{"id":128628,"date":"2026-05-18T12:14:07","date_gmt":"2026-05-18T12:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/128628\/"},"modified":"2026-05-18T12:14:07","modified_gmt":"2026-05-18T12:14:07","slug":"windows-sicherheitsluecken-bitlocker-problem-und-rechteausweitung-heise-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/128628\/","title":{"rendered":"Windows-Sicherheitsl\u00fccken: BitLocker-Problem und Rechteausweitung | heise online"},"content":{"rendered":"<p>Der IT-Sicherheitsforscher, der bereits die Schwachstellen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ungepatchte-Windows-Zero-Days-RedSun-UnDefend-und-BlueHammer-werden-attackiert-11263691.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eRedSun\u201c, \u201eUnDefend\u201c und \u201eBlueHammer\u201c vorgef\u00fchrt<\/a> hatte, legt mit weiteren Ver\u00f6ffentlichungen von Sicherheitsl\u00fccken in Windows nach. \u201eNightmareEclipse\u201c (GitHub) oder \u201eChaotic Eclipse\u201c (Blogspot) hat mit \u201eYellowKey\u201c eine schwere Sicherheitsl\u00fccke in BitLocker-Laufwerksverschl\u00fcsselung von Windows aufgesp\u00fcrt. Au\u00dferdem hat er eine weitere Rechteausweitungsl\u00fccke \u201eMiniPlasma\u201c in einem Windows-Treiber entdeckt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Im \u201eWindows Cloud Files Mini Filter\u201c hatte Microsoft bereits im Jahr 2020 versucht, eine <a href=\"https:\/\/msrc.microsoft.com\/update-guide\/vulnerability\/CVE-2020-17103\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Rechteausweitungsl\u00fccke zu stopfen<\/a> (CVE-2020-17103, CVSS 7.0, Risiko \u201ehoch\u201c). Unklar ist, ob der Patch irgendwann zur\u00fcckgezogen wurde oder Microsoft ihn schlicht nicht verteilt. Jedenfalls ist die Schwachstelle \u2013 die <a href=\"https:\/\/project-zero.issues.chromium.org\/issues\/42451192\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Googles Project Zero damals<\/a> gemeldet hatte \u2013 noch immer angreifbar. Der <a href=\"https:\/\/github.com\/Nightmare-Eclipse\/MiniPlasma\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Proof-of-Concept-Exploit (PoC) auf GitHub<\/a> soll vorf\u00fchren, wie Angreifer sich damit SYSTEM-Rechte verschaffen, aber auch Googles alter PoC funktioniert demnach noch immer.<\/p>\n<p>BitLocker beliebig entsperren mit lokalem Zugriff<\/p>\n<p>Etwas mehr Kopfzerbrechen bereitet die \u201eYellowKey\u201c-Schwachstelle in BitLocker. Wie f\u00fcr die k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Angriff-umgeht-BitLocker-mittels-Windows-Recovery-Environment-11292642.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bekannt gewordene, auf BitUnlocker basierende Attacke<\/a> ist lokaler Zugriff n\u00f6tig. Allerdings reicht daf\u00fcr ein einfacher USB-Stick aus. Auf den kopieren Angreifer den Ordner \u201e\\System Volume Information\\FsTx\u201c. Das Dateisystem muss dazu mit Windows kompatibel sein, also etwa FAT, FAT32, exFAT oder NTFS. Diesen Stick steckt man nun an einen Rechner mit aktiviertem BitLocker. Durch Gedr\u00fcckthalten der Shift-Taste beim Start muss das System in die Windows-Wiederherstellungsumgebung booten. Darin klicken Angreifer auf Restart und halten statt der Shift-Taste nun die Taste Strg gedr\u00fcckt. Das startet eine Shell mit uneingeschr\u00e4nktem Zugriff auf das eigentlich von BitLocker gesch\u00fctzte Laufwerk. Das soll unter Windows 11 und Server 2022 sowie 2025 funktionieren, die Windows-Wiederherstellungsumgebung von Windows 10 ist nicht betroffen. Was bei den BitUnlocker-abgeleiteten Angriffen hilft \u2013 eine Umgebung, die auf die Eingabe einer PIN vor dem Entschl\u00fcsseln und TPM-Schutz setzt \u2013, ist hier offenbar wirkungslos, schreibt <a href=\"https:\/\/deadeclipse666.blogspot.com\/2026\/05\/were-doing-silent-patches-now-huh-also.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">*Elipse in einem Blog-Beitrag<\/a>.<\/p>\n<p>Der IT-Sicherheitsexperte Will Dormann hat den Exploit getestet und berichtet auf Mastodon von seinen Schl\u00fcssen. Ihm zufolge ist etwa das Dr\u00fccken und Halten von Strg nicht n\u00f6tig, um in die Shell mit BitLocker-Laufwerk-Zugriff zu gelangen. Die genaue Funktionsweise ist derzeit noch immer unklar, aber es sieht so aus, als ob sich mit dem \u201e\\System Volume Information\\FsTx\u201cOrdner eines Laufwerks (der <a href=\"https:\/\/learn.microsoft.com\/de-de\/windows\/win32\/fileio\/transactional-ntfs-portal\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">zu Transactional NTFS<\/a> geh\u00f6rt) die Inhalte von anderen Laufwerken freischalten lassen. Ein User-Bericht unter Dormanns Beitrag deutet jedoch darauf, dass bei ihm das C-Laufwerk freigegeben wurde, das D-Laufwerk hingegen nicht.<\/p>\n<p>In dem Blog-Eintrag schreibt *Eclipse au\u00dferdem, dass Microsoft eine der gemeldeten Schwachstellen anscheinend still und heimlich korrigiert hat. Die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Vom-BlueHammer-Autor-Neuer-Windows-Zeroday-verschafft-Adminrechte-11260913.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eRedSun\u201c-Schwachstelle<\/a> von Mitte April verschafft Angreifern Adminrechte. Die ist mit den Updates zum Patchday der vergangenen Woche offenbar gefixt worden \u2013 ohne etwa einen CVE-Schwachstelleneintrag.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:dmk@heise.de\" title=\"Dirk Knop\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dmk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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