{"id":149507,"date":"2026-06-02T02:33:12","date_gmt":"2026-06-02T02:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/149507\/"},"modified":"2026-06-02T02:33:12","modified_gmt":"2026-06-02T02:33:12","slug":"die-sp-ist-keine-sozialdemokratische-partei-mehr-jositsch-sieht-hinter-seiner-absetzung-eine-gezielte-aktion-aus-den-eigenen-reihen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/149507\/","title":{"rendered":"\u00abDie SP ist keine sozialdemokratische Partei mehr\u00bb: Jositsch sieht hinter seiner Absetzung eine gezielte Aktion aus den eigenen Reihen"},"content":{"rendered":"<p>Der Z\u00fcrcher SP-St\u00e4nderat Daniel Jositsch sieht hinter seiner Nichtnomination f\u00fcr die St\u00e4nderatswahlen 2027 eine gezielte Kampagne aus den eigenen Reihen. \u00abDefinitiv\u00bb, antwortete er im <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/zuerich\/es-gab-einen-plan-gegen-mich-sagt-der-abgesaegte-sp-staenderat-daniel-jositsch-ld.10009017\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Interview<\/a> mit der NZZ am Sonntag auf die Frage, ob es einen Plan gegeben habe, ihn aus dem Amt zu dr\u00e4ngen. Als Hinweise nannte Jositsch ein anonym verbreitetes Papier mit angeblich problematischen Positionen sowie die kurz vor der entscheidenden Versammlung angek\u00fcndigte Kandidatur von Nationalr\u00e4tin Jacqueline Badran.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/666731450_highres-scaled-9-1024x683.jpg\" alt=\"Anthony Anex\/Keystone\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Staenderat Daniel Jositsch im Bundeshaus in Bern<br \/>\n                                                                            <\/p>\n<p>                                        Anthony Anex\/Keystone<\/p>\n<p>Die Delegierten der Z\u00fcrcher SP hatten in dieser Woche beschlossen, den seit 2015 amtierenden St\u00e4nderat nicht mehr f\u00fcr eine weitere Amtszeit zu nominieren. Jositsch wertet den Entscheid als Ausdruck eines tieferliegenden Konflikts \u00fcber den politischen Kurs der Partei. Er habe die Situation bewusst kl\u00e4ren wollen: \u00abEntweder wollt ihr mich so, wie ich bin, oder wir lassen es sein.\u00bb Die SP habe lange davon profitiert, dass er auch b\u00fcrgerliche W\u00e4hler anspreche. Wenn er dieselbe moderat-sozialliberale Haltung jedoch in Bern vertrete, werde ihm mangelnde Parteiloyalit\u00e4t vorgeworfen.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>F\u00fcr Jositsch steht der Fall exemplarisch f\u00fcr eine breitere Entwicklung. \u00abDie Parteien versuchen immer st\u00e4rker, die Leute auf eine Linie zu trimmen\u00bb, sagte er. Der sozialliberale Fl\u00fcgel, dessen prominentester Vertreter er innerhalb der Bundespolitik ist, verliere in der SP zunehmend an Einfluss. Ob er in der Partei bleibt, liess der Strafrechtsprofessor offen. \u00dcber seine politische Zukunft wolle er gemeinsam mit der Reformplattform beraten, deren Pr\u00e4sident er ist. Eine erneute Kandidatur f\u00fcr den St\u00e4nderat schloss er dabei ausdr\u00fccklich nicht aus.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Besonders aufmerksam verfolgt wird nun die Rolle von Jacqueline Badran. Die Z\u00fcrcher Nationalr\u00e4tin hatte ihre Bereitschaft f\u00fcr eine Kandidatur kurz vor der Delegiertenversammlung signalisiert. Jositsch vermied direkte Angriffe, stellte aber ihre Kehrtwende in Frage. \u00abJeder darf f\u00fcr ein Amt kandidieren\u00bb, sagte er. Erkl\u00e4rungsbedarf bestehe f\u00fcr ihn jedoch bei der Frage, weshalb Badran ihn noch vor zwei Jahren als Bundesratskandidaten unterst\u00fctzt habe und nun offenbar der Ansicht sei, selbst besser f\u00fcr den St\u00e4nderat geeignet zu sein. Dabei erinnerte er auch an die pers\u00f6nliche Ebene ihrer Beziehung: Als Badran ein Burnout gehabt habe, habe er sich mit ihr getroffen, \u00abum zu schauen, dass sie wieder auf die Beine kommt\u00bb.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Trotz der Spannungen spart Jositsch nicht mit Anerkennung f\u00fcr seine m\u00f6gliche Nachfolgerin. Badran sei \u00absicher die beste Option, die die SP hat\u00bb, sagte er. Zugleich deutete er an, dass der parteiinterne Druck auf sie nach der Nichtnomination seines eigenen Sitzes erheblich gestiegen sei: \u00abSie kann jetzt fast nicht mehr nein sagen.\u00bb Ein Gespr\u00e4chsangebot der SP-Co-Pr\u00e4sidenten Mattea Meyer und C\u00e9dric Wermuth will Jositsch vorerst nicht annehmen. Derzeit habe er \u00abkeinen Bedarf f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Z\u00fcrcher SP-St\u00e4nderat Daniel Jositsch sieht hinter seiner Nichtnomination f\u00fcr die St\u00e4nderatswahlen 2027 eine gezielte Kampagne aus den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":149508,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[11],"tags":[46,41,8937,2798,42,43,16847,175,40,45,2421,44,38,36,37,39,1205],"class_list":["post-149507","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-ch","tag-headlines","tag-kampagne","tag-konflikt","tag-nachrichten","tag-news","tag-partei","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-schweiz","tag-sp","tag-switzerland","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-wahlen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116678170610549732","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=149507"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149507\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/149508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=149507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=149507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=149507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}