{"id":133612,"date":"2026-05-21T16:25:07","date_gmt":"2026-05-21T16:25:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/133612\/"},"modified":"2026-05-21T16:25:07","modified_gmt":"2026-05-21T16:25:07","slug":"marin-alsop-am-pult-des-rso-do-21-05-2026-1930","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/133612\/","title":{"rendered":"Marin Alsop am Pult des RSO | DO | 21 05 2026 | 19:30"},"content":{"rendered":"<p class=\"articleDate\">21. Mai 2026, 19:30<\/p>\n<p>Eigentlich hat alles vielversprechend begonnen: Im Fr\u00fchling 1939 erh\u00e4lt der junge Komponist Samuel Barber einen Kompositionsauftrag vom Industriellen Samuel Fels, was nicht nur einen gro\u00dfen Karriereschritt bedeutet, sondern auch eine stattliche Summe von 1.000 Dollar mit sich bringt. Ein Violinkonzert soll es werden, geschrieben f\u00fcr Iso Briselli, den hochbegabten Adoptivsohn des Fabrikanten &#8211; und au\u00dferdem Freund und Studienkollegen von Samuel Barber.<\/p>\n<p>Trotz der Unterbrechung durch den Kriegsbeginn stellt Barber im Oktober die ersten beiden S\u00e4tze des Konzerts fertig: lyrische und hoch emotionale Musik mit dramatischen Akzenten, die europ\u00e4ische Tradition und amerikanische Klangsprache h\u00f6rbar macht. Doch Briselli ist nicht ganz zufrieden: Die beiden S\u00e4tze sind ihm nicht virtuos genug &#8211; Barber solle doch den dritten Satz deutlich anspruchsvoller komponieren. Und das tut er auch: Im atemlosen Finalsatz fegt die Solovioline 110 Takte ohne Pause durch die Musik und verlangt dabei dem Solisten nicht nur technische Brillanz, sondern auch betr\u00e4chtliches Durchhalteverm\u00f6gen ab.<\/p>\n<p>Zu viel f\u00fcr Iso Briselli: Mit diesem schwierigen Schlusssatz bleibe ihm zu wenig Zeit zur Vorbereitung f\u00fcr die Urauff\u00fchrung im J\u00e4nner, der letzte Satz passe auch nicht zu den ersten beiden und \u00fcberhaupt sei das Konzert mit zu wenig Gef\u00fchl f\u00fcr das Soloinstrument komponiert. Fels und Briselli treten von den Auff\u00fchrungspl\u00e4nen zur\u00fcck, das ganze Unterfangen droht zu scheitern.<\/p>\n<p>Doch dann springt der Geiger Albert Spalding ein: Ein Jahr nach dem urspr\u00fcnglich geplanten Termin bringt er Barbers Violinkonzert zur Auff\u00fchrung und beschert dem jungen Komponisten damit einen triumphalen Erfolg. Der Beziehung zwischen Barber und Briselli hat das Beinahe-Fiasko \u00fcbrigens nichts anhaben k\u00f6nnen &#8211; sie bleiben auch danach im freundschaftlichen Kontakt.<\/p>\n<p>Eine langj\u00e4hrige Freundschaft verbindet den US-amerikanischen Komponisten John Adams mit Marin Alsop, der Ehrendirigentin des ORF RSO Wien. Sie sei eine der ganz wenigen Dirigentinnen, die seine Musik wirklich verstehen k\u00f6nnten, sagt John Adams &#8211; &#171;she gets me&#187;. In seinen Kompositionen gelingt es Adams, die musikalische Vielfalt seiner Heimat zum Ausdruck zu bringen. Er verbindet die Str\u00f6mungen des Ostens und des Westens, die Str\u00e4nge des Transzendentalismus und das Erbe der verschiedenen Beat-Generationen. Der Fokus auf Rhythmus und rhythmische Modulationen ist ganz typisch f\u00fcr Adams.<\/p>\n<p>So auch in &#171;The Rock You Stand On&#187;, das Marin Alsop gewidmet ist und im Wiener Konzerthaus seine \u00f6sterreichische Erstauff\u00fchrung feiert: ein zehnmin\u00fctiger Essay aus kraftvollen, pulsierenden Rhythmen und synkopischen Figuren, die durch die verschiedenen Instrumentengruppen wandern und dem Orchester einen gewissen &#171;Big Band&#187;-Sound verleihen.<\/p>\n<p>Der Titel, &#171;The Rock You Stand On&#187;, soll dabei nichts anderes &#171;als vielleicht auf die Eigenschaften &#8211; Loyalit\u00e4t, Entschlossenheit, Hingabe &#8211; hinweisen, die Marin Alsop f\u00fcr mich so besonders machen&#187;, so John Adams. Transatlantische Freundschaft, musikalisch erz\u00e4hlt &#8230;<\/p>\n<p>Service<\/p>\n<p>Diese Sendung wird in Dolby Digital 5.1 Surround Sound \u00fcbertragen. Die volle Surround-Qualit\u00e4t erleben Sie via Internet-Streaming auf Ihrem HbbTV-Ger\u00e4t oder durch Direktaufruf der Streaming-URLs. <\/p>\n<p>Mehr dazu in <a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/5.1\" class=\"weiter\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">oe1.ORF.at<\/a> &#8211; 5.1<\/p>\n<p>Sendereihe<\/p>\n<p>Gestaltung<\/p>\n<p>\u00dcbersicht<\/p>\n<p>  Playlist<\/p>\n<p>Komponist\/Komponistin: Samuel Barber<br \/>Titel: Konzert f\u00fcr Violine und Orchester op. 14 (1939-1940)<br \/>Ausf\u00fchrende: Maria Iodenitch (Violine), ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Marin Alsop (Leitung)<br \/>L\u00e4nge: 22:20 min<br \/>Label: Wise Music \/ LM<\/p>\n<p>Komponist\/Komponistin: Georg Philipp Telemann<br \/>Titel: Fantasie Nr. 7 TWV 40:20 \/ 1. Satz &#8211; Dolce<br \/>Ausf\u00fchrende: Maria Iodenitch (Violine)<br \/>L\u00e4nge: 02:15 min<br \/>Label: Manus<\/p>\n<p>Komponist\/Komponistin: Maurice Ravel<br \/>Titel: Daphnis et Chlo\u00e9. Fragments symphoniques, deuxi\u00e8me s\u00e9rie (1913)<br \/>Ausf\u00fchrende: ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Marin Alsop (Leitung)<br \/>L\u00e4nge: 16:30 min<br \/>Label: Universal Edition\/Schott \/ LM<\/p>\n<p>  <a class=\"fadeContent\" href=\"#\">weiteren Inhalt einblenden<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"21. Mai 2026, 19:30 Eigentlich hat alles vielversprechend begonnen: Im Fr\u00fchling 1939 erh\u00e4lt der junge Komponist Samuel Barber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":133613,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[454,46,68,67,7851,7852,711,100,732,85,86,735,45,44,733,69,63],"class_list":["post-133612","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-musik","tag-bildung","tag-ch","tag-entertainment","tag-gesundheit","tag-information","tag-kabarett","tag-konzert","tag-kunst","tag-literatur","tag-music","tag-musik","tag-oper","tag-schweiz","tag-switzerland","tag-theater","tag-unterhaltung","tag-wissenschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116613494065272606","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133612","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133612"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133612\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133613"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133612"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133612"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133612"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}