{"id":110216,"date":"2026-05-04T18:12:12","date_gmt":"2026-05-04T18:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/110216\/"},"modified":"2026-05-04T18:12:12","modified_gmt":"2026-05-04T18:12:12","slug":"schneller-wandel-und-unsicherheit-warum-endresshauser-gesteckte-ziele-nicht-erreicht-hat-basel-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/110216\/","title":{"rendered":"Schneller Wandel und Unsicherheit: Warum Endress+Hauser gesteckte Ziele nicht erreicht hat &#8211; Basel &#038; Region"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00dcbernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik des Sensorherstellers Sick hat bei E+H f\u00fcr gutes Wachstum gesorgt. Der Schweizer Spezialist f\u00fcr Mess- und Automatisierungstechnik hat weltweit neue Stellen geschaffen und in Rekordh\u00f6he investiert, wie das Unternehmen im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz dieser Tage darlegte. <\/p>\n<p>Hohe Unsicherheit <\/p>\n<p>Schneller Wandel und hohe Unsicherheit pr\u00e4gten das gesch\u00e4ftliche Umfeld im vergangenen Jahr. \u201eWir haben 2025 alles getan, um kurzfristige Herausforderungen zu meistern und langfristigen Erfolg zu erm\u00f6glichen\u201c, sagte Chief Executive Officer Peter Selders vor zahlreichen Medienvertretern in <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Basel\" title=\"Basel\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Basel<\/a>. Am Ende habe sich das Familienunternehmen behaupten k\u00f6nnen. \u201eWir sind hinter unseren Zielen geblieben, haben aber unter den gegebenen Umst\u00e4nden das Beste f\u00fcr Endress+Hauser erreicht\u201c, verwies der Chef auf negative Einfl\u00fcsse der W\u00e4hrungsumrechnung. <\/p>\n<p>Diese h\u00e4tten das Baselbieter Familienunternehmen rund 3,3 Prozentpunkte Umsatzwachstum gekostet. Zu sp\u00fcren bekam Endress+Hauser zudem die Investitionszur\u00fcckhaltung der chemischen Industrie, wie weiter zu erfahren war. In Zahlen ausgedr\u00fcckt: Der Gewinn belief sich noch auf rund 321 Millionen Euro und lag damit um rund 20 Prozent unter dem Vorjahr. \u201eDie St\u00e4rke von Euro und Schweizer Franken hat unser Ergebnis belastet\u201c, sagte Finanzchef Luc Schultheiss. Daneben schlagen sich dort die Kosten der \u00dcbernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik nieder. <\/p>\n<p>KI sorgt f\u00fcr Impulse <\/p>\n<p>F\u00fcr Impulse habe dagegen der Boom der K\u00fcnstlichen Intelligenz gesorgt: K\u00fchlsysteme und Energieversorgung der neuen Rechenzentren ben\u00f6tigten viel Messtechnik.<\/p>\n<p> Umsatzst\u00e4rkster Markt sind weiterhin die USA. Trotz der US-Z\u00f6lle entwickelte sich das Gesch\u00e4ft dort dynamisch, wie das Unternehmen bekanntgab. Insgesamt wuchs der Umsatz in Nord- und S\u00fcdamerika um rund zehn Prozent. In Europa stiegen die Verk\u00e4ufe um 11,6 Prozent. In Deutschland \u2013 dem drittgr\u00f6\u00dften Markt \u2013 gingen die Erl\u00f6se indes zur\u00fcck, ebenso in der Schweiz. Afrika und der Nahe Osten wuchsen um 7,4 Prozent. <\/p>\n<p>In der Region Asien\/Pazifik verzeichnete E+H ein Minus von 1,4 Prozent, vor allem aufgrund der Schw\u00e4che Chinas, des zweitgr\u00f6\u00dften Marktes, wie aus der <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Bilanz\" title=\"Bilanz\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bilanz<\/a> des Unternehmens hervor, das in der gesamten Firmengruppe Ende 2025 rund 18.300 Mitarbeiter z\u00e4hlte.<\/p>\n<p>   Weiteres Wachstum als Ziel <\/p>\n<p>E+H will auf Wachstumskurs bleiben und dieses Jahr im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen sowie 250 neue Stellen schaffen. Der Krieg in Nahost erh\u00f6he jedoch die wirtschaftliche Unsicherheit, sagte Selders: \u201eWir werden uns auf das fokussieren, was uns auch in der Vergangenheit stark gemacht hat: nahe an Markt und Kunden bleiben, zuverl\u00e4ssig und in hoher Qualit\u00e4t liefern, unser Netzwerk und Portfolio ausbauen, neue Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten erschlie\u00dfen. Unser Ziel bleibt Wachstum.\u201c <\/p>\n<p>Um zukunftsf\u00e4hig zu bleiben, investierte das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge rund 370 Millionen Euro in neue Geb\u00e4ude, Anlagen, IT und Software. Die Gruppe er\u00f6ffnete Neubauten an den deutschen Fertigungs- und Entwicklungsstandorten in Waldheim und Nesselwang. Insgesamt addieren sich die Investitionen der vergangenen f\u00fcnf Jahre auf 1,4 Milliarden Euro, wie weiter zu erfahren war.<\/p>\n<p> \u201eUnsere gesunde finanzielle Lage erm\u00f6glicht es uns, diese Summen aus selbst erarbeiteten Mitteln aufzubringen\u201c, sagte Schultheiss. Das Unternehmen brachte im vergangenen Jahr 41 Produkte neu auf den Markt. \u201eInnovation ist ein Motor unseres Wachstums\u201c, erkl\u00e4rte Selders. 294 Erstanmeldungen bei Patent\u00e4mtern in aller Welt untermauerten diesen Anspruch. Die Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung summierten sich auf 281 Millionen Euro, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u00dcbernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik des Sensorherstellers Sick hat bei E+H f\u00fcr gutes Wachstum gesorgt. 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