{"id":163602,"date":"2026-06-11T17:29:19","date_gmt":"2026-06-11T17:29:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/163602\/"},"modified":"2026-06-11T17:29:19","modified_gmt":"2026-06-11T17:29:19","slug":"aus-lebensmittelabfall-wird-co%e2%82%82-faenger-eth-zuerich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/163602\/","title":{"rendered":"Aus Lebensmittelabfall wird CO\u2082-F\u00e4nger | ETH Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<p>Werden die por\u00f6sen K\u00fcgelchen der Umgebungsluft ausgesetzt, reagiert das Kaliumhydroxid mit CO2 und bildet Hydrogencarbonat, ein Salz der Kohlens\u00e4ure. Dadurch wird das CO2 der Luft entzogen. \u00abIn unseren Tests mit Umgebungsluft konnten wir mit einem Gramm Material 97 Milligramm CO2 entziehen\u00bb, erkl\u00e4rt Zhou Dong, Postdoc in Mezzengas Gruppe und Erstautor der Studie. Das sei sehr hoch, und liege 10 bis 50 Prozent \u00fcber der Kapazit\u00e4t herk\u00f6mmlicher DAC-Methoden. Dong geht davon aus, dass mit einem Kilogramm Proteink\u00fcgelchen pro Verfahrenszyklus theoretisch rund 100 Gramm CO2 gebunden und isoliert werden k\u00f6nnten.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Verfahren f\u00fcr Kreislaufwirtschaft\u00a0 <\/p>\n<p>Herk\u00f6mmliche DAC-Verfahren nutzen meist W\u00e4rme und Unterdruck, um das Kohlendioxid wieder vom Absorbtionsmaterial zu l\u00f6sen. Dies ist n\u00f6tig, um das CO2 anschliessend einzulagern oder zu anderen Stoffen weiterzuverarbeiten und damit l\u00e4ngerfristig der Atmosph\u00e4re zu entziehen. Dieser Prozess ben\u00f6tigt jedoch viel Energie, weshalb DAC heute meist nur dort energetisch und \u00f6konomisch sinnvoll ist, wo viel erneuerbare Energie vorhanden ist.\u00a0<\/p>\n<p>Auch hier gehen die Forschenden um Mezzenga einen anderen Weg: Um das Kohlendioxid wieder von den Proteink\u00fcgelchen zu l\u00f6sen, werden diese bei Raumtemperatur w\u00e4hrend rund zehn Minuten alternierend mit einer milden S\u00e4ure und Base bespr\u00fcht. Dadurch werden die chemischen Bindungen aufgel\u00f6st und das CO2 kann isoliert werden.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>S\u00e4ure, Base und die K\u00fcgelchen k\u00f6nnen anschliessend wiederverwendet werden. \u00abDie synthetischen Materialien, die heute bereits zum Auffangen von CO2 genutzt werden, zersetzen sich rasch\u00bb, erz\u00e4hlt Dong. \u00abUnsere Proteink\u00fcgelchen hingegen bleiben \u00fcber l\u00e4ngere Zeit stabil.\u00bb\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Die Forschenden haben im Labor 30 Zyklen der CO2-Adsorption und Freigabe getestet, ohne deutliche Effizienzverluste. Mezzenga geht davon aus, dass das Material nach einigen tausend Zyklen trotzdem ausgewechselt werden m\u00fcsste, weil die Adsorptionsleistung abnimmt. Die Proteink\u00fcgelchen k\u00f6nnten dann jedoch als D\u00fcnger in der Landwirtschaft genutzt oder zu Biotreibstoff verarbeitet werden, erkl\u00e4rt der Forscher. Sie best\u00fcnden vollumf\u00e4nglich aus organischem Material und seien gut abbaubar. Damit k\u00f6nnte das System Teil einer Kreislaufwirtschaft werden.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Werden die por\u00f6sen K\u00fcgelchen der Umgebungsluft ausgesetzt, reagiert das Kaliumhydroxid mit CO2 und bildet Hydrogencarbonat, ein Salz der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":163603,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[25],"tags":[7978,14428,7000,38357,4274,43,45,14072,104],"class_list":["post-163602","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-zuerich","tag-d-hest","tag-ingenieurwissenschaften","tag-klimawissenschaften","tag-lebensmittelwissenschaften","tag-nachhaltigkeit","tag-news","tag-schweiz","tag-umweltwissenschaften","tag-zuerich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116732655058689781","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=163602"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/163602\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/163603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=163602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=163602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=163602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}