{"id":150093,"date":"2026-06-02T11:27:15","date_gmt":"2026-06-02T11:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/150093\/"},"modified":"2026-06-02T11:27:15","modified_gmt":"2026-06-02T11:27:15","slug":"mikroroboter-reparieren-rueckenmark-eth-zuerich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/150093\/","title":{"rendered":"Mikroroboter reparieren R\u00fcckenmark | ETH Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<p>Die Forschenden testeten die NPC-Bots auch an M\u00e4usen mit einem vollst\u00e4ndig durchtrennten R\u00fcckenmark. Auch hier waren die Ergebnisse erfolgsversprechend: Nach 28 Tagen waren die Nervenzellen an der Verletzungsstelle bei den Tieren verbunden. Die behandelten M\u00e4use bewegten sich in dieser Zeit zunehmend besser \u2013 Gangbild, Schrittl\u00e4nge, Koordination und Erkundungsverhalten normalisierten sich deutlich.\u00a0<\/p>\n<p>Dieses Resultat ist deshalb entscheidend, weil sich bei M\u00e4usen das R\u00fcckenmark \u2013 im Gegensatz zu dem der Zebrafische \u2013 normalerweise nicht regeneriert. Die Tiere vertrugen die Behandlung gut, es traten keine sch\u00e4dlichen Nebenwirkungen oder Immunreaktionen auf.<\/p>\n<p>Mit minimalinvasiver Stimulation zum Erfolg\u00a0 <\/p>\n<p>M\u00f6glich wurden diese Erfolge durch die elektrische Stimulation der Stammzellen, was deren Differenzierung nach der Transplantation besonders f\u00f6rdert. Dabei wandeln die Nanopartikel magnetische Signale direkt in elektrische Impulse um, welche die Stammzellen gezielt stimulieren. Bei den NPC-Bots m\u00fcssen die Forschenden nur externe Magnetfelder verwenden, die rund um die zu reparierende Stelle angeordnet werden. Im Gegensatz zu bisherigen Ans\u00e4tzen ben\u00f6tigt die Methode keine implantierten Elektroden oder Kabel. Dies ist wichtig, da das R\u00fcckenmark \u00e4usserst empfindlich ist. \u00abWir k\u00f6nnen durch die mikrorobotische Steuerung die Behandlung pr\u00e4ziser und minimalinvasiver machen\u00bb, fasst Hao zusammen.\u00a0<\/p>\n<p>Magnetfelder eignen sich besonders gut, um Stammzellen zu stimulieren, weil sie das Gewebe leicht durchdringen und sich Frequenz sowie Feldst\u00e4rke flexibel an den jeweiligen Einsatz anpassen lassen. Nachdem die Vorl\u00e4uferzellen stimuliert wurden und sich zu Nervenzellen entwickelt haben, verschmelzen die NPC-Bots im Wesentlichen mit dem Gewebe. Die Forschenden erwarten, dass die Nanopartikel dank ihrer Bariumtitanat-Beschichtung stabil und wenig reaktiv sind. Weitere Studien sollen kl\u00e4ren, ob und wie die Partikel langfristig abgebaut oder ausgeschieden werden.<\/p>\n<p>Idee l\u00e4sst sich beliebig ausbauen <\/p>\n<p>Die Resultate aus den Tierversuchen sind \u00e4usserst vielversprechend. Bis die NPC-Bots im Menschen angewendet werden k\u00f6nnen, wird es aber noch l\u00e4nger dauern. \u00abNebst vielen klinischen Aspekten m\u00fcssen wir zuerst testen, welche Magnetfelder beim Menschen am besten funktionieren und wie lange die optimale Stimulationszeit ist\u00bb, erkl\u00e4rt Hao. Trotzdem denken die Forschenden bereits jetzt \u00fcber weitere Anwendungen nach: \u00abDie reproduzierbare und skalierbare Herstellung von Mikrorobotern mit unserem Lab-on-a-Chip-System zeigt, dass das Anwendungspotenzial der Plattform \u00fcber die Grundlagenforschung hinaus geht\u00bb, erl\u00e4utert Professor Pan\u00e9 i Vidal. Diese k\u00f6nnte zum Beispiel auch f\u00fcr die Kardiologie, die Onkologie, die Wundheilung und andere gezielte regenerative Therapien angepasst werden. So k\u00f6nnten auch diese Behandlungen dereinst sicherer, kontrollierbarer und wirksamer werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Forschenden testeten die NPC-Bots auch an M\u00e4usen mit einem vollst\u00e4ndig durchtrennten R\u00fcckenmark. Auch hier waren die Ergebnisse&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":150094,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[25],"tags":[7988,14421,1429,45,104],"class_list":["post-150093","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-zuerich","tag-d-mavt","tag-maschinenbau","tag-medienmitteilung","tag-schweiz","tag-zuerich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116680270547687688","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150093","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=150093"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150093\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/150094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=150093"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=150093"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=150093"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}