{"id":123446,"date":"2026-05-14T11:42:14","date_gmt":"2026-05-14T11:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/123446\/"},"modified":"2026-05-14T11:42:14","modified_gmt":"2026-05-14T11:42:14","slug":"grand-theatre-de-geneve-stellt-spielzeit-2026-27-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/123446\/","title":{"rendered":"Grand Th\u00e9\u00e2tre de Gen\u00e8ve stellt Spielzeit 2026\/27 vor"},"content":{"rendered":"<p>In seiner ersten Saison als Intendant des <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/spielstaetten\/grand-theatre-de-geneve\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Grand Th\u00e9\u00e2tre de Gen\u00e8ve<\/a> schaut Alain Perroux beherzt nach Westen und bezieht den Gr\u00fcndungsmythos der USA auf das Musiktheater und seine Kraft der st\u00e4ndigen Erneuerung und Grenzsprengung. Die \u201eNew Frontier\u201c der Neuen Welt also spiegelt sich in seiner Opernreise in unbekanntes Terrain \u2013 teils metaphorisch, teils programmatisch explizit. Die Spielzeit 2026\/27 bietet aber auch Bekanntes und Beliebtes \u2013 seine Expedition f\u00fchrt von der Barockoper, \u00fcber Erstauff\u00fchrungen mit direktem Bezug zu seiner Geburtsstadt Genf bis zum Musical.<\/p>\n<p>\u201eNouveaux mondes\u201c, neue Welten also, m\u00f6chte Alain Perroux als neuer Intendant des Grand Th\u00e9\u00e2tre de Gen\u00e8ve erkunden. Der Nachfolger von Aviel Cahn, der seinerseits zur Saison 2026\/27 an die <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/spielstaetten\/deutsche-oper\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Deutsche Oper Berlin<\/a> wechselt, verspricht eine aufregende Reise, die f\u00fcr die Dauer eines Opern- und Ballettbesuchs gleichsam auf eine Insel f\u00fchrt: \u201eJeder Theaterbesuch gleicht einer Reise in unbekanntes Terrain. F\u00fcr einen Abend lang erm\u00f6glicht diese Expedition, den Alltag hinter sich zu lassen, um neue Welten zu erkunden. Die Spielzeit 2026\/27 des Grand Th\u00e9\u00e2tre de Gen\u00e8ve, die in vielerlei Hinsicht au\u00dfergew\u00f6hnlich zu werden verspricht, ist eine Einladung, diese vielf\u00e4ltigen Territorien zu bereisen.\u201c<\/p>\n<p>Welten entdecken<\/p>\n<p>Mal sind es utopische Orte wie die Insel, auf der der Zauberer Prospero herrscht, oder das Eldorado aus \u201eCandide\u201c, manchmal ist es die Neue Welt im wahrsten Sinne des Wortes, bev\u00f6lkert von ruppigen Cowboys und der sie zu edleren Menschen erziehenden Minnie aus <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/komponisten\/giacomo-puccini\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Puccinis<\/a> \u201eLa fanciulla del West\u201c. Mal sind es spirituelle Welten, jene der ersten Christen in <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/komponisten\/georg-friedrich-haendel\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">H\u00e4ndels<\/a> \u201eTheodora\u201c, die Geister des N\u014d-Theaters, die die Komponistin Kaija Saariaho in \u201eOnly the Sound Remains\u201c heraufbeschw\u00f6rt, oder auch die beiden Choreografien in \u201eOc\u00e9ans\u201c, wo das Wasser als Element des zu \u00fcberwindenden Widerstands und der Flucht konkret mitspielt. All diese Welten werden vereint, um uns daran zu erinnern, dass Oper und Tanz die F\u00e4higkeit besitzen, fantastische R\u00e4ume zu entfalten und uns im wahrsten Sinne des Wortes zu entf\u00fchren.<\/p>\n<p>Dem Intendanten ist es dabei wichtig, gr\u00f6\u00dftenteils Ensemble-St\u00fccke auf die B\u00fchne zu bringen: <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/komponisten\/wolfgang-amadeus-mozart\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Mozarts<\/a> \u201eLe nozze di Figaro\u201c, wo im Schloss des Grafen Almaviva ein Mikrokosmos der Gesellschaft inszeniert wird; <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/komponisten\/gioachino-rossini\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Rossinis<\/a> \u201eIl viaggio a Reims\u201c, mit dem seinerzeit den Gesangsstars des Th\u00e9\u00e2tre-Italien in Paris eine B\u00fchne zum Gl\u00e4nzen geschaffen wurde; \u201eLa Temp\u00eate\u201c \u2013 das Hauptwerk des Genfer Komponisten Frank Martin, in dem nach Shakespeares letztem Theaterst\u00fcck eine ganze Galerie schillernder Figuren aufgeboten wird. \u201eDie Dreigroschenoper\u201c wird von einer legend\u00e4ren Truppe aufgef\u00fchrt: dem von Brecht gegr\u00fcndeten Berliner Ensemble, das zum ersten \u00fcberhaupt Mal in Genf gastiert. Die neue Choreografie von Ballettchef Sidi Larbi Cherkaoui stellt die gemeinschaftsgebende, ja politische Kraft eines ganzen Volkes in den Vordergrund und tr\u00e4gt den bedeutungsvollen Titel \u201eDimokrat\u00eda\u201c.<\/p>\n<p>\u00a9 Jan Windszus Photography<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1364\" height=\"2048\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/kosky-barrie-c-jan-windszus-photography-1364x2048.jpg\" alt=\"Namhafte Regisseure wie Barrie Kosky sind mit Projekten in Genf zu erleben\" class=\"wp-image-904204\" style=\"width:350px\"  \/>Namhafte Regisseure wie Barrie Kosky sind mit Projekten in Genf zu erleben<br \/>\nGro\u00dfe Reggiseure zu Gast in Genf<\/p>\n<p>Als \u00fcberzeugter Verfechter dieses Ensemblegeistes l\u00e4dt Alain Perroux bedeutende K\u00fcnstler nach Genf ein, die dort noch nie aufgetreten sind. So pr\u00e4sentiert das Grand Th\u00e9\u00e2tre de Gen\u00e8ve als Schweizer Erstauff\u00fchrung eine Oper der finnischen Komponistin Kaija Saariaho und l\u00e4dt erstmals einige der derzeit relevantesten Regisseure ein: <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/kuenstler\/barrie-kosky\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Barrie Kosky<\/a>, Peter Sellars und Krzysztof Warlikowski. Der Dirigent <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/kuenstler\/raphael-pichon\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Rapha\u00ebl Pichon<\/a>, Spezialist der Alten Musik, wird erstmals mit Krzysztof Warlikowski zusammenarbeiten und gemeinsame H\u00e4ndels \u201eTheodora\u201c verantworten.<\/p>\n<p>Neben diesen gro\u00dfen Namen sind weitere interessante Kreative zum ersten Mal in Genf zu erleben: die Regisseurinnen Netia Jones, Jetske Mijnssen und Marie \u00c8ve Signeyrole, der Choreograf Kyle Abraham sowie Jader Bignamini und Marta Gardoli\u0144ska am Dirigentenpult. Im Bereich Tanz bleiben Sidi Larbi Cherkaoui und Damien Jalet tragende S\u00e4ulen des Balletts. Auf Seiten des Gesangs ragen <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/kuenstler\/lise-davidsen\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Lise Davidsen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/kuenstler\/sabine-devieilhe\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Sabine Devieilhe<\/a>, Philippe Sly, Ying Fang, <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/kuenstler\/philippe-jaroussky\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Philippe Jaroussky<\/a> oder Anastasia Bartoli hervor, nach Genf zur\u00fcckkehren werden St\u00e9phane Degout, <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/kuenstler\/lea-desandre\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Lea Desandre<\/a>, Natalie Dessay, John Osborn, Lambert Wilson oder <a href=\"https:\/\/www.concerti.de\/kuenstler\/ludovic-tezier\/\" data-wpel-link=\"internal\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Ludovic T\u00e9zier<\/a> sowie die Dirigenten Antonino Fogliani und Guillaume Tourniaire.<\/p>\n<p>Kontaste beleuchten<\/p>\n<p>Einige Leitgedanken haben die Gestaltung der Spielzeit 2026\/27 bestimmt. Alain Perroux: \u201eAn erster Stelle steht der Wunsch, dem Publikum in Genf und Umgebung die unglaubliche Vielfalt des Musiktheaters n\u00e4herzubringen. \u00dcber 400 Jahre Geschichte und ein stets dynamisches Schaffen bilden ein weites Feld, in dem wir uns jedes Jahr bem\u00fchen, ein breites Spektrum an Formen, Ausdrucksweisen und szenischen Konzepten zu pflegen. Beliebte Klassiker, farbenfrohe Ballette, Barockopern, vergessene Sch\u00e4tze, inspirierende Neuinszenierungen und Musicals werden Saison f\u00fcr Saison in unserem Programm zu finden sein. Die Spielzeit 26\/27 bringt diese Kontraste mit Freude zur Geltung.\u201c<\/p>\n<p>Ausgepr\u00e4gte Offenheit hinsichtlich der \u00e4sthetischen Diskurse und beherzte \u00d6ffnung in Richtung eines verbreiterten Publikums sind dem Intendanten, der an seinem neuen Haus selbst als Teenager seine ersten Opern erlebte und in j\u00fcngeren Jahren bereits als Dramaturg arbeitete, ebenso wichtig wie bereits seinem Vorg\u00e4nger. \u201eDie Erkundung neuer Welten bildet den Auftakt zu einem neuen Kapitel, das ich gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Grand Th\u00e9\u00e2tre gerne schreiben werde.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In seiner ersten Saison als Intendant des Grand Th\u00e9\u00e2tre de Gen\u00e8ve schaut Alain Perroux beherzt nach Westen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":123447,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,27],"tags":[115,114,45],"class_list":{"0":"post-123446","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-geneve","8":"category-genf","9":"tag-geneve","10":"tag-genf","11":"tag-schweiz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116572745556272199","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123446"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123446\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/123447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}