{"id":11316,"date":"2026-02-19T07:53:05","date_gmt":"2026-02-19T07:53:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/11316\/"},"modified":"2026-02-19T07:53:05","modified_gmt":"2026-02-19T07:53:05","slug":"dezentrale-spiele-funktionieren-nicht-so-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/11316\/","title":{"rendered":"Dezentrale Spiele funktionieren nicht so recht"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wundersch\u00f6nen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begr\u00fcsse Sie zur\u00fcck in der Heimat zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabh\u00e4ngig, kritisch, gut gelaunt am Donnerstag, dem 19. Februar 2000. Und 26, schnallen Sie sich an, heute haben wir ein dichtes, vollgepacktes Programm mit vielen Informationen und Themen. Und es gilt nat\u00fcrlich auch, die neue gedruckte Weltwoche vorzustellen. Wir w\u00fcrdigen in der Titelgeschichte den amerikanischen Unternehmer Elon Musk als Leonardo da Vinci unserer Zeit. Nat\u00fcrlich geben wir hier massiv Gegensteuer gegen die freudlose allgemeine&#8230; Elon-Musk-Berichterstattung, vor allem in Europa, in China, ist er ein Held. In den Vereinigten Staaten polarisiert er und in Europa ist er unten durch. Aber wir erinnern an die grossartigen, einzigartigen unternehmerischen Leistungen dieses heute in den USA lebenden S\u00fcdafrikaners. Und man muss das herausstreichen, man muss das ganz speziell w\u00fcrdigen, wie hier eben unternehmerischer Idealismus. Die F\u00e4higkeit, gewaltige Leistungen zu bringen, auch die Innovationskraft und die schiere Energie dieses Mannes, also wirklich transformative Qualit\u00e4ten entwickeln, geeignet sein k\u00f6nnten, vielleicht auch schon jetzt geeignet sind, hier den Menschen grosse Vorteile zu verschaffen in verschiedensten Bereichen. Schuster, bleib bei deinem Leisten, das ist nicht unbedingt der Grundsatz von Elon Musk, Das mag auch der Grund sein, warum einige an seinen&#8230; Zukunftsperspektiven vielleicht etwas zweifeln, nicht so ganz sicher sind. Der Mann ist ein derartiger \u00dcberflieger, dass es vielen unheimlich wird, aber unser Autor Francis Pike w\u00fcrdigt Elon Musk als Leonardo da Vinci unserer Zeit, als ein Renaissance-Genie gewissermassen auch der Vielseitigkeit und vergessen wir nicht, dahinter steckt eben Arbeit, da steckt Einsatz, da steckt aber auch die Bereitschaft, unten durchzugehen. Es gibt ja da zahlreiche Anekdoten. Musk, der da w\u00e4hrend Monaten auf einer Matratze \u00fcbernachtete, unter seinem Schreibtisch in einer Werkstatt. Das geh\u00f6rt eben auch dazu, R\u00fcckschl\u00e4ge einzustecken, nicht aufzugeben und immer an den eigenen Erfolg zu glauben. Aber eben auch alles daran zu setzen, diesen Erfolg zu verwirklichen. Der Glaube allein reicht noch nicht. Der Glaube versetzt Berge, aber nur wenn sie&#8230; entsprechend zu handeln in der Lage sind. Blocher spricht, Machtwort, SVP-Aufstand abgeblasen, Barmela unterzeichnet EU-Vertrag, Marcel Odermatt zu Hintergr\u00fcnden der Reise des Bundespr\u00e4sidenten in die EU-Zentrale, bedroht Putin den Weltfrieden, Trump sagt nein, die EU ja, wer hat recht? Philipp Gut mit einer Standortbestimmung, auch vor dem Hintergrund der Genfer Verhandlungen, zu den Kernfragen, die&#8230; gegenw\u00e4rtig Europa und Amerika spalten. Hier vertreten die Amerikaner, die amerikanische Regierung Trump, ganz andere Auffassungen. Die Europ\u00e4er sagen, Putin ist im Begriff, die EU anzugreifen, den Westen insgesamt zu bedrohen. Das ist gewissermassen das Mantra, das ist die Kern\u00fcberzeugung, die an allen Veranstaltungen und Konferenzen immer wieder wiederholt wird, fast gebetsm\u00fchlenhaft. Aber es ist wichtig zu sehen, dass eben die amerikanische Administration es ganz anders sieht. Trumps Chefunterh\u00e4ndler Stephen Witkoff hat mehrfach betont, dass Russland keine Bedrohung f\u00fcr andere L\u00e4nder sei, ausser f\u00fcr die Ukraine. Dies allerdings sei den spezifischen Umst\u00e4nden dieses Kriegs zuzuschreiben. Es ist kein Geheimnis, dass ich der Sichtweise der Amerikaner hier zuneige. Vor allem auch deshalb, weil es wichtig ist, aus dieser inneren Kriegslogik auszusteigen. um eben \u00fcberhaupt die geistigen Voraussetzungen f\u00fcr einen Friedensschluss, f\u00fcr einen Kompromiss zu schaffen. Und dann, was mich ganz besonders freut, wir haben einen exzellenten Text des FIFA-Pr\u00e4sidenten Gianni Infantino an prominenter Stelle. Der Fussball soll neutral bleiben. Wir haben ja dar\u00fcber mit dem hohen Sportfunktion\u00e4r schon am World Economic Forum gesprochen, in einem kurzen Spontaninterview. Und das ist sehr, sehr wichtig, dass sich gerade die m\u00e4chtigen Vertreter des Sports hier l\u00f6sen von diesem Sch\u00fctzengraben-Denken, von dieser Polarisierung. Von dieser Verpolitisierung des Sports, nat\u00fcrlich ist das immer auch ein bisschen unausweichlich, dass der Sport auch in Mitleidenschaft gezogen wird von den politischen Energien, die da draussen w\u00fcten. Aber Gianni Infantino, und das imponiert mir, das sch\u00e4tze ich sehr pers\u00f6nlich an ihm, ist eben einer, der auch die Kraft hat, immer auch wieder gegen den Mainstream an Dinge zu erinnern, die elementar sind. Und das l\u00f6st nat\u00fcrlich einen Aufschrei aus. Ich h\u00f6re schon jetzt auch die h\u00e4mischen Stimmen der Kritiker, die die Weltwoche hier an den Pranger stellen, weil wir dem Gianni Infantino diese Plattform geben. Selbstverst\u00e4ndlich und nat\u00fcrlich jetzt gerade ist das sehr, sehr wichtig. Und es freut mich, ich bin stolz, dass der Schweizer, der die FIFA pr\u00e4sidiert, hier in der Weltwoche t\u00e4tig ist, in die Harfe gegriffen hat, sozusagen zum Griffel. Und dies ist das Ergebnis von Gespr\u00e4chen, dass wir schon&#8230; vor einiger Zeit gef\u00fchrt haben. Ich habe gesagt, schreiben Sie doch f\u00fcr uns unter der Rubrik Die Welt ist rund. Und hier haben wir eine markante Positionsmarkierung des FIFA-Pr\u00e4sidenten und vieles mehr in der aktuellen Weltwoche. Kommen wir zu den Nachrichten. Und da ist das Beelendende, was ich heute Morgen und schon gestern gelesen habe, diese Geschichte um den jungen Schweizer Influencer. Mit 5,5 Millionen TikTok-Anh\u00e4ngern und Abonnenten geh\u00f6rt er zu den grossen Stars der sozialen Medien. Er ist auch Unternehmer, produziert einen Vitamindrink, genannt VYTE. Mit diesen Getr\u00e4nken hat er einen grossen Erfolg, denn die waren bisher in den Sortimenten der Migros und des Coop. Das allerdings ist jetzt nicht mehr der Fall. Man hat hier die Zusammenarbeit gestrichen, die Getr\u00e4nke werden aus dem Sortiment geschmissen. Jetzt ist es nat\u00fcrlich die Freiheit eines jeden Unternehmens, mit den Leuten zusammenzuarbeiten, mit denen sie wollen. Es gibt keine Verpflichtung, bestimmte Dinge zu kaufen oder in die Regale zu stellen. Ob jemand mit mir zusammenarbeiten will oder ich mit ihm, das ist den Betreffenden freigestellt. So weit geht das in Ordnung. Was aber beunruhigend ist. Die Begr\u00fcndung ist sozusagen die Grundlage dessen. Und da verdichtet sich bei mir einfach der Verdacht, dass das verfassungsm\u00e4ssig garantierte Recht auf Redefreiheit in der Schweiz immer mehr gesinnungsdiktatorisch unterh\u00f6hlt wird. Dass eben die Konzerne auch unter Druck stehen, bestimmten Erwartungen einer politischen Korrektheit, einer bestimmten Gesinnung zu gehorchen. Und darum eben solche Dinge tun den Ausl\u00f6ser. Die Beendigung zur Zusammenarbeit ist, dass sich Jan Gustav in den sozialen Medien kritisch auseinandersetzt mit der Asylpolitik, mit der Migrationspolitik in der Schweiz. Und er schreibt da unter anderem, er hat das gesagt, auch in Interviews, er macht zum Teil Spontangespr\u00e4che mit jungen Schweizern in Z\u00fcrich, in anderen St\u00e4dten. Und da hat er sich eben anscheinend zu den Schattenseiten der Asylpolitik genannt, sprich davon Schweizer k\u00f6nnten im eigenen Land zur Minderheit werden und buchst\u00e4blich aussterben. Und dies wird ihnen nun zum Vorwurf gemacht. Das wird nun zum Grund genommen, dass man seine Getr\u00e4nke nicht mehr verkaufen k\u00f6nne. Und das finde ich entsetzlich, dass wir mittlerweile eine solche Stimmung haben, dass also Firmen wie Coop und Migros das Gef\u00fchl haben, sie m\u00fcssten, um da auf bestimmte Kundenschichten R\u00fccksicht zu nehmen, mit Leuten nicht mehr zusammenzuarbeiten, die eben sich Sorgen machen, \u00fcber diese Asylpolitik. Und der junge Gustav steht ja bei weitem nicht alleine mit diesen Bef\u00fcrchtungen, mit diesen Sorgen. Aber anstatt, dass man das unterst\u00fctzt, als Beitrag auch zur Diskussion, zur freien Meinungs\u00e4u\u00dferung, oder man kann ja auch neutral gar nichts sagen, haben jetzt also grosse Schweizer Unternehmen das Gef\u00fchl, sie m\u00fcssten hier pr\u00e4ventiv beziehungsweise reaktiv eingreifen, um dann eben so jemanden&#8230; auszugrenzen, aus dem Sortiment zu schmeissen, von heute auf morgen, finde ich auch ziemlich stillos, jetzt mal von aussen betrachtet, dass das sehr, sehr schnell gegangen ist. Nun hat Gustav erkl\u00e4rt, auch in den sozialen Medien, er gedenke, hier nicht aufzugeben, er werde da weitermachen und vor allem den Onlinehandel vorantreiben. Gut m\u00f6glich, dass das auch eine Gegenreaktion produziert, dass eben gerade dieser Akt der Ausgrenzung dazu f\u00fchrt, dass seine Produkte noch bekannter werden und das finde ich wichtig. Ich finde auch richtig, dass man sich auseinandersetzt. Man kann ja gegen das sein, was er sagt. Man muss das gar nicht unbedingt richtig finden, aber dass jemand in der Schweiz heute deswegen ausgegrenzt und angegriffen wird, weil er die Asylpolitik kritisiert. Ich meine, das machen ja immer mehr Leute. Das ist auch ein fragw\u00fcrdiger politischer Positionsbezug eines Unternehmens. Was heisst denn das? Sind dann auch die Kunden nicht mehr erw\u00fcnscht, die die Meinung von Gustav teilen? Also hier haben vielleicht die Marketingabteilungen auch unter bestimmten, vielleicht politischer Einflussnahme eigener Mitarbeiter entsprechend gehandelt. Das kann auch nicht im Interesse der Migros und der Coop sein. Wenn man das Signal aussendet, dass die Kunden nicht erw\u00fcnscht sind, die vielleicht ein kritisches Bild der schweizerischen Asylpolitik haben, die ja nun wirklich mittlerweile sogar partei\u00fcbergreifend Gegenstand von Kritik ist. Es ist ja mittlerweile Konsens in der Schweiz, dass hier nicht alles optimal l\u00e4uft. Es gibt dann Schattierungen in der Intensit\u00e4t der Beurteilung. Also da sind Coop und Migros eindeutig auf dem Irrweg. Paukenschlag bei Nestle. Thomas Jordan soll den Verwaltungsrat verst\u00e4rken und den Neubeginn vorantreiben. Hoffen wir, dass dieses grossartige Schweizer Unternehmen Nestle wieder auf etwas gr\u00fcnere Zweige kommt. Und wenn da der hochrespektierte Thomas Jordan, ein hochintelligenter Mann, eine beeindruckende Pers\u00f6nlichkeit, wenn er da einen Beitrag leisten kann, umso besser, dann ist das gross. Artig. Schwierige, aber wichtige Gespr\u00e4che in Genf. Der Donbass bleibt der gr\u00f6sste Streitpunkt zwischen den Kriegsparteien. Die Friedensverhandlungen in Genf, eine grosse Leistung unseres Aussenministers Ignacio Gassis, den ich ausdr\u00fccklich lobe. Ich habe ihn auch schon oft kritisiert, zu Recht selbstverst\u00e4ndlich. Aber man muss auch sagen, wenn jemand etwas gut macht, und das hat er sehr gut gemacht, zusammen mit seinem Spitzendiplomaten Gabriel L\u00fcchinger, dass sie es irgendwie geschafft haben, diesen Br\u00fcckenschlag hinzukriegen. Die Russen und die Ukrainer, wenn auch nicht die Staatsoberh\u00e4upter, in Genf zusammenzubringen, um eben \u00fcber eine Beendigung des Konflikts zu sprechen. Das ist die Schweiz, wie sie sich positionieren sollte. Und nicht so, wie es Ignacio Cassis am Anfang getan hat. Davongerissen vom Winde, vom Sturm verweht, der Emotionen, von diesen Lavastr\u00f6men, der Befindlichkeiten und auch der pers\u00f6nlichen Emp\u00f6rung nach dem Einmarsch der Russen in der Ukraine. Das ist nicht diese Emotionalit\u00e4t, diese Kopflosigkeit. Das ist nicht der richtige Wegweiser f\u00fcr eine bundesr\u00e4tliche Politik. Zum Gl\u00fcck scheint es zumindest jetzt so zu sein, dass der Aussenminister das korrigiert, auf den Spuren seines Dessiner Vorg\u00e4ngers Giuseppe Motta, der ja interessanterweise vor 100 Jahren die Neutralit\u00e4t der Schweiz auch beerdigte, indem er sich f\u00fcr den Beitritt der Schweiz zum V\u00f6lkerbund in den 20er Jahren stark machte. Aber dann&#8230; Als sich die Atmosph\u00e4re verfinsterte in Europa, im Zusammenhang auch mit Italien, kam es zu Konflikten. Ist Motta dann auch derjenige gewesen, und der Bundesrat hat hier sogar einen Fehler eingestanden, haben sie gesagt, das war nicht richtig, die Neutralit\u00e4t aufzugeben. Deshalb treten wir jetzt aus dem V\u00f6lkerbund aus und kehren zur\u00fcck zur integralen Neutralit\u00e4t. Und das hat der Schweiz das Leben gerettet im Zweiten Weltkrieg. Und diese grossartige F\u00e4higkeit zur Einsicht, die damals Giuseppe Motta bewiesen hat und seine Kollegen auch demonstrierten im Bundesrat. Das hoffe ich, ist nun auch der Fall beim Dessiner Nachfolger Mottas. Was waren die Inhalte dieser Friedensgespr\u00e4che? Russland tritt selbstbewusst auf. Und das m\u00fcssen wir im Blick behalten, diagnostisch, denn Sie lesen sehr viele Artikel, gerade auch in einflussreichen Schweizer Zeitungen, wie etwa in der NZZ, dass die Russen da gewissermassen aus dem letzten Loch pfeifen. In der Ukraine, dass sie in den Seilen h\u00e4ngen, dass ihre Wirtschaft auseinanderf\u00e4llt, dass Putin sozusagen auf Abruf, dort nur noch im Kreml, sich mit Machtmitteln und Gewaltaktionen im Sessel halten kann. Ich halte das alles f\u00fcr Unsinn. Das ist diese typische Russen-Untersch\u00e4tzung, die man immer wieder gesehen hat, von Napoleon bis Hitler, die der Meinung waren, sie h\u00e4tten eigentlich dieses Land l\u00e4ngst erobert und im Griff, um dann einfach festzustellen, dass sie massiv, dieses riesige Gebilde und seine Bev\u00f6lkerung untersch\u00e4tzt haben, auch seine Psychologie und seine Befindlichkeiten. Und da hat man gewaltige Fehler gemacht. Und das ist ja meine grosse Angst von Anfang an, dass man hier in Europa einmal mehr in so eine sinnlose Konfrontation mit Russland noch tiefer hinein stolpert. Die Russen sind nicht kompromissbereit in ihren wesentlichen Forderungen zur Sicherstellung ihrer Interessen. durch Sicherung ihrer Sicherheitszone, wie sie es nennen, und dass sie eben kompromisslos auftreten, dass sie auf diesen Forderungen beharren, ist eben ein Indiz daf\u00fcr, dass sie milit\u00e4risch, auf dem Vormarsch sind, dass sie Oberwasser haben. Und was auch immer die Gr\u00fcnde sein m\u00f6gen f\u00fcr das langsame Vorr\u00fccken, wir m\u00fcssen uns einfach immer wieder vor Augen halten, dass die Vorstellungen, die bei uns kursieren, sehr stark propagandistisch eingef\u00e4rbt sind, weil selbst die Schweiz ja mit Wirtschaftssanktionen gegen Russland sich zumindest in den Wirtschaftskrieg gegen Russland eingemischt hat und deshalb eben auch diese Kriegspropaganda. verbreiten muss, um nat\u00fcrlich die eigene Politik zu rechtfertigen vor sich und vor der Bev\u00f6lkerung. Also glauben Sie da ja nicht alles, was man Ihnen sagt. Ich glaube, man muss Russland sehr, sehr ernst nehmen. Das heisst nicht, dass man das rechtfertigen muss, was sie machen, aber man muss es ernst nehmen und Kriege geh\u00f6ren nun mal leider zur Menschheit seit unvordenklichen Zeiten. Umso wichtiger ist es, sie zu beenden. Die Knackpunkte sind, die Russen beharren darauf, sie wollen den Donbass f\u00fcr sich. Auch die entsprechenden Oblasten, auch jene Teile, die sie noch nicht erobert haben im Gebiet Donetsk, sind das etwa 20 Prozent des Territoriums. Allerdings stehen dort eine Reihe von wichtigen Festungen der Ukraine. Die wollen sie nicht hergeben, weil sie sagen, die sind dann wichtig f\u00fcr eine sp\u00e4tere Verteidigung, um eben die Russen abzuschrecken, noch weiter zu gehen. Da ist nat\u00fcrlich die Frage, wollen die Russen die ganze Ukraine schlucken oder wollen sie das nicht? die EU findet. ja, das sei das Ziel, die Amerikaner sehen es anders und die Ukrainer haben nat\u00fcrlich ein Interesse, Russland m\u00f6glichst drastisch und d\u00e4monisch darzustellen, auf das sie m\u00f6glichst viele Forderungen durchziehen k\u00f6nnen. Ich f\u00e4nde es gut, auch f\u00fcr die Zukunft der Beziehungen, wenn man hier einen Verhandlungsfrieden f\u00e4nde, aber das ist nicht gesagt und die Russen erreichen oder glauben, ihre Ziele auch auf milit\u00e4rischem Wege erreichen zu k\u00f6nnen. Ich glaube, dass das eine realistische Perspektive ist. Dann ist mir heute Morgen noch aufgefallen, dass wirklich in der NZZ ein bemerkenswert scharfer Ton in dieser ganzen Berichterstattung drin ist. Zum Beispiel lesen wir heute die Schlagzeile, die Zeit wird knapp f\u00fcr Europa, Russland k\u00f6nnte fr\u00fcher angreifen als bisher angenommen. Also da steigert man sich regelrecht in so eine Art Angriffsparanoia hinaus. beginnt schon wieder Luftschutzkeller zu reaktivieren, um wirklicherweise Sandsecke aufzuschichten auf den Redaktionen der gesch\u00e4tzten Kollegen. Das ist die 1 zu 1 \u00dcbernahme jener Narrative aus Br\u00fcssel, Berlin, zum Teil Paris und vor allem auch London, die da 1 zu 1 direkt durchschlagen bei den Kollegen der NZZ. Das w\u00fcrde ich sehr, sehr kritisch sehen. Richtig ist, dass man eine Verteidigungsf\u00e4higkeit hat, dass man abschrecken kann einen potenziellen Aggressor. Aber diese Russophobie, die hier mitschwingt, diese Paranoia, das ist ganz klar \u00fcberschiessen. Das ist ja kontraproduktiv, weil es nat\u00fcrlich auf der anderen Seite auch wieder die Neigung verst\u00e4rkt, sich da kriegerisch aufzuplustern. Herzschmerz in Mailand. Der Schweiz fehlen im Olympia-Viertelfinal nur 72 Sekunden zum grossen Coup. Eine knappe Niederlage, fast tragisch, wie die Schweizer einmal mehr auf den letzten Metern der Wegstrecke abgefangen wurden. Schon einmal gab es das an einer WM mit Kanada. Fast einen Liedschlag vor Beendigung des Schlussdrittels kassieren sie noch den Ausgleich. Und dann in der Overtime-Situation, Den Niederlagentreffer, genauso lief es gestern gegen Finnland. Eine starke Mannschaft, 2 zu 0 lagen die Schweizer vorne. Unglaublich, wenn die Finnen \u00fcberlegen waren, die Effizienz beachtlich, aber dann sechs Minuten vor Schluss das 2-1 und dann eben 72 Sekunden vor Schluss das 2-2 und in der Overtime gewinnen dann die Finnen. Das ist hart, das ist bitter f\u00fcr das Team von Trainer. Gr\u00e0 Montana, Italien will Ermittler zu allen Einvernahmen ins Wallis schicken. Die Italiener n\u00fctzen nat\u00fcrlich jetzt die Schw\u00e4che der Schweiz aus, auch die Selbstbezichtigung im Zusammenhang mit den ganzen Ermittlungen und den Umst\u00e4nden in Gr\u00e0 Montana. Es hat etwas leicht Absurdes, dass hier maximalinvasiv die Italiener auftreten und sich da sozusagen als Graals\u00fcter rechtsstaatlicher&#8230; Solidit\u00e4t und Verl\u00e4sslichkeit inszenieren. Nichts gegen die italienische Staatlichkeit. Es steht mir nicht zu, allgemeine und pauschale Aussagen zu machen. Aber mir ist aufgefallen, ich habe das heute Morgen nachgeschaut, dass beim Einsturz der Morandi-Br\u00fccke in Genua 43 Tote sind. verursacht worden und es gab einen Strafprozess. 2018 ist diese Br\u00fccke eingest\u00fcrzt und es ist ein ganz tragisches Ereignis. Und bis heute ist also in Italien noch kein Zust\u00e4ndiger, kein Verantwortlicher ins Gef\u00e4ngnis geschickt worden f\u00fcr diese grosse Katastrophe, die auch durch Vernachl\u00e4ssigung produziert wurde. Also einfach ein bisschen Zur\u00fcckhaltung und vielleicht k\u00f6nnte auch mal einer der Schweizer Vertreter die Italiener daran erinnern. dass also ihr Rechtsstaat alles andere als fehlerfrei ist. Die Morandebr\u00fccke w\u00e4re ein Beispiel, aber nehmen wir auch den Fall um Amanda Knox. Da ging es ja um eine Ermordung einer Studentin in Italien. Und da sind ja die beiden Verurteilten, Frau Knox und ihr damaliger Freund Guy Fredy, glaube ich, heisst er, die sind ja nach vier Jahren freigelassen worden, weil es so viele Verfahrensfehler gab, dass man sie entsprechend nicht in Gewahrsam behalten konnte. Dann Olympische&#8230; Spiele, da ist vielleicht noch eine Schlussbemerkung angezeigt. F\u00fcr mich begeisternd, die Wettk\u00e4mpfe zu erleben, aber man muss auch sagen, die dezentralen Olympiast\u00e4dten, das funktioniert nicht. Mailand ist so gross, da merkt man gar nicht so viel von den Olympischen Spielen in der Stadt selber. Cortina d&#8217;Ampezzo ist dann f\u00fcnf Stunden entfernt und man h\u00f6rt jetzt auch, da ist bei uns in der Berichterstattung noch nicht viel zu lesen, dass sich zusehends auch Athleten beklagen, dass eben durch diese Dezentralit\u00e4t die Stimmung nicht gegeben ist, der olympische Geist im Land nicht um sich greift. Das war nat\u00fcrlich ganz anders noch in Paris zum Beispiel bei den olympischen Sommerspielen. Da ist sozusagen auch durch die schiere Dimension der Spiele mehr von dieser Begeisterung, von diesem Esprit sp\u00fcrbar gewesen. Jetzt also eine fast etwas anonymisierte Okay. Die Veranstaltung, die sozusagen weitgehend, zumindest in Mailand, im allgemeinen Trubel und im allgemeinen Betrieb dieser norditalienischen Grossstadt unterzugehen droht. Mal sehen, wir bleiben dran, auch bei unseren olympischen Betrachtungen. Vielen herzlichen Dank f\u00fcr die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche der ELI Schweiz. Jetzt dann gleich die internationale Ausgabe. Bleiben Sie dran. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabh\u00e4ngig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgr\u00fcnden immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. 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