{"id":111222,"date":"2026-05-05T11:16:13","date_gmt":"2026-05-05T11:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/111222\/"},"modified":"2026-05-05T11:16:13","modified_gmt":"2026-05-05T11:16:13","slug":"hier-verstehen-sich-menschen-die-vom-leben-vergessen-wurden-nicht-mit-worten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/111222\/","title":{"rendered":"Hier verstehen sich Menschen, die vom Leben vergessen wurden, nicht mit Worten"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ganz hinten auf dem Gro\u00dfen Dreesch, im Mue\u00dfer Holz, dort, wo man bis zum Zentrum in Schwerin eine halbe Stunde mit der Stra\u00dfenbahn braucht, wo die Innenh\u00f6fe oft wie M\u00fcllhalden aussehen, wo zwischen Trinkerstein und Petruskirche die Hoffnung klein ist, entsteht etwas Hoffnungsvolles. Zwischen Plattenbl\u00f6cken haben sich Fremde zusammengefunden und g\u00e4rtnern gemeinsam. Auf zwanzig Parzellen w\u00e4chst eine Gemeinschaft von Menschen, die aus ihrer fernen Heimat oder aus der Gesellschaft in <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Deutschland\" data-rtr-id=\"6c48d7d5b099c64b41367070a52ae27833560fd5\" data-rtr-score=\"7.128155048076923\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"28\" href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/thema\/deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> getrieben wurden. Hier werden aus Fremden Nachbarn.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Mecklenburger Dokumentarfilmer Dieter Schumann schildert die Drehtage an seinem Film \u201eGarten der Hoffnung\u201c so: \u201eSelten sind mir bei der Arbeit am Film die Menschen derma\u00dfen ans Herz gewachsen. Und das bei der Suche nach einer einfachen Frage: Was passiert, wenn eine Brache zwischen H\u00e4usern urbar gemacht wird und die Anwohner ein St\u00fcck Garten bekommen?\u201c Eine zusammengew\u00fcrfelte Gruppe, die eigentlich gar nicht zusammenpasst, so schildert es ein Kleing\u00e4rtner selbst.<\/p>\n<p>Gespr\u00e4che ohne gemeinsame Sprache<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Zwei Jahre hat Schumann diese Menschen begleitet. Mit der ruhigen Kameraf\u00fchrung von Michael Kockot und viel Zeit lassen die Dokumentarfilmer die Menschen vor der Kamera ihre Lebensgeschichten schildern. \u201eUnser j\u00fcngster Sohn, der Burkhard, ist 2006 an Krebs verstorben\u201c, erz\u00e4hlt Manfred Jaskowiak. Manfreds Frau ist auch bereits gegangen. Einsamkeit ist in seine Wohnung eingezogen. Jetzt ist sein Gespr\u00e4chspartner Omar Almuthanna, ein Syrer. Beide verstehen sich nicht mit Worten. Beide unterhalten sich mit Gesten. \u201eFreundschaft. Druschba. Freund. So geht das bei uns\u201c, muntert Manfred den noch etwas verschlossenen Omar zu einer Umarmung auf. Etwas linkisch kommt sie daher. Stundenlang k\u00f6nnen die beiden \u00fcber den Gartenbau und Gott-und-die Welt quatschen. Wie, bleibt ihr Geheimnis.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/639b30c0-de9f-494d-9ff0-068d4fe7fb61.jpg\" alt=\"Druschba, Freundschaft, Freund: Manfred Jaskowiak und Omar Almuthanna haben ihre eigene Sprache  gefunden\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"data:image\/svg+xml,%3csvg%20width='48'%20height='48'%20viewBox='0%200%2048%2048'%20fill='none'%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%3e%3crect%20width='48'%20height='48'%20rx='24'%20fill='white'%20fill-opacity='0.8'\/%3e%3cmask%20id='mask0_13797_3251'%20style='mask-type:alpha'%20maskUnits='userSpaceOnUse'%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%3e%3crect%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%20fill='%23D9D9D9'\/%3e%3c\/mask%3e%3cg%20mask='url(%23mask0_13797_3251)'%3e%3cpath%20d='M15%2033V25H17V29.6L29.6%2017H25V15H33V23H31V18.4L18.4%2031H23V33H15Z'%20fill='%231C1B1F'\/%3e%3c\/g%3e%3c\/svg%3e\"\/><\/p>\n<p>Druschba, Freundschaft, Freund: Manfred Jaskowiak und Omar Almuthanna haben ihre eigene Sprache  gefunden (Foto: Basthorster Filmmanufaktur \/ Dieter Schumann)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Oben in seiner Wohnung berichtet der ehemalige Lederwarenwerker im Film aus seinem Leben weiter: \u201eBurkhard hatte als Kind die Marotte, dass er nicht einschlafen konnte. Jeden Abend stand er bis zu zehnmal an der T\u00fcr und stellte Fragen: \u201aMutti, hast du an mein Pionierhalstuch gedacht\u2026Mutti, hast du meine Hosen geb\u00fcgelt\u2026 Mutti, hast du auch meinen Pionierausweis nicht mitgewaschen\u2026\u201b Da haben wir gescherzt, du bist ja die reinste Nachteule. Das ist als Spitzname an ihm h\u00e4ngen geblieben. Und als er dann verstorben war, und wir irgendwo im Urlaub eine Eule gesehen haben, dann klickte es bei uns, und wir mussten die Eule einfach kaufen.\u201c Als Schnappsch\u00fcsse im Gehirn bezeichnet Manfred Jaskowiak das.<\/p>\n<p>Schicksale f\u00fcllen den Film<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Jetzt zeigt Manfred den Leuten vom Film hunderte Eulen in seiner Schrankwand, auf den Regalen in seinem Wohnzimmer, von der Decke h\u00e4ngend\u2026 \u201eIch versuche immer, die Eulen zu einer Familie zusammenzustellen\u201c, schildert er ein St\u00fcck seines Lebens. Es sind die Schicksale, die den Film ausmachen. Sie ber\u00fchren den Zuschauer.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Es ist die F\u00e4higkeit des Dokumentarfilmers, die Menschen aufzuschlie\u00dfen. Ganz offenbar hat Schumann das Vertrauen \u00fcber die lange Zeit der Begleitung gewonnen &#8211; hier hinten am Ende der Stadt, wo das Gl\u00fcck nicht gerade zu Hause ist.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Es war vor Jahren eine Idee von Wissenschaftlern der Humboldt-Universit\u00e4t und des Leibniz-Instituts, in urbanen Stadtgebieten in Halle, Cottbus und Schwerin Nachbarschaftsg\u00e4rten als Modellprojekte anzuschieben, gef\u00f6rdert vom Bund. In. Neudeutsch hei\u00dft es, in diesen St\u00e4dten sei die Segregation am gr\u00f6\u00dften. \u00dcbersetzt: die soziale Entmischung &#8211; Innenstadt prima, Plattenbau schrecklich.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/e2ad6a12-80e1-450f-84c9-036d109dda7b.jpeg\" alt=\"Dieter Schumann (r.) und sein Kameramann Michael Kockot\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"data:image\/svg+xml,%3csvg%20width='48'%20height='48'%20viewBox='0%200%2048%2048'%20fill='none'%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%3e%3crect%20width='48'%20height='48'%20rx='24'%20fill='white'%20fill-opacity='0.8'\/%3e%3cmask%20id='mask0_13797_3251'%20style='mask-type:alpha'%20maskUnits='userSpaceOnUse'%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%3e%3crect%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%20fill='%23D9D9D9'\/%3e%3c\/mask%3e%3cg%20mask='url(%23mask0_13797_3251)'%3e%3cpath%20d='M15%2033V25H17V29.6L29.6%2017H25V15H33V23H31V18.4L18.4%2031H23V33H15Z'%20fill='%231C1B1F'\/%3e%3c\/g%3e%3c\/svg%3e\"\/><\/p>\n<p>Dieter Schumann (r.) und sein Kameramann Michael Kockot (Foto: Katja Frick)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Im Garten 63 in Schwerin fand sich eine P\u00e4chtergemeinschaft aus Deutschen, Afghanen, Syrern, Irakern, Ukrainern, Russen und Italienern. Alt und Jung, Alleinstehende und junge Familien mit etlichen Kindern versammeln sich im Garten. \u201eStadtUmMig, hie\u00df das Projekt offiziell\u201c, erl\u00e4utert die Projektkoordinatorin Birte Rathsmann, \u201evom Stadtumbau zum Einwanderungsquartier. Es geht darum, was dieser ganze Stadtumbau nach der Wende mit den Menschen macht.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Beete vorbereiten, s\u00e4en, pflegen, ernten \u2013 all das sind T\u00e4tigkeiten, die sich wohltuend vom Turborhythmus der Informationsgesellschaft und vom Krisenmodus der Weltlage abheben.<\/p>\n<p>Gartenprojekt sucht Sponsoren<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Inzwischen ist das Projekt ausgelaufen, der Projekttr\u00e4ger AWO hat sich verabschiedet, in der Schweriner Gesellschaft VSP wurde ein neuer Tr\u00e4ger gefunden. Zun\u00e4chst f\u00fcr ein Jahr. Gelder vom Bund flie\u00dfen nicht mehr. Der Garten 63 hangelt sich von Jahr zu Jahr und sucht Sponsoren f\u00fcr Ger\u00e4te und Unterhalt. Schon einmal standen die Parzellen vor der Einebnung. Trotz des Erfolgs an einem Ort, an dem demokratische Parteien keine Stammw\u00e4hler mehr haben.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201e\u00dcber die Besch\u00e4ftigung mit der Erde w\u00e4chst eine gemeinsame Sprache\u201c, beobachtet Dokumentarfilmer Schumann. Er sieht im \u201eGarten der Hoffnung\u201c, wie er seinen Film genannt hat, eine hoffnungsvolle Vision f\u00fcr die Gesellschaft. \u201eEs ist eine Schule gegenseitiger Wahrnehmung, von Toleranz und damit auch von Demokratie. Nicht jeder k\u00e4mpft gegen jeden, sondern eine neue, mitunter auch m\u00fchevolle Gemeinsamkeit ist im Entstehen.\u201c<\/p>\n<p>Wiebke und Ronny &#8211; eine Lebensgeschichte<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Schumann zeigt das auch am Schicksal von Ronny und Wiebke. Ronny wurde vom provozierenden Ablehner des Gartenprojektes inzwischen zum Sprecher des Gartenrates. Wiebke, die einst ganz unten im Leben war, sagt nun von sich: \u201eAufgeben ist keine Option.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wiebke Dahl erz\u00e4hlt: \u201eIch habe vor Jahren eine Tochter geboren. Mit 17. Sie ist in meinen Armen nach einer Woche eingeschlafen. Ich war damals das erste Mal schwer verliebt. Ich lebte im Kinderheim, wo sich die Betreuer sehr um mich gek\u00fcmmert haben. Aber ich war schwer krank. Ich war v\u00f6llig \u00fcberfordert.\u201c Ronny: \u201eWir haben in der Sternwarte in Schwerin einen Stern mit Koordinaten gekauft. Da k\u00f6nnen wir immer sehen, wo sie ist.\u201c  Jetzt haben Ronny und Wiebke vier Kinder.  \u201eIch habe alles erreicht in meinem Leben. Ich habe vier gesunde Kinder. Ich habe eine sch\u00f6ne Wohnung. Ich habe einen tollen Mann &#8211; ich habe einen Garten. Ich bin gl\u00fccklich\u201c, sagt sie von sich.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1b1fa57f-e2b3-410b-baaf-66cd64f7e492.jpg\" alt=\"Wiebke Dahl und Max Zweigle am Grill\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"data:image\/svg+xml,%3csvg%20width='48'%20height='48'%20viewBox='0%200%2048%2048'%20fill='none'%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%3e%3crect%20width='48'%20height='48'%20rx='24'%20fill='white'%20fill-opacity='0.8'\/%3e%3cmask%20id='mask0_13797_3251'%20style='mask-type:alpha'%20maskUnits='userSpaceOnUse'%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%3e%3crect%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%20fill='%23D9D9D9'\/%3e%3c\/mask%3e%3cg%20mask='url(%23mask0_13797_3251)'%3e%3cpath%20d='M15%2033V25H17V29.6L29.6%2017H25V15H33V23H31V18.4L18.4%2031H23V33H15Z'%20fill='%231C1B1F'\/%3e%3c\/g%3e%3c\/svg%3e\"\/><\/p>\n<p>Wiebke Dahl und Max Zweigle am Grill (Foto: Basthorster Filmmanufaktur\/ Dieter Schumann)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Petra, eine eher schon betagte Nachbarschafts-G\u00e4rtnerin, erz\u00e4hlt in dem Streifen ihre  Geschichte. Sie habe ihr Leben lang gearbeitet, zuletzt 25 Jahre als Verk\u00e4uferin in einem nahen Supermarkt. 25 Jahre! Doch jetzt kann sie sich ein  Konzert oder einen Theaterbesuch von ihrer geringen Rente nicht leisten. Das Miteinander im Garten l\u00e4sst sie diese Einschr\u00e4nkung und Einsamkeit ein wenig vergessen. Hier gibt es G\u00e4rtner, die mit ihren oft aus der Heimat mitgebrachten Instrumenten Geselligkeit schaffen. Sehr emotional ist die Szene von Schumann und Kockot, in der mit quasi internationaler Besetzung \u201eDat du min Leevsten b\u00fcst\u201c gesungen wird.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Es sind diese Filme, die Dieter Schumann bekannt gemacht haben: Das Road-Movie \u201eFl\u00fcstern &amp; Schreien\u201c aus der Endzeit der DDR; \u201eWadans Welt\u201c vom Ende der eigentlichen MTW Werft Wismar und dem Stolz der Schiffbauer &#8211; auf 20 Festivals im In- und Ausland gelaufen und inzwischen in acht Sprachen \u00fcbersetzt. \u201eGarten der Hoffnung\u201c bezeichnet der Film-Dokumentarist aus Basthorst nun ebenfalls als einen der wichtigsten Filme, die er je gemacht habe. Und seine Filmografie ist umfangreich.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wie alle seine gro\u00dfen Filme ist auch dieser Schumann-Streifen mit einer Stunde und 59 Minuten ein sehr langes Werk. Man muss sich auf den Film einlassen m\u00f6gen. Und dennoch ist es nicht nur ein Streifen f\u00fcr Dokumentarfilmfreunde. Er zeigt ein St\u00fcck Zeitgeschichte. Dokumentarfilm im besten Sinne. Wenn er am Dienstag das erste Mal im Capitol in Schwerin gezeigt wird, dann will der Filmemacher mit seinen Protagonisten mit einer historischen Stra\u00dfenbahn vom Gro\u00dfen. Dreesch in die Innenstadt Schwerins fahren. Ein gro\u00dfes Spektakel.<\/p>\n<p>Film wird nicht nur im Festivalkino gezeigt<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Festivalgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Volker Kufahl sagt zur Wahl des Er\u00f6ffnungsfilms am 5. Mai: \u201eDieses Festival wird 35 Jahre. Es ist uns eine Freude, das Jubil\u00e4umsfestival mit einer Weltpremiere von Dieter Schumann er\u00f6ffnen zu k\u00f6nnen, der dieses Festival nicht nur mitbegr\u00fcndet hat, sondern wie kein andere diese Region \u00fcber 40 Jahre filmisch portr\u00e4tiert und mitgestaltet hat. Dieter Schumann zeigt in einem Beispiel direkt vor unserer Haust\u00fcr, wie aus Beziehungen zwischen Menschen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis und kollektives Handeln erwachsen kann.\u201c Au\u00dfer am Er\u00f6ffnungsabend wird der Dokumentarstreifen auch auf dem Dreesch gezeigt.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Mit Dieter Schumann kann man nicht reden, ohne auf die Filmf\u00f6rderung in Mecklenburg-Vorpommern zu kommen. Vor vier Jahren war der Filmemacher selbst an einer Neuaufstellung der Filmlandschaft in MV intensiv beteiligt. Inzwischen steht er wieder &#8211; freundlich formuliert &#8211; in einem kritischen Austausch mit der zust\u00e4ndigen Kulturministerin. F\u00fcr ihn ist der hoffnungsvolle Neuanfang versandet. \u201eDer Dokumentarfilm ist eines unserer wertvollsten audiovisuellen Zeitzeugnisse, was ihn \u00fcber seinen aktuellen Zeitbezug hinaus wirksam macht, weil er tiefe und authentische Einblicke des Alltagslebens unserer Zeit festh\u00e4lt und f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen erfahrbar macht. Deshalb spreche ich beim Dokumentarfilm immer von zwei Leben, seinem heutigen und einem f\u00fcr die Zukunft\u201c, so der erfahrene Filmemacher.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/d8f9a831-433f-4831-bd94-9471d24fd73d.jpg\" alt=\"Die Ukrainerin Kateryna Kotenko hat auch das Plakat zum Film &quot;Garten der Hoffnung&quot; gestaltet.\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"data:image\/svg+xml,%3csvg%20width='48'%20height='48'%20viewBox='0%200%2048%2048'%20fill='none'%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%3e%3crect%20width='48'%20height='48'%20rx='24'%20fill='white'%20fill-opacity='0.8'\/%3e%3cmask%20id='mask0_13797_3251'%20style='mask-type:alpha'%20maskUnits='userSpaceOnUse'%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%3e%3crect%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%20fill='%23D9D9D9'\/%3e%3c\/mask%3e%3cg%20mask='url(%23mask0_13797_3251)'%3e%3cpath%20d='M15%2033V25H17V29.6L29.6%2017H25V15H33V23H31V18.4L18.4%2031H23V33H15Z'%20fill='%231C1B1F'\/%3e%3c\/g%3e%3c\/svg%3e\"\/><\/p>\n<p>Die Ukrainerin Kateryna Kotenko hat auch das Plakat zum Film &#171;Garten der Hoffnung&#187; gestaltet. (Foto: Basthorster Filmmanufaktur\/ Dieter Schumann)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Zum Schluss von \u201eGarten der Hoffnung\u201c sagt die Ukrainerin Kateryna Kotenko, die als K\u00fcnstlerin auch das sehenswerte Plakat f\u00fcr den Dok-Film geschaffen hat, \u00fcber den Nachbarschaftsgarten und ihre neue Heimat: \u201eHier ist ein freundlicher Platz mit freundlichen Leuten.\u201c  Welch ein einfacher und hoffnungsvoller Satz. Oder eine Utopie?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ganz hinten auf dem Gro\u00dfen Dreesch, im Mue\u00dfer Holz, dort, wo man bis zum Zentrum in Schwerin eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":111223,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[46,71,28948,79,28953,68,28950,28949,28670,72,70,28952,45,9583,44,69,28951],"class_list":{"0":"post-111222","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kino","8":"tag-ch","9":"tag-cinema","10":"tag-dieter-schumann","11":"tag-dokumentarfilm","12":"tag-dreesch","13":"tag-entertainment","14":"tag-eroeffnungsfilm","15":"tag-filmkunstfest-mv","16":"tag-garten-der-hoffnung","17":"tag-kino","18":"tag-movie","19":"tag-plattenbau","20":"tag-schweiz","21":"tag-schwerin","22":"tag-switzerland","23":"tag-unterhaltung","24":"tag-urauffuehrung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116521682457369993","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111222"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111222\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/111223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=111222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=111222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}