{"id":164603,"date":"2026-06-12T10:46:13","date_gmt":"2026-06-12T10:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/164603\/"},"modified":"2026-06-12T10:46:13","modified_gmt":"2026-06-12T10:46:13","slug":"eine-abendroutine-verschiebt-den-schlaf-kleiner-kinder-deutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/164603\/","title":{"rendered":"Eine Abendroutine verschiebt den Schlaf kleiner Kinder deutlich"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tSchlafzeit<\/p>\n<p class=\"timeinfo\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\u00a012. Juni 2026  11:57<br \/>\n\t\t\t\t\t\u00a0Dennis L.\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/nachrichten\/medizin\/eine-abendroutine-verschiebt-den-schlaf-kleiner-kinder-deutlich-133711285\/bild\" title=\"Eine Abendroutine verschiebt den Schlaf kleiner Kinder deutlich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"article-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/eine-abendroutine-verschiebt-den-schlaf-kleiner-kinder-deutlich.jpg\"   alt=\"Eine Abendroutine verschiebt den Schlaf kleiner Kinder deutlich\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t(KI Symbolbild). Die Abendroutine entscheidet bei vielen Kleinkindern dar\u00fcber, wie schnell der K\u00f6rper in den Schlafmodus wechselt. Eine neue Studie zeigt, dass bestimmte Ger\u00e4te dabei st\u00e4rker mit sp\u00e4terem Einschlafen verbunden sind als klassische Bildschirme im Raum. Der Befund ist besonders relevant, weil Schlaf in den ersten Lebensjahren eng mit Aufmerksamkeit, Verhalten und Entwicklung zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t)IKnessiW dnu gnuhcsroF(Foto: \u00a9\u00a0<\/p>\n<p>Eine neue Studie mit mehr als 3.300 Familien zeigt, dass eine allt\u00e4gliche Abendroutine kleine Kinder messbar l\u00e4nger wach halten kann. Entscheidend ist nicht nur die gesamte Bildschirmzeit, sondern auch das Ger\u00e4t, der Zeitpunkt und der Ort der Nutzung. Besonders Handheld-Ger\u00e4te stehen mit sp\u00e4terem Einschlafen, k\u00fcrzerem Nachtschlaf und mehr Schlafproblemen in Verbindung. Die Daten betreffen Kinder vom S\u00e4uglingsalter bis zum Alter von sechs Jahren.<\/p>\n<p>Der Schlaf kleiner Kinder reagiert empfindlich auf Reize, die Erwachsene oft kaum noch als st\u00f6rend wahrnehmen. Helles Licht, schnelle Bildwechsel, Ton, Ber\u00fchrung und emotionale Aktivierung k\u00f6nnen den \u00dcbergang vom Wachzustand in die Nachtruhe verl\u00e4ngern, selbst wenn die Nutzung nur kurz erscheint. In den ersten Lebensjahren entwickelt sich der Schlaf-Wach-Rhythmus noch, und Routinen am Abend haben deshalb eine besondere Bedeutung. Kleinkinder ben\u00f6tigen nicht nur ausreichend Schlafdauer, sondern auch verl\u00e4ssliche Schlafzeiten, weil ihr Gehirn in dieser Phase Sprache, Aufmerksamkeit, Motorik und Emotionskontrolle stark ausbaut. Genau deshalb ist eine scheinbar harmlose Abendroutine medizinisch relevant. Sie kann den Abend verl\u00e4ngern, den Nachtschlaf verk\u00fcrzen und Eltern zugleich den Eindruck geben, das Kind sei einfach noch nicht m\u00fcde.<\/p>\n<p>Forscher um Cassandra L. Pattinson haben in einer nationalen Befragung australischer Familien untersucht, wie digitale Ger\u00e4te mit Schlafmustern in der fr\u00fchen Kindheit zusammenh\u00e4ngen. Die Studie in <a href=\"https:\/\/bmcpublichealth.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/s12889-026-27580-1\" target=\"_blank\" title=\"Screen use and sleep in early childhood\" rel=\"nofollow noopener\">BMC Public Health<\/a> unterscheidet ausdr\u00fccklich zwischen statischen Bildschirmen wie Fernsehern und tragbaren Ger\u00e4ten wie Tablets oder Smartphones. Diese Trennung ist wichtig, weil kleine Kinder tragbare Ger\u00e4te meist n\u00e4her am Gesicht nutzen, st\u00e4rker ber\u00fchren und leichter mit ins Schlafzimmer nehmen. Bereits \u00e4ltere Daten zu <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/nachrichten\/medizin\/handysucht-bei-kindern-erkennen-und-vorbeugen-13377281\" title=\"Handysucht bei Kindern erkennen und vorbeugen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Handynutzung bei Kindern<\/a> zeigen, dass digitale Medien nicht nur \u00fcber die reine Nutzungsdauer betrachtet werden sollten. Der neue Befund verschiebt den Fokus deshalb von einer allgemeinen Warnung vor Bildschirmzeit hin zu einer genaueren Frage: Welche Nutzung st\u00f6rt den Schlaf kleiner Kinder besonders stark?<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\tTragbare Ger\u00e4te fallen besonders auf<\/p>\n<p>Die Untersuchung basiert auf Angaben von Betreuungspersonen zu Schlaf, Nickerchen, Schlafproblemen, Ger\u00e4tenutzung, Nutzung im Schlafzimmer und Bildschirmkontakt in den zwei Stunden vor dem Schlafengehen. Fast 60 Prozent der Einj\u00e4hrigen erf\u00fcllten die australischen Empfehlungen zur Bildschirmnutzung, bei \u00e4lteren Kindern lag der Anteil jedoch unter 50 Prozent. Besonders niedrig war die Einhaltung bei Zwei- und Dreij\u00e4hrigen. Gleichzeitig zeigte sich, dass Handheld-Ger\u00e4te die h\u00e4ufigsten digitalen Ger\u00e4te im Schlafzimmer waren. Ihre Nutzung nahm mit dem Alter deutlich zu und erreichte bei F\u00fcnfj\u00e4hrigen fast 40 Prozent. Das ist entscheidend, weil das Schlafzimmer f\u00fcr Kinder eigentlich ein m\u00f6glichst reizarmes Umfeld sein sollte. Wenn ein Tablet oder Smartphone dort regelm\u00e4\u00dfig Teil der Abendnutzung wird, verschiebt sich der Schlafkontext vom ruhigen \u00dcbergang in eine aktivierende Situation.<\/p>\n<p>In den statistischen Modellen war eine l\u00e4ngere Nutzung tragbarer Ger\u00e4te bei den meisten Altersgruppen mit k\u00fcrzerem Nachtschlaf und sp\u00e4terem Einschlafen verbunden. Besonders deutlich war der Befund bei Zweij\u00e4hrigen. Jede zus\u00e4tzliche Stunde mit einem Handheld-Ger\u00e4t stand mit einer um fast 30 Minuten sp\u00e4teren Schlafzeit in Verbindung. Bei Dreij\u00e4hrigen zeigte sich zus\u00e4tzlich ein um rund zehn Minuten k\u00fcrzerer Nachtschlaf pro zus\u00e4tzlicher Stunde tragbarer Bildschirmnutzung. Solche Werte sind im Alltag nicht klein, weil sie sich \u00fcber mehrere Abende summieren k\u00f6nnen. Eine halbe Stunde sp\u00e4terer Schlaf kann bedeuten, dass ein Kind morgens m\u00fcder ist, tags\u00fcber schneller \u00fcberreizt reagiert oder abends erneut schwerer zur Ruhe kommt. Die Forscher betonen zugleich, dass die Studie Zusammenh\u00e4nge zeigt und keine sichere Ursache beweist.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\tDer Zeitpunkt ver\u00e4ndert die Wirkung<\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig war die Abendnutzung. Kinder, die in den zwei Stunden vor dem Schlafengehen h\u00e4ufiger Bildschirme nutzten, schliefen sp\u00e4ter ein, hatten k\u00fcrzeren Nachtschlaf oder wurden von Eltern h\u00e4ufiger mit Schlafproblemen beschrieben. Ein m\u00f6glicher Mechanismus ist die Aktivierung kurz vor dem Schlafen. Inhalte k\u00f6nnen Spannung, Freude, Frust oder Widerstand beim Ausschalten ausl\u00f6sen. Gleichzeitig kann Licht am Abend den biologischen \u00dcbergang zur Nacht beeinflussen, weil der K\u00f6rper seine innere Uhr \u00fcber Helligkeit und Dunkelheit reguliert. Dazu kommt bei tragbaren Ger\u00e4ten die N\u00e4he zum Gesicht und die direkte Interaktion \u00fcber Fingerbewegungen. Die Studie macht deshalb deutlich, dass Bildschirmzeit nicht als einheitliche Gr\u00f6\u00dfe verstanden werden sollte. Ein Fernseher am Nachmittag ist nicht dasselbe wie ein Tablet im Bett kurz vor dem Einschlafen.<\/p>\n<p>Die Forscher nennen auch wichtige Einschr\u00e4nkungen. Die Daten beruhen auf Angaben der Eltern und wurden nicht durch objektive Messungen mit Sensoren oder Schlaflaboren best\u00e4tigt. Au\u00dferdem kann die Beziehung in beide Richtungen laufen. Manche Kinder nutzen abends m\u00f6glicherweise mehr Ger\u00e4te, weil sie ohnehin schlecht einschlafen oder l\u00e4nger wach bleiben. Trotzdem ist der Befund f\u00fcr Eltern relevant, weil er einen konkreten Ansatzpunkt liefert. Nicht jede digitale Nutzung muss gleich bewertet werden, aber tragbare Ger\u00e4te im Schlafzimmer und intensive Abendnutzung sind ein plausibler Risikobereich. Gerade bei Kleinkindern ist eine ruhige Schlafumgebung deshalb mehr als eine Erziehungsfrage. Sie ist ein Teil der fr\u00fchen Gesundheitsentwicklung, weil Schlaf, Verhalten und Lernen in diesem Alter eng miteinander verbunden sind.<\/p>\n<p>BMC Public Health, Screen use and sleep in early childhood; doi:10.1186\/s12889-026-27580-1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schlafzeit \u00a012. Juni 2026 11:57 \u00a0Dennis L. (KI Symbolbild). 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