{"id":115224,"date":"2026-05-08T06:59:10","date_gmt":"2026-05-08T06:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/115224\/"},"modified":"2026-05-08T06:59:10","modified_gmt":"2026-05-08T06:59:10","slug":"stadtrat-schreibt-vorstoss-ab-werbeverbot-in-der-stadt-bern-vorerst-weg-vom-fenster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/115224\/","title":{"rendered":"Stadtrat schreibt Vorstoss ab &#8211; Werbeverbot in der Stadt Bern vorerst weg vom Fenster"},"content":{"rendered":"<p>Stadtrat schreibt Vorstoss ab | 8. Mai 2026<\/p>\n<p>Der Berner Stadtrat bleibt dabei: Auf dem Stadtgebiet soll es kein umfassendes Werbeverbot geben. Er hat am Donnerstagabend einen entsprechenden Vorstoss abgeschrieben. Nun sammeln Bef\u00fcrworter Unterschriften f\u00fcr eine Initiative.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n8mw\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10xA02c001d5808080b300001201n8mw.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00KM12c00c808080800000001201n8mw.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Linksaussen-Parteien und konsumkritische Organisationen sammeln derzeit Unterschriften f\u00fcr eine Initiative. Bei 5000 g\u00fcltigen Signaturen gelangt das Anliegen \u00abBern werbefrei\u00bb vors Stimmvolk.\"\/><\/p>\n<p>Linksaussen-Parteien und konsumkritische Organisationen sammeln derzeit Unterschriften f\u00fcr eine Initiative. Bei 5000 g\u00fcltigen Signaturen gelangt das Anliegen \u00abBern werbefrei\u00bb vors Stimmvolk.Fotos: Keystone<\/p>\n<p class=\"pg\">W\u00fcrde Werbung im Aussenraum in Bern verboten, entgingen der Stadt j\u00e4hrlich rund f\u00fcnf Millionen Franken. Der Stadtrat hatte deshalb im September 2025 im Rahmen der Budgetdebatte ein urspr\u00fcnglich beschlossenes Werbeverbot r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, der Gemeinderat anschliessend die Abschreibung des entsprechenden Vorstosses beantragt. Das hat der Stadtrat nun getan: Er schrieb die Motion mit 50 Ja- bei 19 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen ab und erkl\u00e4rte das Anliegen somit f\u00fcr erledigt.<\/p>\n<p class=\"pg\">Raffael Joggi (AL) kritisierte, dass das Parlament nicht \u00fcber einen Gegenvorschlag abstimmen konnte und warf der SP vor, eine Kehrtwende vollzogen zu haben. Es sei demokratisch legitim, dass ein Parlament auf fr\u00fchere Entscheide zur\u00fcckkomme, entgegnete ihm Ingrid Kissling-N\u00e4f namens der SP\/Juso-Fraktion. Die Motion sei zu radikal, befand Nik Eugster (FDP). \u00abEs ist wichtig, dass wir sie beerdigen.\u00bb Es brauche einen neuen Ansatz, fand Mirjam Roder (GFL): \u00abDie Motion ist zu stark gepr\u00e4gt vom Narrativ des Verbots.\u00bb Die Stadt k\u00f6nne nicht einfach auf f\u00fcnf Millionen Franken verzichten, mahnte Natalie Bertsch (GLP\/EVP).<\/p>\n<p>JUSO kritisiert SP f\u00fcr Abschreibung des Werbeverbots<\/p>\n<p class=\"pg\">Am Tag nach der Stadtratssitzung greift die JUSO ihre Mutterpartei in einer Medienmitteilung an. Darin wird David Rietzler, Co-Pr\u00e4sident der JUSO Stadt Bern zitiert: \u00abBei der Frage nach einem Werbeverbot geht es um die Grundsatzfrage, wof\u00fcr unser \u00f6ffentlicher Raum dienen soll: f\u00fcr Kommerz oder f\u00fcr das Gemeinwohl. Dass sich die SP hierbei f\u00fcr Ersteres entscheidet, ist f\u00fcr uns v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. Diesen Kurs k\u00f6nnen wir als antikapitalistische Partei nicht mittragen und m\u00fcssen ihn dringend korrigieren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Dieses Argument erstaunte Esther Meier (GB\/JA): \u00abDie Kostenfolgen waren schon bei der \u00dcberweisung der Motion bekannt.\u00bb Stadtpr\u00e4sidentin Marieke Kruit (SP) mahnte, dass es eine verh\u00e4ltnism\u00e4ssige L\u00f6sung brauche. \u00abWir m\u00fcssen uns fragen, wie viel Werbung es im \u00f6ffentlichen Raum vertr\u00e4gt.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n8mx\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10xH02c001d5808080b300001201n8mx.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00K112c00c808080800000001201n8mx.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Das Plakatverbot soll ein Zeichen gegen den Konsum setzen.\"\/><\/p>\n<p>Das Plakatverbot soll ein Zeichen gegen den Konsum setzen.<\/p>\n<p>Parlament \u00e4nderte Meinung<\/p>\n<p class=\"pg\">Anfang 2024 hatte der Stadtrat den Vorstoss, um den es am Donnerstag erneut ging, eigentlich bereits \u00fcberwiesen gehabt. Die Motion, die aus den Reihen der Alternativen Linken sowie von GB, PdA, Juso und GaP stammte, forderte ein vollst\u00e4ndiges Verbot von kommerzieller Werbung im Aussenraum &#8211; sowohl im \u00f6ffentlichen Raum als auch auf privatem Grund. In Zeiten der Klimakrise sollte man den Konsum nicht noch aktiv f\u00f6rdern. Andere St\u00e4dte seien mit gutem Beispiel vorangegangen. Der Stadtrat nahm den Vorstoss damals mit 30 gegen 29 Stimmen \u00e4usserst knapp an.<\/p>\n<p class=\"pg\">Im Rahmen des Aufgaben- und Finanzplans 2026 bis 2029 kam die Mehrheit der SP\/Juso-Fraktion sp\u00e4ter jedoch zum Schluss, dass die Stadt nicht auf die Werbemillionen verzichten sollte. Sie wollte die Einnahmen von gut f\u00fcnf Millionen Franken f\u00fcr kommerzielle Werbung im Aussenraum weiterhin einplanen. Und so kippte der Stadtrat das Werbeverbot im Zuge der Budgetdebatte wieder.<\/p>\n<p>Linksaussen-Parteien lancieren Initiative<\/p>\n<p class=\"pg\">Unzufrieden mit dieser Entwicklung lancierten linke Parteien und konsumkritische Organisationen am 1. Mai die Initiative \u00abBern werbefrei\u00bb. Sie fordern ein Verbot kommerzieller Fremdreklame im gesamten Stadtgebiet. Gelingt es ihnen, innert sechs Monaten 5000 Unterschriften zu sammeln, wird das Stadtberner Stimmvolk das letzte Wort \u00fcber ein Werbeverbot haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stadtrat schreibt Vorstoss ab | 8. 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