{"id":14243,"date":"2026-02-21T11:02:00","date_gmt":"2026-02-21T11:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/14243\/"},"modified":"2026-02-21T11:02:00","modified_gmt":"2026-02-21T11:02:00","slug":"rasches-ende-der-ukraine-gespraeche-in-genf-nachrichten-aus-aller-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/14243\/","title":{"rendered":"Rasches Ende der Ukraine-Gespr\u00e4che in Genf | Nachrichten aus aller Welt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Die zweit\u00e4gigen Genfer Verhandlungen Russlands und der Ukraine \u00fcber ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Krieges sind ohne greifbares Ergebnis beendet worden. Nach knapp zweist\u00fcndigen Gespr\u00e4chen verlie\u00df die russische Delegation am Mittwoch den Ort des Treffens, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Ergebnisse der Gespr\u00e4chsrunde unter Vermittlung der USA wurden nicht mitgeteilt. Der Moskauer Delegationsleiter Wladimir Medinski k\u00fcndigte ein weiteres Treffen in naher Zukunft an. \u00abDie Gespr\u00e4che dauerten zwei Tage, gestern sehr lange in verschiedenen Formaten, heute noch einmal zwei Stunden. Sie waren schwierig, aber sachlich\u00bb, sagte der Ex-Kulturminister und derzeitige Berater von Kremlchef Wladimir Putin Tass zufolge.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZETi90cXZUellXb2R2ZDcwVGRFamhES2RlUVpDQzhYbjFxU3IxaEZrUDZYSzNsRVRXQitVUXF0bDlsZ00wZ3QwQ0ZYdHFEM1dERTBwUTZLK1Nib3R1S0RqVi9tQXZleVpLZUtNaWRwYjVxcm8\/260218-1346-urn-newsml-dpa-com-20090101-260218-935-1160413.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Wie zuvor in Istanbul, f\u00fchrt der russische Ex-Kulturminister Medinski auch in Genf die Moskauer Delegation. (Archivbild) - \u00a9 Emrah Gurel\/AP\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260218-1346-urn-newsml-dpa-com-20090101-260218-935-1160413.webp.webp\" alt=\"Wie zuvor in Istanbul, f\u00fchrt der russische Ex-Kulturminister Medinski auch in Genf die Moskauer Delegation. (Archivbild) - \u00a9 Emrah Gurel\/AP\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Wie zuvor in Istanbul, f\u00fchrt der russische Ex-Kulturminister Medinski auch in Genf die Moskauer Delegation. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Emrah Gurel\/AP\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Moskauer Staatsmedien bezeichneten die Atmosph\u00e4re in Genf sogar als \u00absehr angespannt\u00bb. Dagegen schrieb der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf X, die Anstrengungen von Pr\u00e4sident Donald Trump, beide Seiten zusammenzubringen, h\u00e4tten \u00abbedeutsame Fortschritte\u00bb gebracht.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Der ukrainische Chefunterh\u00e4ndler Rustem Umjerow best\u00e4tigte das Ende des zweit\u00e4gigen Treffens. Auch er sprach wenig konkret von intensiven und substanziellen Gespr\u00e4chen. \u00abEs gibt Fortschritte, aber in dieser Phase k\u00f6nnen keine Details bekanntgegeben werden\u00bb, sagte der Sekret\u00e4r des ukrainischen Sicherheitsrates. N\u00e4chster Schritt sei, ein \u00abNiveau an \u00dcbereinstimmung\u00bb zu erreichen, um den Pr\u00e4sidenten L\u00f6sungen vorlegen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Selenskyj beklagt Moskauer Blockade<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Vor dem zweiten Tag hatten beide Delegationen R\u00fccksprache mit ihren Hauptst\u00e4dten gehalten. \u00abGestern gab es Treffen, die nicht einfach waren, und wir k\u00f6nnen festhalten, dass Russland versucht, die Verhandlungen zu verz\u00f6gern, die bereits in der Endphase sein k\u00f6nnten\u00bb, schrieb der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj auf Telegram.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Kommende Woche, am 24. Februar, geht der von Putin befohlene Angriffskrieg gegen das Nachbarland in das f\u00fcnfte Jahr. Bei den von den USA vermittelten Bem\u00fchungen um ein Kriegsende hatten sich Russen und Ukrainer zuletzt im Januar und Februar in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten getroffen. Daran nahmen von Moskauer Seite vor allem Milit\u00e4rs und Geheimdienstoffiziere teil.<\/p>\n<p>Welche Rolle spielte Chefunterh\u00e4ndler Medinski?<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">In Genf leitete Medinski (55) die russische Delegation, wie schon bei Gespr\u00e4chen 2022 und 2025 in Istanbul. \u00dcber den ersten Tag in Genf schrieb der als politischer Beobachter des US-Nachrichtenportals \u00abAxios\u00bb gut informierte Journalist Barak Ravid bei X, der politische Teil der Gespr\u00e4che stecke in einer Sackgasse. Grund daf\u00fcr seien Positionen des Moskauer Verhandlungsf\u00fchrers.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Dem aus der Zentralukraine stammenden russischen Ex-Kulturminister Medinski wird nachgesagt, in vorherigen Runden l\u00e4ngere historische Vortr\u00e4ge zur Geschichte der Ukraine aus Moskauer Sicht gehalten zu haben. Auch Selenskyj sagte mit Bezug auf ihn: \u00abFantasieplaudereien zu historischen Themen haben f\u00fcr sie (die Russen) gr\u00f6\u00dfere Bedeutung.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Medinski gilt nicht als jemand mit gro\u00dfer Hausmacht im Moskauer Machtapparat, er ist aber ein treuer Verfechter von Putins Linie. Er ist einer der Autoren der neuen Schulb\u00fccher in Geschichte, die Experten als propagandistisch und antiwestlich einstufen. Mit Medinski verkn\u00fcpft sind politische Forderungen des Kremls an die Ukraine \u2013 eine moskaufreundliche Regierung, sicherheitspolitische Neutralit\u00e4t, ein besonderer Status f\u00fcr Russisch.<\/p>\n<p>Selenskyj offen f\u00fcr Referendum zu Frontlinie<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Selenskyj warnte in einem Interview von \u00abAxios\u00bb die US-F\u00fchrung, der Ukraine eine Friedensregelung aufzuzwingen, die von der Bev\u00f6lkerung nicht akzeptiert werde. Die Ukraine werde keine weiteren Gebiete preisgeben. Er k\u00f6nne sich aber vorstellen, dass seine Landsleute einem Einfrieren des Konflikts an der aktuellen Frontlinie zustimmten, sagte Selenskyj. \u00abIch denke, dass die Menschen das in einem Referendum akzeptieren w\u00fcrden.\u00bb Ein solcher Volksentscheid k\u00f6nnte parallel zu Pr\u00e4sidentschaftswahlen abgehalten werden.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Einen von Russland geforderten Abzug ukrainischer Truppen aus den noch von ihnen gehaltenen Teilen der \u00f6stlichen Gebiete Luhansk und Donezk lehnte Selenskyj ab. \u00abEmotional werden die Menschen das niemals verzeihen. Niemals\u00bb, sagte der Staatschef \u00abAxios\u00bb. Selenskyj zufolge hat seine Regierung mit den Amerikanern vereinbart, dass jedes Abkommen eine Zustimmung der ukrainischen Bev\u00f6lkerung per Referendum erfordert.<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Der ukrainische Staatschef will die strittigen Gebietsfragen bevorzugt bei einem direkten Gipfeltreffen mit Putin l\u00f6sen. Er habe seiner Delegation Anweisung gegeben, diese Frage in Genf anzusprechen. Der Kreml lehnt einen solchen Gipfel zwar nicht direkt ab, sprach aber mehrfach davon, dass ein derartiges Treffen entsprechend vorbereitet werden m\u00fcsse &#8211; und l\u00e4sst kein Interesse an konkreten Vorbereitungen erkennen.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Hilfe gegen die russische Invasion. Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 versucht das Wei\u00dfe Haus, die Ukraine und Russland \u00fcber Verhandlungen und Druck zu einem Ende des Krieges zu bewegen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die zweit\u00e4gigen Genfer Verhandlungen Russlands und der Ukraine \u00fcber ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Krieges&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14244,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,27],"tags":[5944,355,2598,863,115,114,5945,1323,1701,3064,2074,1632,1661,1633,5534,45,3373,1631,77,2803,1715,1659,1658],"class_list":{"0":"post-14243","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-geneve","8":"category-genf","9":"tag-blickpunkt","10":"tag-deutschland","11":"tag-diplomatie","12":"tag-frankreich","13":"tag-geneve","14":"tag-genf","15":"tag-grobritannien","16":"tag-italien","17":"tag-kiew","18":"tag-konflikte","19":"tag-kreml","20":"tag-krieg","21":"tag-moskau","22":"tag-russland","23":"tag-rustem-umjerow","24":"tag-schweiz","25":"tag-steve-witkoff","26":"tag-ukraine","27":"tag-usa","28":"tag-verhandlung","29":"tag-wladimir-medinski","30":"tag-wladimir-putin","31":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14243"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14243\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14244"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}