{"id":146184,"date":"2026-05-30T16:07:11","date_gmt":"2026-05-30T16:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/146184\/"},"modified":"2026-05-30T16:07:11","modified_gmt":"2026-05-30T16:07:11","slug":"mistral-vibe-die-neuen-agentischen-oberflaechen-work-und-code-ausprobiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/146184\/","title":{"rendered":"Mistral Vibe: Die neuen agentischen Oberfl\u00e4chen Work und Code ausprobiert"},"content":{"rendered":"<p>Aus Le Chat wird Vibe: Der franz\u00f6sische KI-Hersteller Mistral <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Mistrals-Chatbot-heisst-jetzt-Vibe-und-erhaelt-neue-Faehigkeiten-11311506.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tauft die Bedienoberfl\u00e4che seiner LLM-Modelle um<\/a> und macht damit den Schritt ins agentische Zeitalter der KI-Anwendungen. Weg von der rein chat-fokussierten Oberfl\u00e4che und hin zu einem zentralen Arbeitsbereich, mit dem sich externe Anwendungen verbinden und von dem aus sich Aufgaben m\u00f6glichst automatisiert per Prompt erledigen lassen sollen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Vibe teilt sich in die drei Bereiche Chat, Work und Code auf. Neben dem altbekannten Chatbot ist Work die oben beschriebene Arbeitsumgebung, Code ist das Pendant dazu als Programmierumgebung, die sich entweder als Webanwendung, per Command Line Interface oder als VS-Code-Erweiterung nutzen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Eingeloggte Mistral-Nutzer k\u00f6nnen in der Free-Version auf dem Startbildschirm jetzt oben links zwischen. \u201eChat\u201c und \u201eWork\u201c wechseln. Unter \u201eWork\u201c ist die neue agentische Bedienoberfl\u00e4che zu finden. Vibe Code ist aktuell noch nicht \u00f6ffentlich verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/9\/1\/2\/2\/9\/Bildschirmfoto_2026-05-29_um_11.49.20-262aba44605c7090.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1653\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2940 \/ 1653; object-fit: cover;\" width=\"2940\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Die Arbeitsoberfl\u00e4che von Vibe Work.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Niklas Engelking\/Screenshot mistral.ai)\n    <\/p>\n<p>Agentisches Arbeiten mit Skills und Konnektoren<\/p>\n<p>Die beiden entscheidenden Kernelemente von Work sind Skills und Konnektoren. Hinter Konnektoren verbergen sich Anbindungen an externe Anwendungen, wie man sie auch von Claude, ChatGPT und Co kennt. Mit Vibe lassen sich unter anderem Gmail, Outlook, Slack und Github verbinden, auf dem folgenden Screenshot ist eine vollst\u00e4ndige \u00dcbersicht der m\u00f6glichen Apps zu sehen (Stand: Freitag, 29. Mai 2026).<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/9\/1\/2\/2\/9\/Bildschirmfoto_2026-05-29_um_13.06.44-d683c4bb2df135dc.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1596\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2837 \/ 1596; object-fit: cover;\" width=\"2837\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Screenshot: Die aktuellen Konnektoren von Vibe Work im \u00dcberblick.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Niklas Engelking\/Screenshot mistral.ai)\n    <\/p>\n<p>Per Model Context Protocol (MCP) k\u00f6nnen Nutzer auch eigene Anwendungen verbinden. \u00dcber Skills lassen sich die F\u00e4higkeiten steuern, mit denen genutzte Mistral-Modelle bei der Verwendung ausgestattet sein sollen. Neben den gewohnten KI-F\u00e4higkeiten, die sich etwa um Datenanalyse, Dokumentenerstellung und \u00c4hnliches drehen, lassen sich unter anderem die Skills challenge-my-thinking und internal-comms aktivieren. Ersterer soll Mistral quasi zur argumentativen Sparrings-KI machen, mit der ein Nutzer seine Argumentationen, Ideen und Gedanken gezielt infrage stellen lassen oder auf Gegenargumente, blinde Flecken oder \u00c4hnliches pr\u00fcfen lassen kann. internal-comms soll Anwendern bei der internen Unternehmenskommunikation assistieren und liefert Standardvorlagen f\u00fcr typische Dokumente wie Pr\u00e4sentationen oder Newsletter direkt in einem Canvas anzulegen. Aktuell kann internal-comms nicht auf angebundene Konnektoren zugreifen und sich selbstst\u00e4ndig die ben\u00f6tigten Informationen f\u00fcr eine Unterlage beschaffen (Stand: Freitag, 29. Mai 2026).<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Jeder Skill l\u00e4sst sich einzeln ein- und ausschalten, aktivierte Skills l\u00e4dt Vibe bei Bedarf automatisch, sie lassen sich aber auch per Erw\u00e4hnung im Prompt gezielt aufrufen. Nutzer k\u00f6nnen zudem eigene Skills als Markdown-Datei schreiben und in Vibe importieren. Praktischerweise gibt es hierf\u00fcr auch den vorinstallierten Skill skill-creator, der Anwendern bei der Erstellung neuer oder bei der Modifikation bestehender Skills zur Seite steht. Vorinstallierte Skills lassen sich damit allerdings nicht modifizieren.<\/p>\n<p>Damit Work als Agent effizient arbeitet, k\u00f6nnen Nutzer seperate Bibliotheken erstellen, die sich wahlweise ein- und ausschalten lassen. In den Bibliotheken k\u00f6nnen Nutzer PDFs, Tabellen, Textdateien, Bilder und \u00c4hnliches hinterlegen. Die Dokumentation zu Vibe Work liefert eine <a href=\"https:\/\/docs.mistral.ai\/vibe\/work\/libraries\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">vollst\u00e4ndige \u00dcbersicht unterst\u00fctzter Dateiformate<\/a>.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/9\/1\/2\/2\/9\/Bildschirmfoto_2026-05-29_um_13.57.08-aaf8cc5faf4958d5.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"976\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1870 \/ 976; object-fit: cover;\" width=\"1870\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzte Dateiformate f\u00fcr Vibe-Work-Bibliotheken im \u00dcberblick<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Niklas Engelking\/Screenshot mistral.ai)\n    <\/p>\n<p>Programmiermodus noch eingeschr\u00e4nkt verf\u00fcgbar<\/p>\n<p>Vibe Code ist der Programmiermodus von Mistral, bisher aber noch nicht vollst\u00e4ndig verf\u00fcgbar. Bisher ist Mistral Code als CLI und als VS-Code-Erweiterung erh\u00e4ltlich, eine Webanwendung soll noch dazu kommen. Mistral will sie <a href=\"https:\/\/docs.mistral.ai\/vibe\/code\/vibe-code-web\/get-started\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">laut Dokumentation<\/a> schrittweise ausrollen. Das CLI ist f\u00fcr MacOS, Linux und Windows verf\u00fcgbar. Mistral bietet Konsolenbefehle f\u00fcr die Schnellinstallation an, die allerdings die Ausf\u00fchrung fremder Skripte erfordern. Auch die manuelle Installation ist m\u00f6glich. Das CLI bringt die Webanwendung quasi ins Mac- oder Linux-Terminal, beziehungsweise in die Windows-Powershell. Wer gerne \u00fcber die Konsole arbeitet, kommt auf seine Kosten, denn hier l\u00e4uft alles \u00fcber Tastenk\u00fcrzel oder Kommandozeilenbefehle.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/9\/1\/2\/2\/9\/Bildschirmfoto_vom_2026-05-30_12-46-59-dce2f7fbfa073fe5.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1018\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1808 \/ 1018; object-fit: cover;\" width=\"1808\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Startbildschirm von Mistral Vibe Code CLI unter Linux Mint, die \u00fcber \/help ge\u00f6ffnete Befehlsliste gibt einen Eindruck, wie hier gearbeitet wird.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Screenshot Mistral Vibe Code CLI\/Niklas Engelking)\n    <\/p>\n<p>Praktisch: CLI-Sitzungen sollen sich f\u00fcr zahlende Pro-, Team- oder Enterprise-Nutzer dann per \/teleport-Befehl auch in die Webanwendung transferieren lassen, sodass von hier weitergearbeitet werden kann. Im CLI soll sich zudem eine URL generieren lassen, mit der die Sitzung per Webbrowser verfolgt werden kann \u2013 Voraussetzung ist hier aber ein verbundenes Git Repository. Au\u00dferdem lassen sich aus dem CLI heraus Github-Branches und Pull Requests erstellen, auch Reviews f\u00fcr den finalen Code in Github sind m\u00f6glich. Das CLI kann auch Dateien in lokalen Verzeichnissen bearbeiten und erstellen, fragt hier aber stets vorher um Erlaubnis.<\/p>\n<p>Als dritte Option gibt es auch die VS-Code-Erweiterung Mistral Vibe VS Code. Mit ihr lassen sich Dateien in VS Code per Prompt ver\u00e4ndern und analysieren, vor jeder \u00c4nderung wird aber stets um Erlaubnis gefragt. Die Erweiterung bindet wahlweise auch Kontext aus GitHub, GitLab, Jira oder Linear mit ein. Die Varianten CLI und VS-Code-Erweiterung sind besonders dann vorteilhaft, wenn man mit lokalen Dateien arbeiten will.<\/p>\n<p>F\u00fcr einige der Vibe-Funktionen braucht es ein kostenpflichtiges Abo. Aktuell ist Mistral in den Varianten Free, Pro (14,99 Euro pro Monat), Team (24,99 Euro pro Monat) und Enterprise (Preise f\u00fcr Unternehmen auf Anfrage) erh\u00e4ltlich. Leider ist Mistral bei den Unterschieden nicht ganz transparent. So bieten die kostenpflichtigen Versionen etwa f\u00fcnf mal so viele Websuchen und bis zu 40 mal so viele Bildgenerierungen wie die Free-Version an. Wieviel das genau ist, wird aber nirgends gesagt. Zudem kann die Free-Version keine Canvas generieren und unterst\u00fctzt kein Remote Coding \u2013 womit die Webanwendung von Vibe Code nur sehr begrenzt infrage kommen d\u00fcrfte, sobald Mistral sie verf\u00fcgbar macht. Die Team-Variante ist deutlich teurer als die Pro-Variante, hat aber so gut wie dieselben Nutzungskontingente. Lediglich die Speicherkapazit\u00e4t f\u00e4llt h\u00f6her aus. Au\u00dferdem bietet die Team-Version eine Domain-Verifizierung, Datenexport und gemeinsame Workspaces mit Admin-Funktionen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nen@heise.de\" title=\"Niklas Engelking\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nen<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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