{"id":138991,"date":"2026-05-25T20:41:12","date_gmt":"2026-05-25T20:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/138991\/"},"modified":"2026-05-25T20:41:12","modified_gmt":"2026-05-25T20:41:12","slug":"fcsg-kroent-26-jahre-sehnsucht-mit-dem-cuptitel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/138991\/","title":{"rendered":"FCSG kr\u00f6nt 26 Jahre Sehnsucht mit dem Cuptitel"},"content":{"rendered":"<p>Der FC St.Gallen 1879 ist Cupsieger. Nach 26 langen Jahren ohne Titel hat die Ostschweiz wieder ihren grossen Fussballmoment. Im ausverkauften Wankdorf setzte sich die Mannschaft von Enno Maassen gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy mit 3:0 durch. Es war ein Final voller Emotionen, Dominanz, Drama, Nervenst\u00e4rke und am Ende grenzenloser St.Galler Freude.<\/p>\n<p>Schon vor dem Anpfiff war sp\u00fcrbar, dass dieser Nachmittag mehr war als ein gew\u00f6hnliches Fussballspiel.<\/p>\n<p>Die St.Galler Fans verwandelten Bern in eine gr\u00fcn-weisse Festh\u00fctte. Aus voller Kehle sangen sie ihre Mannschaft nach vorne, und kaum rollte der Ball, war klar: Diese Espen wollten diesen Titel nicht einfach gewinnen, sie wollten ihn erzwingen.<\/p>\n<p>Bereits nach wenigen Sekunden reklamierten die St.Galler ein m\u00f6gliches Handspiel im Lausanner Strafraum. Schiedsrichter Luca Cibelli liess weiterspielen. Doch der FC St.Gallen blieb sofort im Vorw\u00e4rtsgang. Aliou Bald\u00e9 erlief auf der linken Seite einen Ball, suchte Alessandro Vogt im Zentrum und erhielt daf\u00fcr den ersten Szenenapplaus. Der Druck war fr\u00fch da.<\/p>\n<p>In der achten Minute explodierte der St.Galler Anhang erstmals.<\/p>\n<p>Nach einem Freistoss brachte Lukas G\u00f6rtler den Ball nach links zu Aliou Bald\u00e9. Dieser legte per Kopf in die Mitte, wo Tom Gaal entschlossen reagierte und den Ball zur fr\u00fchen F\u00fchrung ins Tor spitzelte. Der Verteidiger wurde damit zum ersten grossen Helden dieses Cupfinals.<\/p>\n<p>Stade Lausanne-Ouchy fand nur schwer in die Partie. Die Mannschaft um Captain Nicola Sutter wurde immer wieder unter Druck gesetzt. Malko Sartoretti sah bereits in der sechsten Minute Gelb nach einem Foul an Jozo Stanic. Der FC St.Gallen blieb spielbestimmend, suchte \u00fcber Lukas Daschner, Carlo Boukhalfa und Mihailo Stevanovic immer wieder den Weg nach vorne.<\/p>\n<p>Aliou Bald\u00e9 war in der ersten Halbzeit ein st\u00e4ndiger Unruheherd.<\/p>\n<p>Nach einem herrlichen Aussenristpass von Carlo Boukhalfa dribbelte er sich durch die Lausanner Defensive, brachte den Abschluss aber nicht gef\u00e4hrlich genug aufs Tor. Wenig sp\u00e4ter setzte er erneut zum Abschluss an. Auch Tom Gaal hatte nach einem starken Lauf \u00fcber rechts die Chance auf seinen zweiten Treffer, doch L\u00e9o Besson konnte den Schuss erst im Nachfassen kontrollieren.<\/p>\n<p>Stade Lausanne-Ouchy kam nur vereinzelt gef\u00e4hrlich nach vorne. Landry Nomel tauchte nach 20 Minuten links vor Lukas Watkowiak auf, setzte seinen Flachschuss aber am Tor vorbei. Auf der anderen Seite zwirbelte Lukas Daschner einen Freistoss gef\u00e4hrlich vor das Tor, wo Lukas G\u00f6rtler f\u00fcr Unruhe sorgte. Die Lausanner kl\u00e4rten mit M\u00fche.<\/p>\n<p>Nach einer Trinkpause bei sommerlichen Temperaturen blieb der FC St.Gallen dominant. Die Espenfans genossen jeden gelungenen Zweikampf, jeden Vorstoss und jede gelungene Aktion. Doch kurz vor der Pause kippte die Stimmung pl\u00f6tzlich.<\/p>\n<p>In der 44. Minute kam es zur grossen Schrecksekunde.<\/p>\n<p>Lukas Watkowiak wartete bei einem Abstoss lange, schoss dann den pressenden Lausanner Spieler an und zog ihn anschliessend an den Hosen zur\u00fcck. Schiedsrichter Luca Cibelli z\u00fcckte Rot. Der FC St.Gallen stand pl\u00f6tzlich nur noch mit zehn Mann auf dem Platz.<\/p>\n<p>F\u00fcr Alessandro Vogt war der Final damit bitter fr\u00fch zu Ende. Enno Maassen musste reagieren und brachte Lawrence Ati Zigi f\u00fcr den St\u00fcrmer. Der f\u00e4llige Freistoss f\u00fcr Stade Lausanne-Ouchy brachte nichts ein, doch die Partie hatte nun ihr Drama. Zur Pause f\u00fchrte der FC St.Gallen zwar verdient mit 1:0, musste aber eine ganze Halbzeit in Unterzahl \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Nach dem Seitenwechsel zeigte sich, was diese Mannschaft an diesem Nachmittag auszeichnete.<\/p>\n<p>Der FC St.Gallen zog sich nicht einfach zur\u00fcck, sondern arbeitete leidenschaftlich weiter. Aliou Bald\u00e9 lief unerm\u00fcdlich an, half nach hinten mit und war zeitweise der erste Defensivspieler. Die Espenfans sangen derweil voller \u00dcberzeugung: \u00abDe FCSG wird Cupsieger!\u00bb<\/p>\n<p>Trotz Unterzahl blieb St.Gallen gef\u00e4hrlich. Aliou Bald\u00e9 profitierte beinahe von einem Missverst\u00e4ndnis in der Lausanner Hintermannschaft, legte sich den Ball aber etwas zu weit vor. Im direkten Gegenzug hatte Landry Nomel die grosse Ausgleichschance, schob den Ball aber rechts am Tor vorbei. Es war die Erinnerung daran, dass in diesem Final noch nichts entschieden war.<\/p>\n<p>In der 59. Minute forderten die St.Galler nach einer heiklen Szene mit Aliou Bald\u00e9 im Strafraum lautstark Penalty. Zun\u00e4chst lief das Spiel weiter. Nach einem weiteren Angriff, bei dem Carlo Boukhalfa knapp am Tor vorbeischoss, schaltete sich der VAR ein. Vier lange Minuten dauerte die \u00dcberpr\u00fcfung. Dann war die Entscheidung da: Penalty f\u00fcr den FC St.Gallen.<\/p>\n<p>Lukas G\u00f6rtler \u00fcbernahm Verantwortung.<\/p>\n<p>Der Captain trat an und versenkte den Ball in der 65. Minute souver\u00e4n zum 2:0. In diesem Moment bebte das Wankdorf. G\u00f6rtler, der Anf\u00fchrer, der Antreiber, der emotionale Mittelpunkt dieser Mannschaft, hatte St.Gallen ganz nahe an den Titel geschossen.<\/p>\n<p>Doch Stade Lausanne-Ouchy gab sich nicht geschlagen. In der 70. Minute traf Vasco Tritten den Pfosten. Lawrence Ati Zigi w\u00e4re geschlagen gewesen. Es war der letzte grosse Warnschuss an einem Nachmittag, an dem der FC St.Gallen zwar vieles im Griff hatte, aber bis tief in die Schlussphase hinein arbeiten musste.<\/p>\n<p>Enno Maassen brachte frische Kr\u00e4fte. Colin Kleine-Bekel und Fabrizio Cavegn Besio kamen f\u00fcr den angeschlagenen Jozo Stanic und den ausgepumpten Aliou Bald\u00e9. Sp\u00e4ter wurden auch Victor Ruiz und Christian Witzig eingewechselt. Und dieser letzte Wechsel schrieb die perfekte Pointe.<\/p>\n<p>Kaum 20 Sekunden stand Christian Witzig auf dem Platz, da erzielte er in der Nachspielzeit das 3:0.<\/p>\n<p>Der Joker machte den Deckel drauf, das Wankdorf wurde endg\u00fcltig zur St.Galler Partyzone. Nach neun Minuten Nachspielzeit pfiff Luca Cibelli ab. Der FC St.Gallen 1879 war Cupsieger.<\/p>\n<p>30\u2019671 Zuschauer sahen einen Final, der alles hatte: eine fr\u00fche F\u00fchrung, eine Rote Karte, einen VAR-Penalty, einen Pfostenschuss, grosse Emotionen und einen Schlusspunkt wie aus einem Drehbuch. In der 79. Minute hatten die St.Galler Fans mit einer Schalparade und \u00abEspenmoos\u00bb-Ges\u00e4ngen bereits f\u00fcr G\u00e4nsehaut gesorgt. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr.<\/p>\n<p>Tom Gaal, Lukas G\u00f6rtler und Christian Witzig erzielten die Tore. Lawrence Ati Zigi hielt nach seiner Einwechslung die Null. Aliou Bald\u00e9 rackerte, Carlo Boukhalfa dirigierte, Lukas Daschner setzte Akzente, Chima Okoroji verteidigte entschlossen, Hugo Vandermersch arbeitete unerm\u00fcdlich, Mihailo Stevanovic war \u00fcberall pr\u00e4sent, Jozo Stanic biss sich durch, und Lukas Watkowiak wurde trotz seines Platzverweises Teil dieses dramatischen Cupm\u00e4rchens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der FC St.Gallen 1879 ist Cupsieger. 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