{"id":118101,"date":"2026-05-10T14:17:08","date_gmt":"2026-05-10T14:17:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/118101\/"},"modified":"2026-05-10T14:17:08","modified_gmt":"2026-05-10T14:17:08","slug":"cloudz-trojaner-kapert-microsoft-phone-link","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/118101\/","title":{"rendered":"CloudZ-Trojaner kapert Microsoft Phone Link"},"content":{"rendered":"<p>Neue Malware-Kampagnen nutzen Windows-Funktionen und KI f\u00fcr Angriffe. Gerichtsurteil st\u00e4rkt Verbraucher bei Phishing-Sch\u00e4den.<\/p>\n<p>Sicherheitsforscher belegen eine neue Qualit\u00e4t bei Phishing-Angriffen, die gezielt legitime Systemfunktionen von Microsoft ausnutzen. Besonders im Fokus: Die Anwendung \u201eMicrosoft Phone Link\u201c, die \u00fcber eine neu entdeckte Schadsoftware manipuliert wird.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Millionen Android-Nutzer sind t\u00e4glich Hackern schutzlos ausgeliefert \u2013 ohne es zu wissen. Ein veraltetes Smartphone ist wie eine offene Haust\u00fcr f\u00fcr Cyberkriminelle. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie sich sch\u00fctzen. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android-update\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_ANDROID-UPDATE_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-892359\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">5 einfache Schritte f\u00fcr mehr Smartphone-Sicherheit<\/a><\/p>\n<p>CloudZ: Wenn der eigene PC zum Spion wird<\/p>\n<p>Sicherheitsexperten von Cisco Talos identifizierten eine hochspezialisierte Kampagne rund um den Remote-Access-Trojaner \u201eCloudZ\u201c. Die Besonderheit: Statt das Smartphone direkt zu infizieren, kapert die Schadsoftware die Microsoft-Anwendung \u201ePhone Link\u201c auf dem Windows-PC des Nutzers.<\/p>\n<p>Die Angreifer greifen damit eingehende SMS-Nachrichten und Einmalpassw\u00f6rter direkt am Computer ab. Da viele Finanzinstitute SMS weiterhin als zweiten Faktor nutzen, erm\u00f6glicht dieser Zugriff die vollst\u00e4ndige Konten\u00fcbernahme. Die Infektion erfolgt meist \u00fcber gef\u00e4lschte Software-Updates. Das Mobiltelefon selbst zeigt keine Anzeichen einer Kompromittierung \u2013 der Angriff bleibt lange unbemerkt.<\/p>\n<p>Zeitgleich trifft eine massive Phishing-Welle den Cloud-Software-Anbieter bexio. Betr\u00fcger versenden t\u00e4uschend echte E-Mails, um Zugangsdaten zu entwenden. In dokumentierten F\u00e4llen kam es bereits zu Manipulationen von IBAN-Daten. CEO Markus Naef reagierte mit einer sofortigen Verpflichtung zur Zwei-Faktor-Authentifizierung f\u00fcr alle Kunden.<\/p>\n<p>Banking-Trojaner auf dem Vormarsch<\/p>\n<p>Der Banking-Trojaner \u201eTCLBANKER\u201c greift gezielt 59 Banken, Fintech-Unternehmen und Kryptoplattformen an. Die Verbreitung erfolgt \u00fcber WhatsApp-Nachrichten und Outlook-E-Mails, die scheinbar von vertrauensw\u00fcrdigen Kontakten stammen.<\/p>\n<p>Eine Wurm-Komponente namens \u201eSORVEPOTEL\u201c verbreitet sich autonom innerhalb von Netzwerken. Durch DLL-Sideloading umgeht die Software Sicherheitsl\u00f6sungen. Die Angreifer nutzen das hohe Vertrauen aus, das Nutzer Messaging-Diensten entgegenbringen.<\/p>\n<p>Mit \u201ePromptSpy\u201c entdeckten ESET-Forscher zudem die erste Android-Malware, die aktiv KI-Schnittstellen wie Gemini nutzt. Branchenexperten erwarten, dass bis zu 42 Prozent aller Phishing-Attacken k\u00fcnftig KI-gest\u00fctzt durchgef\u00fchrt werden. Besonders perfide: Das KI-Stimmenklonen. Laut Polizei reichen bereits drei Sekunden Audiomaterial f\u00fcr t\u00e4uschend echte Betrugsanrufe. Die Verluste durch KI-gesteuerten Betrug werden auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Urteil st\u00e4rkt Verbraucher bei Phishing-Sch\u00e4den<\/p>\n<p>Ein wegweisendes Urteil des Landgerichts Berlin II (Az. 38 O 293\/25) vom April 2026 st\u00e4rkt die Position der Verbraucher. Die Apobank wurde verurteilt, einen Schaden von \u00fcber 200.000 Euro zu ersetzen.<\/p>\n<p>Das Gericht befand: Bei einer \u201eperfekt inszenierten T\u00e4uschung\u201c \u2013 mit manipulierten Briefen, gef\u00e4lschten Online-Banking-Oberfl\u00e4chen und gezielten Anrufen \u2013 handelten die Kunden nicht grob fahrl\u00e4ssig. Die Bank h\u00e4tte den Betrug anhand von Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bei den IP-Adressen erkennen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Markt verzeichnet zudem eine Zunahme von \u201eQuishing\u201c \u2013 Phishing \u00fcber QR-Codes. Im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl dieser Vorf\u00e4lle um 146 Prozent auf 18,7 Millionen F\u00e4lle. Die T\u00e4ter platzieren gef\u00e4lschte QR-Codes auf Strafzetteln, an E-Auto-Lades\u00e4ulen oder versenden sie per Post im Namen von Banken. In \u00d6sterreich nutzen Kriminelle die Verl\u00e4ngerung von rund 300.000 ID-Austria-Zertifikaten f\u00fcr Smishing-Kampagnen \u2013 mit Einzelsch\u00e4den von \u00fcber 30.000 Euro.<\/p>\n<p>Android 17 und iOS 26.5: Neue Schutzmechanismen<\/p>\n<p>Die Industrie reagiert mit beschleunigten Update-Zyklen. Samsung schloss im Mai-Update f\u00fcr das Galaxy Tab A9+ insgesamt 47 Sicherheitsl\u00fccken. Google erh\u00f6hte das Preisgeld f\u00fcr sein Bug-Bounty-Programm auf 1,5 Millionen US-Dollar. Besonders kritisch: L\u00fccken in Snapdragon-Chips der Serien 4, 6, 7 und 8.<\/p>\n<p>Das f\u00fcr Juni 2026 angek\u00fcndigte Android 17 soll neue Datenschutz-Standards und erweiterte Berechtigungsmodelle einf\u00fchren. Apple implementiert in iOS 26.5 die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung f\u00fcr den Nachrichtenstandard RCS.<\/p>\n<p>Doch das Risiko durch b\u00f6sartige Apps in offiziellen Stores bleibt bestehen. Das \u201eCallPhantom\u201c-Netzwerk verdeutlicht die Dimensionen: 28 b\u00f6sartige Apps im Google Play Store erreichten 7,3 Millionen Downloads. Sie tarnten sich als harmlose Werkzeuge, verursachten jedoch Geb\u00fchren von bis zu 80 US-Dollar pro Jahr.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Angesichts immer raffinierterer Hackerangriffe auf Banking-Apps und Messenger ist ein Basis-Schutz f\u00fcr Ihr Smartphone unverzichtbar. Ein gratis PDF-Ratgeber zeigt 5 einfache Schritte gegen Viren und Datenmissbrauch, die jeder sofort umsetzen kann. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-892359\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gratis-Sicherheitspaket f\u00fcr Android anfordern<\/a><\/p>\n<p>Ausblick: R\u00fcstungswettbewerb in der IT-Sicherheit<\/p>\n<p>Die kommenden Monate werden durch einen technologischen R\u00fcstungswettbewerb gepr\u00e4gt. Die Entdeckung von Firmware-Malware wie \u201eKeenadu\u201c, die \u00fcber 13.000 Ger\u00e4te infizierte, zeigt: Angreifer dringen zunehmend in die Hardware-Ebene vor. Sicherheitsl\u00fccken wie die BootROM-L\u00fccke CVE-2026-25262 erfordern physische Schutzkonzepte \u2013 reine Software-Updates reichen nicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Unternehmen wird die Implementierung von Zero-Trust-Architekturen und die Abkehr von SMS-TAN-Verfahren unumg\u00e4nglich. Da staatliche Akteure und kriminelle Banden zunehmend professionell zusammenarbeiten \u2013 wie die SilverFox-Gruppe mit Steuer-Phishing zeigt \u2013 m\u00fcssen Sicherheitsstrategien \u00fcber technische L\u00f6sungen hinausgehen. Die Schulung von Mitarbeitern zur Erkennung KI-manipulierter Inhalte und der Einsatz von Hardware-Sicherheitsschl\u00fcsseln werden zur zentralen S\u00e4ule der betrieblichen Resilienz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Malware-Kampagnen nutzen Windows-Funktionen und KI f\u00fcr Angriffe. Gerichtsurteil st\u00e4rkt Verbraucher bei Phishing-Sch\u00e4den. 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