{"id":124919,"date":"2026-05-15T15:19:07","date_gmt":"2026-05-15T15:19:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/124919\/"},"modified":"2026-05-15T15:19:07","modified_gmt":"2026-05-15T15:19:07","slug":"depression-und-schizophrenie-magdeburger-forscher-analysieren-immunsystem-des-gehirns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/124919\/","title":{"rendered":"Depression und Schizophrenie: Magdeburger Forscher analysieren Immunsystem des Gehirns"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nSchwere psychische Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie und bipolare St\u00f6rungen haben auch eine biologische Seite. Mediziner der Uni Magdeburg fassen jetzt in zwei neuen Studien zusammen, wie sich die drei Krankheiten im Immunsystem des Gehirns und in seinem Stoffwechsel zeigen.\n<\/p>\n<p>Psychische Krankheiten im K\u00f6rper: Immunsystem der Gehirns reagiert<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Problem bisher: Verschiedene Patienten mit Depressionen k\u00f6nnen zwar \u00e4hnliche psychische Symptome haben, auf der k\u00f6rperlichen Ebene k\u00f6nnen die Ver\u00e4nderungen aber sehr unterschiedlich sein. Das neue Vorgehen soll dabei helfen, verschiedene Untertypen der jeweiligen Erkrankung sichtbar zu machen, um die Patientinnen und Patienten gezielter zu behandeln.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Analyse greift einerseits auf Daten von bildgebenden Verfahren zur\u00fcck. So wurden die Aktivit\u00e4ten der sogenannten Mikroglia im Gehirn von lebenden Patienten untersucht. Dabei handelt es sich um eine Art Wartungs- und Wachdienst des Gehirns. Au\u00dferdem interessierte sich das Team um Johann Steiner f\u00fcr den Kynurenin-Stoffwechsel-Weg, der in der Nervenfl\u00fcssigkeit (Liquor) von Gehirn und R\u00fcckenmark untersucht werden kann. Diese In-vivo-Daten verglichen die Forscher mit Post-Mortem-Studien, bei denen die Gehirne verstorbener Patienten auf die gleichen Marker untersucht wurden.\n<\/p>\n<p>Gleiche Diagnose, unterschiedliche Biologie: Depression und Schizophrenie unterscheiden sich zwischen Patienten<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Ergebnisse best\u00e4tigen, dass sich trotz gleicher Diagnose bei verschiedenen Patienten ein sehr unterschiedliches Bild zeigen kann. Bei Major Depression zeigten sich im Gehirn lebender Personen Entz\u00fcndungsreaktionen in Hirnregionen, die f\u00fcr Stimmung, Verarbeitung von Stress und Regulierung von Gef\u00fchlen wichtig sind.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBei Schizophrenie war das Bild weniger einheitlich. Die Mikroglia zeigten sehr unterschiedliche Aktivit\u00e4t. Hier waren die Befunde aus der Untersuchung des Nervenwassers aufschlussreicher. So k\u00f6nnte der Kynurenin-Stoffwechsel auf eine Art verschoben sein, dass er die \u00dcbertragung von Reizen zwischen Nervenzellen beeintr\u00e4chtigt. &#171;Das passt zu einer langj\u00e4hrigen Hypothese, wonach genau diese St\u00f6rung zu psychotischen Symptomen und kognitiven Einschr\u00e4nkungen beitragen k\u00f6nnte&#187;, hei\u00dft es in einer Mitteilung.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBei bipolaren St\u00f6rungen hingegen reichen die Daten nicht aus, um ein klares Bild zu gewinnen. Dort seien weitere Studien notwendig, schreiben die Autoren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schwere psychische Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie und bipolare St\u00f6rungen haben auch eine biologische Seite. 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