{"id":13509,"date":"2026-02-20T18:16:12","date_gmt":"2026-02-20T18:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/13509\/"},"modified":"2026-02-20T18:16:12","modified_gmt":"2026-02-20T18:16:12","slug":"kommentar-verhandlungen-fuer-russland-teil-der-kriegsfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/13509\/","title":{"rendered":"Kommentar: Verhandlungen &#8211; f\u00fcr Russland Teil der Kriegsf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/medinski-genf-100.jpg\" alt=\"Der russische Verhandlungsf\u00fchrer Wladimir Medinski in Genf\" title=\"Der russische Verhandlungsf\u00fchrer Wladimir Medinski in Genf | EPA\"\/><\/p>\n<p>                    kommentar<\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 18.02.2026 \u2022 18:42 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Nach den Gespr\u00e4chen \u00fcber ein Kriegsende in der Ukraine sind noch keine Ergebnisse bekannt. Eines steht aber fest: Auch diese Verhandlungen nutzt Russland &#8211; zum wiederholten Mal &#8211; als Teil seiner Kriegsf\u00fchrung.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/andrea-beer-122.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Andrea Beer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/andrea-beer-113.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kaum Strom und Heizung, lebensbedrohliche K\u00e4lte, russische Angriffe praktisch rund um die Uhr und ein schwieriges Frontgeschehen. Das ist die zerm\u00fcrbende Realit\u00e4t von Millionen Menschen in der Ukraine. Auch rund um die Genfer Gespr\u00e4che befehligte Moskau Drohnen- und Raketenangriffe &#8211; unter anderem auf Energieanlagen in der Region Odessa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die systematische Zerst\u00f6rung von Infrastruktur entzieht der Gesellschaft bewusst und auf grausame Weise elementare Lebensgrundlagen. Das hat nicht erst in diesem eisigen Winter begonnen, sondern ist seit dem Beginn der russischen Vollinvasion vor vier Jahren erkl\u00e4rtes Ziel der Angreifer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Darauf weist vieles hin &#8211; unter anderem die Zerst\u00f6rung des Kachowka-Staudamms &#8211; in deren Folge s\u00fcdliche Regionen wie das geschundene Cherson teilweise \u00fcberflutet wurden. Die Hinweise, die Russland daf\u00fcr verantwortlich machen, scheinen \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p>    Russland will Zugest\u00e4ndnisse von der Ukraine<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zur russischen Zerst\u00f6rung der Energieversorgung geh\u00f6rt auch die Besetzung von Europas gr\u00f6\u00dfter Atomanlage Saporischschja im M\u00e4rz 2022. Sie deckte bis dahin rund 20 Prozent der Energieversorgung ab. Heute l\u00e4uft die unsichere K\u00fchlung der stillgelegten Meiler zwar nach wie vor \u00fcber Kiew, doch Moskau hat sich das Atomkraftwerk de facto angeeignet. Dazu gab es in Genf keine Ann\u00e4herung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Geht es nach Russlands Machthaber Wladimir Putin, soll die Ukraine nun einem irgendwie gearteten Kompromiss \u00fcber das AKW zustimmen. Genau wie im Donbass, den sie freiwillig und kampflos r\u00e4umen soll. Zudem soll die Ukraine Wahlen durchf\u00fchren, die das vom Parlament beschlossene Kriegsrecht gar nicht vorsieht.<\/p>\n<p>    Propaganda fruchtet &#8211; auch bei Trump<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig ist nicht erkennbar, dass Russland sich irgendwie bewegt. Im Gegenteil: Meisterhaft wie eh und je setzt Moskau Gespr\u00e4che wie in Genf als Teil der Kriegsf\u00fchrung ein und bleibt indes einfach bei l\u00e4ngst formulierten Forderungen &#8211; etwa dass die &#171;Ursachen des Konflikts&#187; behoben werden m\u00fcssten. Moskau bleibt vage, l\u00e4sst immer Raum f\u00fcr Auslegung, verz\u00f6gert und verdreht &#8211; w\u00e4hrend der Angriffskrieg einfach weitergeht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den besetzten Gebieten hat Russland zudem ein brutales Besatzungsregime errichtet, in dem Folter, Willk\u00fcr und Rechtlosigkeit an der Tagesordnung sind. Den globalen Informationsraum flutet Russland ungehemmt weiter mit Desinformation.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Propaganda fruchtet leider auch bei US-Pr\u00e4sident Donald Trump. Dieser w\u00fcrde die Ukraine mehr unter Druck setzen als Russland, beklagte sich der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj &#8211; und er mag recht haben. Wohl oder \u00fcbel m\u00fcssen die Ukraine und die Europ\u00e4er damit umgehen und den sprunghaft launischen Trump bei der Stange halten. Denn f\u00fcr Sicherheitszusagen nach einem m\u00f6glichen Kriegsende werden die Amerikaner dringend gebraucht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Was die Genf-Gespr\u00e4che in dieser Hinsicht ergeben haben, ist (noch) nicht \u00f6ffentlich bekannt. Gibt es nicht grundlegend mehr Druck auf Russland, werden auch kommende Runden vor allem Teil von Moskaus Kriegsf\u00fchrung sein &#8211; im Angriffskrieg gegen die Ukraine.<\/p>\n<p>Redaktioneller Hinweis<\/p>\n<p>        Kommentare geben grunds\u00e4tzlich die Meinung des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin wieder und nicht die der Redaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"kommentar Stand: 18.02.2026 \u2022 18:42 Uhr Nach den Gespr\u00e4chen \u00fcber ein Kriegsende in der Ukraine sind noch keine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13510,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[5668,42,1633,40,4352,2075,49,48,47],"class_list":{"0":"post-13509","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-kommentar","9":"tag-nachrichten","10":"tag-russland","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-ukraine-krieg","13":"tag-verhandlungen","14":"tag-welt","15":"tag-world","16":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13509"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13509\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}