{"id":130214,"date":"2026-05-19T12:28:11","date_gmt":"2026-05-19T12:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/130214\/"},"modified":"2026-05-19T12:28:11","modified_gmt":"2026-05-19T12:28:11","slug":"mobile-sicherheitskrise-ki-gestuetzte-malware-bedroht-banking-apps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/130214\/","title":{"rendered":"Mobile Sicherheitskrise: KI-gest\u00fctzte Malware bedroht Banking-Apps"},"content":{"rendered":"<p>Kaspersky verzeichnet 2,67 Mio. Angriffe auf Smartphones im ersten Quartal 2026. Banking-Trojaner nehmen rasant zu.<\/p>\n<p>Kriminelle nutzen generative K\u00fcnstliche Intelligenz, um Handynutzer zu betr\u00fcgen \u2013 die Zahl der Angriffe steigt rasant.<\/p>\n<p>Die Bedrohungslage f\u00fcr mobile Endger\u00e4te hat sich dramatisch versch\u00e4rft. Im ersten Quartal 2026 verhinderte der Sicherheitsanbieter Kaspersky rund 2,67 Millionen Angriffe auf Smartphones. Besonders alarmierend: Die Zahl der Banking-Trojaner-Pakete stieg im Quartalsvergleich um 50 Prozent auf 162.275. Ransomware bleibt mit 439 entdeckten Paketen eine konstante Gefahr. Banking-Trojaner machen inzwischen 10,86 Prozent aller Malware-Erkennungen aus \u2013 der Mamont-Trojaner ist dabei mit 73,5 Prozent der dominierende Sch\u00e4dling. Auch die Hintert\u00fcr Triada.ag z\u00e4hlt zu den am h\u00e4ufigsten registrierten Bedrohungen.<\/p>\n<p>PromptSpy: Der erste KI-gest\u00fctzte Android-Sch\u00e4dling<\/p>\n<p>Im Mai 2026 entdeckten Sicherheitsforscher PromptSpy \u2013 die erste Android-Malware, die generative KI einsetzt. Der Sch\u00e4dling passt sich in Echtzeit an Ver\u00e4nderungen der Benutzeroberfl\u00e4che an. Damit umgeht er herk\u00f6mmliche Erkennungsmethoden und t\u00e4uscht Nutzer bei betr\u00fcgerischen Transaktionen noch effektiver.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Angesichts der rasanten Zunahme von KI-gest\u00fctzten Banking-Trojanern und betr\u00fcgerischen APK-Dateien ist ein Basis-Schutz f\u00fcr Mobilger\u00e4te unerl\u00e4sslich. IT-Experten empfehlen diese f\u00fcnf konkreten Ma\u00dfnahmen, um Ihr Android-Smartphone wirksam gegen Hacker und Datenmissbrauch abzusichern. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-913220\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">5 Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Ihr Smartphone jetzt entdecken<\/a><\/p>\n<p>Doch nicht nur automatisierte Malware ist gef\u00e4hrlich. Anfang der Woche deckten indische Beh\u00f6rden einen aufwendigen Betrug auf. Kriminelle gaben sich als Mitarbeiter des Gasversorgers Mahanagar Gas Limited aus. Sie drohten ihren Opfern mit der Sperrung des Gasanschlusses \u2013 es sei denn, diese installierten eine bestimmte APK-Datei. Mit Anrufumleitungs-Codes gelang es den T\u00e4tern, Einmal-Passw\u00f6rter abzufangen und sich remote Zugang zu Banking-Apps zu verschaffen. Die Konten wurden anschlie\u00dfend leerger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Schwachstellen im Zahlungsverkehr<\/p>\n<p>Neben direkten Malware-Angriffen bleiben strukturelle L\u00fccken im Zahlungssystem eine Einfallst\u00fcr. Eine Studie von GfK und Mastercard zeigt: 27 Prozent der Deutschen wurden bereits Opfer von Karten- oder Kontobetrug. Im August 2025 wurden rund sechs Millionen IBANs durch einen Exploit in einem G\u00e4stekonto-System kompromittiert.<\/p>\n<p>Das SEPA-Lastschriftverfahren bietet zwar starke rechtliche Schutzmechanismen, ist aber anf\u00e4llig f\u00fcr technische Pannen. Lastschriften scheitern oft an abgelaufenen Mandaten \u2013 diese verfallen nach 36 Monaten Inaktivit\u00e4t. Ein massiver Ausfall bei der niederl\u00e4ndischen ABN AMRO am 17. Mai 2026 legte das Online-Banking und iDEAL-Zahlungen lahm. Ursache waren SSL\/TLS-Zertifikatsfehler w\u00e4hrend routinem\u00e4\u00dfiger Wartungsarbeiten.<\/p>\n<p>Die Sicherheit verschiedener Zahlungsmethoden wird kontrovers diskutiert. W\u00e4hrend SEPA-Lastschriften R\u00fcckbuchungen innerhalb von acht Wochen erlauben, liegt die Beweislast bei Betrugsf\u00e4llen hoch. Kreditkarten bieten Chargeback-Optionen innerhalb von 120 Tagen und Nullhaftungs-Policen \u2013 allerdings kennen viele Institute die genauen Verfahren nicht. PayPal sch\u00fctzt die IBAN des Nutzers und gew\u00e4hrt 180 Tage K\u00e4uferschutz, entscheidet aber in Streitf\u00e4llen nach eigenem Ermessen.<\/p>\n<p>Auch die Telekommunikationsinfrastruktur selbst wird attackiert. In Australien wurde am 19. Mai 2026 ein 35-J\u00e4hriger zu \u00fcber zwei Jahren Haft verurteilt. Er hatte im Juli 2024 illegal 44 Mobilfunknummern portiert, um Konten zu \u00fcbernehmen. Bereits Anfang 2025 wurde der Anbieter SpinTel von der australischen Regulierungsbeh\u00f6rde ACMA mit einer Geldstrafe von 59.400 AUD belegt \u2013 wegen Sicherheitsm\u00e4ngeln, die zu unautorisierten Portierungen mit Sch\u00e4den von \u00fcber 45.000 AUD f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Wero: Europas Antwort auf unsichere Zahlungen<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung setzen Regierungen und Unternehmen auf strengere Sicherheitsprotokolle. Der europ\u00e4ische Bezahldienst Wero der European Payments Initiative (EPI) verzeichnet seit seinem Start 2024 \u00fcber 53 Millionen Nutzer. Das System arbeitet mit Echtzeit-\u00dcberweisungen auf Basis von Telefonnummern oder E-Mail-Adressen \u2013 die IBAN bleibt verborgen. QR-Code-Zahlungen f\u00fcr den Einzelhandel sind in Planung.<\/p>\n<p>Samsung und Microsoft schlie\u00dfen Sicherheitsl\u00fccken<\/p>\n<p>Am 18. Mai 2026 begann Samsung mit der Auslieferung seines monatlichen Sicherheitsupdates. Es enth\u00e4lt 37 Fehlerbehebungen \u2013 30 von Google, sieben spezifisch f\u00fcr Samsung-Hardware. Betroffen sind die Galaxy-S26-Serie sowie mehrere A-Serie- und XCover-Ger\u00e4te.<\/p>\n<p>Microsoft k\u00e4mpft derweil mit Problemen bei den Mai-2026-Updates f\u00fcr Windows 11. Das Update KB5089549 installiert sich nicht auf Systemen, deren EFI-Systempartition weniger als zehn Megabyte freien Speicherplatz hat \u2013 das betrifft rund 35 bis 36 Prozent aller Installationen. Zudem f\u00fchrte ein Fehler im Windows Cloud Filter Driver zur Ver\u00f6ffentlichung des MiniPlasma-Exploits. Die Schwachstelle (CVE-2020-17103) erm\u00f6glicht eine Rechteausweitung auf SYSTEM-Ebene unter Windows 10 und 11 \u2013 selbst mit den aktuellsten Updates. Ein fr\u00fcherer Patch scheint unwirksam geworden zu sein.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Sicherheitsl\u00fccken wie der MiniPlasma-Exploit sogar aktuelle Systeme bedrohen, erschweren fehlerhafte Updates die Absicherung des PCs. Dieser Experten-Report liefert schnelle Hilfe bei Update-Fehlern und zeigt Ihnen, wie Sie typische Windows-11-Probleme k\u00fcnftig ohne teure IT-Hilfe selbst l\u00f6sen. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/erste-hilfe-fuer-windows11\/?af=KOOP_CW_WS_DNV_YES_WINDOWS-11-PROBLEME_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-913220\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenlosen PDF-Report zur Fehlerbehebung herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Finanzielle Sch\u00e4den und rechtliche Konsequenzen<\/p>\n<p>Die finanziellen Folgen sind erheblich. In \u00d6sterreich wurden seit 2023 insgesamt 717 Phishing-F\u00e4lle gemeldet, der durchschnittliche Schaden liegt bei 4.333 Euro pro Vorfall. Der Bundesgerichtshof (BGH) stellte im Februar 2026 klar: Kontenleihe \u2013 die \u00dcberlassung des eigenen Kontos an Dritte \u2013 kann als Geldw\u00e4sche mit bis zu f\u00fcnf Jahren Haft bestraft werden.<\/p>\n<p>Einige L\u00e4nder gehen drastischere Wege. Vietnamesische Banken wie Agribank und Vietcombank sperren Transaktionen f\u00fcr Konten ohne aktuelle biometrische Daten oder g\u00fcltige Ausweisdokumente. Online-Zahlungen werden blockiert, w\u00e4hrend ATM- und POS-Nutzung weiterhin erlaubt ist. Die Deutsche Rentenversicherung hat angek\u00fcndigt, dass f\u00fcr Rentenzahlungen nach Israel ab Ende 2026 zwingend eine IBAN erforderlich ist. Betroffene m\u00fcssen ihre Daten bis zum 30. September 2026 einreichen.<\/p>\n<p>Ausblick: Der Kampf wird h\u00e4rter<\/p>\n<p>Der Kampf gegen mobile Finanzkriminalit\u00e4t wird sich weiter versch\u00e4rfen. Analysten von SOC Prime beobachten, dass chinesische APT-Gruppen (Advanced Persistent Threats) zunehmend native Windows-Tools f\u00fcr Credential-Diebstahl und laterale Bewegungen missbrauchen \u2013 ein Trend, der auf mobile Cloud-Umgebungen \u00fcbergreifen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Organisationen wie Leidos arbeiten mit der US-Forschungsbeh\u00f6rde DARPA an der Plattform \u201eNetwork Path Traversal&#187;. Sie nutzt Graph Neural Networks, um komplexe Exploit-Ketten in mobilen Betriebssystemen zu analysieren. F\u00fcr Verbraucher bleibt der wichtigste Schutz: Sicherheitsupdates zeitnah installieren und misstrauisch gegen\u00fcber unaufgeforderten App-Installationen oder Kontodaten-Anfragen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kaspersky verzeichnet 2,67 Mio. Angriffe auf Smartphones im ersten Quartal 2026. Banking-Trojaner nehmen rasant zu. 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