{"id":110875,"date":"2026-05-05T06:39:57","date_gmt":"2026-05-05T06:39:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/110875\/"},"modified":"2026-05-05T06:39:57","modified_gmt":"2026-05-05T06:39:57","slug":"start-fuer-monsterexperiment-in-genf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/110875\/","title":{"rendered":"Start f\u00fcr Monsterexperiment in Genf"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/5b456b34a946350e487b06277405a5af-keyimg20080910_9687819_0-36986192-data.jpg\" width=\"277\" height=\"210\" alt=\"\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Der LHC legt los &#8211; Jubel am CERN.            <\/p>\n<p>            Keystone        <\/p>\n<p>        Am Europ\u00e4ischen Laboratorium f\u00fcr Teilchenphysik CERN bei Genf hat der Teilchenbeschleuniger LHC den Betrieb aufgenommen. Wissenschafter erhoffen sich Einblick in das Innere der Materie und Erkenntnisse \u00fcber die Entstehung und den Aufbau des Universums.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        10. September 2008 &#8211; 09:27\n<\/p>\n<p>Unter grossem Medienrummel ist der LHC (Large Hadron Collider) im schweizerisch-franz\u00f6sischen Grenzgebiet gestartet worden. Erstmals kreist am 10. September ein Protonenstrahl durch den Teilchenbeschleuniger. Planung und Bau der Riesenmaschine haben 15 Jahre gedauert und weit \u00fcber sechs Milliarden Franken gekostet. Tausende Wissenschaftler arbeiten an dem gigantischen Experiment mit.<\/p>\n<p>In ein paar Wochen dann werden in dem 27 Kilometer langen und knapp vier Meter hohen Tunnel die kleinsten Bausteine der Materie, so genannte Elementarteilchen, bei einer Temperatur von minus 271 Grad fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht.<\/p>\n<p>Dadurch werden Temperaturen erreicht wie in der ersten Billionstelsekunde nach dem Urknall. Die Beobachtung der Prozesse im LHC ist daher wie ein Blick auf einen Moment kurz nach der Entstehung des Universums.<\/p>\n<p>Bis zum Vorliegen erster neuer Entdeckungen d\u00fcrfte es bis zu zwei Jahre dauern. Bei den Kollisionen erheben die Forscher n\u00e4mlich Unmengen von Daten, so dass die Auswertung viel Zeit in Anspruch nimmt.<\/p>\n<p>Angst vor Schwarzem Loch<\/p>\n<p>CERN-Kritiker bef\u00fcrchten, dass im LHC Schwarze L\u00f6cher erzeugt werden, die die Welt verschlucken k\u00f6nnten. Eine Gruppe um den deutschen Biochemie-Professor Otto R\u00f6ssler hat am Menschenrechtshof in Strassburg Klage eingereicht und will die Versuche gerichtlich verbieten lassen. Die CERN-Physiker halten das f\u00fcr absurd.<\/p>\n<p>Die \u00c4ngste seien unbegr\u00fcndet, betont der zum Jahresende abtretende CERN-Generaldirektor Robert Aymar: \u00abDer LHC ist der st\u00e4rkste Teilchenbeschleuniger auf der Erde, aber das Universum hat noch viel st\u00e4rkere. Der LHC wird uns erm\u00f6glichen, unter Laborbedingungen zu untersuchen, was die Natur l\u00e4ngst macht.\u00bb<\/p>\n<p>Medienereignis<\/p>\n<p>Das Monsterexperiment findet auch viel Platz in den Schweizer Zeitungen, wo \u00fcber R\u00e4tsel der Menschheit sowie \u00c4ngste und Risiken geschrieben und komomentiert wird.<\/p>\n<p>Es sei ziemlich schwierig, die Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, dass das CERN-Experiment katastrophale Folgen habe, heisst es im Berner Bund. \u00abWer nicht Experte auf dem Gebiet ist, der ist mit der Theorie hoffnungslos \u00fcberfordert, selbst als Naturwissenschaftler.\u00bb Und wer Experte sei, der arbeite ziemlich sicher auf die eine oder andere Weise am \u201aMonsterexperiment\u2018 mit und k\u00f6nne die Risiken nicht unbefangen beurteilen.<\/p>\n<p>Es werde weder ein schwarzes Loch entstehen noch die Welt untergehen, schreibt der Z\u00fcrcher Tages-Anzeiger. \u00abDie Angstmacherei ist Unsinn, hat aber auch eine positive Seite: Sie hat ein breites Publikum darauf aufmerksam gemacht, dass in Genf bald Aussergew\u00f6hnliches passieren wird.\u00bb<\/p>\n<p>Das Wichtigste sei, dass der LHC bei der Beantwortung elementarer Fragen weiterhelfe, die zu den \u00e4ltesten R\u00e4tseln der Menschheit z\u00e4hlten: \u00abWoher kommen wir? Was ist unsere Stellung im Universum?\u00bb.<\/p>\n<p>swissinfo, Gaby Ochsenbein<\/p>\n<p>                CERN            <\/p>\n<p>Die Schweiz geh\u00f6rt zu den Gr\u00fcnderstaaten der seit 1954 in Meyrin bei Genf beheimateten Kernforschungs-Laboratoriums.<\/p>\n<p>Heute sind 20 Staaten aus Europa Mitglieder des CERN.<\/p>\n<p>Mit seinen knapp 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das CERN das wohl weltgr\u00f6sste Forschungszentrum f\u00fcr Teilchen- und Hochenergiephysik.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/f2a4cd935d56771fb396e317f47e55e2-sriimg20080910_9686163_1-data.gif\" width=\"670\" height=\"475\" alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>            swissinfo.ch        <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der LHC legt los &#8211; Jubel am CERN. 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