{"id":152102,"date":"2026-06-03T18:44:18","date_gmt":"2026-06-03T18:44:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/152102\/"},"modified":"2026-06-03T18:44:18","modified_gmt":"2026-06-03T18:44:18","slug":"studie-zur-zombie-hirsch-krankheit-prionen-finden-weg-ins-primatenhirn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/152102\/","title":{"rendered":"Studie zur &#171;Zombie-Hirsch-Krankheit&#187;: Prionen finden Weg ins Primatenhirn"},"content":{"rendered":"<p>Studie liefert neue Hinweise <\/p>\n<p>Ist die &#171;Zombie-Hirsch-Krankheit&#187; doch auf Menschen \u00fcbertragbar?<\/p>\n<p>02.06.2026 &#8211; 15:22 UhrLesedauer: 3 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/elche-und-hirsche-in-den-usa-dort-sind-bis-zu-zehn-prozent-der-tiere-mit-erregern-einer-krankheit-in.jpeg\" alt=\"Elche und Hirsche in den USA: Dort sind bis zu zehn Prozent der Tiere mit Erregern einer Krankheit infiziert.\" title=\"Elche und Hirsche in den USA: Dort sind bis zu zehn Prozent der Tiere mit Erregern einer Krankheit infiziert.\" width=\"4000\" height=\"2250\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex h-full w-full max-w-full\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2026\/06\/rJ4UIuVoJcEl\/0x228:4000x2250\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/elche-und-hirsche-in-den-usa-dort-sind-bis-zu-zehn-prozent-der-tiere-mit-erregern-einer-krankheit-infiziert.jpg')\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" style=\"--width:32;--height:32\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Elche und Hirsche in den USA: Dort sind bis zu zehn Prozent der Tiere mit Erregern einer Krankheit infiziert. (Quelle: Darren Bennett\/getty-images-bilder)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/audio-volume.6689034c.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:brightness-0 group-hover:invert\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/>Vorlesen<\/p>\n<p>Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00<\/p>\n<p>1x<\/p>\n<p class=\"text-center\">Jetzt neu bei t-online:<\/p>\n<p class=\"text-center\">Schriftgr\u00f6\u00dfe anpassen!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/font-sizes.32942e33.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:hidden group-aria-expanded:hidden\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/font-sizes-dark-mode.e382645c.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none hidden group-hover:block group-aria-expanded:block\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:brightness-0 group-hover:invert\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">In Nordamerika und Norwegen k\u00f6nnen sich Hirsche mit der sogenannten Zombie-Hirsch-Krankheit infizieren. Nun liefert eine Studie Hinweise, dass die Gefahr f\u00fcr Menschen gr\u00f6\u00dfer ist als bislang angenommen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die Chronic Wasting Disease (CWD; &#171;chronisch auszehrende Krankheit&#187;), umgangssprachlich auch &#171;Zombie-Hirsch-Krankheit&#187; genannt, bef\u00e4llt Hirsche, Elche und andere Hirscharten. Infizierte Tiere sind zun\u00e4chst tr\u00e4ge, verwirrt und haben Probleme, sich zu bewegen. Im weiteren Verlauf zehren sie stark aus und sterben schlie\u00dflich. Verursacht wird die Erkrankung durch sogenannte Prionen \u2013 fehlgefaltete Eiwei\u00dfe, die \u00fcber den Urin oder den Speichel \u00fcbertragen werden. Einmal im K\u00f6rper, k\u00f6nnen Prionen schwere Hirnsch\u00e4den ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Bekannt wurden Prionen vor allem durch den Rinderwahn (BSE), der in den 1990er-Jahren auch Menschen infizierte und die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit verursachte. Anders als bei BSE galt das Risiko f\u00fcr eine \u00dcbertragung von CWD auf den Menschen jedoch als sehr gering. Eine neue, im Fachjournal &#171;Science Advances&#187; ver\u00f6ffentlichte Studie wirft nun aber erneut die Frage auf, ob die Hirschkrankheit nicht doch auf den Menschen \u00fcberspringen k\u00f6nnte. Denn nach dieser Studie k\u00f6nnen Hirschprionen sehr wohl ins Gehirn von Primaten eindringen und dort Ver\u00e4nderungen verursachen.<\/p>\n<p>Warum hei\u00dft es &#171;Zombie-Hirsch-Krankheit&#187;?<\/p>\n<p class=\"pt-8 text-14 md:pt-8 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Der Name ist keine wissenschaftliche Bezeichnung. Er beruht auf den Symptomen der Erkrankung, zu denen neben den oben genannten auch Sabbern, Starren und fehlende Scheu vor Menschen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Forscher untersuchten Makaken<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">F\u00fcr die Studie arbeiteten Wissenschaftler mit Javaner-Affen (Cynomolgus-Makaken). Diese Makaken werden als Modell genutzt, um m\u00f6gliche Risiken f\u00fcr Menschen zu untersuchen. Einige Tiere erhielten Gewebe von infizierten Hirschen und Elchen \u00fcber die Nahrung, andere die Erreger direkt ins Gehirn.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die Forscher beobachteten die Tiere \u00fcber mehrere Jahre. Die meisten Affen entwickelten keine eindeutigen Krankheitszeichen. Zwei Tiere zeigten jedoch Symptome wie Gewichtsverlust, Zittern, Koordinationsst\u00f6rungen und auff\u00e4lliges Verhalten. Ob wirklich eine Prionenerkrankung f\u00fcr die Beschwerden verantwortlich war, ist nicht genau best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Nach vier bis acht Jahren schl\u00e4ferten die Forscher die Affen ein, um deren Nervengewebe zu untersuchen. Moderne, besonders empfindliche Nachweisverfahren machten geringe Mengen der krankhaften Eiwei\u00dfe in allen infizierten Affen sichtbar.<\/p>\n<p>Forscher warnen: <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/gesundheit\/aktuelles\/id_101105788\/influenza-d-und-canines-coronavirus-forscher-warnen-vor-pandemie-gefahr.html&quot;}\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/aktuelles\/id_101105788\/influenza-d-und-canines-coronavirus-forscher-warnen-vor-pandemie-gefahr.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das n\u00e4chste Coronavirus steht bereit<\/a>Weltweites Infektionsrisiko: <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/gesundheit\/aktuelles\/id_101245186\/hantavirus-ansteckung-symptome-risiko-in-deutschland.html&quot;}\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/aktuelles\/id_101245186\/hantavirus-ansteckung-symptome-risiko-in-deutschland.html\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">F\u00fcr wen ist das Hantavirus besonders gef\u00e4hrlich?<\/a><\/p>\n<p>Neue Prionen blieben offenbar infekti\u00f6s<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Ebenfalls aufschlussreich war, was danach geschah: Die Forscher \u00fcbertrugen Gewebeproben der infizierten Makaken auf speziell gez\u00fcchtete M\u00e4use, die f\u00fcr Hirschprionen empf\u00e4nglich sind. Einige dieser Tiere entwickelten krankhafte Ver\u00e4nderungen an Gehirn und Nervenzellen. Auch eine weitere \u00dcbertragung auf R\u00f6telm\u00e4use verursachte bei den Tieren eine Prionenerkrankung.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Nach Ansicht der Autoren spricht dies daf\u00fcr, dass sich die Erreger zumindest in geringem Umfang in den Affen vermehren konnten und auch nach mehreren Wirtswechseln infekti\u00f6s bleiben. Damit stellen die Ergebnisse fr\u00fchere Untersuchungen infrage, die von einem nahezu vollst\u00e4ndigen Schutz von Primaten gegen\u00fcber der Krankheit ausgegangen waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Studie liefert neue Hinweise Ist die &#171;Zombie-Hirsch-Krankheit&#187; doch auf Menschen \u00fcbertragbar? 02.06.2026 &#8211; 15:22 UhrLesedauer: 3 Min. 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