{"id":130470,"date":"2026-05-19T15:20:08","date_gmt":"2026-05-19T15:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/130470\/"},"modified":"2026-05-19T15:20:08","modified_gmt":"2026-05-19T15:20:08","slug":"freiwillige-kirchensteuer-wuerde-viermal-mehr-gemeinden-ins-defizit-treiben-pfarrblatt-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/130470\/","title":{"rendered":"Freiwillige Kirchensteuer w\u00fcrde viermal mehr Gemeinden ins Defizit treiben: Pfarrblatt Bern"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0<\/p>\n<p>Jonas Gabrieli<\/p>\n<p>Als das Berner Kantonsparlament im M\u00e4rz \u00fcber die Zukunft der Kirchensteuern f\u00fcr Unternehmen diskutieren sollte, kam es gar nicht erst dazu. Weil eine Mehrheit mehr Informationen w\u00fcnschte, musste der Regierungsrat seinen Bericht \u00fcberarbeiten.<\/p>\n<p>Das hat er nun getan, wie er in einer Mitteilung schreibt. Dabei hat er die Auswirkungen einer freiwilligen Kirchensteuer nach Regionen prognostiziert. Insgesamt zahlen die Firmen j\u00e4hrlich rund 40 Millionen Franken an die Kirchgemeinden.<\/p>\n<p>Emmental, Oberaargau und Berner Jura besonders betroffen<\/p>\n<p>Durch eine freiwillige Kirchensteuer und gleichbleibende Leistungen der Kirchen w\u00fcrde sich die Zahl der defizit\u00e4ren Kirchgemeinden fast vervierfachen, schreibt der Regierungsrat. Waren es in den Jahren 2019 bis 2023 im Durchschnitt 22 Kirchgemeinden mit einem negativen Jahresergebnis, w\u00fcrde sich diese Zahl auf 84 erh\u00f6hen, was 40 Prozent aller Kirchgemeinden entspricht.<\/p>\n<p>Besonders betroffen w\u00e4ren die Regionen Emmental-Oberaargau und der Berner Jura, wo rund jede zweite Gemeinde defizit\u00e4r werden w\u00fcrde. In den Regionen Bern-Mittelland, Oberland und Seeland w\u00e4re rund jede dritte Gemeinde betroffen.<\/p>\n<p>M\u00f6glicher Wegfall von Angeboten f\u00fcr Junge\u00a0<\/p>\n<p>Da die Kirchensteuern der Unternehmen im Kanton Bern lediglich f\u00fcr gesamtgesellschaftliche Leistungen eingesetzt werden d\u00fcrfen, rechnet der Regierungsrat mit entsprechenden K\u00fcrzungen der Gemeinden in diesem Bereich. Er nennt dabei den Wegfall \u00abwertvoller Angebote\u00bb f\u00fcr Kinder und Jugendliche, Armutsbetroffene, Menschen mit Behinderungen und Betagte. Auch der Unterhalt historisch und touristisch bedeutsamer Geb\u00e4ude werde gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Die Firmen profitieren laut dem Bericht hingegen nur minimal von der Befreiung der Kirchensteuern. Sie machen rund drei Prozent aller Steuerschulden aus, die restlichen 97 Prozent fliessen an Kanton, Bund und die Politische Gemeinde.<\/p>\n<p>Kompromissvorschlag der Regierung<\/p>\n<p>Der Regierungsrat schl\u00e4gt deshalb weiterhin eine Freigrenze als Kompromiss vor: Unternehmen mit weniger als 700&#8217;000 Franken Gewinn pro Jahr \u2013 das entspricht 97 Prozent der Firmen im Kanton Bern \u2013 sollen von der Kirchensteuer befreit werden. Sie k\u00f6nnten selbst entscheiden, ob sie den Betrag zahlen m\u00f6chten oder nicht.<\/p>\n<p>Da die gr\u00f6ssten drei Prozent der Berner Firmen rund 80 Prozent an die Kirchensteuern beitragen, w\u00e4re die Einbusse f\u00fcr die Kirchen weniger gravierend.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ref.ch\/news\/bern-regierungsrat-kirchensteuern-firmen-unternehmen-gesellschaftliche-leistungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Erstpublikation auf ref.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a0 Jonas Gabrieli Als das Berner Kantonsparlament im M\u00e4rz \u00fcber die Zukunft der Kirchensteuern f\u00fcr Unternehmen diskutieren sollte,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":130471,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[30],"tags":[125,8837,2115,45,55],"class_list":["post-130470","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bern","tag-bern","tag-kirchensteuer","tag-regierungsrat","tag-schweiz","tag-unternehmen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116601913949538971","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=130470"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130470\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/130471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=130470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=130470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=130470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}