{"id":154620,"date":"2026-06-05T10:14:13","date_gmt":"2026-06-05T10:14:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/154620\/"},"modified":"2026-06-05T10:14:13","modified_gmt":"2026-06-05T10:14:13","slug":"naturhistorisches-museum-basel-ruestet-seine-sammlung-fuer-umzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/154620\/","title":{"rendered":"Naturhistorisches Museum Basel r\u00fcstet seine Sammlung f\u00fcr Umzug"},"content":{"rendered":"<p>\n                Teaserbild-Quelle: Lo\u00efc Costeur\n            <\/p>\n<p>Das Naturhistorische Museum Basel bereitet den Umzug von 12<br \/>\nMillionen Objekten in den Neubau vor. Der Transport wird im M\u00e4rz 2027 beginnen.<br \/>\nDie Vorbereitungen f\u00fcr den Transport der fragilen Sammlungsst\u00fccke haben acht<br \/>\nJahre gedauert.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/162003_1.jpg\" alt=\"Osteologische Sammlung im Naturhistorischen Museum Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Lo\u00efc Costeur<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Der Blick in die osteologische Sammlung verdeutlicht: Montierte Skelette stellen eine besondere Herausforderung f\u00fcr den Umzug dar. Die Knochen sind fragil und werden mit d\u00fcnnen Dr\u00e4hten zusammengehalten. Die Exponate werden komplett montiert gez\u00fcgelt. Das bedeutet, dass die \u00fcbergrossen Formate spezielle Anfertigungen ben\u00f6tigen: Grosse Kisten mit individuellen internen St\u00fctzen. Diese Sicherungsarbeit braucht Planung, Koordination und Zeit.<\/p>\n<p>Das Vorhaben entspreche etwa dem Umzug von 300 bis 400 Privatwohnungen, sagte Co-Museumsdirektor David Alder am Donnerstag vor den Medien. Rund die H\u00e4lfte der Objekte befindet sich im externen Sammlungsdepot in M\u00fcnchenstein. Der Rest lagert in den Katakomben unter dem Museumsbau von Melchior Berri an der Augustinergasse.<\/p>\n<p>Am neuen Standort im St. Johann-Quartier soll die heute verborgene Sammlung f\u00fcr Besucherinnen und Besucher sichtbar sein, wie Alder sagte. Mit dem rund 1 Million Franken teuren Transport beauftragt ist das Logistikunternehmen Welti-Furrer, das bereits die zoologische Sammlung der Universit\u00e4t Z\u00fcrich z\u00fcgelte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Giraffe braucht es einen Kran<\/p>\n<p>Eine Herausforderung wird die bekannte Giraffe im Treppenhaus des Berri-Baus. Seine Firma werde sich voraussichtlich rund eine Woche lang mit ihr besch\u00e4ftigen, sagte Markus Maushart, CEO von Welti-Furrer. Erst m\u00fcsse das Pr\u00e4parat in eine grosse Kiste verpackt werden. Nachher wird ein Kran die Giraffe aus dem Geb\u00e4ude bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/162000_1.jpg\" alt=\"Umzug der Sammlung im Naturhistorisches Museum Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Eva Flury<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Zw\u00f6lf Millionen Objekte sind es insgesamt, die ins neue Museum mitgenommen werden. Die vielseitige Sammlung erforderte eine auf das Sammelgut angepasste, individuelle Vorbereitung. Objekte mussten in Schubladen fixiert, Pr\u00e4parate sicher auf Podesten befestigt und Felle gereinigt werden. Die Installation beim Infopoint veranschaulicht diese vorbereitenden Umzugsmassnahmen in den Sammlungen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr viele Sammlungsst\u00fccke ist der Aufwand gross, wie Pr\u00e4paratoriumsleiter Alwin Probst erl\u00e4uterte. Die Vogeleier lagern in gepolsterten Geh\u00e4usen und manche Skelette brauchten eine Asbestreinigung. W\u00e4hrend heute giftfrei gearbeitet wird, ersetzten die Pr\u00e4paratoren fr\u00fcher die Bandscheiben durch asbesthaltiges Material. Zudem sind manche der alten Pr\u00e4parate arsenhaltig, was entsprechende Schutzkleidung erforderlich macht.<\/p>\n<p>Vorsicht vor Hitze und Frassinsekten<\/p>\n<p>Eine delikate Angelegenheit f\u00fcr den Umzug sind auch die in Ethanol eingelegten Pr\u00e4parate. Das Museumsteam musste s\u00e4mtliche Gef\u00e4sse kontrollieren und bei Bedarf reinigen und abdichten. Allgemein muss der Umzug der Objekte nach einem pr\u00e4zisen Zeitplan erfolgen.<\/p>\n<p>Manche Objekte d\u00fcrfen nur w\u00e4hrend der kalten Jahreszeit transportiert werden, um nicht der Hitze und Frassinsekten ausgesetzt zu sein. Zudem sollen die Arbeiten wenn m\u00f6glich ausserhalb der \u00d6ffnungszeiten stattfinden, wie Kurator Andr\u00e9 Puschnig sagte. So sollen Besuche und Umzug aneinander vorbeigehen.<\/p>\n<p>Bis im Februar 2028 sollen die Objekte aus der Sammlung am neuen Standort sein. Im gleichen Jahr folgen die Ausstellungsobjekte, darunter Publikumslieblinge wie die Giraffe und der H\u00f6hlenb\u00e4r. Der Berri-Bau wird im im Winter 2028 schliessen und das neue Museum im Sommer 2029 \u00f6ffnen. (sda)<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/161999_1.jpg\" alt=\"Sammlung Naturhistorische Museum Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Gregor Br\u00e4ndli<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Das Naturhistorische Museum Basel verf\u00fcgt \u00fcber eine der gr\u00f6ssten Sammlungen naturkundlicher Objekte. \u00dcber f\u00fcnf Millionen K\u00e4fer, Insekten, Schmetterlinge und andere Wirbellose; sechs Millionen S\u00e4ugetiere, Fische, Saurier, Mollusken; hunderttausende V\u00f6gel, Amphibien und Reptilien; zehntausende Mineralien und vieles mehr: Zw\u00f6lf Millionen Objekte sind es insgesamt, die ins neue Museum mitgenommen werden.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/161998_1.jpg\" alt=\"Sammlung im Naturhistorischen Museum Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Gregor Br\u00e4ndli<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Den Anfang des Umzugs im M\u00e4rz 2027 machen die Sammlungen im Berribau. Die Mineralogie, Anthropologie, Pal\u00e4ontologie und Osteologie werden als erste in den Regalen am neuen Standort einger\u00e4umt, in den Wintermonaten folgen dann die Sammlungen aus dem externen Depot, unter anderem die Insekten- und K\u00e4fersammlung. Die Nass-Sammlung, erf\u00e4hrt eine besondere Behandlung, da die in Ethanol konservierten Exponate aufgrund von Glasbruch und einer daraus resultierenden Explosionsgefahr einen Spezialtransport ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/162002_1.jpg\" alt=\"Eiersammlung neu verpackt\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Maurice Lunak<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Die gesamte Eiersammlung wurde f\u00fcr den Transport ins neue Museum sicher verpackt. Diese Ammer-Eier veranschaulichen die neue Lagerung: Sanft gepolstert in Kapokfaser und in Polysterol-Schachteln gebettet. Im Zuge dieser Arbeiten wurde ebenfalls das gesamte Polstermaterial vereinheitlicht.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/162004_1.jpg\" alt=\"Versteinerte Eier im Naturhistorischen Museum Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Maurice Lunak<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Fossile Vogeleier, eingebettet in alterungsbest\u00e4ndigen Polypropylen-Schaumstoff, sind f\u00fcr den Umzug sicher verpackt. Die passgenaue Aussparung garantiert eine Stabilisierung der Eier f\u00fcr den Transport.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teaserbild-Quelle: Lo\u00efc Costeur Das Naturhistorische Museum Basel bereitet den Umzug von 12 Millionen Objekten in den Neubau vor.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":154621,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[28],"tags":[116,604,601,5881,6807,45,23774],"class_list":["post-154620","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-basel","tag-basel","tag-basel-stadt","tag-gef_news","tag-neubau","tag-rub_verschiedenes","tag-schweiz","tag-verschiedenes"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116696970273194185","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=154620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/154620\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/154621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=154620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=154620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=154620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}