{"id":114019,"date":"2026-05-07T10:27:14","date_gmt":"2026-05-07T10:27:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/114019\/"},"modified":"2026-05-07T10:27:14","modified_gmt":"2026-05-07T10:27:14","slug":"the-great-southern-trendkill-panteras-haertester-triumph","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/114019\/","title":{"rendered":"THE GREAT SOUTHERN TRENDKILL: Panteras h\u00e4rtester Triumph"},"content":{"rendered":"<p>Drei Jahrzehnte sind vergangen, seit <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/artists\/pantera\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pantera<\/a> 1996 ihr aggressives achtes Studioalbum THE GREAT SOUTHERN TRENDKILL ver\u00f6ffentlichten. W\u00e4hrend der Vorg\u00e4nger FAR BEYOND DRIVEN 1994 bereits als h\u00e4rtestes Pantera-Album durch die Szene fegte, entpuppte sich der Nachfolger in weiten Teilen als noch brachialer und emotional aufgew\u00fchlter. Ein Album, das nicht nur musikalisch, sondern auch bandintern an den Rand des Zerrei\u00dfens f\u00fchrte. Anl\u00e4sslich des heutigen Jubil\u00e4ums blicken wir zur\u00fcck auf die Entstehungszeit.<\/p>\n<p>Zwischen Welterfolg und innerem Zerfall<\/p>\n<p>Mitte der Neunziger ritten Pantera eigentlich die Welle ihres internationalen Erfolgs. COWBOYS FROM HELL (1990), VULGAR DISPLAY OF POWER (1992) und FAR BEYOND DRIVEN (1994) hatten die Texaner in Rekordzeit in die erste Metal-Liga katapultiert. Doch hinter den Kulissen sah die Realit\u00e4t d\u00fcster aus. Frontmann Phil Anselmo entfernte sich zunehmend von der Band, k\u00e4mpfte mit k\u00f6rperlichen Beschwerden und suchte nach eigenen Aussagen in der VH1-Dokuserie \u2018Behind The Music\u2019 (2006) Wege, mit den Schmerzen umzugehen, welche ihn zu den Drogen f\u00fchrten. Die Spannungen zwischen ihm und seinen Bandkollegen <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/dimebag-darrell\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dimebag Darrell<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/rex-brown\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rex Brown<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/vinnie-paul\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vinnie Paul<\/a> wuchsen \u2013 und pr\u00e4gten die Entstehung des Albums.<\/p>\n<p>Symbolisch daf\u00fcr stehen die getrennten Aufnahmen: Anselmo nahm seinen Gesang in New Orleans in den Nothing Studios auf, w\u00e4hrend der Rest der Band in Dalworthington Gardens arbeitete. Es sollte das letzte Pantera-Album werden, das von Terry Date produziert wurde \u2013 ein kreatives B\u00fcndnis, das seit COWBOYS FROM HELL (1990) Bestand hatte.<\/p>\n<p>Empfehlungen der Redaktion<\/p>\n<p>Musikalischer Sturm aus Wut und Wahnsinn<\/p>\n<p>Musikalisch ist THE GREAT SOUTHERN TRENDKILL ein wilder Hybrid: irgendwie Thrash, irgendwie Death, aber vor allem Groove Metal in seiner sch\u00f6nsten Form. Heute gilt es als Panteras h\u00e4rtestes und aggressivstes Werk \u2013 und gleichzeitig als eines ihrer experimentellsten.<\/p>\n<p>Die Band scheut bekannterma\u00dfen keine Extreme und folgt keinen Konventionen, wie sich auch auf ihrem Achtwerk wieder zeigt. \u2018Suicide Note Pt. I\u2019 \u00fcberrascht mit Akustikgitarren, Keyboards und balladesker Atmosph\u00e4re. \u2018Suicide Note Pt. II\u2019 hingegen explodiert kontrastierend dazu in purer Raserei. \u2018Floods\u2019 enth\u00e4lt ohne Frage ein Juwel von Dimebag Darrells Verm\u00e4chtnis: laut <a href=\"https:\/\/www.guitarworld.com\/features\/the-50-greatest-guitar-solos-of-all-time\/2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Guitar World<\/a> ist das Solo auf Platz 32 der besten Soli aller Zeiten.<\/p>\n<p>Thematisch schl\u00e4gt das Album in eine bekannte Kerbe: Wut auf Medien, Gesellschaft, Heuchelei und innere D\u00e4monen. Der US-Amerikanische <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20071013203859\/http:\/\/rollingstone.com\/artists\/pantera\/albums\/album\/241961\/review\/5941528\/the_great_southern_trendkill\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Rolling Stone<\/a> schrieb 1996 treffend: \u201ePantera greift Polizisten und Kriminelle, S\u00fcchtige und Sucht, Angeber und Punks, die Wohlhabenden und die Unterschicht mit gleicher Sch\u00e4rfe an.\u201c<\/p>\n<p>Erfolg trotz Chaos<\/p>\n<p>Trotz der schwierigen Umst\u00e4nde wurde das Album ein kommerzieller Erfolg. In den USA erreichte es Platz 4 der Billboard 200 und sp\u00e4ter den Platinstatus. Die beste Chartplatzierung gelang Pantera in Australien mit Platz 2, w\u00e4hrend es in Deutschland immerhin auf Platz 29 kletterte.<\/p>\n<p>Tour, Trag\u00f6die und Verm\u00e4chtnis<\/p>\n<p>Die anschlie\u00dfende Tour mit <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/artists\/eyehategod\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eyehategod<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/themen\/white-zombie\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">White Zombie<\/a> wurde \u00fcberschattet von einem dramatischen Vorfall: Anselmo erlitt eine schwere \u00dcberdosis und war mehrere Minuten lang klinisch tot, bevor er wiederbelebt wurde. Ein Ereignis, das die ohnehin fragile Banddynamik weiter belastete.<\/p>\n<p>Trotz allem brachte das Album Klassiker hervor, die bis heute fester Bestandteil der Metal-DNA sind. Die beiden Teile von \u2018Suicide Note\u2019 wurden 1997 f\u00fcr einen Grammy nominiert, und zur Single \u2018Drag The Waters\u2019\u00a0erschien ein Musikvideo, das Panteras d\u00fcstere \u00c4sthetik der \u00c4ra perfekt einf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Musikvideo seht ihr hier:<\/p>\n<p>An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube<\/p>\n<p>Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.<\/p>\n<p>\tSoziale Netzwerke aktivieren<\/p>\n<p>30 Jahre sp\u00e4ter wirkt das Album wie ein Dokument einer Band, die am Abgrund tanzt \u2013 und gerade deshalb ist es so intensiv. Es bleibt ein Werk, das zeigt, wie kreativ und gro\u00dfartig Pantera sein konnten, selbst wenn sie innerlich auseinanderdrifteten.<\/p>\n<p>\u2014<br \/>Bestens informiert \u00fcber dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr au\u00dferdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch \u00fcbersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. <a href=\"https:\/\/www.metal-hammer.de\/news\/newsletter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Einfach anmelden<\/a>, damit euch auch sicher nichts entgeht.<br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/f8c5445d0480416481ee72d652bfbecb.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drei Jahrzehnte sind vergangen, seit Pantera 1996 ihr aggressives achtes Studioalbum THE GREAT SOUTHERN TRENDKILL ver\u00f6ffentlichten. 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