{"id":158,"date":"2026-02-12T06:19:54","date_gmt":"2026-02-12T06:19:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/158\/"},"modified":"2026-02-12T06:19:54","modified_gmt":"2026-02-12T06:19:54","slug":"wie-isomorphic-labs-in-lausanne-die-entwicklung-von-medikamenten-beschleunigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/158\/","title":{"rendered":"Wie Isomorphic Labs in Lausanne die Entwicklung von Medikamenten beschleunigt"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/SWI_CHE_1125_SERGEI_YAKNEEN_01_M.jpg\" width=\"3000\" height=\"2000\" alt=\"Mann vor roter Wand\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Sergei Yakneen wurde 2022 Chief Technology Officer von Isomorphic Labs.            <\/p>\n<p>            Thomas Kern \/ SWI swissinfo.ch        <\/p>\n<p>        Isomorphic Labs, ein Spinoff von Google Deepmind, arbeitet an einer KI-basierten Maschine f\u00fcr die beschleunigte Arzneimittelentwicklung. Das Unternehmen ist \u00fcberzeugt, dereinst damit \u00aballe Krankheiten heilen zu k\u00f6nnen.\u00bb Wir trafen den Chief Technology Officer der Firma in Lausanne.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        10. Februar 2026 &#8211; 10:00\n<\/p>\n<p>Im Jahr 2013 war Sergei Yakneen auf dem besten Weg zu einer grossartigen Karriere in der Tech-Branche \u2013 er leitete ein Team von Software-Ingenieuren bei Amazon in Kanada. <\/p>\n<p>Doch dann nahm sein Leben eine dramatische Wendung. Seine Mutter starb im Alter von nur 54 Jahren an Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs.<\/p>\n<p>                Sergei Yakneen            <\/p>\n<p>Sergei Yakneen wuchs in Krasnojarsk, Sibirien, auf und wanderte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Alter von 14 Jahren nach Toronto, Kanada, aus. Die n\u00e4chsten 21 Jahre verbrachte er in Kanada, wo er Informatik und Mathematik studierte und zum ersten Mal mit neuronalen Netzen und maschinellem Lernen in Ber\u00fchrung kam.<\/p>\n<p>Er arbeitete bei verschiedenen Unternehmen, darunter beim E-Commerce-Riesen Amazon, wo er dessen erste kanadische Softwareentwicklungsabteilung aufbaute.<\/p>\n<p>Anschliessend wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ontario Cancer Research Institute und leitete die technische Arbeitsgruppe des Pan Cancer Analysis of Whole Genomes Project \u2013 der weltweit gr\u00f6ssten Initiative zur Analyse von Krebsdaten.<\/p>\n<p>Anschliessend promovierte er in Heidelberg in Computational Biology und Krebsgenomik, wo er Algorithmen zur Analyse von Genomdaten auf Bev\u00f6lkerungsebene entwickelte. Dies verschaffte ihm eine Stelle bei \u00abSOPHiA GENETICS\u00bb, einem Schweizer Unternehmen f\u00fcr Gesundheitstechnologie, das KI-Plattformen entwickelt, um \u00c4rzten und Forschern bei der Interpretation komplexer genetischer und klinischer Daten zu helfen.<\/p>\n<p>Yakneen kam 2022 als Chief Technology Officer zu Isomorphic Labs, kurz nach der Gr\u00fcndung des Unternehmens im November des Vorjahres.<\/p>\n<p>Yakneen wuchs in den 1980er Jahren in Krasnojarsk auf, einer grossen Industriestadt in Zentralsibirien, umgeben von \u00c4rzten und Wissenschaftlern. Die Stadt war ein Ort f\u00fcr verbannte Gegner des russischen Regimes.<\/p>\n<p>Wendepunkt in einer Karriere<\/p>\n<p>Seine Mutter war eine Onkologin im st\u00e4dtischen Krankenhaus. Dennoch versp\u00fcrte Yakneen nie den Wunsch, Arzt zu werden. \u00abIch interessierte mich mehr f\u00fcr Computer\u00bb, sagt er. Schon als Kind baute er stundenlang Computer zusammen und schrieb Computerprogramme.<\/p>\n<p>Aber als er dann aber sah, wie die \u00c4rzte nach einer Behandlung f\u00fcr den Krebs seiner Mutter suchten, schlug er einen anderen Berufsweg ein.<\/p>\n<p>\u00abIch f\u00fchlte mich in meiner Tech-Karriere hilflos\u00bb, erz\u00e4hlt er. Damals war er 33 Jahre alt. \u00abIch konnte nicht mit gutem Gewissen in der Tech-Welt bleiben. Ich dachte immer wieder: Was werde ich in Zukunft zu einer L\u00f6sung beitragen haben, wenn eines meiner Kinder mit derselben Krankheit konfrontiert sein sollte\u00bb<\/p>\n<p>Den Krebs besser verstehen<\/p>\n<p>Er k\u00fcndigte seinen Job bei Amazon und wechselte zum Ontario Institute for Cancer Research (Krebsforschungsinstitut). Dort nutzte er sein technisches Know-how, um DNA-Sequenzierungsdaten von Tausenden von Krebspatienten zu analysieren und zu verstehen, wie genetische Mutationen die Entstehung und das Fortschreiten von Krebs beeinflussen.<\/p>\n<p>Fast ein Jahrzehnt sp\u00e4ter, im Jahr 2022, zog er nach Lausanne und wurde dort Chief Technology Officer und Teil des Gr\u00fcndungsteams eines der momentan <a href=\"https:\/\/www.dataholix.de\/news\/mit-ki-gegen-krankheiten-isomorphic-labs-auf-der-berholspur#:~:text=Isomorphic%20Labs%2C%20ein%20Tochterunternehmen%20von%20Alphabet%2C%20steht%20kurz,Isomorphic%20Labs%20nutzt%20die%20AlphaFold-Technologie%20zur%20beschleunigten%20Arzneimittelentwicklung.\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">meistdiskutierten UnternehmenExterner Link<\/a> im Bereich der KI-gest\u00fctzten Arzneimittelforschung \u2013 Isomorphic Labs.<\/p>\n<p>Das in London ans\u00e4ssige Unternehmen wurde 2021 aus dem KI-Labor Deepmind von Google ausgegliedert, mit dem Auftrag, \u00aballe Krankheiten mit KI zu heilen\u00bb.<\/p>\n<p>Sein Gr\u00fcnder und CEO, Demis Hassabis, gewann 2024 mit seinem Kollegen John Jumper den Nobelpreis f\u00fcr Chemie f\u00fcr die Entwicklung eines bahnbrechenden KI-Modells, Alphafold. Gemeinsam l\u00f6sten sie ein Problem, mit dem Chemiker seit \u00fcber 50 Jahren zu k\u00e4mpfen hatten: die Vorhersage der dreidimensionalen Struktur eines Proteins.<\/p>\n<p>KI sagt die DNA-Form im Nu voraus<\/p>\n<p>Die meisten Medikamente wirken, indem sie an bestimmte Stellen eines Proteins anbinden, was nur m\u00f6glich ist, wenn man dessen r\u00e4umliche Form kennt. Die Identifizierung dieser Form war ein langwieriger und kostspieliger Prozess, der bis zu f\u00fcnf Jahre dauern konnte. \u00abDann kam <a href=\"https:\/\/alphafold.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">AlphafoldExterner Link<\/a> auf den Markt und konnte diese Arbeit in wenigen Minuten erledigen.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abEs war sofort klar, wie revolution\u00e4r dieses Modell war\u00bb, sagt Yakneen, der bei <a href=\"https:\/\/www.sophiagenetics.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u00abSOPHiA GENETICS\u00bbExterner Link<\/a> arbeitete, als Ende 2020 die zweite Version von Alphafold herauskam (mittlerweile gibt es drei).<\/p>\n<p>\u00abEs konnte die Zeit eines ganzen Doktorats n\u00f6tig sein, um die Struktur eines einzigen Proteins zu entschl\u00fcsseln. Mit Alphafold 2 kann man die Aminos\u00e4uresequenz eingeben und erh\u00e4lt eine 3D-Strukturvorhersage mit nahezu derselben Genauigkeit.\u00bb<\/p>\n<p>Schneller, billiger, besser<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte schwierig sein, ein Pharmaunternehmen oder Biotechnologielabor auf der Welt zu finden, das Alphafold oder ein von Alphafold inspiriertes Strukturvorhersagemodell nicht in irgendeiner Phase seiner Forschung einsetzt.<\/p>\n<p>Alphafold allein kann keine Krankheiten heilen, aber das sei auch nie das Ziel gewesen, so Yakneen. \u00abWir entwickeln eine ganze Reihe von KI-Modellen, die zusammen unsere Medikamentenentwicklungs-Maschine bilden, von der wir glauben, dass sie Medikamente schneller, wirtschaftlicher und mit viel h\u00f6heren Erfolgsraten gegen\u00fcber dem heutigen Stand hervorbringen wird.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abNicht eine Krankheit \u2013 alle Krankheiten\u00bb<\/p>\n<p>Genau das hat ihn an dem Unternehmen gereizt. \u00abDie Mission besteht nicht nur darin, eine bestimmte Krankheit oder einen kleinen Teil des Problems der Medikamentenentwicklung anzugehen, sondern allgemeine Modelle zu entwickeln, die uns letztendlich helfen werden, alle Krankheiten zu heilen\u00bb, sagt er. Dazu geh\u00f6ren auch Krankheiten, die lange Zeit als nicht medikament\u00f6s behandelbar galten.<\/p>\n<p>\u00abDie grosse Herausforderung besteht darin, einen Punkt zu erreichen, an dem unsere KI-Modelle eine Vielzahl von Molek\u00fclen mit sehr spezifischen Eigenschaften entwerfen k\u00f6nnen \u2013 fast wie massgeschneiderte Medikamente f\u00fcr eine bestimmte Person und Krankheit\u00bb, so Yakneen.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/307312.jpeg\" width=\"5760\" height=\"3840\" alt=\"Frau im Labor\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Pharmaindustrie macht Ernst mit KI-Medikamenten    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        06. Juni 2024                    <\/p>\n<p>                KI beschleunigt die Entdeckung von Medikamenten, aber die Markteinf\u00fchrung eines von KI entdeckten Medikaments wird nicht \u00fcber Nacht erfolgen.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-multis\/pharmaindustrie-macht-ernst-mit-ki-medikamenten\/79650842\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Pharmaindustrie macht Ernst mit KI-Medikamenten<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Isomorphic ist heute ein wichtiger Akteur in einem zunehmend umk\u00e4mpften Wettrennen um diese Revolutionierung der Arzneimittelentwicklung und die Bereitstellung neuer und besserer Behandlungen f\u00fcr Patienten \u2013 zu einem Bruchteil der derzeit erforderlichen Zeit und Kosten.<\/p>\n<p>Potenziale in Milliardenh\u00f6he<\/p>\n<p>Die Pharmariesen Novartis und Eli Lilly, Entwickler des Blockbuster-GLP-1-Medikaments Zepbound zur Gewichtsreduktion, sind bereits Partnerschaften mit Isomorphic eingegangen, um neue Wirkstoffkandidaten zu entdecken \u2013 mit einem potenziellen Gesch\u00e4ftsvolumen in Milliardenh\u00f6he<\/p>\n<p>Im Januar unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag mit dem US-Gesundheitsriesen Johnson &amp; Johnson, um \u00abschwer zu behandelnde Krankheiten\u00bb mit verschiedenen Behandlungsmethoden wie kleinen Molek\u00fclen und Biologika anzugehen. Isomorphic entwickelt auch ein eigenes Portfolio an potentiellen Medikamenten in den Bereichen Onkologie und Immunologie.<\/p>\n<p>Die Verbindung zu Lausanne<\/p>\n<p>Als Chief Technology Officer ist Yakneen f\u00fcr den Aufbau eines Teams zur Entwicklung der Technologie hinter der \u00abDrug Design Engine\u00bb von Isomorphic verantwortlich. Er schlug Lausanne als weiteren Standort neben dem Hauptsitz London vor.<\/p>\n<p>Yakneen verliebte sich in die Stadt, nachdem er 2019 dorthin gezogen war, um bei \u00abSOPHiA GENETICS\u00bb zu arbeiten, wo er die Entwicklung und den Betrieb einer globalen KI-basierten Plattform f\u00fcr molekulare Diagnostik leitete.<\/p>\n<p>Die viertgr\u00f6sste Stadt der Schweiz liegt am Genfer See und beherbergt mehrere Universit\u00e4ten, darunter die Eidgen\u00f6ssische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) \u2013 eine der f\u00fchrenden Universit\u00e4ten Europas f\u00fcr Wissenschaft und Technik. Sie ist mit dem renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA vergleichbar.<\/p>\n<p>Von der EPFL zur eigenen Firma<\/p>\n<p>\u00abIch war sofort beeindruckt von der Sch\u00f6nheit dieser Region, aber auch davon, wie unternehmerisch und hoch entwickelt die lokale Tech- und KI-Szene war\u00bb, erz\u00e4hlt er. \u00abIch dachte, jede Person w\u00fcrde hier sein wollen, wenn sie nicht schon hier ist.\u00bb \u00a0<\/p>\n<p>Im Mai 2023 er\u00f6ffnete Yakneen <a href=\"https:\/\/www.isomorphiclabs.com\/articles\/isomorphic-labs-has-announced-the-opening-of-its-new-offices-in-lausanne-switzerland\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">den Standort von Isomorphc in LausanneExterner Link<\/a> im Innovationspark der EPFL, wodurch das Unternehmen von der \u00ablebendigen wissenschaftlichen und technischen Gemeinschaft\u00bb der Region profitieren konnte. Die Niederlassung wurde jedoch schnell zu klein, sodass das Unternehmen nun eine dauerhafte Bleibe im ehemaligen Industrieviertel Flon gefunden hat.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/SWI_CHE_1125_SERGEI_YAKNEEN_07_M.jpg\" width=\"3000\" height=\"2000\" alt=\"Mann vor einer Wand mit Garten\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Yakneen verliebte sich in Lausanne, als er 2019 in die Universit\u00e4tsstadt zog.            <\/p>\n<p>            Thomas Kern \/ SWI swissinfo.ch        <\/p>\n<p>Bislang hat Yakneen rund 30 Mitarbeitende eingestellt, haupts\u00e4chlich Dateningenieure und Forscher:innen im Bereich maschinelles Lernen. Er hofft aber, bald weitere Mitarbeitende mit pharmazeutischem und biotechnologischem Hintergrund einstellen zu k\u00f6nnen. Das Unternehmen besch\u00e4ftigt weltweit \u00fcber 300 Mitarbeitende und kreiert laut der Firmenwebsite 25 neue Stellen in Lausanne oder London.<\/p>\n<p>Die Einstellungsoffensive wurde durch eine externe Finanzierung in H\u00f6he von 460 Millionen Schweizer Franken erm\u00f6glicht. Die Mittel wurden im M\u00e4rz 2025 von der US-amerikanischen Risikokapitalgesellschaft Thrive Capital unter Beteiligung von GV, ehemals Google Ventures, und Googles Muttergesellschaft Alphabet bereitgestellt. <\/p>\n<p>Isomorphic Labs erhielt ausserdem 45 Millionen US-Dollar als Vorschuss von Eli Lilly und 37,5 Millionen US-Dollar von Novartis mit Sitz in Basel im Rahmen einer ersten, 2024 bekannt gewordenen Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Vom Traum zur Realit\u00e4t<\/p>\n<p>Es bestehen grosse Hoffnungen und Erwartungen, dass KI die zeitaufw\u00e4ndige, komplexe und risikoreiche Arzneimittelentwicklung \u00fcberwinden kann. <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/d41586-023-03172-6?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Experten sch\u00e4tzenExterner Link<\/a>, dass KI die Kosten und die Zeit f\u00fcr die Arzneimittelentwicklung um bis zu 50 Prozent reduzieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Heute dauert die Entwicklung eines Arzneimittels laut <a href=\"https:\/\/www.mckinsey.com\/industries\/life-sciences\/our-insights\/the-pursuit-of-excellence-in-new-drug-development?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">einigen StudienExterner Link<\/a> mindestens ein Jahrzehnt und kostet 2,5 Milliarden US-Dollar. Etwa 90 Prozent der Medikamente schaffen es gar nicht erst auf den Markt, weil sie bei klinischen Studien zur Pr\u00fcfung ihrer Sicherheit und Wirksamkeit am Menschen scheitern.<\/p>\n<p>Der Einsatz von KI bei der Entwicklung und Entdeckung von Medikamenten steckt noch in den Kinderschuhen, zudem herrscht in einigen Kreisen <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/healthcare-pharmaceuticals\/google-backed-ai-drug-discovery-startup-isomorphic-labs-delays-clinical-trial-2026-01-20\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">SkepsisExterner Link<\/a>, ob KI wirklich die \u00a0von ihren Bef\u00fcrworter:innen erwarteten Vorteile und Durchbr\u00fcche bringen kann. Es gibt zwar einige wenige von KI entdeckte Medikamente in klinischen Studien, aber keines davon wurde bisher von den Aufsichtsbeh\u00f6rden zugelassen.<\/p>\n<p>Datenqualit\u00e4t bleibt ein Engpass<\/p>\n<p>Isomorphic hat selbst R\u00fcckschl\u00e4ge hinnehmen m\u00fcssen. Hassabis erkl\u00e4rte im Januar 2025 am \u00a0<a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/41b51d07-0754-4ffd-a8f9-737e1b1f0c2e\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">WeltwirtschaftsforumExterner Link<\/a> (WEF) in Davos, dass das Unternehmen hoffe, bis Ende des Jahres KI-entwickelte Medikamente in klinischen Studien zu haben. Am 20. Januar dieses Jahres r\u00e4umte er jedoch am WEF ein, dass dieses Ziel <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/healthcare-pharmaceuticals\/google-backed-ai-drug-discovery-startup-isomorphic-labs-delays-clinical-trial-2026-01-20\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">auf Ende 2026 verschobenExterner Link<\/a> worden sei.<\/p>\n<p>Die Datenqualit\u00e4t und -verf\u00fcgbarkeit bleibt ein wesentlicher Engpass bei der KI-gest\u00fctzten Arzneimittelentwicklung. \u00abMit maschinellem Lernen setzen wir diese Lernalgorithmen auf umfangreichen Datens\u00e4tzen ein, um Vorhersagen treffen zu k\u00f6nnen\u00bb, so Yakneen. \u00abAber wir m\u00fcssen noch mehr Daten generieren.\u00bb<\/p>\n<p>Trotz der Herausforderungen h\u00e4lt Isomorphic an seinem Leitbild fest, eines Tages mit Hilfe von KI \u00aballe Krankheiten zu heilen\u00bb \u2013 eine Mission, die laut Yakneen ein langer Weg sein wird.<\/p>\n<p>Anlass zur Hoffnung<\/p>\n<p>\u00abWir entwickeln diese vielversprechenden neuen Technologien, aber letztendlich m\u00fcssen wir sicherstellen, dass diese Medikamente sicher sind\u00bb, sagt er. \u00abEs bringt nichts, etwas \u00fcberst\u00fcrzt auf den Markt zu bringen, das den Patienten nicht hilft.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Er ist weiterhin fest entschlossen, ein Heilmittel f\u00fcr den Krebs zu finden, der seiner Mutter das Leben kostete. \u00abBauchspeicheldr\u00fcsenkrebs ist wirklich sehr, sehr schwierig. Bei den Behandlungsmethoden gab es nur marginale Verbesserungen\u00bb, sagt Yakneen. \u00abDas Problem ist nach wie vor ungel\u00f6st, aber die von uns entwickelten Ans\u00e4tze machen mir echte Hoffnung.\u00bb<\/p>\n<p>Editiert von Nerys Avery\/vm\/gw, \u00dcbertragung aus dem Englischen mithilfe von Deepl: Gerhard Lob<\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sergei Yakneen wurde 2022 Chief Technology Officer von Isomorphic Labs. 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