{"id":132156,"date":"2026-05-20T17:06:08","date_gmt":"2026-05-20T17:06:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/132156\/"},"modified":"2026-05-20T17:06:08","modified_gmt":"2026-05-20T17:06:08","slug":"antientzuendliche-ernaehrung-dge-sieht-grosses-potenzial","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/132156\/","title":{"rendered":"Antientz\u00fcndliche Ern\u00e4hrung: DGE sieht gro\u00dfes Potenzial"},"content":{"rendered":"<p>Die DGE empfiehlt gezielte Kost zur Senkung von Entz\u00fcndungen. Neue Studien belegen positive Effekte auf Darm und Immunsystem.<\/p>\n<p>Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) hat im Mai 2026 darauf hingewiesen, dass eine gezielte antientz\u00fcndliche Kost das Risiko f\u00fcr Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Rheumatoide Arthritis senken kann. Aktuelle Studien unterstreichen die Rolle des Darmmikrobioms und spezifischer Pflanzenstoffe.<\/p>\n<p>Das Mikrobiom als Immunregulator<\/p>\n<p>Ein Ungleichgewicht der Darmflora \u2013 die sogenannte Dysbiose \u2013 wird mit chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen, Stoffwechselst\u00f6rungen und Krebs in Verbindung gebracht. Die Forschung entwickelt stetig neue Therapieans\u00e4tze: Neben der f\u00e4kalen Mikrobiota-Transplantation gewinnen metabolitbasierte Therapien und Probiotika an Bedeutung. Synthetische Mikrobiota und Mikrobiom-Editing stecken noch in fr\u00fchen Entwicklungsstadien und stehen vor regulatorischen H\u00fcrden.<\/p>\n<p>In Fachpraxen werden mittlerweile umfangreiche Stuhldiagnostiken angeboten. Sie untersuchen Marker wie Zonulin und Calprotectin sowie die Zusammensetzung der Darmflora. Die Kosten tragen Patienten meist als individuelle Gesundheitsleistungen selbst.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Warum f\u00fchlen Sie sich st\u00e4ndig m\u00fcde und haben Schmerzen? Stille Entz\u00fcndungen k\u00f6nnten der Grund sein. Ein kostenloser Selbsttest verr\u00e4t, ob Ihr K\u00f6rper heimlich unter Entz\u00fcndungen leidet \u2013 und was Sie dagegen tun k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-915984\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">12 nat\u00fcrliche Entz\u00fcndungs-Killer entdecken<\/a><\/p>\n<p>Eine Studie der Mayo-Klinik in Cell Reports Medicine belegt den Nutzen von Vitamin D: Bei 48 Patienten mit chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen f\u00fchrte eine zw\u00f6lfw\u00f6chige Supplementierung zu einem Anstieg des sch\u00fctzenden Antik\u00f6rpers IgA und einer Senkung des entz\u00fcndlichen IgG. Fachleute warnen jedoch vor Selbstmedikation ohne \u00e4rztliche Aufsicht.<\/p>\n<p>Flavonoide und einfache Ern\u00e4hrungsumstellungen<\/p>\n<p>Besonders Flavonoide \u2013 eine Gruppe der Polyphenole \u2013 wirken stark antioxidativ. Spitzenreiter sind Kapern mit 180,7 Milligramm Quercetin pro 100 Gramm. Auch Beeren, rote Zwiebeln, Petersilie und gr\u00fcner Tee liefern diese immunregulatorischen Stoffe.<\/p>\n<p>Eine Studie in Nutrients (2025) zeigt: Der t\u00e4gliche Konsum von 30 Gramm Mandeln statt hochverarbeiteter Snacks verbessert die Ern\u00e4hrungsqualit\u00e4t signifikant. Mandeln liefern Proteine, Ballaststoffe und unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, w\u00e4hrend Zucker und ges\u00e4ttigte Fette reduziert werden. Besonders stark war der Effekt bei Kindern zwischen vier und 13 Jahren.<\/p>\n<p>In der Sportwissenschaft diskutiert man pflanzliche Lebensmittel wie Wassermelone (L-Citrullin) oder Rote Bete (Betalaine) zur Verbesserung von Regeneration und Sauerstofftransport. Gekeimter Buchweizen liefert freie Aminos\u00e4uren und Coenzym Q10. Eine Meta-Analyse aus Brasilien zeigt: Kreatin st\u00e4rkt zwar die Muskelkraft, hat aber bei normaler Belastung keinen klinisch relevanten Einfluss auf Entz\u00fcndungsmarker wie CRP oder IL-6 \u2013 au\u00dfer bei extremer Belastung wie Marathonl\u00e4ufen.<\/p>\n<p>Neue Klassifizierung: Aus PCOS wird PMOS<\/p>\n<p>Die medizinische Fachwelt reagiert auf neue Erkenntnisse mit einer Anpassung der Terminologie. Wie The Lancet im Mai 2026 berichtete, wurde das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) in PMOS (polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom) umbenannt. 56 Fachgesellschaften waren an der Entscheidung beteiligt. Grund: Der alte Name war irref\u00fchrend, da nicht immer Zysten vorhanden sind und die metabolische Dimension nicht abgebildet wurde. Die offizielle \u00dcbernahme in das ICD-System der WHO wird innerhalb der n\u00e4chsten drei Jahre angestrebt.<\/p>\n<p>Die DGE empfiehlt mindestens 30 Gramm Ballaststoffe t\u00e4glich. L\u00f6sliche Ballaststoffe aus \u00c4pfeln oder Hafer senken den Cholesterinspiegel, unl\u00f6sliche Fasern aus Vollkorn f\u00f6rdern die Verdauung. Beide minimieren das Risiko f\u00fcr Diabetes Typ-2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Erg\u00e4nzend empfiehlt die Ecodemy t\u00e4glich 250 Milligramm der Omega-3-Fetts\u00e4uren EPA und DHA \u2013 Algen\u00f6l gilt als nachhaltige vegane Quelle.<\/p>\n<p>Brain Endurance Training: Kognition vor Bewegung<\/p>\n<p>Schlafmediziner wie Professor Fietze weisen darauf hin, dass Stress durch globale Krisen die Schlafqualit\u00e4t massiv beeintr\u00e4chtigt \u2013 mit negativen Folgen f\u00fcr Immunsystem und Entz\u00fcndungswerte. Als neue Methode wird das \u201eBrain Endurance Training\u201c (BET) diskutiert. Eine Untersuchung mit Frauen zwischen 65 und 78 Jahren zeigte: Kognitive Aufgaben unmittelbar vor dem k\u00f6rperlichen Training steigerten die kognitive Leistung um 8 Prozent und die k\u00f6rperliche Ausdauer um 30 Prozent \u2013 bei regelm\u00e4\u00dfigem Training \u00fcber sechs bis acht Wochen.<\/p>\n<p>Paradigmenwechsel in der Ern\u00e4hrungsmedizin<\/p>\n<p>Die Datenlage verdeutlicht einen Wandel: Weg von kurzfristigen Di\u00e4ten, hin zur langfristigen Modulation des Immunsystems durch gezielte Lebensmittelauswahl. Fermentierte Produkte wie Kefir, Kimchi, Kombucha und Sauerkraut erleben eine Renaissance \u2013 traditionelle Konservierungsmethoden liefern reichlich Probiotika und Milchs\u00e4urebakterien.<\/p>\n<p>Wirtschaftlich entsteht ein wachsender Markt f\u00fcr spezialisierte Diagnostik und Supplemente. Da viele Leistungen nicht zum Standardkatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen geh\u00f6ren, boomen private Gesundheitsausgaben. Fachveranstaltungen wie der Darmtag Aachen im Juni 2026 spiegeln den steigenden Informationsbedarf wider.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Diese 12 Lebensmittel aus dem Supermarkt wirken wie nat\u00fcrliche Schmerzmittel \u2013 ohne Nebenwirkungen. Ern\u00e4hrungsexperten enth\u00fcllen, wie Brokkoli, Ingwer &amp; Co. Gelenkschmerzen und Ersch\u00f6pfung sanft lindern. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-915984\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gratis-Ratgeber: Entz\u00fcndungshemmende Ern\u00e4hrung sichern<\/a><\/p>\n<p>Die Forschung macht jedoch klar: Ern\u00e4hrung allein l\u00f6st nicht alle Darmprobleme. Zust\u00e4nde wie SIBO-Syndrom, Gallens\u00e4urenmalabsorption oder Pankreasinsuffizienz erfordern eine tiefergehende medizinische Diagnostik. Die antientz\u00fcndliche Basisern\u00e4hrung bleibt dennoch das Fundament f\u00fcr die Behandlung vieler chronischer Beschwerden.<\/p>\n<p>Ausblick: Personalisierte Therapien<\/p>\n<p>In den kommenden Jahren ist mit einer weiteren Integration von Mikrobiom-Daten in die klinische Routine zu rechnen. Die Umbenennung von PMOS signalisiert eine \u00c4ra, in der hormonelle St\u00f6rungen prim\u00e4r als metabolische Herausforderungen verstanden werden. Therapeutische Ans\u00e4tze werden k\u00fcnftig st\u00e4rker personalisiert \u2013 basierend auf individuellen Stuhl- und Blutmarkern.<\/p>\n<p>Die Entwicklung synthetischer Mikrobiota k\u00f6nnte langfristig die f\u00e4kale Transplantation erg\u00e4nzen oder ersetzen. Bis dahin bleibt die Empfehlung der Fachgesellschaften konstant: Eine pflanzenbasierte, ballaststoffreiche Kost mit unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren und sekund\u00e4ren Pflanzenstoffen ist das effektivste Mittel gegen chronische Entz\u00fcndungsprozesse. Die Umsetzung \u2013 etwa N\u00fcsse statt verarbeitete Snacks oder fermentierte Lebensmittel \u2013 ist eine kosteng\u00fcnstige und wissenschaftlich fundierte Strategie f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die DGE empfiehlt gezielte Kost zur Senkung von Entz\u00fcndungen. 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