{"id":124582,"date":"2026-05-15T10:53:31","date_gmt":"2026-05-15T10:53:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/124582\/"},"modified":"2026-05-15T10:53:31","modified_gmt":"2026-05-15T10:53:31","slug":"kandersteg-wehrt-sich-petitionaer-gruendet-ig-gegen-asylzentrum-mit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/124582\/","title":{"rendered":"Kandersteg wehrt sich &#8211; Petition\u00e4r gr\u00fcndet IG gegen Asylzentrum mit"},"content":{"rendered":"<p>Kandersteg wehrt sich | 13. Mai 2026<\/p>\n<p>Weil die Informationsveranstaltung des Kantons ihrer Meinung nach zu viele Fragen offenliess, schliessen sich die Kandersteger zu einer Interessengemeinschaft zusammen. Im Zentrum stehen neben der Frage der Kollektivunterkunft auch jene nach Wohnraum f\u00fcr Einheimische.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7hs\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10AK02c001d5808080b300011201n7hs.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00HW12c00c808080800000011201n7hs.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Im ehemaligen Institut Kandersteg plant der Kanton Bern eine kollektive Asylunterkunft mit einer Kapazit\u00e4t von 200 Betten.\"\/><\/p>\n<p>Im ehemaligen Institut Kandersteg plant der Kanton Bern eine kollektive Asylunterkunft mit einer Kapazit\u00e4t von 200 Betten.Foto: Fabian Wyssen<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Kanton Bern plant im ehemaligen Institut Kandersteg eine kollektive Asylunterkunft mit einer Kapazit\u00e4t von 200 Betten. Am 24. April veranstaltete der Kanton eine Informationsveranstaltung, bei der vier Beh\u00f6rdenvertreter das Projekt vorstellten und sich den Fragen der Bev\u00f6lkerung stellten. <a class=\"pt\" href=\"https:\/\/www.plattformj.ch\/artikel\/242428\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auch die Plattform J war vor Ort und berichtete<\/a>. Sowohl der Gemeinderat als auch die Bev\u00f6lkerung stellt sich mehrheitlich gegen das Vorhaben.<\/p>\n<p class=\"zitat\">Die \u00c4ngste und Sorgen der Anwesenden wurden von den Kantonsvertretern bel\u00e4chelt und verharmlost. Die Veranstaltung verlief nicht zufriedenstellend<\/p>\n<p>IG Asylzentrum Kandersteg<\/p>\n<p class=\"pg\">Dieser Widerstand geht mit der Gr\u00fcndung der Interessengemeinschaft (IG) Asylzentrum Kandersteg einen Schritt weiter. Die Verantwortlichen bringen ihren \u00c4rger auf der Website der IG zum Ausdruck. \u00abDie Fragen an der Veranstaltung mit 340 Anwesenden wurden gr\u00f6sstenteils nicht oder nur oberfl\u00e4chlich beantwortet\u00bb, schreiben sie auf der Seite. \u00abDie \u00c4ngste und Sorgen der Anwesenden wurden von den Kantonsvertretern bel\u00e4chelt und verharmlost. Die Veranstaltung verlief nicht zufriedenstellend.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Gemeinsam wolle man nun ein Zeichen setzen und Antworten finden. Die zentrale Frage stellt die IG auf ihrer Webseite gleich selbst: \u00abWarum kann der Kanton ausserhalb der roten Zone ein Asylzentrum errichten, w\u00e4hrend einheimische Familien seit Jahren Wohnraum suchen und teilweise wegziehen m\u00fcssen?\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7oo\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10zP02c001d5808080b300001201n7oo.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00ID12c00c808080800000001201n7oo.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Fabian Wyssen, der bereits eine Petition gegen das Asylzentrum lanciert hat, ist auch Teil der Arbeitsgruppe der IG Asylzentrum Kandersteg.\"\/><\/p>\n<p>Fabian Wyssen, der bereits eine Petition gegen das Asylzentrum lanciert hat, ist auch Teil der Arbeitsgruppe der IG Asylzentrum Kandersteg.Fotos: Yannick M\u00fchlemann<\/p>\n<p>Wohnraum bleibt zentrales Thema<\/p>\n<p class=\"pg\">Auf Anfrage der Plattform J best\u00e4tigt Fabian Wyssen, dass er auch bei der Gr\u00fcndung der IG mitgewirkt habe. Der junge Vater aus Kandersteg hat vor der Infoveranstaltung<a class=\"pt\" href=\"https:\/\/www.plattformj.ch\/artikel\/242438\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Petition gegen das Asylzentrum lanciert<\/a>. Er ist auf deren Website auch als Teil der Arbeitsgruppe vermerkt. <\/p>\n<p class=\"pg\">F\u00fcr die IG steht haupts\u00e4chlich die Frage nach Wohnraum im Zentrum. Dieser sei in Kandersteg knapp. Auch aufgrund der Situation mit dem <a class=\"pt\" href=\"https:\/\/www.plattformj.ch\/artikel\/240804\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00abSpitze Stei\u00bb<\/a> und der deswegen verf\u00fcgten Planungszone. \u00abEinheimische d\u00fcrfen nicht mehr bauen\u00bb, schreibt die IG dazu auf ihrer Website. \u00abWohnraum f\u00fcr Einheimische ist daher kaum verf\u00fcgbar.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7on\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gosimg10zO02c001d5808080b300001201n7on.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00IC12c00c808080800000001201n7on.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"340 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten den Informationsabend des Kantons zur geplanten Asylunterkunft.\"\/><\/p>\n<p>340 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten den Informationsabend des Kantons zur geplanten Asylunterkunft.<\/p>\n<p class=\"pg\">Deshalb findet die IG es auch fragw\u00fcrdig, dass die Eigent\u00fcmerschaft des Instituts die urspr\u00fcnglich geplanten Erstwohnungen im ehemaligen Institut Kandersteg nicht umsetzen konnte. \u00abDie Eigent\u00fcmerschaft hat eine Voranfrage bei den Beh\u00f6rden f\u00fcr 15 Erstwohnungen eingereicht, und diese wurde abgelehnt. Weshalb der Kanton nun ein Asylzentrum bauen kann, ist aus unserer Sicht fraglich\u00bb, erkl\u00e4rt Fabian Wyssen der Plattform J. \u00abInsbesondere Fragen zur Zweiklassengesellschaft wegen der Brandschutzvorschriften von Asyl- zu Erstwohnungen oder warum die Beh\u00f6rden das urspr\u00fcnglich geplante Erstwohnungsprojekt ablehnten und nun anstelle ein Asylzentrum bauen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Deshalb stelle man sich bei der IG auch die eingangs erw\u00e4hnte Frage:<\/p>\n<p class=\"zitat\">Warum kann der Kanton ausserhalb der roten Zone ein Asylzentrum errichten, w\u00e4hrend einheimische Familien seit Jahren Wohnraum suchen und teilweise wegziehen m\u00fcssen?<\/p>\n<p>IG Asylzentrum Kandersteg<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00abLiegenschaften k\u00f6nnen nicht saniert, Neubauten und Komplettsanierungen nicht realisiert werden\u00bb, steht auf der Webseite der IG weiter. \u00abDer gesamte Dorfkern liegt wegen der Naturgefahren vom Spitze Stei in der roten Zone.\u00bb Deshalb sei das Thema der geplanten Unterkunft so eng mit dem Thema Wohnraum in Kandersteg verbunden. \u00abBei Einheimischen werden Wohn- oder Sanierungsprojekte nicht bewilligt, und diese m\u00fcssen wegen des mangelnden Wohnraums wegziehen\u00bb, so Fabian Wyssen. \u00abDieses Thema ist in Kandersteg sehr emotional und auch nicht mit anderen Gemeinden im Kanton vergleichbar.\u00bb <\/p>\n<p class=\"pg\">So bleiben denn auch die vier zentralen Forderungen der IG an die Nutzung der Liegenschaft f\u00fcr Erstwohnungen gebunden. Der Kanton solle die Asylunterkunft \u00fcberdenken und den Mietvertrag aufl\u00f6sen. Stattdessen soll er der Eigent\u00fcmerschaft  erm\u00f6glichen, die urspr\u00fcnglich geplanten Erstwohnungen zu schaffen. Die IG fordert dabei alle betroffenen Beh\u00f6rden auf, die Eigent\u00fcmer bei den n\u00f6tigen Bewilligungen zu unterst\u00fctzen, damit diese innert k\u00fcrzester Zeit bauen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"pg\">Mit welchen Mitteln sich die IG gegen die Asylunterkunft wehren will, l\u00e4sst sie bisher offen. Man konnte jedoch innert zwei Tagen bereits 500 Mitglieder aktivieren. Zum Vergleich: Kandersteg hat 1300 Einwohner. Bisher hat der Kanton Bern nicht auf die Gr\u00fcndung und die Forderungen der IG Asylzentrum Kandersteg reagiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kandersteg wehrt sich | 13. 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