{"id":111588,"date":"2026-05-05T16:13:08","date_gmt":"2026-05-05T16:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/111588\/"},"modified":"2026-05-05T16:13:08","modified_gmt":"2026-05-05T16:13:08","slug":"studie-mit-apple-health-daten-hoerverlust-haengt-mit-mobilitaet-im-alltag-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/111588\/","title":{"rendered":"Studie mit Apple-Health-Daten: H\u00f6rverlust h\u00e4ngt mit Mobilit\u00e4t im Alltag zusammen"},"content":{"rendered":"<p>              Studie mit Apple-Health-Daten: H\u00f6rverlust h\u00e4ngt mit Mobilit\u00e4t im Alltag zusammen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Gesundheit\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Gesundheitsfunktionen<\/a> in Wearables sind bekanntlich eine niedrigschwellige M\u00f6glichkeit, bei sich selbst nach dem Rechten zu sehen. Den als rasend empfundenen Puls zu kontrollieren, ist mit einer entsprechend ausgestatteten Smartwatch nur ein Antippen entfernt. Wie genau dabei etwa die <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Apple-Watch-vs-Brustgurt-Wie-genau-ist-die-Apple-Uhr-beim-Sport-11253667.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pulsmessung der Apple Watch<\/a> im Vergleich zu medizinischen Referenzsensoren abschneidet, hat eine Fallstudie untersucht. Aber auch die Forschung kann von den Gesundheitsaufzeichnungen von iPhone &amp; Co. erheblich profitieren, wie jetzt <a href=\"https:\/\/sph.umich.edu\/applehearingstudy\/study-updates\/assess-and-assist-features.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">eine Langzeitstudie der Universit\u00e4t Michigan aufzeigt<\/a>, die am 30. April 2026 erschien und in Kooperation mit Apple entstanden ist. Sie liefert zwei bemerkenswerte Befunde \u00fcber den Zusammenhang zwischen H\u00f6rverm\u00f6gen und sp\u00fcrbaren Alltagsproblemen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Da ist zun\u00e4chst der Befund, dass das subjektive Erleben des eigenen H\u00f6rverm\u00f6gens und klinische Befunde teilweise erheblich auseinanderliegen. Von rund 85.000 Studienteilnehmern mit klinisch normalem Geh\u00f6r bewerteten mehr als 16 Prozent ihr eigenes Geh\u00f6r als \u201emittelm\u00e4\u00dfig\u201c oder \u201eschlecht\u201c. \u00dcber sieben Prozent gaben an, im Alltag gro\u00dfe Schwierigkeiten beim konzentrierten Zuh\u00f6ren oder bei Gespr\u00e4chen mit Hintergrundger\u00e4uschen zu haben, und bewerteten ihre Beeintr\u00e4chtigung mit acht oder mehr von zehn m\u00f6glichen Punkten.<\/p>\n<p>Was ist schon \u201enormal\u201c?<\/p>\n<p>Das H\u00f6rverm\u00f6gen wird mit dem sogenannten 4PTA-Wert ermittelt (Four-Frequency Pure Tone Average). Dieser gibt an, wie leise jemand T\u00f6ne bei vier sprachrelevanten Frequenzen (500, 1000, 2000 und 4000 Hz) noch wahrnehmen kann. Zwar gibt es laut Studie kein grunds\u00e4tzliches Problem mit diesem Wert, weil sich zeigte, dass Menschen, die ihr H\u00f6ren als schlecht empfinden, auch einen h\u00f6heren 4PTA-Wert aufwiesen. Die Einstufung als \u201enormal\u201c f\u00fchrt allerdings in der Praxis dazu, dass keine weiteren Ma\u00dfnahmen empfohlen werden. Regelm\u00e4\u00dfige, niedrigschwellige Tests w\u00fcrden schneller aufzeigen, wenn es zu weiteren Verschlechterungen kommt.<\/p>\n<p>Der zweite Befund betrifft einen statistischen Zusammenhang zwischen H\u00f6rverlust und Gehverm\u00f6gen. Die Forscher analysierten daf\u00fcr die passiv per iPhone-Sensoren erfassten Gehgeschwindigkeiten von rund 57.000 Teilnehmern im Alltag. Das Ergebnis: Je h\u00f6her der 4PTA-Wert \u2013 also je schlechter das Geh\u00f6r \u2013, desto langsamer bewegten sich die Probanden im Alltag. Der Zusammenhang blieb auch nach statistischer Bereinigung um Alter und Geschlecht signifikant und war besonders ausgepr\u00e4gt bei Personen ab 60 Jahren.<\/p>\n<p>Wer schlecht h\u00f6rt, geht langsamer<\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung der Wissenschaftler: Gutes H\u00f6ren liefert permanent akustische Umgebungsinformationen \u2013 Schrittger\u00e4usche, Verkehrsl\u00e4rm, r\u00e4umliche Signale \u2013 die unbewusst zur sicheren und z\u00fcgigen Fortbewegung beitragen. F\u00e4llt diese akustische Orientierung weg oder wird schw\u00e4cher, bewegen sich die Menschen vorsichtiger. Gehgeschwindigkeit gilt dabei als vielschichtiger Gesundheitsmarker, der Herz, Lunge, Muskulatur, Gleichgewichtssinn und eben auch das Geh\u00f6r einschlie\u00dft.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Apple nutzt die Studienergebnisse naturgem\u00e4\u00df dazu, auf Funktionen seiner Produkte hinzuweisen. Die 2024 eingef\u00fchrten H\u00f6rtests und H\u00f6rhilfen \u2013 verf\u00fcgbar auf <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/ratgeber\/AirPods-auskosten-So-nutzen-Sie-alle-Funktionen-der-Apple-Kopfhoerer-11186753.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AirPods Pro 2<\/a> und AirPods Pro 3 in Kombination mit einem iPhone \u2013 sind inzwischen in \u00fcber 150 L\u00e4ndern erh\u00e4ltlich. Der H\u00f6rtest misst den 4PTA-Wert direkt auf dem Ger\u00e4t, die H\u00f6rhilfe-Funktion kann bei festgestelltem leichtem bis mittelschwerem H\u00f6rverlust als klinisch zugelassenes H\u00f6rger\u00e4t fungieren.<\/p>\n<p>Riesiger Datenpool mit Wenn und Aber<\/p>\n<p>Die Studie hat die Besonderheit, dass sie auf einen sehr gro\u00dfen Datenpool mit 160.000 Teilnehmern zur\u00fcckgreifen kann und dieser obendrein nicht unter Laborbedingungen entstanden ist, sondern passiv im Alltag. Auch Apples eigene KI-Forschung nutzt solche Massendaten: Ein <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Studie-Apple-Watch-soll-mit-KI-versteckte-Krankheiten-aufdecken-10484905.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neues Grundmodell auf Basis von Apple-Watch-Sensordaten<\/a> soll Erkrankungen wie Herzprobleme oder Atemwegsinfektionen fr\u00fchzeitig erkennen. Andererseits ist die Teilnehmerauswahl im Vergleich zu anderen Studien nicht repr\u00e4sentativ, was die \u00dcbertragbarkeit auf die Allgemeinbev\u00f6lkerung einschr\u00e4nkt. iPhone-Nutzer, die aktiv an einer Gesundheitsstudie teilnehmen, sind tendenziell gesundheitsbewusster als der Durchschnitt \u2013 das k\u00f6nnte die Ergebnisse verzerren. Wer die eigene Apple Watch noch gezielter zur Gesundheits\u00fcberwachung einsetzen m\u00f6chte, findet in <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Apple-Watch-als-Whoop-Ersatz-Gesundheits-Apps-fuer-Fitness-und-Erholung-11199866.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">spezialisierten Gesundheits-Apps f\u00fcr die Apple Watch<\/a> tiefergehende Analysen und Empfehlungen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Studie mit Apple-Health-Daten: H\u00f6rverlust h\u00e4ngt mit Mobilit\u00e4t im Alltag zusammen Gesundheitsfunktionen in Wearables sind bekanntlich eine niedrigschwellige M\u00f6glichkeit,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":111589,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[277,46,67,911,4472,45,60,59,3095,44,64,61,1621,63,62],"class_list":{"0":"post-111588","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-apple","9":"tag-ch","10":"tag-gesundheit","11":"tag-iphone","12":"tag-mobilitaet","13":"tag-schweiz","14":"tag-science","15":"tag-science-technology","16":"tag-smartwatch","17":"tag-switzerland","18":"tag-technik","19":"tag-technology","20":"tag-wearables","21":"tag-wissenschaft","22":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116522850007850700","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111588"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111588\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/111589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=111588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=111588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}