{"id":117565,"date":"2026-05-10T04:52:10","date_gmt":"2026-05-10T04:52:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/117565\/"},"modified":"2026-05-10T04:52:10","modified_gmt":"2026-05-10T04:52:10","slug":"andrea-zryd-chefin-grand-prix-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/117565\/","title":{"rendered":"Andrea Zryd: Chefin Grand Prix Bern"},"content":{"rendered":"<p>Andrea Zryd: Chefin Grand Prix Bern | 10. Mai 2026<\/p>\n<p>Andrea Zryd (50) ist dieser Tage vielbesch\u00e4ftigt. Als Pr\u00e4sidentin des GP von Bern l\u00e4uft die SP-Nationalr\u00e4tin auf Hochtouren. Als Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission macht ihr das VBS Kummer. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n82r\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg100x02c001d5808080b300001201n82r.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00NR12c00c808080800000001201n82r.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Ist f\u00fcr ein Sp\u00e4sschen zu haben: GP-Pr\u00e4sidentin Andrea Zryd gr\u00fcsst in einem Aufwisch die Schweizer Armee und im Usain-Bolt-Style auch die L\u00e4ufergemeinde.\"\/><\/p>\n<p>Ist f\u00fcr ein Sp\u00e4sschen zu haben: GP-Pr\u00e4sidentin Andrea Zryd gr\u00fcsst in einem Aufwisch die Schweizer Armee und im Usain-Bolt-Style auch die L\u00e4ufergemeinde.Foto: Noemi Hodler<\/p>\n<p>Der GP ist ausverkauft. 35&#8217;000 Teilnehmende. Viel mehr m\u00f6chten teilnehmen. Beim London-Marathon reden sie davon, einem zweit\u00e4gigen Anlass, Samstag und Sonntag, zu lancieren. Etwas, das auch die Genfer machen mit der Escalade. Wann gibts den GP Bern am Samstag und Sonntag?<\/p>\n<p class=\"pg\">Andrea Zryd: Ich denke nie. Es ist fantastisch, wir waren in  jeder Kategorie bis auf den letzten Platz ausgebucht. Dabei sein ist alles! Vielleicht muss man k\u00fcnftig um den Startplatz etwas k\u00e4mpfen. Wir k\u00f6nnen an einem Tag nicht mehr Leute nehmen, stossen an die Kapazit\u00e4tsgrenzen. Ein \u00abZweit\u00e4ger\u00bb w\u00e4re nicht der GP von Bern.  Es ist gut, wie es ist. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_12016tvu\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10yG02c001d5808080b3000012016tvu.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00OD0800055580808000000012016tvu.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Alle Jahre wieder: Der GP Bern ist ein Laufanlass der Sonderklasse. Berns Gassen gef\u00fcllt mit Laufsportlerinnen und Laufsportlern.\"\/><\/p>\n<p>Alle Jahre wieder: Der GP Bern ist ein Laufanlass der Sonderklasse. Berns Gassen gef\u00fcllt mit Laufsportlerinnen und Laufsportlern.Foto: Keystone<\/p>\n<p>Sie sind seit einem Jahr OK-Pr\u00e4sidentin. Zu Beginn sagten Sie hier, Sie w\u00fcrden eine Auslegeordnung machen und sich all die Vorschl\u00e4ge ansehen.  Gibt es etwas, dass ge\u00e4ndert wurde?<\/p>\n<p class=\"pg\">Neu hatten wir am Freitagabend den \u00abInclusion Run\u00bb von Coca Cola \u2013 ein Feierabendevent, wo alle Menschen miteinander die rund 1,3 Kilometer absolvieren. Rollenderweise, schlendernd, joggend, wie auch immer \u2013 einfach ein Begegnungsanlass. Das war frisch. Mein Vorg\u00e4nger, Matthias Aebischer, hat mir ein Top-Produkt \u00fcbergeben, das er mit seinen Leuten entwickelt hat. Davon profitiere ich nach wie vor. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201lv0d\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg100V02c001d5808080b300001201lv0d.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00ZL0ca808708080800000001201lv0d.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Andrea Zryd ist seit dem Jahr 2000 jeden GP gerannt.\"\/><\/p>\n<p>Andrea Zryd ist seit dem Jahr 2000 jeden GP gerannt.Foto: zvg<\/p>\n<p>Sie selbst sind den GP seit dem Jahr 2000 immer gerannt. Wie viel trainieren Sie noch?<\/p>\n<p class=\"pg\">Drei bis vier Mal pro Woche. Ohne Sport geht bei mir nichts. Es ist aber nicht immer Rennen.<\/p>\n<p>Sie sind auch noch Athletiktrainerin der Schweizer Damen-Eishockey-Nationalmannschaft. Bei den M\u00e4nnern steht in der Schweiz die WM an, mit Spielen in Freiburg und Z\u00fcrich. Wie weit sind die Damen im Eishockey noch von den Herren entfernt?<\/p>\n<p class=\"pg\">Man darf das nicht miteinander vergleichen. Die M\u00e4nner sind physisch auf einem anderen Level. Die Spielqualit\u00e4t hat sich aber deutlich verbessert und auch das Tempo auf dem Eis. Das Fraueneishockey ist klar professioneller geworden. Es gilt aber noch einen Schritt zu machen. Aber es ist \u00e4hnlich wie beim Tennis; das gleiche physische Niveau k\u00f6nnen Frauen aus physiologischen Gr\u00fcnden nicht erreichen, und trotzdem ist der Sport hochattraktiv. Generell hat sich das Eishockey nicht nur in \u00dcbersee, sondern auch in Europa entwickelt und seinen Platz gefunden. Das hat man auch an den Olympischen Spielen in Mailand gesehen. Die Schweizer Frauen holten Bronze \u2013 es war ein H\u00fchnerhautmoment. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7ss\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg101L02c001d5808080b300001201n7ss.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00IW0640042b8080800000001201n7ss.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Die Konditionstrainerin der Schweizer Damen-Eishockey-Nationalmannschaft ist auch mal an Plauschspielen dabei, hier posiert sie mit SVP-Nationalratskollege Hansj\u00f6rg R\u00fcegsegger.\"\/><\/p>\n<p>Die Konditionstrainerin der Schweizer Damen-Eishockey-Nationalmannschaft ist auch mal an Plauschspielen dabei, hier posiert sie mit SVP-Nationalratskollege Hansj\u00f6rg R\u00fcegsegger.Foto: Keystone<\/p>\n<p>Sie sind Pr\u00e4sidentin von \u00abBernsport\u00bb \u2013 der Dachverband der bernischen Sportverb\u00e4nde im Kanton Bern. Swiss Olympic will die Olympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz veranstalten. Dabei hat ein Komitee im Januar schon mal vorgestellt, wo die Veranstaltungsorte sein sollen. Von Genf \u00fcber Lugano, St. Moritz, bis nach Einsiedeln, aber nichts in Bern. Wo ist da der Kanton Bern, fragt sich der Berner.<\/p>\n<p class=\"pg\">Das frage ich mich auch.<\/p>\n<p>Da haben Sie etwas falsch gemacht!<\/p>\n<p class=\"pg\">Nein, die Standorte innerhalb der Schweiz sind nicht sakrosankt. Wir wollen unbedingt Olympische Spiele in der Schweiz. Wir k\u00f6nnen das auf \u00abkleinerem Feuer\u00bb machen als andere Staaten und auch nachhaltiger. Wir werden uns f\u00fcr den Kanton Bern zu wehren wissen, wenns konkret wird. Etwa f\u00fcr das Skispringen oder ein alpines Skirennen. <\/p>\n<p class=\"zitat\">Ich will unbedingt Olympische Spiele in der Schweiz<\/p>\n<p>Andrea Zryd SP-Nationalr\u00e4tin<\/p>\n<p>Sie sind Pr\u00e4sidentin des Nordischen Skizentrums in Kandersteg. Skispringen? Da brauchts eine grosse Olympische Schanze.<\/p>\n<p class=\"pg\">(lacht). Es ginge nat\u00fcrlich um die Nordische Kombination. Da ist auch eine k\u00fcnftige Nutzung zentral, gerade, wenn die Spiele nachhaltig sein sollen. In der Schweiz sind die Wege kurz. Jetzt m\u00fcssen wir zuerst die Spiele in die Schweiz bringen. Auch das Volk muss noch befragt werden. In welchem Rahmen ist noch nicht klar.<\/p>\n<p>Glauben Sie denn, das Schweizer Volk wolle Olympische Spiele?<\/p>\n<p class=\"pg\">Die ersten Umfragen waren positiv. Man muss dieses Feuer entfachen. Lieber in der Schweiz als irgendwo \u2026 in China oder so. Ganz wichtig: Es braucht die v\u00f6llige Transparenz. Es muss klar sein: Was zahlen die Standortkantone, was zahlt der Bund?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7st\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg101E02c001d5808080b300001201n7st.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00MY12c00c808080800000001201n7st.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"1968 bei der Weltmeisterschaft in Val Gardena: die 20-j\u00e4hrige Anner\u00f6sli Zryd gewinnt in der Damenabfahrt \u00fcberraschend Gold.\"\/><\/p>\n<p>1968 bei der Weltmeisterschaft in Val Gardena: die 20-j\u00e4hrige Anner\u00f6sli Zryd gewinnt in der Damenabfahrt \u00fcberraschend Gold.Foto: Keystone<\/p>\n<p>Frau Zryd, Sie sind in Adelboden aufgewachsen. Sind Sie verwandt mit meinem Idol der Kindheit, Anner\u00f6sli Zryd, WM-Goldmedaillengewinnerin in der Abfahrt 1968 in Val Gardena?<\/p>\n<p class=\"pg\">Sie ist meine Gotte. An ihr bewundere ich ihren Freigeist, ihre manchmal schelmische, etwas direkte, freche Art.  Sie hat sehr viel Humor. Und nat\u00fcrlich war sie eine Pionierin des Skisports.<\/p>\n<p>Dann werden wir auch etwas frech. Sie sind als SP-Nationalr\u00e4tin Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission. Ich habe den Eindruck, das Departement f\u00fcr Verteidigung und Sport sei ein ziemlicher Saftladen! Teilen Sie diesen Eindruck?<\/p>\n<p class=\"pg\">Es gibt schon Situationen, die mir M\u00fche bereiten. Ich w\u00fcrde jetzt nicht gerade sagen, es sei ein Saftladen. Das ist ein sehr starker Ausdruck! Die machen auch Sachen gut. Die geopolitische Lage ist dermassen schwierig und angespannt, dass auch das VBS an Grenzen st\u00f6sst. Es ist einfach zu meckern und zu kritisieren, aber die Aufgaben sind manchmal fast nicht zu stemmen. Letztlich sind es Parlament und Bev\u00f6lkerung, welche die Aufgaben erteilen \u2013 auch da ist es nicht immer einfach.<\/p>\n<p>Gehen wir ins Detail. Der F-35 besch\u00e4ftigt das Berner Oberland besonders. Die Angst vor grossem L\u00e4rm auf dem Flughafen Meiringen und im Haslital ist da. Das VBS k\u00fcndigt gross L\u00e4rmmessungen mit drei F-35 aus Italien an \u2026 und muss die \u00dcbung wieder abblasen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Das ist schade und schw\u00e4cht das Vertrauen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7s6\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg101G02c001d5808080b300001201n7s6.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00WB0a5d06e98080800000001201n7s6.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Das Misstrauen gegen den F-35 ist im Haslital besonders gross. Der neue Kampfflieger aus den USA macht mehr L\u00e4rm als seine Vorg\u00e4nger. L\u00e4rmmessungen musste die Luftwaffe verschieben.\"\/><\/p>\n<p>Das Misstrauen gegen den F-35 ist im Haslital besonders gross. Der neue Kampfflieger aus den USA macht mehr L\u00e4rm als seine Vorg\u00e4nger. L\u00e4rmmessungen musste die Luftwaffe verschieben.Foto: Keystone<\/p>\n<p>Und warum klappt es nicht? Haben Sie als Sicherheitspolitikerin nachgefragt?<\/p>\n<p class=\"pg\">Es wird in der Sicherheitskommission ein Thema. Wir fragen nach. Was mir mehr Sorgen bereitet, ist die Anzahl Flieger. Diese entspricht nicht der Menge, welche wir bestellt haben.<\/p>\n<p>Zuerst erkl\u00e4rt die Armee, 36 St\u00fcck seien unabdingbar, und dann gehts aus finanziellen Gr\u00fcnden auch mit 30 St\u00fcck. Das schadet der Glaubw\u00fcrdigkeit.<\/p>\n<p class=\"pg\">Ja, das macht uns Bauchschmerzen. Die SP hat lange gewarnt vor einer Beschaffung des F-35. Jetzt haben wir genau das Debakel. Wir wissen nicht, wie viele wir wirklich bekommen und was es kostet. Dabei wird es sowieso teurer. Aber: Wir brauchen eine solide Luftwaffe in der Schweiz. Sonst sind wir verloren.<\/p>\n<p>Was sehen Sie als L\u00f6sung?<\/p>\n<p class=\"pg\">K\u00f6nnten es zwei Flottensysteme sein? Davon sah man lange ab \u2026 Sicher ist aber, dass wir Kooperationen mit Europa eingehen m\u00fcssen, auch bei der \u00dcberwachung des Luftraumes.<\/p>\n<p>Trauen Sie den Amerikanern und deren Software noch? Die k\u00f6nnten ja die Flieger grounden.<\/p>\n<p class=\"pg\">Das wird etwas salopp gesagt. Es ist technisch schwierig zu beurteilen. Ich pers\u00f6nlich m\u00f6chte die Abh\u00e4ngigkeit von den Amerikanern auch nicht. Man sollte frisch und anders beschaffen. Aber die Zeit dr\u00e4ngt, so schnell bekommt man nicht einen anderen Flieger.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Ich will die Abh\u00e4ngigkeit von den USA nicht. Es braucht die Zusammenarbeit mit den Nachbarl\u00e4ndern<\/p>\n<p>Andrea Zryd SP-Nationalr\u00e4tin<\/p>\n<p>W\u00e4ren Kooperationen ein Ansatz?<\/p>\n<p class=\"pg\">Genau. Eine Zusammenarbeit mit den europ\u00e4ischen Staaten, um den Luftraum zu sch\u00fctzen, w\u00e4re sinnvoll. Gekoppelt an eine solide Boden-Luft-Abwehr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7s8\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg101A02c001d5808080b300001201n7s8.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00MM12c00c808080800000001201n7s8.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Ein Radar des Luftabwehrsystems Patriot steht in der Halle am Flugplatz Emmen anl\u00e4sslich des Medienanlasses \u00abArmeebotschaft 2022\u00bb der Schweizer Luftwaffe\u00bb 2022 in Emmen.\"\/><\/p>\n<p>Ein Radar des Luftabwehrsystems Patriot steht in der Halle am Flugplatz Emmen anl\u00e4sslich des Medienanlasses \u00abArmeebotschaft 2022\u00bb der Schweizer Luftwaffe\u00bb 2022 in Emmen.Foto: Keystone<\/p>\n<p>Damit w\u00e4ren wir beim Thema Patriot-Abwehrraketen. Die Schweiz bestellte 2020 f\u00fcnf Systeme zu 400 Millionen. Der Clou ist aber: Dieses System deckt nach meinen Informationen aus Armeekreisen nur rund zw\u00f6lf Prozent der Fl\u00e4che der Schweiz ab. St\u00e4nderat Werner Salzmann, Ihr Kollege in der st\u00e4nder\u00e4tlichen Sicherheitskommission, sagt, es sei knapp ein Drittel. Welche Zahl auch stimmt, es ist nie und nimmer die ganze Schweiz! Wir B\u00fcrger werden f\u00fcr dumm verkauft.<\/p>\n<p class=\"pg\">Es reicht nicht. Und es ist schon die Frage: Brauchen wir ein Boden-Luft-System, das nicht mal alles abdeckt? Welche Kriegsszenarien sind realistisch? Ich denke: hybride Angriffe, Cyberangriffe und offensichtlich vor allem Drohnen. Deshalb: Mit europ\u00e4ischen Partnern zusammenarbeiten, welche Langstreckenraketen f\u00fcr die Schweiz abr\u00e4umen. Und wir schauen, dass wir bei den Drohnen respektive der Drohnenabwehr aufr\u00fcsten \u2013 unter Bundesrat Pfister ist das nun angedacht.<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei hat gegen die Kurden schon vor Jahren Drohnen eingesetzt. In der Schweiz waren die lange kein Thema. <\/p>\n<p class=\"pg\">Wir haben immer wieder und schon vor Jahren gewarnt, dass wir in falsche Systeme investieren, etwa in die Artillerie. Das ist heute sinnlos. Wir brauchen keine Panzer, sondern eine moderne Armee. Eine Armee, die sich gegen hybride Angriffe und Cyberattacken wappnet. Eine Armee, die mit Partnern zusammenarbeitet. Es braucht nicht \u00abheavy Metall\u00bb, sondern agile Drohneneinheiten. <\/p>\n<p>Thema Armeepistole. Die Schweizer Armee beschafft die Saurer P 320 von Sigg-Saurer. Die Waffe hat in zivilen Sch\u00fctzenkreisen einen verheerenden Ruf. Man sch\u00fcttelt nur den Kopf. Nun wurde bekannt: Bei der Evaluation hatte die Waffe die deutlich schlechtesten Resultate \u2026 und wird trotzdem beschafft. Als Auftrag f\u00fcr die heimische Industrie.<\/p>\n<p class=\"pg\">Ich begreife es nicht. Sportsch\u00fctzen sagten mir: \u00abNever, ever!\u00bb. Ich habe das Thema im Dezember in der Fragestunde aufgebracht. Die Antwort des Bundesrats war \u2026 marode. <\/p>\n<p>Sie wurden brandschwarz angelogen!<\/p>\n<p class=\"pg\">Ja, es sieht danach aus. Und das ist das, was uns so aufregt bei diesen R\u00fcstungsgesch\u00e4ften. Wir k\u00f6nnen nur reagieren und nie agieren. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201mft3\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10X002c001d5808080b300001201mft3.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00QG12c00c808080800000001201mft3.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Sicherheitspolitikerin Andrea Zryd sprach im Interview mit Peter Salvisberg Klartext.\"\/><\/p>\n<p>Sicherheitspolitikerin Andrea Zryd sprach im Interview mit Peter Salvisberg Klartext.Foto: Kelly M\u00fcller<\/p>\n<p>\u2026 und die VBS-Leute tanzen den Politikern auf der Nase herum und geben ihren Industriefreunden Auftr\u00e4ge f\u00fcr ungen\u00fcgendes Material wie im Fall der Saurer P 320. Was m\u00fcsste in der Politik \u00e4ndern?<\/p>\n<p class=\"pg\">Nicht Links-Rechts-Lager \u00f6ffnen, sondern partei\u00fcbergreifend besser zusammenarbeiten. Das ist jetzt aktuell tats\u00e4chlich passiert, zusammen mit der SVP. Dass man \u00fcberpr\u00fcft, ob man mindestens vor\u00fcbergehend den Luftraum mit einem Zweiflotten-System sch\u00fctzen k\u00f6nnte. Dass man die F\/A-18 verl\u00e4ngert und auch den Tiger noch f\u00fcr luftpolizeiliche Geschichten einsetzt. Ich selbst bin f\u00fcr sehr viel mehr Partnerschaften mit dem Ausland.<\/p>\n<p>Glauben Sie wirklich an eine Zusammenarbeit? Wenns hart auf hart geht, etwa bei den fehlenden Masken in der Corona-Zeit, schaut doch jedes Land f\u00fcr sich. <\/p>\n<p class=\"pg\">Die Schweiz ist ein \u00abRosinenpickerland\u00bb. Wir haben das Gef\u00fchl, in einer Krisensituation w\u00fcrden uns die Nachbarn und Kollegen dann schon helfen. Entweder sind wir nun endlich bereit, Kooperationen einzugehen, und dann hilft man sich dann auch. Oder wir machen nach wie vor unsere M\u00e4uerchen rund um die Schweiz. Dann m\u00fcssen wir uns aber auch nicht verwundern, wenn uns niemand hilft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7s4\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg101E02c001d5808080b300001201n7s4.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00MY12c00c808080800000001201n7s4.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Berner Nationalr\u00e4tinnen im Gespr\u00e4ch: Aline Trede (Gr\u00fcne) (links) bespricht sich mit Andrea Zryd (SP) in Sachen Armee. Trede tritt nach ihrer Wahl in den Regierungsrat zur\u00fcck und wird durch Andrea de Meuron ersetzt.\"\/><\/p>\n<p>Berner Nationalr\u00e4tinnen im Gespr\u00e4ch: Aline Trede (Gr\u00fcne) (links) bespricht sich mit Andrea Zryd (SP) in Sachen Armee. Trede tritt nach ihrer Wahl in den Regierungsrat zur\u00fcck und wird durch Andrea de Meuron ersetzt.Foto: Keystone<\/p>\n<p>Frankreich gab dieser Tage bekannt, dass man im Softwarebereich auf Linux setze und Microsoft abl\u00f6se. Ein Zeichen gegen die Abh\u00e4ngigkeit von den USA. Ist das Thema in der Sicherheitspolitischen Kommission?<\/p>\n<p class=\"pg\">Die ganzen Software-Fragen sind immer ein Thema. Es ist aber nicht mein Fachgebiet. Braucht es eigene Systeme? Ein \u00abSwissfinish\u00bb ist immer teuer. Wo gibt es Sicherheitsl\u00fccken? Wo Abh\u00e4ngigkeiten? Die Fragen sind extrem komplex und f\u00fcr uns Politikerinnen auch schwierig abzusch\u00e4tzen, wenn man nicht Fachspezialistin ist.<\/p>\n<p>Die Schweizer R\u00fcstungsindustrie klagt: Wenn wir nicht exportieren k\u00f6nnen, bleiben Auftr\u00e4ge aus. Wissen geht verloren, das wir im Land behalten oder sogar aufbauen m\u00f6chten. Die SP hat mit anderen das Referendum gegen die Lockerungen des Kriegsmaterialgesetzes ergriffen. Das Volk wird dar\u00fcber entscheiden.<\/p>\n<p class=\"pg\">Wir machen mit diesem neuen Kriegsmaterialgesetz eine ziemlich aktive Belieferung von Kriegen. Wir k\u00f6nnten neu in korrupte L\u00e4nder respektive \u00abUnrechtsstaaten\u00bb exportieren. Und die Ukraine, wo wir urspr\u00fcnglich indirekt liefern wollten, bleibt aussen vor. Andere L\u00e4nder, welche die Menschenrechte mit F\u00fcssen treten, w\u00fcrden profitieren. F\u00fcr so etwas habe ich null Verst\u00e4ndnis. Ich hoffe, dass das Schweizer Volk das neue Kriegsmaterialgesetz versenken wird. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Andrea Zryd: Chefin Grand Prix Bern | 10. Mai 2026 Andrea Zryd (50) ist dieser Tage vielbesch\u00e4ftigt. 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