{"id":139995,"date":"2026-05-26T14:33:10","date_gmt":"2026-05-26T14:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/139995\/"},"modified":"2026-05-26T14:33:10","modified_gmt":"2026-05-26T14:33:10","slug":"ersthelfer-in-basel-so-soll-medizinische-hilfe-schneller-ankommen-basel-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/139995\/","title":{"rendered":"Ersthelfer in Basel: So soll medizinische Hilfe schneller ankommen &#8211; Basel &#038; Region"},"content":{"rendered":"<p>Der pl\u00f6tzliche Herzstillstand geh\u00f6rt sowohl in Deutschland als auch der Schweiz zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen. 7000 F\u00e4lle nennt die Schweizer Herzstiftung pro Jahr, das Deutsche Reanimationsregister sch\u00e4tzt, dass 136.000 Menschen au\u00dferhalb eines Krankenhauses 2024 einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten. Erschreckend bei den deutschen Zahlen: Bei lediglich die H\u00e4lfte der Patienten starteten <a href=\"https:\/\/www.verlagshaus-jaumann.de\/thema\/Ersthelfer\" title=\"Ersthelfer\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ersthelfer<\/a> die Herzdruckmassage. Notwendig ist diese, wenn eine Person das Bewusstsein verliert und nicht mehr atmet. Gleichzeitig ist das Absetzen eines Notrufes \u00fcber die 112 in Deutschland oder 144 in der Schweiz wichtig.<\/p>\n<p>Region der Lebensretter <\/p>\n<p>Seit 2023 werden dann bei der Meldung einer reanimationspflichtigen Person im Landkreis L\u00f6rrach mit der Freiburger Handy-App \u201eRegion der Lebensretter\u201c registrierte Ersthelfer im direkten Umfeld einer Einsatzstelle alarmiert. <\/p>\n<p>200 Alarmierungen <\/p>\n<p>Bereits 2019 startete in <a href=\"https:\/\/www.verlagshaus-jaumann.de\/thema\/Basel\" title=\"Basel\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Basel<\/a> das \u201eFirst Responder\u201c-Konzept zur Unterst\u00fctzung der Sanit\u00e4tskr\u00e4fte. Rund 200 Alarmierungen erfolgen inzwischen j\u00e4hrlich auf dem Gebiet der beiden Basler Kantone, wie C\u00e9line Marchon ausf\u00fchrt. <\/p>\n<p>Sie ist seit Januar die Leitung der \u201eFachstelle zur Optimierung der Rettungskette\u201c und war zuvor knapp sieben Jahre Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Stiftung Ersthelfer Nordwestschweiz. 17 Jahre Erfahrung im Rettungsdienst bringt die diplomierte Rettungssanit\u00e4terin, das Pendent zum deutschen Notfallsanit\u00e4ter, aus der Praxis mit. \u201eEs braucht jeden von uns\u201c, sagte sie k\u00fcrzlich bei einer Informationsveranstaltung f\u00fcr neue Ersthelfen\u201c. Dabei verwies sie auf die Folgesch\u00e4den, die nach sp\u00e4testens drei bis f\u00fcnf Minuten im Gehirn entstehen. <\/p>\n<p>F\u00fcnf Prozent \u00fcberleben <\/p>\n<p>Schweizweit \u00fcberleben nur f\u00fcnf Prozent der Betroffenen derzeit einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Wird sofort reagiert, steigt die \u00dcberlebenschance auf 30 Prozent gem\u00e4\u00df der Zahlen des Schweizer Reanimationsregisters. Das Wichtigste: So schnell wie m\u00f6glich mit der Herzdruckmassage beginnen!<\/p>\n<p>Ziel der Basler ist ein Netz zu spannen aus 5000 Ersthelfern. 3000 Mitglieder hat das System bereits. Davon sind alleine 900 Kollegen der Grenzwacht registriert. \u201eDie sind besonders schnell\u201c, zeigt sich Marchon beeindruckt von der Statistik. <\/p>\n<p>Wird der Sanit\u00e4tsleitstelle eine Person ohne Atmung gemeldet, gehen neben dem Rettungsdienst rund 700 Alarme innerhalb eines festgelegten Radius um die Einsatzstelle aus. Die Empf\u00e4nger best\u00e4tigen, ob sie Zeit haben oder nicht. Wenn ja, wird das Verkehrsmittel gew\u00e4hlt (Auto, Rad, zu Fu\u00df) und der Computer gleicht ab, welche drei Retter am Schnellsten sind. Nur diese bekommen die Zieldaten. Sind in beiden Kantonen die Rettungsmittel im Schnitt nach neun Minuten an der Einsatzstelle, schaffen es die First Responder in viereinhalb.<\/p>\n<p> Neue Interessenten <\/p>\n<p>Bei der Einf\u00fchrungsveranstaltung f\u00fcr Ersthelfer begr\u00fc\u00dfte C\u00e9line Marchon k\u00fcrzlich neue Interessenten. Wichtig f\u00fcr sie: Man muss diese Aufgabe \u00fcbernehmen wollen und bei Zweifeln lieber warten. Denn die Realit\u00e4t bedeutet auch: In 66 Prozent der Eins\u00e4tze kommt man zu den Patienten nach Hause. Manchmal treffen sie dort auf Verwahrlosung, schlechte Ger\u00fcche und im schlimmsten Fall auf eine Leiche, vielleicht auch noch Verwesung. Zwar gilt \u00fcber alle Erkenntnisse die Schweigepflicht, die vor dem Ehrenamt unterschrieben werden muss, aber dennoch bekommen die Ersthelfer Unterst\u00fctzung durch ein \u201eCare-Team\u201c. \u201eWir m\u00fcssen auch die eigene Hilflosigkeit erkennen und anerkennen\u201c, gibt Marchon den \u00fcberwiegend jungen Menschen auf den Weg.<\/p>\n<p>Nach der Kurzausbildung k\u00f6nnen die Freiwilligen ihr Helfer-Kit bekommen: Eine gelbe Warnweste mit Aufdruck sowie eine Beatmungsmaske. \u201eWas ist, wenn ich etwas falsch mache?\u201c, erkundigt sich eine Teilnehmerin. \u201eNur wenn ich nichts mache, mache ich etwas falsch\u201c, fasst Marchon zusammen. Dies gilt aber auch f\u00fcr Passanten, die neben einem Notfall stehen. F\u00fcr die Ersthelfer ist wichtig: Nach bestem Wissen und Gewissen vorzugehen. Denn wer nicht mehr atmet, ist dem Tod schon n\u00e4her als dem Leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der pl\u00f6tzliche Herzstillstand geh\u00f6rt sowohl in Deutschland als auch der Schweiz zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen. 7000 F\u00e4lle nennt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":139996,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[28],"tags":[116,3422,31129,34379,34378,67,34380,3421,45],"class_list":["post-139995","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-basel","tag-basel","tag-basel-region","tag-blaulicht","tag-ersthelfer","tag-first-responder","tag-gesundheit","tag-notarzt","tag-region-loerrach","tag-schweiz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116641365426698957","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139995","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=139995"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/139995\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/139996"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=139995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=139995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=139995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}