{"id":151516,"date":"2026-06-03T10:46:07","date_gmt":"2026-06-03T10:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/151516\/"},"modified":"2026-06-03T10:46:07","modified_gmt":"2026-06-03T10:46:07","slug":"maischberger-zunehmende-verampelung-kalkofe-bezeichnet-merz-als-fleischgewordene-frustration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/151516\/","title":{"rendered":"Maischberger: \u201eZunehmende Verampelung\u201c \u2013 Kalkofe bezeichnet Merz als \u201efleischgewordene Frustration\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Mit Spott und scharfen Worten hat Oliver Kalkofe bei Sandra Maischberger mit der politischen Elite abgerechnet. Merz, die FDP und die AfD bekommen ihr Fett weg.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Debatte \u00fcber einen m\u00f6glichen Kanzlertausch hat viel Unruhe in die Regierung gebracht. Das sieht auch Comedian Oliver Kalkofe so. Bei Sandra Maischberger rechnete der Satiriker mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ab und bezeichnete ihn als \u201efleischgewordene Frustration\u201c. Kalkofe zeichnete das Bild einer verunsicherten Regierung, die ihre Probleme \u00f6ffentlich austrage \u2013 und damit die Frustration der B\u00fcrger weiter verst\u00e4rke.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser waren sinkende Zustimmungswerte f\u00fcr Merz \u2013 er f\u00fchrt die Unbeliebtheitsliste mittlerweile an \u2013 und Spekulationen \u00fcber einen m\u00f6glichen Kanzlerwechsel zugunsten von Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst. Kalkofe bezeichnete die Diskussion als \u201eabsurd\u201c, gleichzeitig aber nachvollziehbar.<\/p>\n<p>\u201eAuch der Kanzler ist unzufrieden. Er l\u00e4uft selber rum wie die fleischgewordene Frustration\u201c, sagte der Comedian in der ARD-Talkshow. W\u00fcst erscheine vielen dagegen als die freundlichere Alternative. Er \u201el\u00e4chelt auch mal\u201c, spreche sogar mit den Gr\u00fcnen und habe \u201efast etwas Menschliches\u201c, spottete Kalkofe.<\/p>\n<p>\u201eBild\u201c-Autor Paul Ronzheimer widersprach jedoch der Darstellung, die Debatte \u00fcber einen m\u00f6glichen Kanzlerwechsel sei reine Spekulation. Die Gespr\u00e4che \u00fcber einen Austausch von Merz w\u00fcrden tats\u00e4chlich in CDU-Kreisen gef\u00fchrt, sagte er. Hintergrund seien die schlechten Umfragewerte des Kanzlers und die anhaltenden Spannungen in der Koalition. Besonders bemerkenswert fand Ronzheimer die Reaktion aus dem Kanzleramt. Mit scharfen Dementis habe man die Diskussion erst richtig befeuert. \u201eDadurch wurde das Ganze \u00fcberhaupt erst richtig gro\u00df\u201c, sagte er. Die Debatte sei zwar vorerst verdr\u00e4ngt worden, werde die Union aber weiter begleiten: \u201eMan versucht, das weg zu ignorieren. Aber es kann nat\u00fcrlich wieder hochkommen.\u201c<\/p>\n<p>Doch Kalkhofes Kritik zielte nicht allein auf Merz. Der Satiriker beschrieb eine Regierung, die zunehmend dieselben Probleme zeige, die einst der Ampel-Koalition vorgeworfen wurden. \u201eWir erleben diese zunehmende Verampelung\u201c, diagnostizierte Kalkofe. Die Menschen h\u00e4tten das Gef\u00fchl, die Beteiligten bek\u00e4men es nicht hin, miteinander zu reden, ohne ihre Konflikte \u00f6ffentlich auszutragen. Diese Unsicherheit \u00fcbertrage sich auf die Bev\u00f6lkerung. \u201eDas ist die Frustration, die dabei r\u00fcberkommt\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Besonders hart ging Kalkofe mit dem F\u00fchrungsstil des Kanzlers ins Gericht. Merz werde zwar als jemand dargestellt, der Probleme entschlossen anpacke. In der Realit\u00e4t fehle aber genau das. \u201eEr ist ein Kanzler, der immer behauptet, er w\u00fcrde anpacken\u201c, so Kalkofe, \u201eaber das ist ja genau das Problem: Dieses Anpacken fehlt.\u201c<\/p>\n<p>Auch die FDP kam nicht gut weg. Nach der Wahl von Wolfgang Kubicki zum Parteichef sei die Partei pl\u00f6tzlich wieder im Gespr\u00e4ch. F\u00fcr den Comedian gleicht das einem Horrorfilm. \u201eDas F in FDP steht, glaube ich, f\u00fcr Frankenstein, weil die Leiche lebt wieder.\u201c<\/p>\n<p>Mit wenigen markigen Spr\u00fcchen habe Kubicki es geschafft, die Liberalen zur\u00fcck in die Schlagzeilen zu bringen. Gleichzeitig sei das ein Beispiel daf\u00fcr, wie leicht populistische Botschaften funktionieren k\u00f6nnten. \u201eMan hatte geglaubt, die Partei ist tot. Man hatte schon die Grabreden gehalten\u201c, sagte Kalkofe.<\/p>\n<p>Erfolg speist sich aus Frust der B\u00fcrger<\/p>\n<p>Auch beim Thema AfD warnte der Satiriker davor, die Wirkung von Emotionen in der Politik zu untersch\u00e4tzen. Der Erfolg der Partei speise sich aus Frust und Entt\u00e4uschung vieler B\u00fcrger. \u201eDie suchen sich ein oder zwei oder drei Punkte aus, billigen den Rest und sagen: Hauptsache, es \u00e4ndert sich was.\u201c<\/p>\n<p>Dennoch sprach sich Kalkofe gegen ein AfD-Verbotsverfahren aus. Die Debatte werde seit Jahren gef\u00fchrt, habe bislang aber eher den gegenteiligen Effekt gehabt. \u201eDann entsteht dieses Gef\u00fchl von: Jetzt erst recht, jetzt will man uns auch noch zum Schweigen bringen.\u201c<\/p>\n<p>kami<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Spott und scharfen Worten hat Oliver Kalkofe bei Sandra Maischberger mit der politischen Elite abgerechnet. 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