aufgenommen.<\/p>\n<p>In Bezug auf das Cholesterin k\u00f6nne man demnach so viele Eier essen, wie man will. \u201eIm Eigelb ist zwar viel Cholesterin, jedoch gibt es keine Hinweise darauf, dass mehr Eier das kardiovaskul\u00e4res Risiko erh\u00f6hen.\u201c Er f\u00fcgt hinzu: \u201eIch empfehle aber klar, m\u00f6glichst wenig tote Tiere zu essen.\u201c<\/p>\n<p>Wie hoch der Cholesterinwert ist, sei weitgehend genetisch festgelegt. Menschen mit viel Fett im Blut leiden an einer angeborenen Hypercholesterin\u00e4mie. Etwa jeder 250ste Mensch wird mit dieser Erkrankung geboren, wie die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/herzstiftung.de\/service-und-aktuelles\/presse\/pressemitteilungen\/vroni-norden\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/herzstiftung.de\/service-und-aktuelles\/presse\/pressemitteilungen\/vroni-norden&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Deutsche Herzstiftung<\/a> mitteilt.<\/p>\n<p>Was ist ein normaler Wert f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen? <\/p>\n<p>Der Cholesterinwert kann mithilfe eines Bluttests gepr\u00fcft werden. In der Auswertung gibt es drei Werte \u2013 mit jeweils eigenen Richtwerten:<\/p>\n<p>Gesamt-Cholesterin: &lt;200 mg\/dl (&lt;5,2 mmol\/l)LDL-Cholesterin: &lt;116 mg\/dl (&lt;3,0 mmol\/l)HDL-Cholesterin: &gt;35 mg\/dl (&gt;0,9 mmol\/l) \u2013 bei M\u00e4nnern idealerweise &gt;40 mg\/dl (1,0 mmol\/l) und bei Frauen &gt;50 mg\/dl (1,3 mmol\/l)<\/p>\n<p>Das Gesamt-Cholesterin ist die Summe aus LDL und HDL Cholesterin im Blut. Dieser Wert kann erste Hinweise auf einen schlechten Fettstoffwechsel geben. LDL gilt als \u201eschlechtes\u201c Cholesterin. Hohe HDL-Werte hingegen sch\u00fctzen vor schlechtem Cholesterin.<\/p>\n<p>Doch warum ist ein hoher Cholesterinspiegel problematisch? Produziert die Leber zu viel von dem \u201eschlechten\u201c \u2013 LDL-Cholesterin \u2013 lagert sich das Fett als \u201eVerkalkung\u201c an den Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nden ab. <\/p>\n<p>Betroffene berichten bei fortgeschrittenen Gef\u00e4\u00dfverengungen von einem Engegef\u00fchl, Brustschmerzen oder Schwindel, wohingegen ausschlie\u00dflich ein hoher Cholesterinwert symptomfrei ist. Gef\u00e4hrlich wird es, wenn die Verkalkungen drohen einzurei\u00dfen. Passiert das, kann ein Blutgerinnsel entstehen und das gesamte Gef\u00e4\u00df verschlie\u00dfen. In diesem Fall kommt es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall \u2013 es besteht akute Lebensgefahr. <\/p>\n<p>Doch Cholesterin ist nicht allein f\u00fcr verkalkte Gef\u00e4\u00dfe verantwortlich. Zigarettenrauch, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und Blutzucker f\u00fchren ebenfalls zu Ablagerungen in den Arterien. Die m\u00f6glichen Folgen: Niereninsuffizienz, vaskul\u00e4re Demenz und Erektionsst\u00f6rungen. <\/p>\n<p>Nach Angaben des <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Gesundheit\/Todesursachen\/Tabellen\/sterbefaelle-herz-kreislauf-erkrankungen-insgesamt.html?utm_\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Gesundheit\/Todesursachen\/Tabellen\/sterbefaelle-herz-kreislauf-erkrankungen-insgesamt.html?utm_&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Statistischen Bundesamts<\/a> sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen infolge von Gef\u00e4\u00dfverkalkungen noch immer die h\u00e4ufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland. Besonders gef\u00e4hrdete Gef\u00e4\u00dfe f\u00fcr Verkalkungen sind gro\u00dfe und mittelgro\u00dfe Arterien, insbesondere die Herzkranzgef\u00e4\u00dfe, die Halsschlagader sowie Arterien im Becken- und Beinbereich. Auch die Aorta und hirnversorgende Gef\u00e4\u00dfe sind h\u00e4ufig betroffen. <\/p>\n<p>\u201eCholesterin ist keine Krankheit, es ist ein Risikofaktor\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Grenzwerte, welcher Cholesterinspiegel zu hoch ist oder nicht, wurden immer wieder ge\u00e4ndert. Das ist der Punkt, an dem ein Streit zwischen dem Hausarzt und dem Kardiologen entbrennt\u201c, sagt Chenot im Gespr\u00e4ch mit WELT. Ab wann Cholesterin-Senker \u2013 sogenannte Statine \u2013 eingesetzt werden sollten, sei l\u00e4ngst ein Politikum unter \u00c4rzten. <\/p>\n<p>\u201eBevor ich als Hausarzt jemandem eine Tablette verordne, gebe ich die folgenden Werte in einen Risikorechner ein: den Cholesterinwert, Blutdruck, ob er Diabetes hat, ob er raucht, wie alt er ist und ob er ein Mann oder eine Frau ist.\u201c Das Programm errechnet anhand dieser Daten das prozentuale Risiko f\u00fcr ein kardiovaskul\u00e4res Ereignis innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre.<\/p>\n<p>Im Dezember 2024 hat der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.g-ba.de\/presse\/pressemitteilungen-meldungen\/1229\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.g-ba.de\/presse\/pressemitteilungen-meldungen\/1229\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)<\/a>, der \u00fcber den Nutzen von Cholesterin-Senkern entscheidet, die Verordnung von Statinen neu geregelt. Seitdem k\u00f6nnen auch Patienten behandelt werden, deren Zehn-Jahres-Risiko f\u00fcr Herzinfarkt oder Schlaganfall mindestens zehn Prozent betr\u00e4gt. Zuvor lag der Wert bei 20 Prozent. Durch den neuen Wert liegen automatisch mehr Menschen \u00fcber dem Grenzwert. <\/p>\n<p>\u201eEin gesunder 70-J\u00e4hriger mit optimalem Blutdruck und Fettwerten hat ein Risiko von etwa zehn bis 12 Prozent, in den n\u00e4chsten 10 Jahren ein kardiovaskul\u00e4res Ereignis zu erleiden\u201c, so Chenot. Anhand dieses eher unterdurchschnittlichen Risikos f\u00fcr sein Alter sollten nun Cholesterin-Senker verschrieben werden, weil sein Risiko \u00fcber zehn Prozent ist. Doch ausschlaggebend sei hier das Alter: \u201eIch behandle kein Alter. Cholesterin-Senker w\u00e4ren hier schwer zu begr\u00fcnden\u201c, so Chenot.<\/p>\n<p>Der Allgemeinmediziner gibt ein Beispiel: Hat eine 35-j\u00e4hrige Frau ein zehnprozentiges Risiko, \u201ew\u00fcrde sie von mir eine Tablette bekommen\u201c. Im Vergleich zu Gleichaltrigen habe sie ein \u00fcberdurchschnittliches Risiko. \u201eCholesterin ist keine Krankheit, es ist ein Risikofaktor\u201c, neben vielen anderen, betont er. Wenn alle anderen Risikofaktoren verringert werden k\u00f6nnen, k\u00f6nne man auch mit einem h\u00f6heren Cholesterinwert gut leben.<\/p>\n<p>\u201eWenn Raucher mit dem Rauchen aufh\u00f6ren, sinkt das Risiko f\u00fcr einen Herzinfarkt um 50 Prozent\u201c, erkl\u00e4rt er. Und weiter: \u201eWenn ich dir einen Cholesterin-Senker gebe, um 20 Prozent.\u201c Das seien Ma\u00dfnahmen, die f\u00fcr das Risiko viel wirksamer sind als eine Cholesterin-Tablette. Chenot kritisiert, dass einige Kardiologen einseitig fokussiert auf Cholesterinwerte oder eine er nicht am Lebensalter orientierten Risikoschwelle Statine verschreiben. Nach dem Motto: \u201eDas Cholesterin ist hoch und durch Medikamente beeinflussbar, also verschreiben wir Medikamente.\u201c <\/p>\n<p>Viele Patienten w\u00fcssten nicht, ob sie dem Kardiologen oder Hausarzt glauben sollen, erz\u00e4hlt Chenot. \u201eWenn man das so ganz stumpf und primitiv macht, wie die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/eurheartj\/article\/46\/42\/4359\/8234482?login=false\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/academic.oup.com\/eurheartj\/article\/46\/42\/4359\/8234482?login=false&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Europ\u00e4ische Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie (ESC)<\/a> das vorschl\u00e4gt, dann w\u00fcrden 70 bis 80 Prozent der Menschen in Deutschland Fettsenker-Tabletten nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Kardiologe Ulrich Laufs sieht das \u2013 wenig \u00fcberraschend \u2013 anders. Laufs ist Professor und Leiter der Kardiologie am Universit\u00e4tsklinikum Leipzig. \u201eWir glauben, dass man etwa zwei Drittel aller Herzinfarkte und Schlaganf\u00e4lle, verhindern kann, wenn man Blutdruck und Cholesterin rechtzeitig tief h\u00e4lt\u201c, sagt Laufs im Gespr\u00e4ch mit WELT. <\/p>\n<p>Hoch dosierte Statine k\u00f6nnen die Menge an LDL-Cholesterin im Blut halbieren. Bei mittlerer Dosis verringert sich der Wert um 30 bis 50 Prozent. Zu den berichteten Nebenwirkungen von Statinen z\u00e4hlen unter anderem <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.akdae.de\/fileadmin\/user_upload\/akdae\/Arzneimitteltherapie\/LF\/PDF\/Cholesterinsenkung.pdf\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.akdae.de\/fileadmin\/user_upload\/akdae\/Arzneimitteltherapie\/LF\/PDF\/Cholesterinsenkung.pdf&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Muskelschmerzen<\/a> und ein <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC6475692\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC6475692\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">leicht erh\u00f6htes Diabetesrisiko<\/a>. <\/p>\n<p>Der Kardiologe betont: \u201eDer Lebensstil ist die Basis, und dann kommen die Medikamente\u201c. Die wichtigsten Faktoren seien \u201eBewegung, Nichtrauchen und ein normales K\u00f6rpergewicht\u201c, erkl\u00e4rt Laufs. \u201eAlkohol erh\u00f6ht \u00fcbrigens den Spiegel der K\u00f6rperfette\u201c, f\u00fcgt er hinzu. Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, sei zudem wichtig, den eigenen Cholesterinwert im Blut regelm\u00e4\u00dfig zu pr\u00fcfen. Wer gesetzlich versichert ist, kann das beim Hausarzt \u00fcberpr\u00fcfen lassen.<\/p>\n<p>Der Check-up sei f\u00fcr 18- bis 34-J\u00e4hrige einmalig und ab 35 Jahren alle drei Jahre kostenlos. F\u00fcr Laufs ist klar, dass der Einsatz von Cholesterin-Senkern bei einem hohen Cholesterin im Blut sinnvoll sei, um den Kalkablagerungen fr\u00fchzeitig vorzubeugen. \u201eWenn die Verkalkungen einmal da sind, k\u00f6nnen Fettsenker die Ablagerungen zumindest auf dem gleichen Level halten und auch zu einem kleinen R\u00fcckgang beitragen.\u201c <\/p>\n<p>Litt der Patient bereits an einem ein Herzinfarkt oder Schlaganfall, seien Cholesterin-Senker ebenfalls ratsam. \u201eWir haben Gott sei Dank g\u00fcnstige Medikamente, mit denen wir das Risiko nachweislich reduzieren k\u00f6nnen\u201c, so Laufs.<\/p>\n<p>Ulrich Laufs ist Mitglied im Exekutivkomitee der Europ\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie (ESC). Die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/academic.oup.com\/eurheartj\/article\/46\/42\/4359\/8234482?login=false\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/academic.oup.com\/eurheartj\/article\/46\/42\/4359\/8234482?login=false&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Leitlinien der Fachgesellschaft <\/a>zur Behandlung von Fettstoffwechselst\u00f6rungen wurden in den vergangenen sechs Jahren zweimal \u00fcberarbeitet.<\/p>\n<p>Nach den aktuellen Empfehlungen wird zun\u00e4chst das Gesamt-Cholesterin gemessen. Dieser Wert gibt eine erste Orientierung, reicht allein aber nicht aus. Entscheidend ist vor allem das LDL-Cholesterin: Je h\u00f6her das individuelle Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, desto niedriger sollen die Zielwerte liegen. Zur Senkung empfiehlt die ESC in erster Linie Statine, bei Bedarf erg\u00e4nzt durch weitere Medikamente.<\/p>\n<p>Die Leitlinie empfiehlt zudem, einmal im Leben den Wert des Lipoprotein(a) im Blut zu messen. Auch dieser Wert ist weitgehend genetisch bestimmt. Ab einer Konzentration von 30 mg\/dl steigt das Risiko f\u00fcr Herzinfarkt und Schlaganfall leicht, ab 50 mg\/dl gilt Lipoprotein(a) als klarer Risikofaktor \u2013 unabh\u00e4ngig vom Gesamtcholesterin. Ist Lipoprotein (a) erh\u00f6ht, soll das LDL-Cholesterin besonders niedrig gehalten werden, auch wenn das Gesamt-Cholesterin unauff\u00e4llig ist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zu viele Eier sind sch\u00e4dlich, Hafer ist ein Wundermittel, Statine l\u00f6sen das Problem \u2013 das Thema Cholesterin verunsichert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":109765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[8159,8162,46,6227,67,66,3236,8161,330,8160,3235,45,44,103,8158],"class_list":{"0":"post-109861","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-allgemeinmediziner-ks","9":"tag-blutfette-ks","10":"tag-ch","11":"tag-cholesterin","12":"tag-gesundheit","13":"tag-health","14":"tag-herzinfarkt-ks","15":"tag-kardiologie-ks","16":"tag-medizin","17":"tag-msn-feed-plus","18":"tag-schlaganfall-ks","19":"tag-schweiz","20":"tag-switzerland","21":"tag-texttospeech","22":"tag-yng-rpbl"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116516629354549628","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=109861"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109861\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/109765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=109861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=109861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=109861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}