{"id":110715,"date":"2026-05-05T04:17:14","date_gmt":"2026-05-05T04:17:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/110715\/"},"modified":"2026-05-05T04:17:14","modified_gmt":"2026-05-05T04:17:14","slug":"caren-miosga-merz-kritisiert-koalitionspartner-spd-hilft-das-wirklich-in-der-krise-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/110715\/","title":{"rendered":"Caren Miosga: Merz kritisiert Koalitionspartner SPD &#8211; hilft das wirklich in der Krise? &#8211; Medien"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass ein Bundeskanzler in einer Talksendung die Sendezeit nicht mit anderen Teilnehmern teilen will, sondern als Sologast befragt wird, ist nichts Ungew\u00f6hnliches. Ungew\u00f6hnlich ist aber, dass die Antworten schon vor Ausstrahlung der Sendung freigegeben werden. Da will einer was loswerden, kann man daraus lesen. Und was <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Friedrich_Merz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> anbelangt, m\u00fcsste es wahrscheinlich hei\u00dfen: Da muss einer auch unbedingt was loswerden, um zu versuchen, die Irritationen, die er selbst in j\u00fcngster Zeit ausgel\u00f6st hat, wenigstens ein bisschen einzufangen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zuletzt hatte Merz innen- wie au\u00dfenpolitisch f\u00fcr m\u00e4chtig Wirbel gesorgt. Dass die gesetzliche Rente k\u00fcnftig nur noch eine Basisabsicherung sein werde, hatte die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/SPD\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SPD<\/a> und die Gewerkschaften auf die Zinne getrieben. Und seine Aussage, die USA w\u00fcrden von Iran \u201egedem\u00fctigt\u201c, hatte beim rachs\u00fcchtigen US-Pr\u00e4sidenten eine vorhersehbare Wirkung: Donald Trump zieht US-Soldaten aus <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> ab (wie viele es am Ende sein werden, muss sich noch zeigen) und verweigert den Deutschen dringend ben\u00f6tigte Mittelstreckenraketen. Dabei war Merz doch schon deutlich genug auf Distanz zum Krieg gegen Iran gegangen. H\u00e4tte er es nicht dabei bewenden lassen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wahrscheinlich ist das aber schwierig, wenn man tickt wie Friedrich Merz, bei dem Worte manchmal aus dem Bauch herauspurzeln, ohne den Umweg \u00fcber den Kopf zu nehmen. \u201eIch m\u00f6chte nicht rund wie ein Kieselstein reden und werden\u201c, sagt Merz bei <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Caren_Miosga\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Caren Miosga<\/a>. Daf\u00fcr gehe er \u201eein gewisses Risiko\u201c ein. Wie gro\u00df dieses Risiko f\u00fcr Merz inzwischen geworden ist, zeigt Miosga anhand von Umfrageergebnissen. Im Juni 2025 waren noch 39 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden, im April 2026 waren es nur noch 21 Prozent, Tendenz eher weiter sinkend. \u201eIch nehme den Missmut nat\u00fcrlich ernst\u201c, sagt Merz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/politik\/bundeskanzler-merz-bundesregierung-sprache-e585699\/\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;wie_reden_sie_denn_mit_uns&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;die_seite_drei&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;er.e585699&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;politik&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedeprojekteartikelpolitikbundeskanzler-merz-bundesregierung-sprache-e585699\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ee1c90c9-74fc-4a2f-bd7c-0b1812149de1.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Bundeskanzler<\/p>\n<p>:Wie reden Sie denn mit uns?<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Friedrich Merz galt in der Opposition als guter Redner, als Kanzler aber neigt er zum Belehren und zum Verplappern. \u00dcber einen, der die richtigen Worte als Mittel des Regierens noch immer nicht gefunden hat.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Daniel Br\u00f6ssler, Henrike Ro\u00dfbach und Robert Ro\u00dfmann<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Frage ist allerdings, ob Merz den Missmut \u00fcber seine Regierung, der sich immer st\u00e4rker an ihm selbst abregnet, d\u00e4mpfen kann, indem er sich seinen Koalitionspartner vorkn\u00f6pft. Denn genau das tut Merz im innenpolitischen Teil der Sendung. Und zwar auf eine Weise, auf die man in seiner eigenen Partei schon l\u00e4nger gewartet hat, die aber bei der SPD vermutlich wieder eine Gegenreaktion ausl\u00f6sen wird, die dann wiederum eine Gegenreaktion \u2026 und so weiter. Es gebe in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/CDU\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a> einen \u201egr\u00f6\u00dfer werdenden Unmut\u201c \u00fcber die Kompromissbereitschaft der Sozialdemokraten. Er erwarte von der SPD \u201edie gleiche Kompromissf\u00e4higkeit, wie wir sie zeigen\u201c, sagt Merz und f\u00fcgt hinzu: \u201eDie SPD muss wissen: Kompromisse sind keine Einbahnstra\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gut m\u00f6glich, dass SPD-Chef Lars Klingbeil als Reaktion das Gleiche sagt, damit aber die CDU meint. Mit Blick auf die eigenen Leute stellt Merz abermals klar, es solle sich niemand Hoffnungen auf eine Minderheitsregierung machen oder auf irgendwelche Deals mit der AfD. \u201eDas kommt f\u00fcr mich nicht infrage.\u201c Um sozusagen im gleichen Atemzug dem Koalitionspartner die n\u00e4chste Ermahnung mitzugeben. \u201eIch suche keine andere Mehrheit. Das sollte die SPD jetzt aber nicht zu dem Gedanken verleiten, sie k\u00f6nnte mit uns machen, was sie will.\u201c Er habe auf dem CDU-Parteitag ein gutes Ergebnis bekommen, aber kein Mandat, die CDU \u201eumzubringen\u201c. Die CDU m\u00fcsse in dieser Koalition \u201evorkommen\u201c. Schlie\u00dflich sei es eine Regierung aus einem gr\u00f6\u00dferen und einem kleineren Partner.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Merz hat seinen Vorg\u00e4nger Olaf Scholz mal einen \u201eKlempner der Macht\u201c genannt. Unabh\u00e4ngig davon, was er damit eigentlich genau zum Ausdruck bringen wollte, kann man von einem Klempner erwarten, dass er die einzelnen Teile seines Materials ordentlich zusammenschraubt. Bei Merz hat man inzwischen den Eindruck, dass er Schwierigkeiten hat, die Einzelteile \u00fcberhaupt richtig zu sortieren. Um im Klempnerbild zu bleiben, w\u00e4re Merz damit eher ein Klempner-Azubi im ersten Ausbildungsjahr.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei der Debatte \u00fcber eine Steuerreform hantiert Merz mit einem Einzelteil jedenfalls so, dass daraus neue Unstimmigkeiten entstehen d\u00fcrften. Er schlie\u00dft n\u00e4mlich Steuererh\u00f6hungen f\u00fcr h\u00f6here Einkommen, wie sie die SPD will, kategorisch aus. \u201eEr muss wissen, dass das mit der CDU\/CSU nicht geht. Auch mit mir nicht\u201c, sagt er an die Adresse seines Vizekanzlers Lars Klingbeil. Dumm nur, dass sich CSU-Chef Markus S\u00f6der zuletzt offen f\u00fcr h\u00f6here Abgaben f\u00fcr Reiche gezeigt hatte. Ausgerechnet S\u00f6der, der sonst gerne als Dr. No auftritt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zu den sehr wichtigen Einzelteilen der politischen Agenda des Kanzlers geh\u00f6rt auch die aus den Fugen geratene weltpolitische Lage und hier insbesondere der komplizierte Umgang mit Donald Trump. Er habe Trump gesagt: \u201eWenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an und frag uns.\u201c Das ist ohne Frage eine ziemlich klare Ansage. Auch Merz scheint aber inzwischen zu d\u00e4mmern, dass es vielleicht nicht die beste Idee war, vor Sch\u00fclern im Sauerland zu sagen, die USA w\u00fcrden von Iran gedem\u00fctigt.<\/p>\n<p>Miosga vers\u00e4umt es, Merz auf eine alte Aussage anzusprechen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Denn so deutlich er die SPD r\u00fcffelt, so vorsichtig bleibt er beim Thema Trump. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/donald-trump-friedrich-merz-nato-iran-abzug-li.3477187\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Er m\u00fcsse akzeptieren, dass der US-Pr\u00e4sident bei diesem Thema eine andere Meinung habe<\/a>. Das \u00e4ndere aber nichts an seiner \u00dcberzeugung, dass die Amerikaner die wichtigsten Partner in der Nato blieben. Den von Trump verf\u00fcgten Abzug von US-Truppen bem\u00e4ntelt Merz mit den Worten, da sei es in den vergangenen Jahren immer ein St\u00fcck rauf- und ein St\u00fcck runtergegangen. Und was die verweigerten Raketensysteme angehe, h\u00e4tten die Amerikaner seines Wissens gerade selbst nicht genug davon. Wann er zuletzt mit Trump selbst geredet habe, will Merz nicht genau verraten. Er rede \u201eganz regelm\u00e4\u00dfig und ganz vern\u00fcnftig\u201c mit Trump und es gebe ja in diesem Jahr noch mehrere Gelegenheiten, bei denen man sich treffen werde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Merz war vor gut einem Jahr schon einmal Gast bei Miosga. Damals hat er gesagt: \u201eWenn die Umfragen in einem Jahr immer noch so sind, dann beginne ich mir Sorgen zu machen.\u201c Leider vers\u00e4umt es Miosga, den Kanzler auf dieses Zitat anzusprechen. Denn weil die Umfragen inzwischen sogar schlechter geworden sind als vor einem Jahr, worauf die Bild-Zeitung regelm\u00e4\u00dfig hinweist, m\u00fcsste er sich jetzt eigentlich gewaltige Sorgen machen. Stattdessen fragt ihn Miosga, ob er demn\u00e4chst die Vertrauensfrage stellen wolle. Merz gibt darauf eine Antwort, die alles offen l\u00e4sst. \u201eDas ist eine Frage, mit der ich mich heute nicht besch\u00e4ftigen muss.\u201c Und morgen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dass ein Bundeskanzler in einer Talksendung die Sendezeit nicht mit anderen Teilnehmern teilen will, sondern als Sologast befragt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":110716,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[11229,2623,899,46,355,68,2270,3178,2010,647,45,90,89,896,689,44,11371,69],"class_list":{"0":"post-110715","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-bundesregierung","9":"tag-caren-miosga","10":"tag-cdu","11":"tag-ch","12":"tag-deutschland","13":"tag-entertainment","14":"tag-fernsehen","15":"tag-friedrich-merz","16":"tag-leserdiskussion","17":"tag-medien","18":"tag-schweiz","19":"tag-serien","20":"tag-series","21":"tag-spd","22":"tag-sueddeutsche-zeitung","23":"tag-switzerland","24":"tag-tv-kritik","25":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116520034992064388","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110715","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=110715"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/110715\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/110716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=110715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=110715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=110715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}