{"id":156386,"date":"2026-06-06T15:03:23","date_gmt":"2026-06-06T15:03:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/156386\/"},"modified":"2026-06-06T15:03:23","modified_gmt":"2026-06-06T15:03:23","slug":"ukraine-bekommt-gripen-warum-russland-genauer-hinschauen-muss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/156386\/","title":{"rendered":"Ukraine bekommt Gripen: Warum Russland genauer hinschauen muss"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Master_Lange-550432825e8a14f3.jpeg\"  width=\"1280\" height=\"720\"  alt=\"Unterseite des JAS-39C Gripen-Jets in der Luft. \" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Saab JAS-39C Gripen. <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Saab_JAS-39C_Gripen,_Sweden_-_Air_Force_AN2279593.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">Foto<\/a>: Oleg V. Belyakov &#8211; AirTeamImages \/ <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">CC BY-SA 3.0 Deed<\/a><\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Schweden plant die Lieferung von Gripen-Kampfjets. Entscheidend k\u00f6nnte aber eine andere Waffe sein. Sie bedroht russische Bomber weit hinter der Front.<\/p>\n<p>Die Ukraine k\u00f6nnte schon bald neue Kampfflugzeuge bekommen. Zwei Gripen-Kampfjets standen als Kulisse bereit, als Schwedens Ministerpr\u00e4sident Ulf Kristersson und der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj am 28. Mai auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Uppsala vor die Kameras traten.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Schweden will der Ukraine bis zu 16 Gripen C\/D aus eigenen Best\u00e4nden \u00fcberlassen; parallel soll Kiew den Kauf von bis zu 20 Gripen E\/F zusagen. Erste <a href=\"https:\/\/www.twz.com\/air\/ukrainian-gripen-fighters-to-arrive-in-2027-long-range-meteor-missiles-claimed-to-be-included\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Lieferungen<\/a> sollen Anfang 2027 erfolgen, die neuen E\/F bis 2030.<\/p>\n<p>Den <a href=\"https:\/\/www.flugrevue.de\/militaer\/kiew-bekommt-saab-gripen-e-f-erstmal-keine-150-jets\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kaufpreis<\/a> von 2,5 Milliarden Euro will Kiew aus dem europ\u00e4ischen Ukraine-Unterst\u00fctzungsdarlehen bestreiten. Selenskyj verwies auf das 90-Milliarden-Euro-Paket der EU als <a href=\"https:\/\/www.pravda.com.ua\/eng\/news\/2026\/05\/28\/8036828\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Finanzierungsquelle<\/a>. Die \u00e4lteren Maschinen gibt Stockholm allerdings nur ab, wenn der Kaufvertrag f\u00fcr die neuen E\/F tats\u00e4chlich zustande kommt.<\/p>\n<p>Die geplante Bewaffnung<\/p>\n<p>Verteidigungsminister P\u00e5l Jonson nannte die geplante Bewaffnung: IRIS-T, AMRAAM und die weitreichende Meteor-Rakete. Selenskyj erwartet ausdr\u00fccklich, dass die Gripen C\/D mit Meteor geliefert werden.<\/p>\n<p>Vorausgegangen war eine Absichtserkl\u00e4rung vom Oktober 2025, die beide in Link\u00f6ping unterzeichnet hatten \u2013 damals noch \u00fcber 100 bis 150 Gripen E. Den Kurs begr\u00fcndete Selenskyj pers\u00f6nlich mit Kosten, Wendigkeit und Bedienbarkeit: &#171;F\u00fcr unsere Armee sind Gripen die Priorit\u00e4t&#187;, zitierte ihn Flug Revue.<\/p>\n<p>Saab wies darauf hin, dass f\u00fcr die E\/F-Variante noch kein Vertrag unterzeichnet und keine Bestellung eingegangen sei \u2013 die Transaktion existiert bislang als Absichtserkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das Training ukrainischer Piloten und Techniker auf dem Gripen l\u00e4uft bereits und soll im Herbst ausgeweitet werden.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Warum der Gripen: Konzept und Konstruktionsphilosophie<\/p>\n<p>In den 1980er-Jahren stand f\u00fcr Schwedens Milit\u00e4rplaner eine Frage im Mittelpunkt: Wie k\u00e4mpft man weiter, wenn der Gegner die eigenen Flugpl\u00e4tze in den ersten Kriegsstunden zerst\u00f6rt hat?<\/p>\n<p>Die Antwort auf diese Bedrohung war das <a href=\"https:\/\/www.flightglobal.com\/fixed-wing\/2020\/07\/how-swedens-austere-basing-system-influenced-the-gripen\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bas-90-System<\/a> \u2013 kurz f\u00fcr Flygbassystem 90, Schwedens Konzept verteilter Luftwaffenbasen aus den 1980er Jahren: Kampfjets \u00fcber das ganze Land verteilt, in W\u00e4ldern versteckt, startend von Stra\u00dfenabschnitten, gewartet von kleinen Teams unter freiem Himmel. Diese \u00dcberlebensphilosophie steckt bis heute in jedem Detail des Jets.<\/p>\n<p>Der Gripen E startet von Stra\u00dfenabschnitten mit 500 Metern L\u00e4nge und 16 Metern Breite und landet auf 600 Metern. Das Triebwerk l\u00e4sst sich im Wald in einer Stunde wechseln, Wartungsklappen \u00f6ffnen sich per Knopfdruck, auch mit Winterhandschuhen. F\u00fcnf Techniker k\u00f6nnen den Jet in weniger als 15 Minuten neu betanken und bewaffnen.<\/p>\n<p>Jussi Halmetoja, ehemaliger schwedischer Luftwaffenmajor und heute Berater bei Saab, brachte den Unterschied zu anderen Westjets auf eine einpr\u00e4gsame Zahl: W\u00e4hrend der Gripen in rund 15 Minuten wieder einsatzbereit sei, br\u00e4uchten F-16, Rafale und Eurofighter daf\u00fcr dreimal so lang \u2013 45 bis 60 Minuten, sagte er gegen\u00fcber dem ukrainischen Portal <a href=\"https:\/\/united24media.com\/interview\/airborne-within-five-minutes-what-gripen-jets-would-mean-for-ukraine-a-former-swedish-air-force-pilot-16919\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">United24 Media<\/a>. Vom Alarmruf bis zum Start vergehen beim Gripen unter g\u00fcnstigen Bedingungen weniger als f\u00fcnf Minuten.<\/p>\n<p>Schwedischer Verteidigungsminister <a href=\"http:\/\/www.twz.com\/air\/ukrainian-gripen-fighters-to-arrive-in-2027-long-range-meteor-missiles-claimed-to-be-included\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">P\u00e5l Jonson<\/a> erkl\u00e4rte die Logik dahinter:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#171;Der Gripen wurde f\u00fcr ein Land gebaut, das m\u00f6glicherweise zahlenm\u00e4\u00dfig unterlegen k\u00e4mpfen muss, unter Druck und von verteilten Basen aus. Das macht ihn f\u00fcr die Ukraine hochrelevant.&#187;<\/p>\n<p>Was Schweden im Kalten Krieg als Planspiel entwickelte, ist in der Ukraine seit 2022 gelebter Alltag. Russland greift die ukrainische Milit\u00e4rinfrastruktur systematisch mit Raketen, Marschflugk\u00f6rpern und Drohnen an. Ein ukrainischer Mirage-Techniker schilderte gegen\u00fcber dem Fachportal <a href=\"https:\/\/www.twz.com\/air\/are-ukrainian-mirage-2000s-now-flying-air-to-ground-strike-missions\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">The War Zone<\/a> die Realit\u00e4t:<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#171;Gerade sind wir auf einem vorgeschobenen Feldflugplatz, unserem dritten in dieser Woche. Der Feind versucht st\u00e4ndig, unsere Flugzeuge und Ausr\u00fcstung zu zerst\u00f6ren.&#187;<\/p>\n<p>Die ukrainische Luftwaffe hat unter diesen Bedingungen bereits mit F-16 und Mirage gelernt, von verteilten Standorten zu operieren. Der Gripen ist f\u00fcr genau dieses Konzept konstruiert.<\/p>\n<p>Die Rakete als Kernfrage: Meteor<\/p>\n<p>Was den m\u00f6glichen Kauf strategisch interessant macht, ist eine Rakete: die Meteor, eine europ\u00e4ische Luft-Luft-Waffe der Firma MBDA, die mit keiner anderen westlichen Rakete vergleichbar ist.<\/p>\n<p>Der entscheidende Unterschied liegt im Antrieb. W\u00e4hrend herk\u00f6mmliche Luft-Luft-Raketen einen Feststoffmotor haben, der nach dem Abschuss abbrennt und das Geschoss im Endanflug immer langsamer werden l\u00e4sst, hat die Meteor ein <a href=\"https:\/\/www.twz.com\/air\/ukrainian-gripen-fighters-to-arrive-in-2027-long-range-meteor-missiles-claimed-to-be-included\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Staustrahl-Triebwerk<\/a>, das w\u00e4hrend des gesamten Fluges Schub erzeugt und gedrosselt werden kann.<\/p>\n<p>Das bedeutet: Die Rakete beh\u00e4lt ihre Energie bis kurz vor dem Einschlag \u2013 und ein ausweichendes Zielflugzeug hat deutlich weniger Chancen zu entkommen. Fachleute sprechen von einer besonders gro\u00dfen &#171;No-Escape-Zone&#187; \u2013 dem Bereich, aus dem kein Man\u00f6ver mehr hilft.<\/p>\n<p>Offizielle <a href=\"https:\/\/news.online.ua\/en\/meteor-missiles-on-gripen-fighters-are-capable-of-pushing-russian-aircraft-away-from-ukraines-borders-904573\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Reichweitenangaben<\/a> bleiben vage; in offenen Quellen kursieren Werte von deutlich \u00fcber 100 Kilometern bis etwa 200 Kilometern. Entscheidend ist aber weniger die nominelle Maximalreichweite als die hohe Restenergie im Endanflug.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Die modernste AMRAAM-Variante, die Ukraine derzeit mit ihren F-16 einsetzt, erreicht zwischen 120 und 160 Kilometern. Russlands R-37M-Rakete, die von Su-35 und MiG-31 abgefeuert wird, soll Ziele in bis zu 200 Kilometern Entfernung treffen k\u00f6nnen \u2013 und hat ukrainische Piloten seit Kriegsbeginn immer wieder gezwungen, tief zu fliegen und Umwege zu nehmen.<\/p>\n<p>Genau hier liegt die operative Bedeutung der Meteor f\u00fcr die Ukraine. Russische Su-34-Kampfbomber feuern ihre Gleitbomben derzeit aus 60 bis 100 Kilometern hinter der Front ab, ohne in Reichweite ukrainischer Abwehrsysteme zu geraten, wie der ehemalige estnische Luftwaffenchef Jaak Tarien gegen\u00fcber dem estnischen \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk <a href=\"https:\/\/news.err.ee\/1610044153\/former-air-force-chief-ukraine-s-new-gripen-jets-to-help-push-back-russian-bombers\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">ERR<\/a> erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Die Meteor k\u00f6nnte diese Rechnung ver\u00e4ndern \u2013 indem sie die Tr\u00e4gerflugzeuge bedroht.<\/p>\n<p>Verst\u00e4rkt w\u00fcrde diese F\u00e4higkeit durch die Kombination mit den zwei Saab-340-Fr\u00fchwarnflugzeugen, die Schweden der Ukraine bereits \u00fcbergeben hat. Diese Maschinen k\u00f6nnen russische Ziele orten, priorisieren und die Daten direkt an die Gripen-Piloten weiterleiten \u2013 und sogar Raketenlenkdaten w\u00e4hrend des Fluges \u00fcbermitteln, sodass der Pilot sein eigenes Radar gar nicht einschalten muss. Seit M\u00e4rz 2026 gibt es erste Hinweise, dass die Saab 340 bereits \u00fcber der Ukraine im Einsatz ist.<\/p>\n<p>Meteor steht bislang nur auf Schwedens Lieferliste. Andere europ\u00e4ische Betreiberl\u00e4nder verf\u00fcgen zwar \u00fcber eigene Best\u00e4nde \u2013 Frankreich bestellte 200 Raketen, von denen 160 geliefert wurden, Spanien 100, Deutschland mehrere Hundert in verschiedenen Tranchen \u2013 doch die verf\u00fcgbaren Mengen sind begrenzt, wie das ukrainische Fachmagazin <a href=\"https:\/\/en.defence-ua.com\/news\/where_else_could_ukraine_obtain_meteor_missiles_for_gripen_beyond_swedens_deliveries_what_is_state_of_production-18662.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Defense Express<\/a> berichtet. Hersteller MBDA hat angek\u00fcndigt, die Produktion bis 2026 um rund 40 Prozent zu steigern. Direkte Nachbestellungen f\u00fcr die Ukraine oder Transfers \u00fcber Partnerl\u00e4nder w\u00e4ren denkbar, gelten aber derzeit als offen.<\/p>\n<p>Was der Gripen f\u00fcr die ukrainische Luftwaffe bedeutet<\/p>\n<p>Die ukrainische Luftwaffe begann den Krieg im Februar 2022 mit rund 100 bis 120 einsatzbereiten Kampfflugzeugen \u2013 allesamt sowjetischer Bauart, sagte der ehemalige estnische Luftwaffenchef Jaak Tarien gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/news.err.ee\/1610044153\/former-air-force-chief-ukraine-s-new-gripen-jets-to-help-push-back-russian-bombers\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">ERR<\/a>.<\/p>\n<p>Russland habe seitdem rund 100 bis 110 davon abgeschossen. Dass die Ukraine trotzdem noch ungef\u00e4hr gleich viele Maschinen im Einsatz habe, liege daran, dass sie aus Flugzeugfriedh\u00f6fen ausgemusterte Maschinen reaktiviert und Ersatzteile aus aller Welt zusammengesammelt habe.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Parallel dazu hat die Ukraine begonnen, ihre Flotte systematisch auf westliche Muster umzustellen. Nach Verlusten verf\u00fcgt sie derzeit \u00fcber bis zu <a href=\"https:\/\/english.nv.ua\/nation\/ukraine-could-receive-129-western-fighter-jets-by-2030-50612494.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">39 F-16<\/a>, geliefert von den Niederlanden und D\u00e4nemark. Norwegen hat sechs weitere zugesagt, Belgien bis zu 30 \u2013 manche Berichte sprechen sogar von einer \u00dcbergabe der gesamten belgischen F-16-Flotte von 53 Maschinen bis 2029. Frankreich hat sechs Mirage 2000-5 zugesagt, drei davon sind bereits geliefert, eine ging bereits verloren.<\/p>\n<p>Realistisch k\u00f6nnte die Ukraine bis Anfang der 2030er-Jahre also zwischen 96 und 129 westliche Kampfflugzeuge im Dienst haben.<\/p>\n<p>In diese Flotte f\u00fcgen sich nun die Gripen ein. Das Fachportal <a href=\"https:\/\/www.armyrecognition.com\/news\/aerospace-news\/2026\/french-ambassador-ukraine-rafale-gripen-f16-mirage-fighter-jets\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Army Recognition<\/a> beschreibt die entstehende ukrainische Luftwaffe als potenziell eine der gr\u00f6\u00dften Konzentrationen westlicher Kampfflugzeuge in Europa \u2013 mit zwei verschiedenen Technologiegenerationen: Sowjetbest\u00e4nde, F-16 und Mirage 2000-5 stammen aus der sp\u00e4ten Kalten-Kriegs\u00e4ra, Gripen E und Rafale F4 geh\u00f6ren einer sp\u00e4teren Generation an, die auf Sensorfusion, digitale Architektur und Vernetzung setzt.<\/p>\n<p>Die wachsende Typenvielfalt bringt allerdings erhebliche logistische Herausforderungen mit sich. Jeder neue Typ bedeutet eigene Ersatzteile, eigene Ausbildung, eigene Bodencrew und eigene Waffenintegration. F\u00fcr den Gripen m\u00fcsste eine vergleichbare Infrastruktur erst aufgebaut werden.<\/p>\n<p>Die entscheidende operative Frage<\/p>\n<p>Der Gripen ist konzeptionell das passendste westliche Kampfflugzeug f\u00fcr die ukrainische Kriegsrealit\u00e4t \u2013 weil \u00dcberlebensf\u00e4higkeit am Boden, verteilte Operationen und hohe Einsatzrate unter den Bedingungen des russischen Raketenbeschusses mehr z\u00e4hlen als Spitzenleistung unter Idealbedingungen. Was Schweden im Kalten Krieg als Doktrin entwickelte, ist in der Ukraine seit 2022 milit\u00e4rische Notwendigkeit.<\/p>\n<p>Die entscheidende operative Frage ist dabei weniger der Jet selbst als die Meteor-Rakete. Erst die Kombination aus Gripen, Meteor und den bereits im Einsatz befindlichen schwedischen Saab-340-Fr\u00fchwarnflugzeugen k\u00f6nnte die russische Gleitbombenkampagne unter Druck setzen \u2013 nicht durch direkte Abwehr der Bomben, sondern durch Bedrohung der Tr\u00e4gerflugzeuge.<\/p>\n<p>Der Vergleich mit Himars dr\u00e4ngt sich auf: Auch der amerikanische Raketenwerfer hat 2022 den Krieg nicht entschieden, aber russische Kommandeure gezwungen, anders zu planen. Ein \u00e4hnlicher Zwang zur Taktikanpassung w\u00e4re vom Gripen im Luftkrieg denkbar.<\/p>\n<p>Der Zeitplan bleibt das gr\u00f6\u00dfte Problem. Die \u00e4lteren C\/D kommen fr\u00fchestens Anfang 2027, die neuen E\/F nicht vor 2030. Ob der Krieg dann noch l\u00e4uft und in welcher Form, ist offen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Saab JAS-39C Gripen. Foto: Oleg V. 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