{"id":150770,"date":"2026-06-02T20:07:09","date_gmt":"2026-06-02T20:07:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/150770\/"},"modified":"2026-06-02T20:07:09","modified_gmt":"2026-06-02T20:07:09","slug":"helene-fischer-dreht-video-zu-heute-nacht-in-der-hamburger-kunsthalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/150770\/","title":{"rendered":"Helene Fischer dreht Video zu \u201eHeute Nacht\u201c in der Hamburger Kunsthalle"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">2018 mieteten <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/beyonce-knowles\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beyonc\u00e9<\/a> und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/jay-z\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jay-Z<\/a> f\u00fcr zwei N\u00e4chte den Pariser Louvre. Hier entstand ihr \u201eApeshit\u201c-Video, das mittlerweile als popkultureller Meilenstein gilt. F\u00fcr den sechsmin\u00fctigen Clip hatte sich das Duo in illustre Gesellschaft begeben \u2013 mit am Set waren schlie\u00dflich unter anderem die Venus von Milo und die Mona Lisa. Jetzt tritt Helene Fischer in die musealen Fu\u00dfstapfen des Pop-Duos: Das Video zu ihrem soeben erschienenen Song \u201eHeute Nacht\u201c drehte die \u201eQueen of Schlager\u201c (\u201eThe Guardian\u201c) vor und in der Hamburger Kunsthalle.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Lied ist gleichsam die Hymne f\u00fcr ihre gro\u00dfe \u201e360\u00b0 Stadion Tour 2026\u201c, die im Juni startet. Am 23. Juni tritt Fischer in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/gelsenkirchen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gelsenkirchen<\/a> auf (Veltins-Arena), am 26. und 27. Juni in K\u00f6ln (Rhein Energie Stadion). Nicht zuletzt wurde \u201eHeute Nacht\u201c von MagentaTV zum senderinternen WM-Song f\u00fcr die \u00dcbertragungen der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2026 gek\u00fcrt. Man hofft auf ein neues Sommerm\u00e4rchen \u2013 2014, als die deutsche Nationalmannschaft die WM in Brasilien gewann, feierte Helene Fischer gemeinsam mit den frischgek\u00fcrten Fu\u00dfballhelden ausgelassen vor dem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/brandenburger-tor\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Brandenburger Tor<\/a>.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Hamburger Kunsthalle, wo derzeit eine gro\u00dfe Doppelschau Br\u00fccken zwischen Edvard Munch und der \u00f6sterreichischen K\u00f6rpermalerin Maria Lassnig schl\u00e4gt, musste jedenfalls nicht zweimal \u00fcberlegen, als das Management der S\u00e4ngerin anklopfte: \u201eWir haben uns \u00fcber diese Anfrage von Helene Fischer f\u00fcr den Dreh bei uns sehr gefreut\u201c, sagt Jan Metzler, Leiter Marketing &amp; Customer Relations der Kunsthalle \u2013 sie z\u00e4hlt hierzulande zu den beliebtesten und bestbesuchten Museen.<\/p>\n<p>Wie eine deutsche Kylie Minogue      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den gediegenen Gr\u00fcndungsbau von 1869 verwandeln Fischer und ihre T\u00e4nzer ohne jeden Anflug von bildungsb\u00fcrgerlicher Scheu in einen Dancefloor.<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SniCL4xbRqw\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Nur 2:40 Minuten dauert das Video<\/a>. Kurz und knackig, passend zu dem energiegeladenen Song, den Helene Fischer selbst als \u201eAnfang einer neuen \u00c4ra\u201c beschreibt. Und als Versprechen, dem Normaltrott einen Halleluja-Moment der gef\u00fchlten Ewigkeit entgegenzusetzen: \u201eHeute Nacht k\u00f6nnen wir unsterblich sein\u201c. Schluss mit der Leisetreterei: \u201eWir haben viel zu lange nicht mehr laut gelebt.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Feier des Lebens und der Liebe also ist dieses Musikvideo. In Szene gesetzt mit derart viel Karacho, dass die Gem\u00e4lde beinahe zu beben beginnen. Atemlos durchs Museum. Entt\u00e4uschend, weil arg konventionell allerdings der Beginn: Da steigt Helene Fischer aus einem silbernen Cabriolet, das vor der Kunsthalle parkt. Im knallroten, minikurzen Lackkost\u00fcm pflanzt sie sich vor der Nobelkarre auf, als verdinge sie sich als \u201eGrid Girl\u201c bei einer Automesse. Eindeutig unter ihrem Niveau.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Daf\u00fcr entsch\u00e4digt die dynamische Performance im Museum selbst. Vor allem im pr\u00e4chtigen historistischen Treppenhaus und in den angrenzenden Altmeister-S\u00e4len toben sich die T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer aus, angef\u00fchrt vom Wirbelwind Helene. Hinterfangen von futuristischen Laserstrahlen wie bei <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kylie-minogue\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kylie Minogue<\/a> und mit geh\u00f6rigem Vorw\u00e4rtsdrive bei ihrer Choreografie macht die S\u00e4ngerin das Museum zur B\u00fchne f\u00fcr einen mitrei\u00dfenden Auftritt.<\/p>\n<p>Die Kunst spielt nur eine Nebenrolle      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Kunst freilich wird hier nur eine Nebenrolle zugestanden. Das war vor sechs Jahren bei dem \u201eApeshit\u201c-Video anders: Kunstwerke wie die Nike von Samothrake oder G\u00e9ricaults \u201eDas Flo\u00df der Medusa\u201c gerieten explizit ins Visier der Kamera. Damals, so die vorherrschende Lesart, durchbrachen Beyonc\u00e9 und Jay-Z als neue, schwarze Elite die wei\u00dfe Vorherrschaft der Louvre-Ikonen \u2013 das Magazin \u201eMonopol\u201c attestierte eine \u201eUmschreibung von Machtsymbolik in der Kunstgeschichte\u201c. Von solch hochfahrenden Ambitionen ist \u201eHeute Nacht\u201c meilenweit entfernt. Das Video will vor allem gute Laune machen. Das gelingt.<\/p>\n<p>Museen sind keine unnahbaren Kunsttempel mehr      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ohnehin vorbei die Zeiten, da das Museum als unnahbarer Kunsttempel sakrosankt war. Zum Gl\u00fcck. Schl\u00e4gt das Pendel jetzt in die andere Richtung aus? Bewirkt die Allianz von Hochkunst und Popkultur, von E und U, von Bildungsfracht und Leichtgewichtigem eine Nivellierung nach unten? Das bef\u00fcrchten Kulturpessimisten. In Helene Fischers Gastspiel im Museum d\u00fcrften sie allenfalls einen Marketing-Gag sehen, v\u00f6llig losgel\u00f6st von den Kunstwerken, die hier pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vorstellbar ist aber auch eine andere Interpretation. Hier kommt der Begriff \u201eAtmosph\u00e4re\u201c ins Spiel. F\u00fcr den Schweizer Architekten (und Museumsspezialisten) Peter Zumthor ist er konstitutiv. In seinem Buch \u201eAtmosph\u00e4ren. Architektonische Umgebungen \u2013 Die Dinge um mich herum\u201c beschreibt Zumthor eindringlich jenes intuitive Erleben von Architektur, das in Sekundenbruchteilen einsetzt und dem rationalen Denkprozess vorangeht. Eine solche unmittelbare Ber\u00fchrung durch ein Bauwerk vermittelt auch das \u201eHeute Nacht\u201c-Video. Insofern hat sich Helene Fischer kongenial mit der Atmosph\u00e4re der Kunsthalle verschwistert, obwohl die Bilder bei dem Dreh blo\u00df Kulisse sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"2018 mieteten Beyonc\u00e9 und Jay-Z f\u00fcr zwei N\u00e4chte den Pariser Louvre. 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