{"id":135123,"date":"2026-05-22T15:30:34","date_gmt":"2026-05-22T15:30:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/135123\/"},"modified":"2026-05-22T15:30:34","modified_gmt":"2026-05-22T15:30:34","slug":"elf-professorinnen-und-professoren-ernannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/135123\/","title":{"rendered":"Elf Professorinnen und Professoren ernannt"},"content":{"rendered":"<p>                \tR\u00fccktritte\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. Gabriel Aeppli (*1956), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Physik am Departement Physik (Doppelprofessur mit der EPFL), wird Ende November 2026 in den Ruhestand treten. Gabriel Aeppli kam 2013 an die ETH Z\u00fcrich und ist zudem der gr\u00fcndende Leiter des Bereichs Photon Science sowie Vizedirektor am Paul Scherrer Institut (PSI). Zu seinen Verdiensten geh\u00f6ren neben der Ausbildung zahlreicher Studierender die wissenschaftliche Inbetriebnahme des SwissFEL (Swiss Free Electron Laser) und wesentliche Teilnahme an der SLS (Swiss Light Source) 2.0, mit bis zu 10\u2019000-fach erg\u00e4nzter Potenz, und am Park Innovaare mit neuem PSI-Reinraum. Zu seinen bekannten Forschungsergebnissen geh\u00f6ren R\u00f6ntgentomogramme mit Weltrekordaufl\u00f6sung von integrierten Schaltkreisen. Gabriel Aeppli befasste sich mit der zeitabh\u00e4ngigen Struktur der Lichtpulse von freien Elekronenlaser, was zum ersten R\u00f6ntgen-Frequenzkamm f\u00fchrte. Diese und \u00e4hnliche Beitr\u00e4ge motivieren das neue Projekt SwissFELplus, dessen Ziel die Produktion beliebig einstellbarer R\u00f6ntgenwellen ist. Seit 2016 ist Gabriel Aeppli Mitglied des Schweizerischen Wissenschaftsrates.\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. David Basin (*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Informatik (Informations\u00adsicherheit) am Departement Informatik, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Er kam 2002 an die ETH Z\u00fcrich. Seine Forschung in enger Zusammenarbeit mit der Industrie f\u00fchrte zu bahnbrechenden Fortschritten in den Grundlagen, Methoden und Werkzeugen zur \u00dcberpr\u00fcfung der Sicherheit von IT-Systemen. Er gr\u00fcndete mehrere Spin-offs und Forschungsinitiativen im Technologiebereich und brachte sieben Patente zur Anmeldung. David Basin wurde unter anderem mit der Ehrendoktorw\u00fcrde der Chalmers University of Technology f\u00fcr seine herausragenden Beitr\u00e4ge zur Cybersicherheit und dem Levchin Prize for Real-World Cryptography f\u00fcr die Entwicklung des Tamarin Prover ausgezeichnet. An der ETH Z\u00fcrich war er unter anderem (auch stellvertretender) Departementsvorsteher, Mitglied der Forschungskommission und der Doktoratskommission sowie mehrj\u00e4hriger Leiter des Instituts f\u00fcr Informationssicherheit. Aktuell leitet er den Beirat f\u00fcr den ETH Z\u00fcrich Campus Heilbronn.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. Jan Carmeliet (*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Bauphysik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Jan Carmeliet kam 2008 an die ETH Z\u00fcrich. Seine Forschung umfasst die mehrskalige Analyse por\u00f6ser Materialien, Bauphysik, st\u00e4dtisches Mikroklima und st\u00e4dtische Energiesysteme. Sein Ansatz verkn\u00fcpft Materialverhalten im Nanobereich mit der Leistungsf\u00e4higkeit auf Stadtebene. Er baute ein bedeutendes Forschungsprogramm zur Modellierung des st\u00e4dtischen Mikroklimas auf und pr\u00e4gte auf nationaler Ebene massgeblich die Forschungslandschaft im Bereich Geb\u00e4udeenergie. Jan Carmeliet war Vorstandsmitglied des Energy Science Centre ETH, SNF Research Councilor sowie Mitglied der Forschungskommission der ETH Z\u00fcrich. Er gr\u00fcndete den Masterstudiengang \u00abIntegrated Building Systems\u00bb und f\u00f6rderte den Aufbau interdisziplin\u00e4rer Teams und Infrastrukturen, welche die Forschung auch weit \u00fcber seinen Ruhestand hinaus pr\u00e4gen werden.\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. J\u00e9r\u00f4me Faist (*1962), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Experimentalphysik am Departement Physik, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. J\u00e9r\u00f4me Faist forscht im Bereich der Quanten- und Laserphysik und kam 2006 an die ETH Z\u00fcrich. Eine seiner gr\u00f6ssten Errungenschaften war die erste experimentelle Demonstration eines Quantenkaskadenlasers (QKL); die QKL-Forschung wurde im Wesentlichen von ihm begr\u00fcndet. Der H\u00f6hepunkt seiner Forschung an der ETH Z\u00fcrich ist die Entwicklung optischer Frequenzk\u00e4mme auf Basis von Quantenkaskadenlasern sowie die Untersuchung von Vakuumfluktuationen. J\u00e9r\u00f4me Faist h\u00e4lt 35 Patente und wurde zweimal mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet. An der ETH Z\u00fcrich trug er als Leiter des Instituts f\u00fcr Quantenelektronik zur akademischen Selbstverwaltung bei und f\u00fchrte das Departement als Vorsteher sicher durch die Pandemie. Zudem pr\u00e4gte er das Departement als Dozent und Mentor f\u00fcr zahlreiche Studierende und Doktorierende.\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. David Gugerli (*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Technikgeschichte am Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, wird Ende Oktober 2026 in den Ruhestand treten. David Gugerli vertritt eine kulturwissenschaftliche Technikgeschichte und kam 1997 an die ETH Z\u00fcrich. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die politische Geschichte des K\u00f6rpers, der Elektrifizierung, die Kartografie des nationalen Raums und die Entwicklung technischer Hochschulen. In j\u00fcngerer Zeit befasst er sich mit der Geschichte von rechnergest\u00fctzten Suchverfahren und Datenbanken, wissensbasierter \u00d6konomie sowie Fragen der Berechenbarkeit und der Rolle des Computers. David Gugerli war von 2005 bis 2018 Gr\u00fcndungsmitglied des Zentrums f\u00fcr die Geschichte des Wissens, zudem erster Sprecher der Departementsvorsteherkonferenz und von 2009 bis 2016 Pr\u00e4sident der Strategiekommission der ETH Z\u00fcrich. Neben seiner erfolgreichen Lehre engagierte er sich als Mitglied der Forschungskommission, als Vorsteher und stellvertretender Vorsteher des Departements sowie als Leiter und stellvertretender Leiter des Instituts f\u00fcr Geschichte.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. Johanna Jacobi (*1983), zurzeit Assistenzprofessorin f\u00fcr Agrar\u00f6kologische Transitionen am Departement Umweltsystemwissenschaften, wird die ETH Z\u00fcrich Ende September 2026 verlassen. Ihre Forschung mit Fokus auf tropische Regionen konzentriert sich auf Nachhaltigkeit und sozio-\u00f6kologische Resilienz in Landwirtschaft und Ern\u00e4hrungssystemen, auf agrar\u00f6kologische Themen sowie auf Machtbeziehungen in Ern\u00e4hrungssystemen und praktische Beispiele der Agroforstwirtschaft. Sie erhielt ein SNSF Eccellenza Professorial Fellowship und trug zu den ETH-Zielen bei, friedliche wissenschaftliche L\u00f6sungen f\u00fcr globale Probleme zu entwickeln. Johanna Jacobi wechselt als Professorin f\u00fcr Global Food Security im Luxembourg Centre for Social-Environmental Systems an die Universit\u00e4t Luxembourg.\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Mariam Issoufou Mahamadou (*1979), zurzeit ordentliche Professorin f\u00fcr Architektonisches Erbe und Nachhaltigkeit am Departement Architektur, wird die ETH Z\u00fcrich Ende Dezember 2026 verlassen. Ihre Entwurfs- und Forschungsprofessur mit dekolonialer und intersektionaler Ausrichtung hat die eurozentrischen Annahmen hinterfragt, die in der Architekturgeschichte, der Denkmalpflege und dem Nachhaltigkeitsdiskurs verankert sind, und vertritt die These, dass lokale Baukulturen und eingebettetes Wissen aus dem Globalen S\u00fcden wichtige Lehren daf\u00fcr bereithalten, wie Architektur auf die Klimakrise reagieren kann. Mariam Issoufou Mahamadou hat wesentlich dazu beigetragen, das Departement Architektur international neu zu positionieren. Sie verl\u00e4sst die ETH Z\u00fcrich, um den Schwerpunkt ihrer Arbeit neu auszurichten und ihr Engagement in der Architekturpraxis, im Schreiben und in den weiterreichenden kulturellen Debatten zu vertiefen, die ihr Werk angestossen hat.\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. Ursula Renold (*1961), zurzeit ordentliche Professorin f\u00fcr Bildungssysteme am Departement Management, Technologie und \u00d6konomie (D-MTEC), wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Sie ist eine international anerkannte Expertin f\u00fcr die Gestaltung, Steuerung und Reform von Bildungssystemen und war Leiterin des Forschungsbereichs Bildungssysteme an der Konjunkturforschungsstelle (KOF, heute KOF Institut), bevor sie Ende 2019 zur ordentlichen Professorin am D-MTEC ernannt wurde. Im Zentrum ihrer Forschung stehen die international vergleichende Bildungssystemforschung, die Dynamik von Bildungssystemen sowie die Weiterentwicklung bildungspolitischer Prozesse. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Center on the Economics and Management of Education and Training Systems (CEMETS) zur international gefragten Marke. An der ETH Z\u00fcrich hat sie sich als engagierte Dozentin, stellvertretende Departementsvorsteherin und Leiterin des Doktoratskomitees verdient gemacht. Ursula Renold hat mit ihrem Beitrag zum Berufsbildungssystem und zu den Fachhochschulen in der Schweiz das Ansehen der ETH Z\u00fcrich in diesem Bereich gest\u00e4rkt.\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. Federica Sallusto (*1961), zurzeit ordentliche Professorin f\u00fcr Medizinische Immunologie am Departement Biologie, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Sie kam 2016 an die ETH Z\u00fcrich, in einer Doppelprofessur mit der Universit\u00e0 della Svizzera italiana (USI) in Lugano. Federica Sallusto ist eine weltweit anerkannte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der menschlichen Immunologie, deren Arbeit definiert hat, wie wir die Differenzierung, Migration und das immunologische Ged\u00e4chtnis von T-Zellen verstehen. Ihre Erkenntnisse haben die Impfstoffentwicklung sowie T-Zell-basierte Therapien beeinflusst. Sie hat drei Patente zur Anmeldung gebracht und zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten. An der ETH Z\u00fcrich hat sich Federica Sallusto als Dozentin und Mentorin f\u00fcr zahlreiche Doktorierende und Postdoktorierende verdient gemacht und die n\u00e4chste Generation von Immunologinnen und Immunologen gepr\u00e4gt.\u00a0<\/p>\n<p>Prof. Dr. Christoph Schwab (*1962), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Mathematik am Departement Mathematik, wird Ende Dezember 2026 in den Ruhestand treten. Christoph Schwab ist ein Experte f\u00fcr die numerische Analyse von partiellen Differentialgleichungen und Randelementmethoden und seit 1995 an der ETH Z\u00fcrich. Im Zentrum seiner Forschung, welche mit einem ERC Advanced Grant unterst\u00fctzt wurde, steht die mathematische Analyse numerischer Methoden, speziell hochdimensionale Approximation, exponentielle Konvergenz von hp-Finite-Element Methoden sowie Monte-Carlo Methoden. Christoph Schwab war von 2002 bis 2026 Mitglied des Steering Committee der International Conference on Spectral and High Order Methods, dessen Vorsitz er von 2016 bis 2025 innehatte. An der ETH Z\u00fcrich pr\u00e4gte er nicht nur massgeblich den Unterricht, sondern trug zudem als mehrj\u00e4hriger Vorsteher und stellvertretender Vorsteher des Seminars f\u00fcr Angewandte Mathematik sowie als Mitglied der Forschungskommission zur akademischen Selbstverwaltung bei.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"R\u00fccktritte\u00a0 Prof. Dr. Gabriel Aeppli (*1956), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Physik am Departement Physik (Doppelprofessur mit der EPFL),&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":135124,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[25],"tags":[7987,7984,7983,7979,7982,251,7980,7981,7986,7977,7988,7976,7989,3213,1429,45,104],"class_list":["post-135123","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-zuerich","tag-d-arch","tag-d-baug","tag-d-biol","tag-d-bsse","tag-d-chab","tag-d-eaps","tag-d-gess","tag-d-infk","tag-d-itet","tag-d-math","tag-d-mavt","tag-d-mtec","tag-d-phys","tag-d-usys","tag-medienmitteilung","tag-schweiz","tag-zuerich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116618941907568808","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135123","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=135123"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135123\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/135124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=135123"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=135123"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=135123"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}