{"id":144896,"date":"2026-05-29T16:40:10","date_gmt":"2026-05-29T16:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/144896\/"},"modified":"2026-05-29T16:40:10","modified_gmt":"2026-05-29T16:40:10","slug":"zu-viel-tokenmaxxing-amazon-stoppt-internes-ki-ranking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/144896\/","title":{"rendered":"Zu viel Tokenmaxxing? Amazon stoppt internes KI-Ranking"},"content":{"rendered":"<p>Bei Amazon wurde laut Bericht der Financial Times (FT) ein internes Rankingsystem f\u00fcr KI-Nutzung namens Kirorank abgeschafft. Wie die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Insider schreibt, h\u00e4tten Angestellte KI-Agenten an unn\u00f6tige Aufgaben gesetzt, um mit Tokenverbrauch ihre Platzierung darin zu verbessern. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Was-kann-Kiro-was-Copilot-nicht-versteht-Amazon-stellt-eigene-KI-IDE-vor-10488825.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiro ist die KI-Entwicklungsumgebung<\/a>, die Amazon im vergangenen Juli vorgestellt hat.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dave Treadwell, Senior Vice President bei Amazon, erkl\u00e4rte <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/b1a62a7f-6df5-4c90-94ce-64ce9c9961b6\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut FT-Bericht <\/a>gegen\u00fcber Angestellten, dass die Rangliste mit \u201eguten Absichten\u201c eingef\u00fchrt worden w\u00e4re. Das Ergebnis seien aber zus\u00e4tzliche Kosten f\u00fcr Amazon gewesen, weil die Angestellten ihren Verbrauch an KI-Token k\u00fcnstlich aufgeblasen h\u00e4tten. \u201eBitte benutzt KI nicht nur um der KI willen\u201c, sagte er demnach.<\/p>\n<p>\u201eWie KI die Arbeit beschleunigen kann\u201c<\/p>\n<p>Amazon erkl\u00e4rte der FT, dass das Beta-Dashboard kein offizielles oder genehmigtes Tool gewesen sei und auch nicht mehr unterst\u00fctzt werde. Das Unternehmen sagte demnach: \u201eDie Rangliste wurde von einer Gruppe von Mitarbeitern erstellt, die darauf aufmerksam machen wollten, wie KI die Arbeit beschleunigen kann\u201c.<\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge nutzt Amazon nun eine andere Kennzahl namens \u201enormalisierte Implementierungen\u201c, um die Nutzung von KI-Tools intern zu bewerten. Statt Tokenverbrauch messe die Kennzahl, wie Entwickler KI regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr sinnvollen Code einsetzen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Mehr Tokens, mehr Leistung?<\/p>\n<p>Das Ph\u00e4nomen, dass Angestellte ihren Tokenverbrauch hochtreiben, um besser dazustehen, wird inzwischen als Tokenmaxxing bezeichnet. <a href=\"https:\/\/fortune.com\/2026\/05\/28\/tokenmaxxing-is-dead-companies-didnt-get-the-roi-from-ai-they-wanted-to-see\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Berichten nach<\/a> kam es in den letzten Monaten vor allem bei den US-Techkonzernen vor, die die KI-Nutzung in ihrer Belegschaft besonders forcieren. Laut FT hat etwa Amazon Vorgaben gemacht, dass 80 Prozent der Entwickler des Unternehmens w\u00f6chentlich KI einsetzen sollen.<\/p>\n<p>Unter den Angestellten h\u00e4tten sich wohl in Reaktion darauf Praktiken verbreitet, mit Kiro und der Openclaw-Variante Meshclaw viel Aktivit\u00e4t zu erzeugen und nach au\u00dfen gro\u00dfe KI-Nutzung zu demonstrieren. Meta soll im April eine \u00e4hnliche, von Angestellten geschaffene Rangliste namens \u201eClaudeonomics\u201c nach Berichterstattung dar\u00fcber gestoppt haben.<\/p>\n<p>Aus dem Ruder laufende KI-Kosten kennt man nicht nur bei Amazon und Meta: Bei Uber hat man laut eigener Aussage <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Uber-findet-KI-Investitionen-immer-schwieriger-zu-rechtfertigen-11307715.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das Token-Budget f\u00fcr 2026 bereits aufgebraucht \u2013 und das bereits in den ersten vier Monaten des Jahres<\/a>. Allerdings sei nicht klar, ob man damit auch einen Zuwachs an n\u00fctzlichen Funktionen f\u00fcr die Kunden erzielt habe. \u201eWir m\u00fcssen anfangen, \u00fcber den Token-Verbrauch und die damit verbundenen Kosten im Vergleich zum Personalstand zu sprechen\u201c, sagte Uber-Pr\u00e4sident Macdonald im Podcast Rapid Response.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:axk@heise.de\" title=\"Axel Kannenberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">axk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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