{"id":149581,"date":"2026-06-02T04:35:08","date_gmt":"2026-06-02T04:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/149581\/"},"modified":"2026-06-02T04:35:08","modified_gmt":"2026-06-02T04:35:08","slug":"im-interview-mit-fachimmunologin-professor-prelog-wenn-urlaub-das-risiko-fuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/149581\/","title":{"rendered":"Im Interview mit Fachimmunologin Professor Prelog: Wenn Urlaub das Risiko f\u00fcr &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">02.06.2026 \u2013 06:00<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/39763\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/f9bc8ac2-ce68-4b2e-9e65-b8eb24fabe55\/Asset-2615095_Portra~elog_1280x720px.jpg.jpg\" data-description=\"Copyright GSK. Die Bilder d\u00fcrfen ausschlie\u00dflich im Zusammenhang mit dem beiliegenden Pressematerial zum Thema G\u00fcrtelrose\/GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG Impfstoffe ver\u00f6ffentlicht werden und sind nicht frei redaktionell nutzbar. \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/39763 \/ Die Verwendung dieses Bildes f\u00fcr redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zul\u00e4ssig und dann auch honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung ausschlie\u00dflich mit Bildrechte-Hinweis.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"6a1da08d270000fd2cb88aae\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/im-interview-mit-fachimmunologin-professor-prelog-wenn-urlaub-das-risiko-f-r-g-rtelrose-erh-ht.jpeg\"   alt=\"Im Interview mit Fachimmunologin Professor Prelog: Wenn Urlaub das Risiko f\u00fcr G\u00fcrtelrose erh\u00f6ht\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/M%FCnchen\" title=\"News aus M\u00fcnchen \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Wenn im Urlaub der Stress nachl\u00e4sst und der K\u00f6rper pl\u00f6tzlich mit Ersch\u00f6pfung oder sogar Krankheit reagiert, spricht man von der sogenannten &#171;Leisure Sickness&#187;, zu Deutsch auch bekannt als &#171;Freizeitkrankheit&#187;: W\u00e4hrend Stressphasen werden Infekte im K\u00f6rper oft zun\u00e4chst unterdr\u00fcckt. Gleichzeitig schw\u00e4cht anhaltender Stress das Immunsystem. Kommt der K\u00f6rper schlie\u00dflich zur Ruhe, etwa im Urlaub oder an Wochenenden, k\u00f6nnen zuvor unterdr\u00fcckte Infekte ausbrechen. Auch ruhende Viren k\u00f6nnen in dieser Phase reaktiviert werden, wie das Varizella-Zoster-Virus, Ausl\u00f6ser der G\u00fcrtelrose. Gleichzeitig kann auch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Sonneneinstrahlung das Immunsystem schw\u00e4chen und das G\u00fcrtelrose-Risiko zus\u00e4tzlich erh\u00f6hen. Im Interview erkl\u00e4rt Frau Professor Prelog, warum ausgerechnet die Erholungsphase krank machen kann und wie Menschen ab 60 oder mit einem erh\u00f6hten Erkrankungsrisiko vorbeugen k\u00f6nnen. Die geb\u00fcrtige \u00d6sterreicherin ist Professorin f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin seit 2010 am Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg t\u00e4tig. Sie ist Fachimmunologin der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Immunologie, besitzt Facharztzusatzbezeichnungen in Infektiologie und Kinder-Rheumatologie sowie einen Master in Gesundheitswissenschaften und Public Health.<\/p>\n<p>Frau Professor Prelog, warum werden eigentlich manche Menschen genau dann krank, wenn endlich Entspannung einkehrt? <\/p>\n<p> Ja, das kennen wir alle: Endlich Urlaub oder Ferien, und man ist die ersten Tage ersch\u00f6pft oder wird sogar krank, obwohl man eigentlich frei hat. Eine repr\u00e4sentative Studie der Internationalen Hochschule (IU), einer privaten, staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland, hat herausgefunden, dass fast 72 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon einmal eine sogenannte Leisure Sickness, also eine &#171;Freizeitkrankheit&#187;, erlebt haben. Man vermutet dabei ein Zusammenwirken von Stresshormonen, dem vegetativen Nervensystem &#8211; das f\u00fcr unwillk\u00fcrliche K\u00f6rperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Verdauung und Stoffwechsel zust\u00e4ndig ist &#8211; und dem Immunsystem. Bei Stress sch\u00fcttet der K\u00f6rper vermehrt Stresshormone aus. Diese st\u00e4rken uns kurzfristig, damit wir eine Anstrengung besser meistern k\u00f6nnen. Unter chronischem Stress wird das Immunsystem aber durch die langfristige Aussch\u00fcttung dieser Hormone unterdr\u00fcckt. W\u00e4hrend der Belastungsphase k\u00f6nnen Infektionen sich unbemerkt entwickeln, sind aber oftmals nicht gleich sp\u00fcrbar. Erst wenn die Aussch\u00fcttung der Stresshormone in der Alltagspause nachl\u00e4sst, reagiert das Immunsystem wieder st\u00e4rker. Dann treten pl\u00f6tzlich Symptome wie M\u00fcdigkeit, Ersch\u00f6pfung, Schlafst\u00f6rungen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Erk\u00e4ltungssymptome auf. Durch den in der Stressphase erh\u00f6hten Verbrauch von Stresshormonen kann ein Mangel an diesen Hormonen in der Ruhephase besonders bei chronisch Gestressten zu einer St\u00f6rung der Balance im K\u00f6rper f\u00fchren. Dieses Ungleichgewicht kann Migr\u00e4ne oder Spannungskopfschmerzen am ersten freien Tag beg\u00fcnstigen. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen urlaubsbedingte Ver\u00e4nderungen den K\u00f6rper belasten, beispielsweise Jetlag, ungewohnte Schlafzeiten oder Klimaanlagen. <\/p>\n<p>Viele Menschen werden also nicht erst im Urlaub krank, sondern eigentlich schon vorher?<\/p>\n<p> Ja, genau, wie gerade beschrieben, beginnt ein Infekt oft bereits mitten in der Stressphase. Die k\u00f6rperliche Abwehrreaktion wird dann durch die vermehrte Aussch\u00fcttung von Stresshormonen zun\u00e4chst unterdr\u00fcckt, wodurch die Erreger ein leichteres Spiel haben, sich im K\u00f6rper auszubreiten. Aber erst wenn der K\u00f6rper zur Ruhe kommt, wird die Erkrankung sp\u00fcrbar. Das erkl\u00e4rt auch, warum sich viele Menschen p\u00fcnktlich zum Wochenende oder Urlaub krank f\u00fchlen. Typische Anzeichen dieses &#171;Rebound-Effekts&#187; sind Grippesymptome wie Abgeschlagenheit, erh\u00f6hte Temperatur, Fr\u00f6steln oder Gliederschmerzen. Dahinter steckt die nat\u00fcrliche Reaktion des Immunsystems, die dann diese Krankheitszeichen ausl\u00f6st. <\/p>\n<p>Kennen Sie solche F\u00e4lle auch aus Ihrem Praxisalltag?<\/p>\n<p> Ja, besonders h\u00e4ufig bei Menschen, die im Berufs- und Familienalltag einen stark ausgepr\u00e4gten Perfektionismus zeigen und einen hohen Leistungsdruck haben oder unter ungel\u00f6sten psychischen Belastungen leiden und unter Dauerstress stehen. Viele gehen praktisch direkt vom Berufsstress in den Urlaubsstress. Gerade dann kommt es auch h\u00e4ufiger zur Reaktivierung von Viren, die bereits im K\u00f6rper vorhanden sind. Dazu z\u00e4hlt etwa das Varizella-Zoster-Virus, also das Virus, das eine G\u00fcrtelrose hervorrufen kann. Es f\u00fchrt bei Erstinfektion (meist im Kindesalter) zur Kinderkrankheit Windpocken. Anschlie\u00dfend zieht es sich in Nervenzellansammlungen im R\u00fcckenmark zur\u00fcck und wird dort von spezifischen Abwehrzellen in Schach gehalten. Sinkt die Immunabwehr, zum Beispiel durch Immunalterung oder eine immunhemmende Therapie, aber durch massiven, chronischen Stress, kann das Virus wieder &#171;auswandern&#187; und zu einer G\u00fcrtelrose f\u00fchren. G\u00fcrtelrose kann sehr schmerzhaft und belastend sein. In einzelnen F\u00e4llen musste sogar die Urlaubsreise abgebrochen werden. <\/p>\n<p>K\u00f6nnen auch Sonneneinstrahlung oder starke UV-Belastung das G\u00fcrtelrose-Risiko erh\u00f6hen? <\/p>\n<p> Ja, hier gibt es klare Hinweise. \u00dcberm\u00e4\u00dfige UV-Belastung wird h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt. Ein Sonnenbrand ist n\u00e4mlich keine harmlose R\u00f6tung, sondern eine schwere, entz\u00fcndliche Stressreaktion der Haut und somit eine starke Belastung f\u00fcr Haut und Immunsystem. Wissenschaftliche Berichte zeigen deutlich, dass zu viel Sonne die Immunabwehr massiv beeintr\u00e4chtigen kann. Dadurch hat auch das G\u00fcrtelrose-Virus leichteres Spiel und kann reaktiviert werden. Man sollte also auf guten Sonnenschutz achten und in der Mittagszeit vermeiden, sich der Sonne auszusetzen. Gleichzeitig hilft es, entspannter in den Urlaub zu gehen und dem K\u00f6rper Zeit zum Umschalten zu geben. <\/p>\n<p>Was kann man tun, um den Effekt der &#171;Freizeitkrankheit&#187; zu mildern? <\/p>\n<p> Man sollte den \u00dcbergang von Arbeit zu Freizeit m\u00f6glichst flie\u00dfend gestalten. Wichtig ist es, Stress vorab bewusst zu reduzieren und nicht bis zum letzten Dr\u00fccker zu arbeiten. Hilfreich sind auch Puffertage vor dem Urlaub, statt direkt am ersten freien Tag eine Reise zu starten. <\/p>\n<p> Au\u00dferdem empfehlen wir aktive Erholung statt vollkommene Passivit\u00e4t: Spazierg\u00e4nge, Lesen, oder moderater Sport helfen dem K\u00f6rper, Stress sanft abzubauen. Entscheidend ist auch, feste Erholungspausen und Sport in die Arbeitswoche zu integrieren, damit sich Stress gar nicht erst aufstaut. Und nat\u00fcrlich bleibt Schlaf ein zentraler Faktor, denn im Schlaf regeneriert sich das Immunsystem. <\/p>\n<p>Frau Professor Prelog, was raten Sie Leserinnen und Lesern ganz praktisch f\u00fcr die Sommerzeit?<\/p>\n<p> Das Risiko einer Erkrankung kann gesenkt werden, wenn man die offiziellen Impfempfehlungen ber\u00fccksichtigt. Die STIKO, also die St\u00e4ndige Impfkommission, empfiehlt beispielsweise eine G\u00fcrtelrose-Impfung f\u00fcr alle ab 60 Jahren und f\u00fcr Menschen mit einem erh\u00f6hten Krankheitsrisiko bereits ab 18 Jahren. Durch den richtigen Sonnenschutz und einen bewussten Umgang mit Stress und dem \u00dcbergang vom Alltag in den Urlaub kann man vermeiden, das Immunsystem zus\u00e4tzlich zu belasten, sodass man die Sommerzeit unbeschwerter genie\u00dfen kann. <\/p>\n<p> NP-DE-HZU-PRSR-260006; 06\/2026 <\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">V. i. S. d. P.: Pia Clary, GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG, Prinzregentenplatz 9, 81675 M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Judith Schwenk<br \/>Agenturkontakt<br \/>Telefon: +49 221 925 738 40<br \/>E-Mail: j.schwenk[at]borchert-schrader-pr.de<\/p>\n<p>GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG, Prinzregentenplatz 9, 81675 M\u00fcnchen<br \/>Sitz der KG ist M\u00fcnchen Amtsgericht M\u00fcnchen HRA 78754<br \/>Komplement\u00e4rin:<br \/>Allen Pharmazeutika Gesellschaft mbH, Sitz Wien<br \/>Handelsgericht Wien FN 93449 a<br \/>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung: Ren\u00e9 Jensen<\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. KG, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"02.06.2026 \u2013 06:00 GlaxoSmithKline GmbH &amp; Co. 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