{"id":111034,"date":"2026-05-05T09:02:24","date_gmt":"2026-05-05T09:02:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/111034\/"},"modified":"2026-05-05T09:02:24","modified_gmt":"2026-05-05T09:02:24","slug":"mordprozess-in-baselland-mann-soll-ehefrau-in-binningen-brutal-getoetet-haben-basel-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/111034\/","title":{"rendered":"Mordprozess in Baselland: Mann soll Ehefrau in Binningen brutal get\u00f6tet haben &#8211; Basel &#038; Region"},"content":{"rendered":"<p>Er habe die Frau am 13. Februar 2024 in seinem Einfamilienhaus in Binningen get\u00f6tet, hei\u00dft es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Die Polizei nahm den heute 43-J\u00e4hrigen tags darauf fest.<\/p>\n<p>Das Ehepaar stritt sich vor der Tat. Es ging um eine m\u00f6gliche Scheidung oder Trennung, wie in der Anklageschrift steht. Daraufhin dr\u00fcckte der Beschuldigte seine Frau an die Wand, schlug, w\u00fcrgte und strangulierte sie mit einem Gegenstand, bis sie qualvoll erstickte.<\/p>\n<p>Der Mann habe im \u201evollst\u00e4ndigen Bewusstsein\u201c, mit \u201er\u00fccksichtsloser Geringsch\u00e4tzung\u201c des Lebens und mit einer klaren T\u00f6tungsabsicht gehandelt, hei\u00dft es in der Anklageschrift.<\/p>\n<p>\u201eZu vollumf\u00e4nglich rationalem Handeln f\u00e4hig\u201c <\/p>\n<p>Zuvor soll die Frau, eine ehemalige Miss Schweiz-Finalistin, im Streit die Trennung oder Scheidung erwogen haben und Einsicht in seine Konten gefordert habe. Der Mann war nicht gewillt, sich zeitweise von den beiden Kindern zu trennen und die Frau finanziell zu unterst\u00fctzen. Aus einer \u201eegoistischen Haltung\u201c, Kr\u00e4nkung und einem Kontrollbed\u00fcrfnis heraus habe er seine Partnerin umgebracht, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>Der Beschuldigte soll daraufhin die Leiche zerst\u00fcckelt haben. Er war bei diesem Vorgehen \u201ezu vollumf\u00e4nglich rationalem Handeln f\u00e4hig sowie ohne jegliches Ehrfurchtsgef\u00fchl\u201c, wie es in der Anklageschrift hei\u00dft. Die beiden kleinen Kinder des Paares, Angeh\u00f6rige der Frau sowie die Opferhilfe machen als Privatkl\u00e4ger Zivilforderungen geltend. Der Fall sorgte auch international f\u00fcr Schlagzeilen. <\/p>\n<p>Verteidiger Christian von Wartburg forderte, die Anklageschrift an die Staatsanwaltschaft zur\u00fcckzuweisen. In seinen Augen sind die aufgef\u00fchrten Motive, die die Tat als <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Mord\" title=\"Mord\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mord<\/a> qualifizieren k\u00f6nnten, Mutma\u00dfungen. Er forderte zudem, dass Zeugen nochmals befragt werden, dass ein vom Beschuldigten beauftragter Privatgutachter der Verhandlung beiwohnen darf und dass Medien keinen Live-Ticker durchf\u00fchren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Das Gericht legte eine Pause ein, um \u00fcber die Antr\u00e4ge zu beraten. Nur akkreditierte Medien d\u00fcrfen aus einem separaten Raum mit Video\u00fcbertragung die Verhandlung verfolgen.<\/p>\n<p> Frau sei zu einer \u201eFurie\u201c geworden <\/p>\n<p>Der Beschuldigte hat sich am Montag erstmals zur Anklage ge\u00e4u\u00dfert: Er sagte, seine Frau sei zu einer \u201eFurie\u201c geworden und habe in einem Streit mit dem Messer \u201ezugestochen\u201c. Auf R\u00fcckfrage des Gerichts relativierte er diese Aussage jedoch und erkl\u00e4rte, es habe sich nur so angef\u00fchlt, da sie mit dem Messer vor ihm herumgefuchtelt habe. Er habe \u201ezugepackt\u201c und pl\u00f6tzlich ihren Tod festgestellt. Er sei dann \u201ein Panik\u201c geraten und habe die Spuren verwischen wollen.<\/p>\n<p>Seine Frau soll schon fr\u00fcher die Polizei gerufen haben wegen h\u00e4uslicher Gewalt. In seinem Leben habe er noch nie jemanden angegriffen, beteuerte hingegen der Beschuldigte. Beim Ehestreit im Februar 2024 im Einfamilienhaus ging es laut seinen Aussagen um finanzielle Fragen und eine m\u00f6gliche Scheidung.<\/p>\n<p>Nach dem mutma\u00dflichen T\u00f6tungsdelikt holte der Familienvater seine beiden Kinder ab und brachte sie zu Bett. Die Schwiegereltern kamen zu Besuch, und er wollte vermeiden, dass sie in der Waschk\u00fcche auf die Leiche stie\u00dfen, wie er weiter sagte. Das gelang ihm nicht: Er wurde anschlie\u00dfend von der Polizei festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 43-J\u00e4hrigen, seine Frau erw\u00fcrgt zu haben und wirft ihm der St\u00f6rung des Totenfriedens vor. Er soll die Leiche der Frau zerst\u00fcckelt haben.<\/p>\n<p> 100\u200a000 Franken f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen <\/p>\n<p>Um seine Reue zu unterstreichen habe er 100.000 Franken an seinen Anwalt \u00fcberwiesen. Diese sind als Angebot f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen der Frau bestimmt, unabh\u00e4ngig vom Ausgang des Prozesses und den Genugtuungsforderungen. Vom Gef\u00e4ngnis aus sei er regelm\u00e4\u00dfig mit Briefen in Kontakt mit den beiden Kindern. Ihr Wohl sei sein \u201egr\u00f6\u00dftes Anliegen\u201c.<\/p>\n<p>Das Gericht lehnte die meisten Antr\u00e4ge der Verteidigung klar ab. Die Zeugen werden nicht erneut befragt, wie Gerichtspr\u00e4sident Daniel Schmid festhielt. Der Prozess findet unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit statt. Das Gericht wird das Urteil am 13. Mai bekanntgeben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er habe die Frau am 13. 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