{"id":135760,"date":"2026-05-23T05:50:16","date_gmt":"2026-05-23T05:50:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/135760\/"},"modified":"2026-05-23T05:50:16","modified_gmt":"2026-05-23T05:50:16","slug":"fechten-doppelter-weltcup-sorgt-fuer-ausnahmesituation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/135760\/","title":{"rendered":"Fechten: Doppelter Weltcup sorgt f\u00fcr Ausnahmesituation"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/b96ac431-8c78-43cf-8d22-2e44168c023c.jpg\" alt=\"\u00dcber Pfingsten k\u00e4mpfen in Bern die besten Fechter der Welt - und in sechs Monaten ungeplant bereits wieder.\" loading=\"lazy\"\/>\u00dcber Pfingsten k\u00e4mpfen in Bern die besten Fechter der Welt &#8211; und in sechs Monaten ungeplant bereits wieder.<\/p>\n<p>Bild: Peter Endig\/Keystone<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Von Freitag bis Pfingstsonntag findet in der Mobiliar-Arena in Bern-G\u00fcmligen das traditionelle Schweizer Fecht-Weltcupturnier statt. Der Anlass setzt sowohl sportlich wie organisatorisch Meilensteine. Mit 371 Degenfechtern aus 70 Nationen verzeichnet die 61. Austragung des 1965 ins Leben gerufenen Events eine neue Rekordmarke.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Sportlich will das Schweizer Quartett im Teamevent vom Sonntag etwas erreichen, was noch nie gelang &#8211; den Heim-Weltcup zu gewinnen. Die Ausgangslage ist verlockend: An den vier Team-Weltcups dieser Saison stand die Schweiz zweimal zuoberst auf dem Podest. Bei einer weltweiten Konkurrenz aus mehr als 40 L\u00e4ndern eine grandiose Ausbeute.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/0638b2aa-cca7-42ad-82b7-1362deaa21a1.jpg\" alt=\"F\u00fcr den Schweizer Verbandspr\u00e4sidenten Max Heinzer sorgt der Verbleib von Bern im Weltkalender f\u00fcr einen bitters\u00fcssen Jubel.\" loading=\"lazy\"\/>F\u00fcr den Schweizer Verbandspr\u00e4sidenten Max Heinzer sorgt der Verbleib von Bern im Weltkalender f\u00fcr einen bitters\u00fcssen Jubel.<\/p>\n<p>Bild: Georgios Kefalas\/Keystone<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Dieses Kunstst\u00fcck ist umso bemerkenswerter, als dass die vier Schweizer Fechter in der Einzel-Weltrangliste mit den R\u00e4ngen 19, 22, 53 und 60 eigentlich nicht zur allerersten Garde z\u00e4hlen. Doch der neue franz\u00f6sische Nationaltrainer Daniel Jerent hat in Sachen Teamspirit und Taktik offensichtlich hervorragende Arbeit geleistet. Der langj\u00e4hrige Weltklasse-Fechter Max Heinzer, seit zwei Jahren als Pr\u00e4sident oberster Funktion\u00e4r von Swiss Fencing, sagt: \u00abUns war es wichtig, einen Nationaltrainer zu engagieren, der auf Augenh\u00f6he mit den Athleten kommuniziert.\u00bb<\/p>\n<p>Wie zweimal Weihnachten, aber mit dickem Einzahlungsschein<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Auch f\u00fcr die Zukunft des Berner Weltcups hat Swiss Fencing soeben einen Erfolgstreffer gelandet, wenn auch einen bitters\u00fcssen. Ende Mai wird der Weltverband das Wettkampfprogramm bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles verk\u00fcnden. Die Schweiz bleibt eine von nur f\u00fcnf Weltcupstationen bei den M\u00e4nnern \u2013 neben drei zus\u00e4tzlichen Grand Prix.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Dieser Prestigeerfolg \u2013 die Fecht-Nation Frankreich verliert mit der Olympiastadt Paris ihren Weltcup, weil man sich nicht den Terminregeln des Weltverbandes unterstellen wollte \u2013 hat aber eine Schattenseite, welche Verband und Organisatoren Kopfweh bereitet. Neu findet der Berner Weltcup anstatt im Mai im November statt. Mit der Konsequenz, dass es 2026 zwei Austragungen des sportlichen Flaggschiffs von Swiss Fencing gibt.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Einen Sportevent mit einem Budget von 184\u2019000 Franken in einem Umfeld zu stemmen, in welchem die meisten Sponsoren mit den Organisatoren oder dem Fechtsport auf wohlwollende Weise verbunden und andere traditionelle Turniersubventionen ans Kalenderjahr gebunden sind, ist aus Sicht von Max Heinzer eine Herkulesaufgabe. Erst recht, weil der Dachverband Swiss Olympic wegen ausbleibender olympischen Erfolge in Paris sowie vormaliger organisatorischer Defizite in der Verbandsarbeit die Swiss Fencing aus der h\u00f6chsten Kategorie zur\u00fcckgestuft hat. Seit 2025 erh\u00e4lt Swiss Fencing als Konsequenz j\u00e4hrlich 400&#8217;000 Franken weniger Verbandsgelder.<\/p>\n<p>Kann und will der Bund eine Ausnahme machen?<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Der 38-j\u00e4hrige Innerschweizer Heinzer hofft zur Sicherung der exklusiven Weltcupveranstaltung auf unkomplizierte Unterst\u00fctzung von Swiss Olympic und durch das Bundesamt f\u00fcr Sport. Der Dachverband offeriert in Anbetracht von fehlenden Gef\u00e4ssen f\u00fcr einen solchen Fall als ersten Schritt einen Austausch mit Swiss Fencing.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Das Baspo hingegen kann seit 2025 j\u00e4hrlich wiederkehrende Sportanl\u00e4sse in der Schweiz finanziell unterst\u00fctzen \u2013 auch Events in Randsportarten. So wurden im Vorjahr etwa dem Badminton Open in Basel, dem Beachvolleyball-Event in Gstaad und dem internationalen Tischtennisturnier in Montreux maximal je rund 100&#8217;000 Franken zugesagt.<\/p>\n<p>Fechtclubs \u00f6ffnen ihre T\u00fcren f\u00fcr Aussenstehende<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Auch f\u00fcr 2026 hat das Parlament insgesamt 5 Millionen Franken gesprochen. Wie schon 2025 wird der Maximalbetrag kaum ausgesch\u00f6pft. Der Haken an der Sache: Die Anmeldefrist f\u00fcr die Subvention ist im September 2025 abgelaufen. Nun hofft man bei Swiss Fencing auf Kulanz f\u00fcr ein Gesuch, das erst nach der definitiven Best\u00e4tigung des Weltverbandes von n\u00e4chster Woche ausgearbeitet werden kann.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Hofft man zu Recht? Im Bundesamt f\u00fcr Sport gibt man sich sehr zur\u00fcckhaltend und antwortet auf die Anfrage von CH Media: \u00abDas Baspo hat keine Kenntnis dieser Entwicklungen. Gesuche zur Unterst\u00fctzung wiederkehrender Sportgrossanl\u00e4sse werden ausschliesslich formell und gem\u00e4ss den gesetzlichen Vorgaben gepr\u00fcft.\u00bb T\u00f6nt f\u00fcrs Erste nicht nach einer grossen Bereitschaft hinsichtlich einer terminlichen Ausnahme, selbst wenn der Zweck der Subvention beim Fecht-Weltcup unbestritten gegeben ist.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Bleibt Swiss Fencing und Max Heinzer also nicht viel mehr \u00fcbrig, als m\u00f6glichst auf breiter Basis f\u00fcr Goodwill und Interesse f\u00fcr die eigene Sportart zu weibeln. Man tut dies unter anderem mit einem neuen Projekt: In der ersten Juni-Woche \u00f6ffnen die Schweizer Fechtclubs ihre T\u00fcren f\u00fcr die erste Austragung der \u00abSwiss Fencing Week\u00bb. Vielleicht ergeben sich ja anl\u00e4sslich dieser diversen Schnuppertrainings interessante Kontakte. Oder zumindest d\u00fcrfen die Funktion\u00e4re \u00fcber sportliche Heldentaten am eigenen Weltcupturnier berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcber Pfingsten k\u00e4mpfen in Bern die besten Fechter der Welt &#8211; und in sechs Monaten ungeplant bereits wieder.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":135761,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[30],"tags":[125,33533,11570,33534,33535,45,7303],"class_list":["post-135760","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bern","tag-bern","tag-fechten","tag-kampfsport","tag-max-heinzer","tag-ruder-weltcup","tag-schweiz","tag-swiss-olympic"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116622322387473566","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=135760"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135760\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/135761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=135760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=135760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=135760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}