{"id":112244,"date":"2026-05-06T05:00:11","date_gmt":"2026-05-06T05:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/112244\/"},"modified":"2026-05-06T05:00:11","modified_gmt":"2026-05-06T05:00:11","slug":"florian-scholz-zur-neuen-saison","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/112244\/","title":{"rendered":"Florian Scholz zur neuen Saison"},"content":{"rendered":"<p>Florian Scholz zur neuen Saison | 6. Mai 2026<\/p>\n<p>B\u00fchnen Bern pr\u00e4sentierten am Freitag die Saison 2026\/27, die einmal mehr vollgepackt ist mit Klassikern, neuen Lesarten und Kooperationen. Intendant Florian Scholz spricht im \u00abZ\u00e4me im Z\u00e4ntrum\u00bb, warum die Welt aus den Fugen ist, das Vierspartenhaus in der Oper auf die \u00abSchlachtr\u00f6sser\u00bb setzt und er auf E-Mails mit Kommentaren zu seinem Lohn aus Gr\u00fcnden nicht antwortet. Daf\u00fcr d\u00fcrfen wir dem geb\u00fcrtigen Deutschen aus Heidelberg erkl\u00e4ren, was ein \u00abChr\u00fcsim\u00fcsi\u00bb ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n86g\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10WQ02c001d5808080b300001201n86g.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00FI0bb807d08080800000001201n86g.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Florian Scholz (vorne rechts), Intendant von B\u00fchnen Bern, z\u00e4hlt auf seine starken Spartenleiter (vrnl): Rainer Karlitschek (Operndirektor), Isabelle Bischof (Direktorin Bern Ballett), Felicitas Z\u00fcrcher (Chefdramaturgin und stellvertretende Schauspieldirektorin) sowie Roger Vontobel (Schauspieldirektor).\"\/><\/p>\n<p>Florian Scholz (vorne rechts), Intendant von B\u00fchnen Bern, z\u00e4hlt auf seine starken Spartenleiter (vrnl): Rainer Karlitschek (Operndirektor), Isabelle Bischof (Direktorin Bern Ballett), Felicitas Z\u00fcrcher (Chefdramaturgin und stellvertretende Schauspieldirektorin) sowie Roger Vontobel (Schauspieldirektor).Fotos: Marvin Mears<\/p>\n<p class=\"pg\">Es ist ein strahlender Nachmittag, die Sonne flutet das Studio und treibt die Temperaturen in die H\u00f6he \u2013 passend zur Stimmung im Raum. Florian Scholz, seit 2019 designierter Intendant und seit 2021 k\u00fcnstlerischer Gesamtleiter der B\u00fchnen Bern, wirkt entspannt, ja sogar heiter, trotz des gewaltigen Apparats, den er steuert. Mit rund 50 Premieren &amp; Konzerten und fast 500 Vorstellungen pro Jahr stemmt Bern ein Programm, das man sonst eher in Metropolen wie Berlin oder M\u00fcnchen vermuten w\u00fcrde. Scholz jongliert zwischen der Verantwortung als Konzertdirektor und dem Vertrauen in seine Spartenleiter. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die heilende Kraft der Musik, den Mut zum \u00abNicht-Gefallen\u00bb und warum Hamlet auch 2026 noch unser aller Spiegel ist.<\/p>\n<p>Wir stehen vor Ihrer sechsten Saison im aktuellen Team. Wenn ich das Programm anschaue: wieder vollgepackt bis obenhin. Fangen wir beim Erfolg an \u2013 dem Berner Symphonieorchester (BSO) unter der Leitung von Krzysztof Urba\u0144ski, der seinen Vertrag bis 2032 verl\u00e4ngern konnte. Ein Coup?<\/p>\n<p class=\"pg\">Florian Scholz: (lacht) Ja, das ist tats\u00e4chlich ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr uns. Die Chemie zwischen Krzysztof, dem Orchester und dem Publikum stimmt einfach. Wir haben gerade diese Rachmaninoff-Abende mit Anna Vinnitskaya erlebt \u2013 das war magisch. Sie kommt n\u00e4chste Saison wieder. Wir wollen solche Partnerschaften langfristig pflegen. <\/p>\n<p>Das BSO unter Ihnen als Konzertchef ist ein Publikumsrenner. Sie bringen auch Francesco Piemontesi, einen Schweizer Weltstar. <\/p>\n<p class=\"pg\">Genau. Er hat sogar extra einen neuen Steinway-Fl\u00fcgel in Hamburg f\u00fcr Bern ausgesucht. Es wurde Zeit, diesen Ausnahmek\u00fcnstler nach Bern zu holen. Er ist ein Suchender, einer, der mit den Werken ringt. Dass er uns das Instrument ausgesucht hat, das durch eine Stiftung erm\u00f6glicht wurde, ist ein tolles Signal. Wir gehen mit ihm und dem BSO sogar auf Gastspiel nach Genf.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Roger Vontobel und Chefdramaturgin Felicitas Z\u00fcrcher leisten eine extrem kontinuierliche Arbeit. Sie wissen genau, wo \u00abder Hammer h\u00e4ngt\u00bb, was in Bern \u00abverh\u00e4bet\u00bb und wo man ins Leere l\u00e4uft<\/p>\n<p>Florian Scholz Intendant B\u00fchnen Bern<\/p>\n<p>Kommen wir zum Schauspiel: W\u00e4hrend man in Z\u00fcrich am Schauspielhaus \u00fcber massive Einbussen klagt, scheint das Theaterschaffen unter Roger Vontobel zu florieren. Was ist das Geheimnis?<\/p>\n<p class=\"pg\">Ich w\u00fcrde nicht vergleichen wollen, aber Roger und Chefdramaturgin Felicitas Z\u00fcrcher leisten eine extrem kontinuierliche Arbeit. Sie wissen genau, wo \u00abder Hammer h\u00e4ngt\u00bb, was in Bern \u00abverh\u00e4bet\u00bb und wo man ins Leere l\u00e4uft. Ich bin da kein \u00abEigenlobhudler\u00bb, aber die Abteilung macht das spitze. Die beiden denken intensiv dar\u00fcber nach, was unsere Gegenwart ausmacht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n86h\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10UE015a0207808080b300001201n86h.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00UV053507d08080800000001201n86h.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"Florian Scholz stellte am Freitag die neue Saison 2026\/27 im Stadttheater Bern vor.\"\/><\/p>\n<p>Florian Scholz stellte am Freitag die neue Saison 2026\/27 im Stadttheater Bern vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n86i\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10UF015a0207808080b300001201n86i.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00UU053507d08080800000001201n86i.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"Vollgepacktes Programm von B\u00fchnen Bern, 50 Premieren und Konzerte, an die 475 Vorstellungen.\"\/><\/p>\n<p>Vollgepacktes Programm von B\u00fchnen Bern, 50 Premieren und Konzerte, an die 475 Vorstellungen.<\/p>\n<p>Die neue Saison steht unter dem Motto \u00abZeitgenossenschaft und Widerst\u00e4ndigkeit im Zeichen gesellschaftlicher Umbr\u00fcche\u00bb. Das klingt nach schwerer Kost angesichts der Weltlage.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Welt ist aus den Fugen, das sp\u00fcren wir alle. Die Aufgabe des Theaters ist es, da ein Halt zu sein. Wir wollen wach sein, wahrnehmen, was schiefl\u00e4uft, aber nicht darunter zusammenbrechen. Es geht auch um Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das gute Leben, das uns hier geg\u00f6nnt ist. Deshalb hat klassische Musik und auch das Theater ihren Platz \u2013 als Zeichen, dass wir nicht einknicken.<\/p>\n<p>Im Schauspiel gibt es viel Schweizer Stoff. Ein Doppelabend mit zwei Werken von Charles Ferdinand Ramuz. In \u00abChr\u00fcsim\u00fcsi\u00bb setzen sich die beiden Theatermacherinnen El\u00e9onore Bonah und Maria Clara Castioni anhand einer dreisprachigen Koproduktion mit der Com\u00e9die de Gen\u00e8ve und dem LAC Lugano mit Schriftstellerin Adelheid Duvanel auseinander.<\/p>\n<p class=\"pg\">Wie erkl\u00e4ren Sie als Schweizer jemandem wie mir ein \u00abChr\u00fcsim\u00fcsi\u00bb?<\/p>\n<p>Ein Durcheinander, ein Chaos \u2013 fast wie ein M\u00fcsli. In der Schweiz sagt man nicht ganz politisch korrekt ein \u00abPuff\u00bb. <\/p>\n<p class=\"pg\">Verstehe. Es ist jedenfalls ein spannendes Projekt mit Genf und Lugano, das zeigt, wie verst\u00e4rkt vernetzt wir arbeiten.<\/p>\n<p class=\"zitat\">\u00abMoli\u00e8res \u00abMenschenfeind\u00bb ist eine perfekte Folie, um die ungeschriebenen Spielregeln der Schweizer Gesellschaft zu untersuchen<\/p>\n<p>Florian Scholz Intendant B\u00fchnen Bern<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n875\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10JC02c00420808080b300001201n875.jpg\" data-mediacode=\"gosimg001T0b1d10ab8080800000001201n875.jpg\" style=\"width:704px;height:1056px;\" alt=\"Gut gelaunt und offen f\u00fcr alle Fragen: Intendant Florian Scholz von B\u00fchnen Bern beim Talk der Plattform J.\"\/><\/p>\n<p>Gut gelaunt und offen f\u00fcr alle Fragen: Intendant Florian Scholz von B\u00fchnen Bern beim Talk der Plattform J.Fotos: Loredana Cappelletti<\/p>\n<p>Viele Klassiker im Schauspiel werden \u00fcberschrieben. Bei Moli\u00e8res \u00abDer Menschenfeind\u00bb ist es Ihre neue Hausautorin Meral Kureyshi. Vergrault man da nicht das Publikum, das auch mal einen Klassiker wie \u00abMaria Stuart\u00bb pur und ohne \u00abEinordnung\u00bb will? <\/p>\n<p class=\"pg\">Den Wunsch nach dem Klassischen erf\u00fcllen wir ja, etwa bei der \u00abSchneek\u00f6nigin\u00bb von Hans Christian Andersen (lacht). Aber der \u00abMenschenfeind\u00bb ist eine perfekte Folie, um die ungeschriebenen Spielregeln der Schweizer Gesellschaft zu untersuchen. Was Moli\u00e8re am Pariser Hof machte, macht Meral heute hier. Das muss ein Theater leisten.<\/p>\n<p> Beim Blick auf den Opernspielplan 2026\/27 f\u00e4llt auf: \u00abLa Traviata\u00bb, \u00abDon Giovanni\u00bb, \u00abTosca\u00bb. Das sind alles \u00abSchlachtr\u00f6sser\u00bb. Wo bleiben die Ausgrabungen?<\/p>\n<p class=\"pg\">Wir fahren in Bern eine klare Strategie. Wir haben ein Haus ohne Repertoirebetrieb, das heisst, wir zeigen jede Saison sechs neue Premieren \u2013 und das wars. Wenn Sie heute in Bern auf die Strasse gehen und die Leute fragen, was in \u00abCos\u00ec fan tutte\u00bb passiert oder wie die Handlung von \u00abSimon Boccanegra\u00bb ist, werden Sie nur wenige finden, die diese Werke \u00fcberhaupt schon einmal sehen konnten.<\/p>\n<p>Also eine Art Bildungsauftrag?<\/p>\n<p class=\"pg\">Absolut. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die Berner Bev\u00f6lkerung die M\u00f6glichkeit hat, das Kernrepertoire in ihrem eigenen Theater kennenzulernen. Das sind die wichtigen Werke der Menschheitsgeschichte. Deshalb st\u00e4rken wir dieses Fundament bewusst. Die Strahlkraft und das Wagnis holen wir uns dann \u00fcber die Regie-Handschriften oder \u00fcber gezielte Auftragswerke wie \u00abOphelias Fl\u00fcgel\u00bb von Sarah Nemtsov. Ein starkes Kernrepertoire ist kein Stillstand, sondern die Basis, auf der wir alles andere erst aufbauen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"zitat\">Wenn man immer nur das macht, von dem man denkt, es kommt sicher gut, dann langweilt sich das Publikum irgendwann zu Tode. Wir brauchen die Reibung<\/p>\n<p>Florian Scholz Intendant B\u00fchnen Bern<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201mml0\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10zS02c001d5808080b300001201mml0.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00Iy12c00c808080800000001201mml0.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Letzten Juni 2025 holte Florian Scholz den Internationalen Hans\u202fGabor Belvedere Gesangswettbewerb f\u00fcr angehende Operns\u00e4nger nach Bern.\"\/><\/p>\n<p>Letzten Juni 2025 holte Florian Scholz den Internationalen Hans\u202fGabor Belvedere Gesangswettbewerb f\u00fcr angehende Operns\u00e4nger nach Bern.Foto: Peter W\u00e4ch<\/p>\n<p>Anna Bergmann inszeniert den Doppel-Opernabend \u00abCavalleria\/Pagliacci\u00bb. Nach ihrer Regiearbeit von Puccinis \u00abManon Lescaut\u00bb am Anfang dieser Saison, die bei Kritikern nicht gut ankam, erneut ein gewagter Schritt.<\/p>\n<p class=\"pg\">Ich akzeptiere ein Nichtgefallen, das geh\u00f6rt zum Theater. Bei Puccinis \u00abManon Lescaut\u00bb hatten wir international fantastische Kritiken, lokal war es schwieriger. Aber wenn man immer nur das macht, von dem man denkt, es kommt sicher gut, dann langweilt sich das Publikum irgendwann zu Tode. Wir brauchen die Reibung. Und mit dem Maler Leonardo Devito haben wir f\u00fcr den Doppelabend jemanden, der architektonisch wundervolle Bilder schafft. Das wird auch ein Fest f\u00fcr die Augen.<\/p>\n<p>Sie haben 50 Premieren und Konzerte, an die 475 Vorstellungen. Sind Sie eigentlich bei jeder Premiere dabei? Eine Tour de Force \u2026<\/p>\n<p class=\"pg\">Ich bin bei den Premieren da, ja. Aber es ist keine Strafe. <\/p>\n<p>Ihr Lohn wird in Bern immer mal wieder diskutiert. <\/p>\n<p class=\"pg\">(Lacht herzhaft) Ich habe gerade erst wieder eine E-Mail bekommen. Eine Dame meinte, das sei alles viel zu viel. Was ich darauf antworte? Meistens gar nichts. Es gibt eine G\u00fcrtellinie, und wenn die unterschritten wird, muss man nicht kommunizieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n86f\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10UC015a0207808080b300001201n86f.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00UT053507d08080800000001201n86f.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"Das Vierspartenhaus B\u00fchnen Bern brummt (vrnl): Florian Scholz (Intendant), Rainer Karlitschek (Operndirektor), Isabelle Bischof (Direktorin Bern Ballett), Felicitas Z\u00fcrcher (Chefdramaturgin und stellv. Schauspieldirektorin) sowie Roger Vontobel (Schauspieldirektor).\"\/><\/p>\n<p>Das Vierspartenhaus B\u00fchnen Bern brummt (vrnl): Florian Scholz (Intendant), Rainer Karlitschek (Operndirektor), Isabelle Bischof (Direktorin Bern Ballett), Felicitas Z\u00fcrcher (Chefdramaturgin und stellv. Schauspieldirektorin) sowie Roger Vontobel (Schauspieldirektor).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7o9\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10xS015a0207808080b300001201n7o9.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00xD053507d08080800000001201n7o9.jpg\" style=\"width:346px;height:519px;\" alt=\"Das Berner Symphonieorchester setzt die Zusammenarbeit mit Chefdirigent Krzysztof Urba\u0144ski fort: Die Verantwortlichen zeigen sich zufrieden mit dem Dirigenten und verl\u00e4ngern den Vertrag um f\u00fcnf weitere Spielzeiten bis ins Jahr 2032.\"\/><\/p>\n<p>Das Berner Symphonieorchester setzt die Zusammenarbeit mit Chefdirigent Krzysztof Urba\u0144ski fort: Die Verantwortlichen zeigen sich zufrieden mit dem Dirigenten und verl\u00e4ngern den Vertrag um f\u00fcnf weitere Spielzeiten bis ins Jahr 2032.<\/p>\n<p>Sie sind 56 und bis 2029 best\u00e4tigt in Bern. Bleiben Sie B\u00fchnen Bern dar\u00fcber hinaus erhalten oder m\u00f6chten Sie an einem anderen Haus bis 65 wirken?<\/p>\n<p class=\"pg\">Unser Metier hat diese Krankheit, immer nach dem \u00abWas kommt danach?\u00bb zu fragen. Ich bin ganz in der Gegenwart. Ich habe tats\u00e4chlich ein Angebot abgesagt, mein Platz ist bis 2029 hier. Danach entscheiden der Stiftungsrat und die Politik. Ich bleibe da entspannt. Ich lebe gern hier in Kehrsatz mit meinem Mann und unseren drei Hunden.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Wir sind von einem Alpenparadies ins n\u00e4chste gekommen. Bern ist als Hauptstadt internationaler und urbaner als das beschauliche Klagenfurt<\/p>\n<p>Florian Scholz Intendant B\u00fchnen Bern<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n874\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10XD02c001d5808080b300001201n874.jpg\" data-mediacode=\"gosimg001O10b60b248080800000001201n874.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Florian Scholz, Intendant von B\u00fchnen Bern, im Talk \u00abZ\u00e4me im Z\u00e4ntrum\u00bb der Plattform J mit Kulturredaktor Peter W\u00e4ch (rechts).\"\/><\/p>\n<p>Florian Scholz, Intendant von B\u00fchnen Bern, im Talk \u00abZ\u00e4me im Z\u00e4ntrum\u00bb der Plattform J mit Kulturredaktor Peter W\u00e4ch (rechts).<\/p>\n<p>Von den K\u00e4rntner Alpen an die Berner Alpen. Wie f\u00fchlt sich das an?<\/p>\n<p class=\"pg\">Wir sind von einem Alpenparadies ins n\u00e4chste gekommen. Bern ist als Hauptstadt internationaler und urbaner als das beschauliche Klagenfurt. Ich geniesse diese intellektuelle Dichte hier. Ich m\u00f6chte noch kurz etwas zum Tanz sagen. <\/p>\n<p>Bitte gerne. <\/p>\n<p class=\"pg\">Isabel Bischof macht einen tollen Job. Eine unserer Tanzpremieren ist eine Kooperation von Bern Ballett mit dem Ballet de l\u2019Op\u00e9ra Grand Avignon. Es heisst \u00abSYNERGY INC. Or How to Fix a Broken Heart\u00bb und behandelt die Thematik soziale Medien. Das Ganze wird von der Choreografin Emilie Leriche und von Martin Harriague, Direktor des Ballet de l\u2019Op\u00e9ra Grand Avignon, als abendf\u00fcllender Tanzabend kreiert. Die Vorstellungen werden in Bern und Avignon gemeinsam von beiden Ensembles getanzt. Darauf sind wir stolz.<\/p>\n<p>Zum Schluss noch ein Hinweis auf eine aktuelle Premiere der laufenden Saison. Die Produktion von Giuseppe Verdis \u00abLa forza del destino\u00bb von Regisseurin Julia Lwowski, die am Sonntag Premiere feiert, wird bereits sehr kontrovers diskutiert.<\/p>\n<p class=\"pg\">Umso mehr sollte man sich die Produktion anschauen. Und wir haben auf jeden Fall starke Solisten, es gibt ein Fest der sch\u00f6nen Stimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Florian Scholz zur neuen Saison | 6. 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